Keyboard spielen lernen/Rock

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SaWa
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Hallo zusammen,

ich spiele Gitarre und Bass - habe beides in Einzelunterricht gelernt. Hatte zusammen mit meinem Mann auch eine Band, die sich aber aufgelöst hat. Nun haben wir nach längerer Pause beschlossen das ganze zu reaktivieren. Als wir für Home Recording ein Interface gekauft haben, habe ich mir statt einem Midi Keyboard ein Yamaha PSR S650 zugelegt.
Ich hatte wohl mal Klavierunterricht, als ich 6 Jahre alt war ; ) Aber nicht lange, ein Jahr vielleicht. Ich habe es immer bedauert, dass ich den Unterricht aufgeben musste.
Daher kam mir das Keyboard jetzt sehr gelegen. Es ist kein Klavier, schon klar, aber ich habe mir eine Klavierschule zugelegt und übe damit.
Die Begleitautomatik kann ich eigentlich ja gar nicht brauchen, aber da sie nun mal vorhanden ist übe ich mit "Keyboardspielen mein schönstes Hobby" auch damit umgehen zu lernen. Mein Gedanke dabei ist, dass es ja nicht schaden kann, wenn man Akkorde greifen lernt...
Liege ich damit richtig?
Wir hatten in der Band nie einen Keyboarder und abgesehen davon, dass es mir Spaß macht ein Tasteninstrument zu lernen, soll das eigentliche Ziel ja sein das Keyboard als zusätzliches Instrument bei der Aufnahme von eigenen Songs zu verwenden. Ich habe ehrlich gesagt keinen blassen Schimmer ob das Yamaha dafür überhaupt geeignet ist???
Und was übt man für so einen Zweck am besten? Ist es reine Zeitverschwendung sich mit der Begleitautomatik abzugeben?

Ich habe massig Fragzeichen im Kopf. Eigentlich wollte ich mir einen Lehrer suchen, aber selbst da komme ich momentan nicht weiter - denn klassisches Klavier passt nicht, Keyboard (mit Begleitautomatik) auch nicht wirklich...

Wäre toll wenn mir da jemand etwas weiter helfen könnte!

Liebe Grüße
Sabine

PS: Natürlich überlege ich auch, ob das nicht ein Fehlkauf war und ich mir besser ein Digitalpiano zulegen sollte. Bzw hätte sollen ; )
 
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SummerWalker
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Hallo Sabine,

die Begleitautomatik wirst du live eher nicht brauchen - allerhöchstens, wenn Ihr Tanzmusik auf einfachem Niveau macht und ohne Drummer spielt. Aber zum Üben von Akkorden schadet sie mit Sicherheit nicht.

Wie du das Keyboard live einsetzt ist im Wesentlichen deine Sache, da gibt's unzählige Möglichkeiten: mit beiden Händen Klavier spielen (dann solltest du zusätzlich noch ein Sustain-Pedal anschaffen), mit der linken Hand einen Flächenklang und mit der rechten die Leadstimme, mit der linken Hand den Bass und mit der rechten den Flächenklang... was zu dem betreffenden Stück und der Besetzung Eurer Band am besten passt. Aus eigener Erfahrung kann ich allerdings sagen, dass man bei einem PSR recht bald an die Grenzen stößt, wenn man sich komplexere Voreinstellungen mit Splits abspeichern will - für den Live-Einsatz in einer Band sind diese Geräte nur begrenzt vorgesehen (Einschränkung: ich hatte "nur" ein PSR-290 - vielleicht ist es bei den hochpreisigeren Modellen anders?).

Wenn das Keyboard über eine MIDI-Schnittstelle verfügt, kannst du fürs Recording auf jeden Fall einsetzen: da ist es auch nicht besser oder schlechter geeignet als ein reines MIDI-Masterkeyboard.

Wegen Unterricht: wie wäre es mit Jazz-Piano als Kompromiss? Dabei lernst du auf jeden Fall Harmonielehre und rhythmisches Spielen, davon wirst du sicherlich auch einiges in der Band verwenden können (auch wenn Ihr keinen Jazz spielt). Einzige Einschränkung: da wirst du dann zum Üben auf jeden Fall ein Digitalpiano mit gewichteten Tasten brauchen...
 
