Klangliche Unterschiede Fender P-Bass PUs

von basslife, 14.01.16.

  1. basslife

    basslife Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.16   #1
    Kann mir einer evtl. die klanglichen Unterschiede der folgenden PUs erklären?
    - Fender Vintage P-Bass Pickup
    - Fender Custom Shop 62 P-Bass Pickup
    - Fender Pure Vintage 58 P-Bass Pickup
    - Fender Pure Vintage 63 P-Bass Pickup
    - Standard Pickups in einem aktuellen USA Fender P-Bass
    Erfahrungswerte wären nicht schlecht! Leider finde ich YouTube Videos nicht so aussagekräftig, da oft am Sound noch nachbearbeitet wird. Wenn ihr aber sagt, dass bei Video XY der Sound genauso ist wie der bei Eurem Bass, dann nur her mit den Links!

    Danke und Gruß
     
  2. Bass Fan

    Bass Fan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 15.01.16   #2
    Es macht meines Erachtens wenig Sinn, den Klang eines isolierten PUs, quasi unter Laborbedingungen zu beschreiben. Das Signal, das der PU abgibt, hängt vom Schwingungsverhalten des gesamten Systems inkl. der Saiten und der klangbestimmenden Kette ab etc etc., und das, was man selbst zu hören verglaubt, ist nicht das, was andere wahrnehmen oder gar im Bandkontext auf der Bühne rüberkommt.

    Ich selbst habe zwei Precis mit den Pure Vintage 63 PUs bestückt und bin mit dem Klang zufrieden, sehe mich aber nicht in der Lage, die Differenzierung in Worten hinreichend genau auszudrücken.

    Bei meinem 2012 MIA Preci habe ich aber das Gefühl, daß er irgendwie "synthetisch" klingt, ohne dies näher beschreiben zu können.
     
  3. Moulin

    Moulin Fender Vintage & Reissue Bass HCA HFU

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    Erstellt: 20.01.16   #3
    Hatte an anderer Stelle schon mal darüber geschrieben und zitiere mal:


    Ganz allgemein, was die Fender Vintage Pickups angeht:

    Hier noch mal die einzelnen Modelle:


    Vintage P Bass Pickup, der ehemalige American Vintage '62 P Bass PU, ca. 70 Euro, 10,5 KOhm, Bass/Mitten/Höhen: 5/5/4
    http://intl.fender.com/de-DE/guitar-bass-parts/pickups-and-preamps/fender-original-precision-bass-pickups-black/

    Custom Shop '62 Pickup, 99 Euro, 10,5 KOhm, 6/4/6 (hat damit eine modernere Modulation und ab 2012 in Am. Standard Precis verbaut)
    http://intl.fender.com/de-DE/guitar-bass-parts/pickups-and-preamps/custom-shop-62-precision-bass-pickup-black/

    Vintage '58 Pickup, 98 Euro, 10,4 K Ohm, 7/7/6
    http://intl.fender.com/de-DE/guitar-bass-parts/pickups-and-preamps/pure-vintage-58-precision-bass-pickup-black/

    Vintage '63 Pickup, 98 Euro, 12 KOhm, 7/6/5
    http://intl.fender.com/de-DE/guitar-bass-parts/pickups-and-preamps/pure-vintage-63-precision-bass-pickup-black/

    ..
     
  4. basslife

    basslife Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.16   #4
    Habe ich gelesen.
    Ich habe aber immernoch nicht den richtigen Durchblick. Z.B. "Vintage", für mich ist der Begriff "Vintage" verknüpft mit der Musik aus der Zeit. Wenn ich mir Platten aus den 60er Jahren anhöre, dann klingt der Bass sehr mittig, ohne richtigen Bass und den schmatzenden Höhen. Das ist natürlich hauptsächlich auf die Studioaufnahmen zurückzuführen. Auch musste die Musik ja auch nur für das "Vintage" Familienradio tauglich sein :-)

    Was ich habe:
    Fender Preci USA mit Erlebody und Palisandergriffbrett BJ. 2014 mit Standard USA Pickup.
    Klingt gut, aber da geht sicherlich mehr.

