Keyboard als Bass-Ersatz?

von DieausgezeichneteBand, 06.08.20.

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Casio
  1. bluebox

    bluebox HCA Keyboard HCA

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    Erstellt: 24.08.20   #41
    Liebe Kollegen !

    Was hier noch gar nicht zur Sprache gebracht wurde ist die menschliche Komponente. Meines Erachtens ist außer dem Sound auch die Spielweise sehr wichtig.
    Wenn ein z.B. Slap-Bass wie einer klingen soll, muss man diese Spielweise auch auf den Tasten "immitieren" und auch Controller wie z.B. Pitchbender einsetzen.
    Das ist aber nicht nur bei Bässen so, sondern bei allen Sounds die man spielt. Man sollte sich die Klangcharakteristik und Spielweise im Original anhören und
    entsprechend dann auch so versuchen zu spielen - sicher funktioniert das mal besser und mal schlechter, insgesamt macht es für mich aber mehr am Endergebnis aus
    als der Grund-Sound.

    Vg

    bluebox
     
  2. Falcon030

    Falcon030 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.20   #42
    Puh, ein Basspedal zu empfehlen ist aber schon eher gewagt. Ich habe selber klassisch Orgel inklusive Fußpedal gelernt und besitze auch ein Midi-Basspedal (Elka PM-13), empfinde es aber nicht als wirkliche Alternative zu einem Bass und nutze es nur, um gelegentlich mal einen Effekt einzuspielen, für den ich keine freie Hand habe. Es ist mit einer Oktave doch arg limitiert (selbst die "Großen" mit zwei Oktaven sind ja eher mau und können nicht mit dem Tonumfang eines E-Basses konkurrieren) und die spielerischen Anforderungen für ein Spiel mit den Füßen sind meiner Meinung nach auch weitaus höher als bei einem händischen Spiel, es sei denn, man will nur einen stehenden Basston oder, im günstigsten Fall, mal einen Wechselbass spielen.
     
  3. marcel22

    marcel22 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.20   #43
    hallo
    mir ist da noch das roli eingefallen. damit kann man glaube ich bass spieltechniken gut auf einer klaviatur rüberbringen.

     
  4. bluestime

    bluestime Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.20   #44
    Also wenn ich das alles richtig verstanden habe ist das die Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau.

    Entweder du arrangierst dich mit eher synthetischen Klängen und dem Bedienen eines Tasteninstruments ODER du steigst auf E-Bass um.

    Neben dem Klang gibt es zahlreiche instrumententypische Klischees, die sich nun eben schlecht nachahmen lassen.
     
  5. Archivicious

    Archivicious Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.20   #45
    Bitte den Eingangspost lesen! Der TE IST Bassist, kann aber aus gesundheitlichen Gründen gerade nur eine Hand benutzen. Er sucht jetzt eine Möglichkeit, mit EINER Hand seine Bassparts via Keyboard spielen zu lernen, bis die andere Hand wieder heil ist.
     
  6. bluestime

    bluestime Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.20   #46
    Pardon, konnte weder herauslesen dass er Bassist ist, noch dass die gesundheitliche Einschränkung temporär ist.
     
  7. Archivicious

    Archivicious Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.20   #47
    Möglicherweise stand es auch nicht alles im Eingangspost und ist teilweise erst im Laufe des Threads ans Licht gekommen (das temporäre der Verletzung war mir jedenfalls auch lange nicht klar).
     
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  8. Martman

    Martman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.20   #48
    Grunge war Ende der 80er, Anfang der 90er die ultimative Reaktion auf die Synthesizer-"Überladenheit" und Überproduziertheit der Rockmusik der 80er. Die 80er waren ja das Jahrzehnt, wo der Synthesizer der E-Gitarre das Szepter aus der Hand gerissen hat. Und "Synthesizer" meinte längst nicht mehr den Minimoog auf der B3 zusammen in einer Burg mit Rhodes Suitcase, Hohner Clavinet D6 und Mellotron M-400. Das meinte Materialschlachten mit Prophet-5, Jupiter-8, OB-X, OB-Xa, DX7, JX-8P und so weiter ohne jegliche Beteiligung elektromagnetischer oder elektromechanischer 60er-Jahre-Instrumente. Sogar Ultravox und Duran Duran gingen fast als Rockbands durch.

