Kemper und PC an Monitore anbinden

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Ertugrul
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Servus, liebe Leute !

Ich bin gerade dabei mir ein kleines MUsikzimmer einzurichten :) Nachdem das EDrum Kit nun endlich am Start ist, soll der Gitarrenbereich abgedeckt werden. Angeschafft werden soll ein Kemper (ohne Endstufe), passnde Nahfeldmonitore die sowohl zur Wiedergabe der Gitarre am Kemper als auch manierlichen Sound am PC ausgeben soll (gelgentliches Daddeln, Youtube, ihr kennt das)

Folgende Fragen kamen spontan auf :

1. Welche aktiven Nahfeldmonitore eignen sich für dieses Einsatzfeld? Ich hab jetzt schon einiges gelesen, schlau werde ich aber nicht wirklich :( Wichtig wäre mir nur ein Auto Standby, dann entfällt das ewige An und Ausschalten. Preislich wären für beide 500 bis 1000€ drin, muss halt Sinn machen :) Cool wäre noch wenn die Monitore automatisch auf die Quelle unmschalten würden, da sowohl PC als auch der Kemper an ein Interface kommen. Generell hab ich die KRK Rokit RP8 G4 ins Auge gefasst. Modern, Standby und sollen nicht so flat klingen wie die üblichen verdächtigen (Adam,Yamaha).

2. Die Verkabelung und die Anschlüsse : Mein Plan ist den Kemper per SPDIF an ein Focusrite Scarlett 8i6 3rd gen anzuschließen, den Rechner per Line In über ein Splitterkabel von der 3,5mm Klinke. An das Interface kommen da die noch unbekannten Nahfeldmonitore. Passt das, oder hakts da irgendwo in der Praxis ?

Ich hoffe ich bin im richten Unterforum, wenn nicht, bitte einmal verschieben :)

Vielen Dank erstmal, macht euch nen ruhigen Sonntag Abend !
 
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Passt das, oder hakts da irgendwo in der Praxis ?

Da hakt's komplett. Ein Audio-Interface wird (meistens) via USB (oder auch FW, TB, PCIe) an ein Computersystem angeschlossen.

Wenn der Kemper via SPDIF eingebunden wird, muss er zwingend das Clock-Signal zur Synchronisierung des kompletten Systems liefern - und die ist nicht die beste und (wenn ich mich recht entsinne) ist die Abtastfrequenz dann auf 48 kHz festgelegt.

Cool wäre noch wenn die Monitore automatisch auf die Quelle unmschalten würden, da sowohl PC als auch der Kemper an ein Interface kommen.

Wie hast Du dir gedacht, dass das funktionieren soll oder könnte?

Du wolltest eingangsseitig den Computer und den Kemper an das Audio-Interface anschließen und die Monitor-Boxen an einen Ausgang. Bitte wie soll es funktionieren, dass die Monitor-Boxen erst erkennen, an welchem Eingang des Audio-Interfaces ein Signal anliegt und erst dann in Folge diesen Eingang für die Wiedergabe auswählen? Mal abgesehen davon, dass eine analoge Audio-Verbindung nur in eine Richtung funktioniert und sowieso keine sonstigen Informationen und Steuerbefehle transportiert, macht das Ganze von der Wenn-Dann-Logik her doch gar keinen Sinn.

Was Du wohl am ehesten brauchst, ist ein Monitor-Controller. Fieserweise musst Du dann Knöpfchen drücken. :D
 
Oder einfach das Focusrite per USB an den Rechner, die Monitore an den Ausgang vom Interface und den Kemper an Line-Eingänge 3+4 anschließen. Dann gehen sogar PC-Ton und Kemper gleichzeitig auf die Monitore. Und wenn du nur Musik machen willst, geht das auch, denn das 8i6 hat ein Netzteil und kann unabhängig vom PC betrieben werden (allerdings dann nur mit festen Eingangs-Pegel, denn die Eingänge 3-6 können nur per Software-Mixer geregelt werden)
 
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Wie hast Du dir gedacht, dass das funktionieren soll oder könnte?

Du wolltest eingangsseitig den Computer und den Kemper an das Audio-Interface anschließen und die Monitor-Boxen an einen Ausgang. Bitte wie soll es funktionieren, dass die Monitor-Boxen erst erkennen, an welchem Eingang des Audio-Interfaces ein Signal anliegt und erst dann in Folge diesen Eingang für die Wiedergabe auswählen?

Oops, natürlich gar nicht. Es war wohl gestern zu spät für mich noch nen Beitrag zu verfassen, mea culpa :)

Oder einfach das Focusrite per USB an den Rechner, die Monitore an den Ausgang vom Interface und den Kemper an Line-Eingänge 3+4 anschließen. Dann gehen sogar PC-Ton und Kemper gleichzeitig auf die Monitore. Und wenn du nur Musik machen willst, geht das auch, denn das 8i6 hat ein Netzteil und kann unabhängig vom PC betrieben werden (allerdings dann nur mit festen Eingangs-Pegel, denn die Eingänge 3-6 können nur per Software-Mixer geregelt werden)

Das macht schon mehr Sinn ! Der Rechner ist eh an wenn ich in dem Raum bin, das wäre nicht das Problem :)

Habt ihr vielleicht Ideen was die Monitore angeht oder passen die KRK für diesen Mischbetrieb (Gitarrenbox und Daddeln) ?
 