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Exordium
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Hatte genau die gleiche Situation. Erst ein Keyboard für die ersten Schritte, Akkorde lernen, paar einfache Melodien. Es machte Spaß, aber irgendwie fehlte da was. Nach 6 Monaten dann der Umstieg auf ein Stage-Piano (DP ohne Holzverschlag) und der Spaßfaktor stieg nochmal gewaltig an. Ich kann nur empfehlen, sich Zeit zu lassen bei der Auswahl und ein gut sortiertes Musikgeschäft, notfalls mehrmals, aufsuchen. Eine kleine Checkliste, sortiert mit den Features die Dir wichtig sind, mitnehmen!

Ein moderner Lehrer wird sich auch Deinen Wünschen und Vorlieben anpassen und den Unterricht auch entsprechend gestalten. Ich habe hier auch recht vielseitige Interessen: Pop, Rock, Blues, Folk, einfache klassische Stücke... einfach querbeet. Die Basics sind erstmal eh genreunabhängig. Mein Lehrer gestaltet den Unterricht nach meinen Zielvorgaben!

Es ist wirklich wichtig auf einem Instrument zu spielen, was einem auch richtig gut gefällt. Das hält die Motivation und vor allem die Lust am Spielen und Üben aufrecht.
 
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SaWa
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Vielen Dank! Das hilft mir schon mal weiter!
Ein Sustain Pedal hab ich bereits. Und ne, das Yamaha hat keinen Midi Anschluss, aber USB. Nur, ähm, ehrlich gesagt, ich kenne mich nicht wirklich aus, was das Ding alles kann.
Ich werde mich zwangsläufig mit den ganzen Funktionen auseinandersetzen müssen. (Ich weiß nicht was ein 16 Spur Sequenzer ist, wenn ich nicht grad Google befragt habe ;) ). Das war definitiv der erste und letzte überstürzte Kauf, wenns um ein Instrument geht von dem ich Null Ahnung hab.
In der Klavierschule muss ich das Kapitel mit den Pedalübungen vorerst überspringen. Was solls.
Vielleicht gelingt es mir ja einen Lehrer zu finden, der akzeptieren kann, dass ich eher Klavierspielen lernen will, aber mir erst ein Piano kaufen werde, wenn ich mir sicher bin was ich da genau will!
Ein DP wäre cool ; ) Aber das Yamaha jetzt schon wieder verkaufen, ich weiß nicht... Ich werde wohl ein paar Monate so weiter machen und dann entscheiden, ob ein DP dazu kommt und das Yamaha verkauft wird, oder nicht.

Liebe Grüße
Sabine
 
dr_rollo
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Du willst also Keyboard in der Band spielen? Eine vollständige Band mit Bassist und Drummer? Dann brauchst Du die Begleitautomatik nicht. Ja, ich kann nachvollziehen, dass Klavier nicht Deins ist, genauso wenig die Begleitautomatik, die Du am Ende ja nicht brauchst. Ich kann das deshalb nachvollziehen, weil ich über 10 Jahre mit einem Arranger-Keyboard unterwegs war, anfangs als Duo, dann als Trio, bis ich dann als Keyboarder in einer Band eingestiegen bin, und mir dort die linke Hand erst einmal antrainieren musste. Die rechte Hand war fit in allem. Als Bandkeyboarder brauchst Du in der Regel beide Hände, die verschiedene Dinge in der Regel unabhängig voneinander spielen müssen. Ok, manchmal muss man nur mit der linken Hand per Akkord eine Fläche drücken, also nichts anderes als beim Begleitautomat. Aber öfter spielt die linke Hand auch eine rhythmische Piano-/Clavinet-Begleitung, die weit über Akkorde hinausgeht, oder auch mal eine Melodielinie. Hier ist das beidhändige Klavierspielen schon eher von Vorteil. Muss ja nicht gleich klassischer Klavierunterricht sein, aber ein aufgeschlossener Musiklehrer der dir Liedbegleitung beibringt, wäre ne tolle Sache.
 
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