    Was ich möchte:
    Den Ton sauberer, differenzierter (man redet auch oft davon, die Wolldecke von den Speakern zu nehmen)
    noch einen Tick mehr von dem holzigen knurren und ein wenig mehr druck im Bassbereich

    Da ich nicht gewillt bin alle 4 PUs zu bestellen (sind ja auch preislich gut gestiegen) hoffte ich auf kleine Anregungen!
     
  5. Moulin

    Moulin Fender Vintage & Reissue Bass HCA HFU

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    Erstellt: 21.01.16   #5
    Vintage ist ein Begriff den Fender bei Pickups jedes Jahrgangs benutzt. Sogar wenn die Pickup gar nichts mit der Vergangenheit zu tun haben. Und schon gar nicht mit dem klang. Für mich ist Vintage Sound z.B. 1955. ;)
    Ein 2014 Preci American Standard hat serienmäßig den Custom Shop 60 s PU ab Werk . Das war die im Modelljahr 2012 eingeführte Neuerung.

    Oben stehen die Bezeichnungen, z.B. 6/4/6
    Das heisst Bässe / Mitten / Höhen .
    Und das müsste Deinem jetzigen entsprechen. 60s Pickup genannt aber modern ausgelegt.
    Du hast also jetzt schon prinzipiell reduzierte Mitten bei Deinem jetzigen Pickup.
    Vielleicht ist ein ausgeglichener PU für Dich das beste. Das bezeichnest Du allerdings als Familien Radio Sound deshalb bin ich mir auch nicht sicher. Das wäre von den Pickups oben der günstigste.
    Wenn Du das was Du hast in Höhen und Bässen noch schärfer abgrenzen willst und noch mehr Mitten raus, Dann wäre Quaterpounder am besten. Kostet auch nicht so viel.

    Der 58 ist nicht so geeignet wegen hochstehenden Polstäbuchen unter A Saite und der 63 bringt die Wolldecke. Hat sehr viel Bass und ist manchen zu mumpfig.

    Es könnte bei dir aber auch an den Saiten liegn.

    EDIT: Kleiner Fehler. Deshalb bearbeitet.
     
  6. basslife

    basslife Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.16   #6
    OK, mein Fehler, ich habe einen PJ aus der American Special Serie. Weißt du welche PUs da verbaut wurden oder wie ich das herausfinden kann? In der "Thomann Beschreibung" stand nur Tonabnehmer: 1 x American Standard Precision Bass Alnico 5 Split Tonabnehmer, 1 x Standard Vintage Alnico Magnet Jazz Bass Tonabnehme. Eine andere Auskunft konnte mir der Thomann-Mitarbeiter auch nicht geben.

    Mit "60er Jahre Familien-Radio Sound" meinte ich den Klang des Basses z.B. bei Beatles Platten oder den Aufnahmen der Everly Brothers. Den Basssound, den z.B. Sting mit seinem "Vintage-Bass" hat finde ich z.B. sehr gut, würde das pers. aber nicht als Vintage bezeichnen.

    Was ist also Vintage? der Sound auf den Beatles Platten oder der Sound von Stings 55er Precision?

    Nein, die sind mir zu dröhnig in den Bässen und zu hart in den Höhen. Ich mag z.B. gerne auch den Sound von "Scott Devines CS Precision" (CS 59er Nachbau)

    Nach 30 Jahren am Bass kenne ich die Auswirkungen von Saiten gut. Ich probiere auch immer unterschiedliche Saiten aus. Meist DR-Lowriders, GHS-Bass Boomers und Daddario Cromes. Damit habe ich ein breites Feld an "Saitenklängen" da alle sehr unterschiedlich klingen.
     
  7. Moulin

    Moulin Fender Vintage & Reissue Bass HCA HFU

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    Erstellt: 22.01.16   #7
    Also zu 1
    American Standard Precision Bass Alnico 5 Split Tonabnehmer
    So wurde der Pickup der American Standard Precis bis 2011 genannt. Vielleicht tickt der in Deinem. Leider aber nur eine Vermutung weil fender das öfter macht. Der Pickup könnte in Deinem Bass zur Verwendung gekommen sein. Die nehmen Auslauf PUs für neue oder limitierte Serien.
    Es gibt ein Review zu deinem Bassmodell vom Uli, das steht auch etwas über den Klang.

    https://www.musiker-board.de/thread...-bass-rw-vib-fsr-oder-der-jubel-preci.569519/

    es ist natürlich auf Grund der Schaltung noch mal eine Frage, wie ein Austausch PU dort klingen würde.

