Kein Ton nach Austausch von Pickups, Potis und Co.

von Seppl1980, 20.06.20.

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  1. Seppl1980

    Seppl1980 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.20   #1
    Liebe Leute,
    beschäftige mich seit Corona mit dem Innenleben von E-Gitarren und habe vor Kurzem die ersten Versuche gestartet, Tonabnehmer samt Schaltung und Potentiometern auszutauschen; allerdings mit begrenztem Erfolg. Nach dem ich es nach mehreren Anläufen geschafft habe, eine alte Epiphone Les Paul mit zwei neuen Humbuckern, Ton- u. Volumepotentiometern auszustatten, erhalte ich nach vollendeter Arbeit kein Signal. Bevor ich die Gitarre allerdings vollständig zugeschraubt habe, hatte ich ein deutliches, klares Signal. Ich vermute, dass es einen Kurzschluss gab, an irgendeiner Stelle Masse mit Signal in Verbindung kommt, finde aber nichts. Habe auch ein Multimeter erstanden, kann mit diesem aber noch nicht wirklich umgehen. Kann mir jemand weiterhelfen? Ich fasse noch einmal alle Arbeitsschritte zusammen, die ich durchgeführt habe:

    • Alte Tonabnehmer samt Ton- und Volumepotentiometern sowie Verdrahtung ausgebaut.
    • Elektro- und Pickupfächer mit Abschirmlack der Firma Rockinger bepinselt.
    • Neue Pickups der Firma Rockinger eingebaut und nach traditionellem Schaltplan für Les Paul Modelle mit Potentiometern und Toggle Switch verdrahtet (alle signalführenden Leitungen sind abgeschirmt, die Abschirmung über das Gehäuse der Potentiometer und des Toggle Switch mit Masse verbunden worden.
    • Zusätzlich habe ich die Gehäuse der Potentiometer untereinander kreisförmig mit einadriger Litze verbunden und direkt mit dem Masseanschluss der Buchse verlötet.
    • Die Saitenerdung wurde mit dem Gehäuse des Volumepotis des Halspickups verbunden.

    Nachdem die Gitarre vorerst nur brummte, habe ich den neuen gegen den alten Toggle Switch ausgetauscht und für einen kurzen Moment ein sauberes Signal gehabt. Nach Zuschrauben sämtlicher Fächer, kam gar nichts mehr und ich bin erstmal mit dem bisschen Fachlatein, was ich mir in den letzten Wochen aneigenen konnte am Ende. Für jede Anregung und Hilfestellung bin ich Euch dankbar!

    Beste Grüße und bleibt gesund!
     
  2. bagotrix

    bagotrix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.06.20   #2
    Hi,

    hier vermute ich die Ursache. Der Abschirmlack ist ja leitend und an die Masse angeschlossen. Da reicht es schon, wenn ein "heißer" Anschluss, der am Volumepoti verlötet ist, unten den Boden der Fräsung berührt.

    Kreisförmig sollte man das nicht machen. Zwar sollen alle vier Potis angeschlossen sein, aber dazu reichen drei Drahtbrücken. Auch sollte die letzte Verbindung aller Masseanschlüsse sternförmig an einen zentralen Massepunkt gehen, üblicherweise der Deckel eines Volumepotis. Da der Anschluss des Potis sowohl mit der Signalmasse Ausgangsbuchse verunden ist als auch mit dem eigenen Gehäuse, ist es dann korrekt.

    Gruß, bagotrix
     
  3. Seppl1980

    Seppl1980 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.20   #3
    Herzlichen Dank für die prompte Antwort. Wäre in diesem Fall eine Option die heißen Drähte mit Gaffa abzukleben, oder ist das Mist? Oder die heißen Verbindungen nochmals ablöten und so weit es geht mit Schrumpfschlauch zu bearbeiten, sodass wirklich nur noch so viel draht rausschaut, wie es gerade zum löten reicht?
    Danke auch für den Hinweis auf die sternförmige Masseverbindung. Habe davon schon sprechen hören : ) und werden versuchen nachzuschlagen, wie das im konkreten ausschaut. Kann es mir nur so halb vorstellen und habe mich beim Umbau an der ursprünglichen Verdrahtung orientiert, wo lediglich die Tonpotis noch einmal extra verbunden wurden.
    Erneut besten Dank und Grüße
    Seppl
     
  4. Bass_Zicke

    Bass_Zicke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.20   #4
    ... mach doch einfach mal ein photo vom elektro abteil .

    :)
     
  5. Seppl1980

    Seppl1980 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.20   #5
    Anbei ein Bild vom Elektrofach. Die weißen Kabel sind allesamt Massekabel.
    Danke und LG
    P.S. Falls das Foto nichts hergibt, mach ich gerne weitere!
    --- Beiträge zusammengefasst, 20.06.20, Datum Originalbeitrag: 20.06.20 ---
    Hey, noch eine Frage dazu: Habe jetzt zwecks Foto für Bass_Zicke alles nochmal abgeschraubt und in diesem Zustand nochmals an den Verstärker gestöpselt ohne das heiße Kabel an den Abschirmungslack kommen können. Das Ergebnis bleibt dasselbe, immernoch keinen Ton. Kann ich damit ausschließen, dass der Lack die Ursache ist?
     

