Warum auf Plastik schimpfen? Erstens ist Plastik nicht gleich Plastik.
Natürlich hat man zunächst die billigen China Plastikkübel vor Augen.
Aber (wie oben auch schon jemand erwähnt hat), man kann ein Palstikgehäuse sehr gut berechnen, fertigen und auch akustisch designen. Mit allen nötigen Versteifungen. Bei Holz müssen das Platten oder sonstige Streben sein. In der Regel schwerer. Man kann mit Plastik auch recht gut Hornkonstruktionen mit einbauen, so dass man da keine gesonderten Bauteile braucht.
Schaut man sich hochwertige Plastikboxen an, so gibt es da nichts auszusetzen, weder in der Optik, noch in der Haptik.
Und wenn man dann noch die Aussagen der Kollegen hört, dass die Plastikboxen unter Umständen sogar noch besser klingen als das Pendant aus Holz, dann frage ich mich, ob dieses Ausschlusskriterium unbedingt sein muss.
Ich habe übrigens nur Plastikboxen im Bestand. Die ganz billigen (db B-Hype 8) lassen manches Holzdesign der gleichen Preisklasse (the box MA120 MK II Monitor) so was von alt aussehen, wiegen 6.5 statt 16.5 kg und sind im Betrieb wesentlich einfacher. Da ist nix von den Feedbacks durch den unebenen Frequenzgang der Holzbox, da bekommt man ein Signal, das man z.B. als Monitor super nutzen kann, weil man die Feinheiten hört während man sich bei der Holzbox kaum raushören kann.
Kurzfassung: Holz ist kein Garant für Klang und Plastik spricht nicht dagegen.