Wenn der Kemper via SPDIF eingebunden wird, muss er zwingend das Clock-Signal zur Synchronisierung des kompletten Systems liefern - und die ist nicht die beste und (wenn ich mich recht entsinne) ist die Abtastfrequenz dann auf 48 kHz festgelegt.
Also die Clock hat hier in diesem Zusammenhang vermutlich einen sehr geringen Einfluss. Das mit der Abtastfrequenz stimmt so auch nicht mehr. Die frühe Generation hatte eine feste Abstastfrequenz und konnte nur als Clockgeber betrieben werden. Das mit dem Master ist zwar bei alten Modellen chipsatzbedingt immer noch so, allerdings lässt sich auch bei denen wenigstens die Abtastfrequenz mittlerweile einstellen. Neuere Modelle können auch als Clocknehmer eingebunden werden da wurde irgendwann mal nachgebessert. Ab wann das jetzt umgesetzt wurde weiß ich nicht mehr aus dem Kopf, ich meine das war ab ca. 2019er Baureihen. Die Stages können es alle.

Habt ihr vielleicht Ideen was die Monitore angeht oder passen die KRK für diesen Mischbetrieb (Gitarrenbox und Daddeln) ?
Das ist halt schon wirklich sehr, sehr individuell. Für denen Einen passt es, für den Anderen wieder nicht. Ich kenne die KRKs und sie sind nicht mein persönlicher Favorit, im direkten Vergleich haben mir in der Preisklasse zum Beispiel Dynaudios immer besser gefallen. Dabei bleibt natürlich immer die Frage ob es dir Spaß macht, darüber Gitarre zu spielen wenn es dir jetzt nicht darum geht, einen möglichst analytischen Sound zu haben.
Und es klingt echt blöd und abgedroschen, aber das musst du dir wahrscheinlich wirklich anhören, der Markt ist riesig im Segment bis 1k für das Pärchen und jeder hat da seine eigenen Präferenzen. Da gibt es dann auch immer wieder im Netz "Geheimtipps" und "die stecken locker Monitore in die Tasche die das doppelte kosten" Aussagen, aber wenn du sie dir anhörst stellst du dann fest, dass es keinen Spaß macht. Und so richtig unterirdisch schlecht ist da auch keiner. Ich würde da auch unbedingt mal auf den Gebrauchtmarkt schauen, da findest du mit etwas Geduld schon mal ganz gute Angebote.
 
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Ich habe meinen Kemper auch per SPDIF an meiner RME angeschlossen. Ich habe die KRK Rokit G2. Diese sind über dem analogen Anschluss eingebunden. Im PC habe ich als Audioausgabe die RME - Karte angegeben. Nun läuft Kemper und auch alle Systemsounds über die Boxen.

Die KRK - Boxen sind jetzt fürs Mischen und Mastern nicht so der Hit, den Kemper darüber zu betreiben klappt aber gut.

Mein Boxenwunsch wären die Neumänner KH 120 A. Die sind fürs Studio wirklich Klasse, wie der Kemper darüber klingt kann ich allerdings nicht sagen.
 
@Navar Danke für das korrigierende Update. 🙂
 
Mein Boxenwunsch wären die Neumänner KH 120 A. Die sind fürs Studio wirklich Klasse, wie der Kemper darüber klingt kann ich allerdings nicht sagen.
Die Kombination mit den KH 120 A hab ich mal bei einem Bekannten gehört, yoa klang gut und hat auch Laune gemacht. :) Ich selber hab die C88 von KS Digital. Mit ein wenig Glück kann man die KH 120 auch unter 1k für das Pärchen finden.

Man kann auch den Kemper natürlich problemlos analog anschließen, soundmäßig ist das gerade bei Gitarren wirklich egal. Ich persönlich finde SPDIF sehr bequem, gerade wenn man re-ampen möchte und solche Spielchen, aber zwingend notwendig ist das nicht. Die Latenz ist bei SPDIF ganz leicht geringer, aber das ist kein wahrnehmbarer Unterschied.
 
Der Anschluss über SPDIF ist m.M.n. schon sinnvoll, da die Eingänge der Audiokarte für anderes frei bleiben. Ich kenn mich nicht so gut aus, aber wenn möglich ist es doch gut auf der digitalen Ebene zu bleiben ohne Wandelung????

Wie geschrieben spiele ich den Kemper über KRK Rokit 6 - Boxen. Das funktioniert wunderbar. Mein Studio ist aber auch eher klein.
Musikvideos oder Filme gehen darüber eh gut. Besser als über irgendwelche PC-Boxen. Günstig sind die KRK-Boxen außerdem.
 