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  6. cohen

    cohen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.20   #6
    Das wird nicht der Grund sein, aber eine kurze Frage: auf dem Foto sieht das so aus, als wenn die Abschirmung des einen Pickup nicht an Masse gelegt wurde. Ist das so oder täuscht das nur? Ist der Klinkenbuchse ordentlich angeschlossen? Ich gehe davon aus, dass das grüne Kabel vom Neck Pickup richtig angeschlossen ist? Auf dem Foto sieht man das nicht so gut.
    Ich vermute auch ganz stark, dass da wirklich irgendwo wirklich ein stromführendes Kabel Masse bekommt.
     
  7. Bass_Zicke

    Bass_Zicke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.20   #7
    ok ..... sieht nicht ganz so hübsch aus .

    ..... ich würde alles noch mal auseinander nehmen , von lötzinn befreien und neu machen .

    bei den potis mußt du aufpassen , das die fähnchen nicht noch kontakt zu anderen dingen haben ..... bei abgeschirmten leitungen auch immer drauf achten , das nicht irgendwo noch so fuzzel des schirms mit an der ader angelötet ist ..... einfach alles so ordentlich , wie eben möglich machen .

    .... als kleiner trost , es ist noch nie jemand auf die welt gekommen , der das sofort perfekt konnte ..... einfach üben .

    :)
     
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  8. Seppl1980

    Seppl1980 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.20   #8
    @Bass_Zicke u. @cohen
    Vielen Dank Euch beiden für den neuen Input. Müsste ich nicht heute beim Umzug helfen, wäre ich bereits wieder am Löten : (( @cohen ist eigentlich alles richtig verlötet, das Foto täuscht, ich werde aber alles auf Bass_Zickes anraten nochmal neu machen und ganz genau darauf achtgeben, dass nichts stromführendes an Masse kommen kann. Noch eine kurze Frage: Kann der Gebrauch von Flussmittel hierbei helfen, dass die Lötstellen ordentlich aussehen und gut funktionieren?
    LG und erneut vielen Dank, bleibt gesund!
    Seppl
     
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  9. waldru

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    Erstellt: 21.06.20   #9
    Extra Flussmittel brauchst Du nicht. Deine Lötstellen sehen aus, als wenn Du mit zu niedriger Temperatur gelötet hast. Wieviel Watt hat dein Lötkolben?
     
  10. Seppl1980

    Seppl1980 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.20   #10
    Hey, danke für die Info. Mein Lötkolben hat 60 Watt, habe auch keine mit mehr Leistung gefunden. Für alle stromführenden Drähte die an Lötösen gingen habe ich in der Regel 330 Grad genommen. Für die Masse Drähte die an Potigehäuse gingen bis hoch zu 480 Grad, da sich die Gehäuse oftmals nur schwer erwärmen ließen. Ist das von den Temperaturen in Ordnung.
    Danke und LG
    Seppl
     
  11. waldru

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    Erstellt: 21.06.20   #11
    60 W ist mehr als ausreichend. Du musst lange genug erwärmen, so dass das Lot fließt, aber nicht zulange, damit die Potis keinen Schaden nehmen.
     
  12. Seppl1980

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    Erstellt: 22.06.20   #12
    @waldru Vielen Dank für den Tipp und einen angenehmen Start in die Woche!
    LG
     
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  13. Seppl1980

    Seppl1980 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.06.20   #13
    Liebe Leute,
    nachdem mir nun eine Menge von Euch bereits gute Tips zum Beitrag 'Kein Signal nach Tonabnehmerwechsel' gegeben haben, bräuchte ich nun einen Ratschlag zum Thema 'Leises Signal nach Tonabnehmerwechsel' :rolleyes: Folgende Schritte wurden beim Umbau durchgeführt, bevor das minimale Signal einsetzte:
    Neue Seymor Duncan Humbucker in alte Epiphone Les Paul
    -Drähte der Pickups verlängert.
    -Neckhumbucker eingebaut und komplett verdrahtet nach konventionellem Prinzip Humbucker > Volumepoti/Tonepoti > Schalter > Buchse
    -Die Spulen der Humbucker wurden in Serie geschaltet und entsprechend an Volumepoti verdrahtet.
    -Alle signalführenden Drähte sind abgeschirmt. Darüberhinaus wurden noch keine Masseführenden Drähte hinzugefügt

    Alles weitere kommt noch. Ich wollte beim zweiten Anlauf nach jedem Arbeitsschritt kontrollieren um unnötige Arbeit zu sparen.
    Wenn ich jetzt die Gitarre anschließe, erhalte ich lediglich im Gain Channel ein ganz leises Signal. Kann es sein, dass die Potis oder die Buchse nach zahlreichen Lötvorgängen hinüber sind? Das bleifreie Lötzinn ist derart hartnäckig, dass ich oft mit über 400 Grad löte. Dabei wird auch oft die Ummantellung der jeweiligen Litzen stark beansprucht, kann das der Grund sein? Oder die Abwesenheit zusätzlicher masseführender Kabel der Grund sind.
    Bin Euch bereits vorab für jeden Hinweis dankbar.
    LG und bleibt gesund!
    Seppl
     
  14. Seppl1980

    Seppl1980 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.20   #14
    Kurzer Nachtrag: Das Problem hat sich zwischenzeitig durch Anbringen einer neuen Buchse erledigt.
    LG
     
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