    Und da hatten die Rockmusiker keinen Bock drauf. Die Gitarre sollte die Rockmusik zurückerobern.

    Also wurden Sound, Arrangement und Produktion wieder aufs Wesentliche vereinfacht. Alles, was Tasten hatte, wurde rausgeschmissen. Was übrig blieb, mußte einerseits amtlich, ehrlich und authentisch sein und andererseits vor allem im Grunge richtig schön dreckig Alarm machen können.

    Der typische Grunge-Sound ist "Smells Like Teen Spirit" oder "Come As You Are" von Nirvana im krassen Gegensatz zu "Rosanna" von Toto.

    Sämtliche dedizierten Baßsynths, vor allem solche mit Baßpedal (Moog Taurus, Taurus II, Taurus III), sind vollanalog und außerstande, den Sound einer Baßgitarre täuschend echt nachzuahmen.

    Spielt nur im Alternative Rock und im Grunge keine Rolle. Pearl Jam waren nicht Sly & the Family Stone, und Nirvana waren nicht Earth, Wind & Fire. Da geht's im wesentlichen um Grundtonachtel.


    Martman
     
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  9. Be-3

    Be-3 Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 27.08.20   #49
    Das bringt es auf den Punkt, danke für die Erläuterung, Marman!
    Ich muss zugeben, genau die Phase der Synthesizer-Vorherrschaft miterlebt zu haben. Meinen DX7 der ersten Serie halte ich immer noch in Ehren. Und es ist ja nicht nur so, dass die alten elektromechanischen Instrumente nicht nur zeitweise ausgedient hatten, man betrachtete zum Beispiel den berüchtigen DX7-E-Piano-Sound als dem Rhodes überlegen (endlich kristallklar und ohne Dreck und Nebengeräusche!).
    Hammonds oder Rhodes wurden sogar oft für'n Appel und 'n Ei verkauft, weil sie als völlig überholt galten und sie keiner mehr haben, geschweige denn herumschleppen wollte.

    Meine Frage war auch eher leicht provokant gemeint, weil @DieausgezeichneteBand einerseits quasi von "ganz einfach: Bass einstöpseln und man hat den Sound" sprach, aber andererseits mit keinem der in den Romplern aller Preisklassen gelieferten E-Bass-Sounds zufrieden war. ;)

    Und zur Spieltechnik:
    Sehe ich auch so - mehr noch als der Grundsound hängt der Erfolg der "Täuschung" im wesentlichen davon ab, wie realistisch man die typische Bass-Spieltechnik auf Tasten imitieren kann.
    Und da sehe ich auch eindeutig, dass man es bei Grunge & Co. schon rein stilistisch einfacher hat als wenn man Victor Wooten, Jaco Pastorius, Tal Wilkenfeld oder - um im Land zu bleiben - Decebal Badila nacheifern möchte.
    Das ist ja auch auf "echten" Bässen nur ansatzweise möglich. :)

    Viele Grüße
    Torsten

    PS 1: Es freut mich, dass ausgerechnet mein abstruser Rhodes-Piano-Bass-Vorschlag als Cover-Foto einer Titel-Story auftauchte. :D

    PS 2: Wenn man nicht auf Tasten fixiert ist und aufgrund einer Unpässlichkeit der linken ein authentisches Original-Bass-Instrument sucht, wäre eine Tuba auch fein. Und, ja, die kann auch Alarm machen. :cool::evil::engel:
     
  10. Archivicious

    Archivicious Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.20   #50
    Ich glaube, er hat bisher noch gar keine Rompler ausprobiert. Seinen Unmut hatte ich bisher immer auf die Analog und VA-Bass-Synths bezogen verstanden. Ich glaube, ihm war ursprünglich gar nicht klar, dass diese gar keinen E-Bass simulieren wollen sondern etwas völlig eigenständiges sind und nicht unbedingt für Rockmusik gedacht.
    Wobei es auch für den Kontext Rock Beispiele gibt, wo es gut funktioniert.... ich denke da nur an St. Vincent in ihrer Noiserock-Phase

    Aber für Traditionalisten ist das sicherlich nichts...
     