Das ist halt schon wirklich sehr, sehr individuell. Für denen Einen passt es, für den Anderen wieder nicht. Ich kenne die KRKs und sie sind nicht mein persönlicher Favorit, im direkten Vergleich haben mir in der Preisklasse zum Beispiel Dynaudios immer besser gefallen. Dabei bleibt natürlich immer die Frage ob es dir Spaß macht, darüber Gitarre zu spielen wenn es dir jetzt nicht darum geht, einen möglichst analytischen Sound zu haben.

Da ich tatsächlich nur das hören will was ich spiele, als keine Mischen oder Mastern, wären mir Monitore lieb die halt "Spaß" machen (Druck, differenzierter Klang), auch deshalb weil sie eben am Rechner betrieben werden sollen. Im Endeffekt werden es wohl die KRK in 8 Zoll werden :) Passt das Focusrite eigentlich ? Oder haben da Interfaces in der gleichen Preisklasse nen Vorteil was die Latenzen angeht ? Ich erinnere mich dunkel an das Steinberg INterface das durch seinen Treiber in der Kategorie geglänzt hat
 
Der Anschluss über SPDIF ist m.M.n. schon sinnvoll, da die Eingänge der Audiokarte für anderes frei bleiben. Ich kenn mich nicht so gut aus, aber wenn möglich ist es doch gut auf der digitalen Ebene zu bleiben ohne Wandelung????
Von der Theorie her ja, aber bevor man die Unterschiede in der Wandlung bei einem Gitarrenamp -> Gitarrenboxen Signal wahrnimmt wird man eher hören ob man ein anderes Plek benutzt, mal ganz polemisch formuliert. :) Ich find SPDIF super, einfach weil es super praktisch ist, funktioniert, keinen anderen Eingang belegt usw.

Passt das Focusrite eigentlich ? Oder haben da Interfaces in der gleichen Preisklasse nen Vorteil was die Latenzen angeht ? Ich erinnere mich dunkel an das Steinberg INterface das durch seinen Treiber in der Kategorie geglänzt hat

Die Latenz spielt in diesem Fall keine Rolle. Das Interface fungiert hierbei als digitales Mischpult. Du kannst die Puffergröße im Treiber beliebig hoch stellen und trotzdem immer noch quasi latenzfrei spielen. Moderne Interfaces von Focusrite, Steinberg, RME und wie sie alle heißen bieten eine eigene "Mischpultsoftware" mit dem du jedes eingehende Signal (z.B. Kemper) direkt an jeden beliebigen Ausgang (Boxen, Kopfhörer) weiterleiten kannst. Dadurch hörst du direkt ab und Latenz spielt keine Rolle. Die kommt erst dann ins Spiel wenn du im Computer mit dem Signal etwas machen und das Ergebnis dann wieder hören möchtest. Also wenn du zum Beispiel statt dem Kemper eine Softwaresimulation wie z.B. von Neural DSP oder so benutzen möchtest. Aber auch diese Aufgabe bewältigen moderne Interfaces wenn der Computer nicht die letzte Gurke ist. :)
Deswegen ist das Aufnehmen mit Kemper & Co. ja auch so überaus praktisch, es ist ja, als hättest du ein Mikrofon vor einem Gitarrenverstärker, der in einem isolierten Nachbarraum steht.
 
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@Ertugrul

Wäre denn ein kleines Mischpult auch eine Option?

Bei mir läuft alles in ein kleines Pult, am Pult hängen 2 kleine alte RoKIT (die hatte ich halt schon).
Die Yamaha HS7/HS8 gefallen mir persönlich aber für den Kemper klanglich besser.

Über das Pult kann ich dann bei Bedarf auch auch noch jeden anderen Kram auf die Monitore geben.
(Rechner, mein olles Eleven-Rack, StompBox Drums aus der Dose, Micros, etc.)
Auch praktisch für kleine und eher leisere Sessions @Home

Der Kemper geht bei mir aber auch noch in ein externes Kabinet. (mit Kemper Kone).
Vom Pult aus geht es auch noch in einen Bühnenmonitor. (Alto TS 212) Für die Aufnahme der Gitarre benutze ich ein Apogee Interface.
Das genügt mir.

Du schreibst:
"Da ich tatsächlich nur das hören will was ich spiele, als ein Mischen oder Mastern, wären mir Monitore lieb die halt "Spaß" machen"

Versuche das doch vorher mal auszuprobieren und vielleicht zu vergleichen.
Den meisten "Spaß" macht mir der Kemper an dem Kemper Kone. Das entspricht halt eher dem Sound eines Amps mit 12er Speaker, der im Raum steht.

Alles Andere ist für mich eher zweckdienlich, klingt aber natürlich auch nicht schlecht. Klingt halt wie schon vorher beschrieben, so wie der abgenommen Amp aus dem Nebenraum, der über die Studiomonitore tönt. Kommt also eher drauf an was man sucht und möchte.
Für ein bisschen "daddeln" und Homerecording aber sicher allemal ausreichend. ;-)
 

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