  11. lil

    lil Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 30.08.20   #51
    Ungefähr zeitgleich, in den 60-/70ern, baute Hohner sein Bassett, hauptsächlich (ausschließlich?) für den Einsatz in Akkordeonorchestern.

    Aber gleiches Problem wie oben: wird seit ewigen Zeiten nicht mehr gebaut. Vielleicht lässt sich gebraucht etwas auftreiben, hab ich nicht recherchiert.
    Nachfolger sind für dich uninteressant, das sind Bass-Akkordeons ("Basso") mit Tonerzeugung durch Stimmzungen wie die "normalen" Akkordeons. Und die aktuellen Bass-Akkordeons ebenfalls, z.T. unterstützt oder ersetzt durch Midi ...
     
  12. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 31.08.20   #52
    Wir driften ein wenig ab, aber kommen nicht zum Ziel, wenn wir nicht wirklich wissen, wie die Soundvorstellung des TEs wirklich ist. Auf der einen Seite heißt es
    Auf der anderen Seite soll jetzt ein Tasteninstrument her, mit dem man den selben Sound erzeugen möchte.
    Dann darf man schon mal nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Die meisten Keyboards, die Bass-Sounds in den Presets liefern, orientieren sich tatsächlich auch eher am Grund-Sound, unterscheiden vielleicht noch zwischen Gezupft, gestrichen, fretless, slap, manchmal halt auch schon den einen oder anderen Effekt mit im Preset, aber das war's dann. Die Synth-Bässe, die sie meist zusätzlich noch haben, interessieren Dich ja weniger, wenn ich das richtig verstanden habe.
    Und jetzt kommt es noch drauf an, sie 'richtig' zu spielen. Denn es ist schon ein Unterschied, wie stark ich die Tasten anschlage. In der Regel haben heute alle, zumindest etwas besseren Keyboards Multi-Velocity-Sounds, also die Sound verändern sich bei unterschiedlicher Anschlagstärke.
    Du hattest ein Beispiel Video gepostet, wo der Sound für Dich anscheinend ok war, aber aus einem Rechner kam. Scarbee, wenn ich mich recht erinnere. Eigentlich nichts besonderes, ähnliche Sounds findest Du auch in verschiedenen Keyboards, da bin ich mir sicher, kommt aber drauf an, dass sie 'richtig' gespielt werden.

    Allerdings...
    ...sehe ich persönlich nicht so. Die Leute, die hauptsächlich Bass-Sounds 'aus der Konserve' holen wollen, nutzen Rechner und VSTi Plugins. Die wenigen Fälle wie dieser hier rechtfertigen wohl kein Produkt auf dem Markt, da gehe ich konform mit echoletter:
    Mein Tipp:
    Als erstes solltest Du auch die Signalkette beibehalten. Stöpsel so ein Keyboard also als erstes mal in Deinen Bass-Amp.
    Dann wäre die nächste Frage, werden bei Deiner Soundvorstellung nicht auch noch zusätzliche Effekte eingesetzt? Gerade bei Grunge, haben die Bassisten gerne noch Effektboards, die manchem Gitarristen alle Ehre machen, mit Zerre, Compis, Pitcher, Octaver etc. Da wird der Grund-Bass-Sound noch mal ganz schön verdreht. Hier wären wir dann auch wieder beim Aufwand, denn das ist auch schon mal etwas mehr als nur Kabel in den Amp und loslegen.
     
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