    Zu 2 und 3
    Die alten Platten von Beatles und Everly Broth. sind nicht wirklich mit einem Preci eingespielt worden. Aber auch die alten Preci Aufnahmen kann man nicht wirklich als Maßstab für heutige Klänge nehmen, das stimmt schon.
    Der Vintage Begriff ist aber gerade bei Fender völligst markttechnisch mißbraucht worden. Die verkaufen mehrere früh 60 er Jahre Pickups und behaupten von jedem dass er mit dem damaligen Sound identisch sei. Da der Begriff geschützt ist können sie mit 'Precision Pickup' natürlich auch machen was sie wollen.
    Dieser Pickup hier hat schon mehrmals den Namen gewechselt:


    Der tickt und tickte in den meisten meiner 50s Reissue Precision Bässe weil er einen in allen Bereichen ausgeglichenen Sound macht. So wie das früher eigentlich auch war. Ich würde z.B. eher dazu tendieren, dass man dann, falls man möchte Mitten, Höhen und Bässe so wie man sie braucht am Amp hinzufügen kann. Nimmt man nämlich einen Pickup wie den Quaterpounder wo die Mitten im Vorfeld schon nicht mithalten ist der Aufwand wieder größer sie einzufügen.
    Er ist ja mit 5/5/4 angegeben. Das bisschen was da an Höhen reduziert wurde ist nicht wirklich spürbar und mit einem zusätzlichen Jazz Bass Pickup ohnehin gar kein Problem, wenn es denn wirklich zu bassig wäre.
    Deswegen würde ich den oben genannten für inzwischen leider 76 Euro auch am ehesten empfehlen. Das ist im Übrigen auch ein sehr hochwertiger Pickup.
    Klanglich würde ich den in jedem Fall in der Vintage Ecke sehen, wenn man es denn nun so bezeichnen wollte. Im Vergleich zu meinem 51 er Preci und meinem 68 er Telecaster Bass die dann eher dem Sting Bass ähneln ist das Ganze ähnlich gelagert. Höhen, Mitten, Bässe ausgeglichen.
    Sting hat soweit ich weiß einen Seymour Duncan Austausch Pickup in seinem Bass verbaut. Die guten Vintage Modelle von Seymour Duncan sind mit denen von Fender vergleichbar.

    Zu 4
    Ja tut mir leid. Ich wollte Dich nicht als Rookie rüberkommen lassen. ;)

    .
     
  8. 1234saiter

    1234saiter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.16   #8
    Ja Stings Bass wurde eigentlich nur für ein Video gekauft. Laut seinem Roady klang er richtig mies.
    Dann hat er einen SD Single Coil eingebaut.
    Ich liebe meinen Roger Waters Sig mit Seymour Duncan SPB-3 Pickups.
    seymourduncan_rwpb.jpg
    http://www.seymourduncan.com/

    Aber es kann sein das Sie in Deinem Bass nicht so gut klingen. Das Holz des Bodys ist, wie Bass Fan schon gesagt hat,
    ein entscheidener Faktor.
     
  9. basslife

    basslife Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.16   #9
    Danke schon mal für die Infos.

    Wie ist denn nun nochmals der Klangunterschied zum


    Fender Custom Shop 62 P-Bass Pickup

    [​IMG]
    --- Beiträge zusammengefasst, 23.01.16 ---
    Ich mag die Quaterpounder nicht. Klingen mir im Bassbereich zu dröhnig und zu harte Höhen.
     
  10. Moulin

    Moulin Fender Vintage & Reissue Bass HCA HFU

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    Erstellt: 23.01.16   #10
    Bässe, Mitten, Höhen
    6/4/6 beim Custom Shop P-Bass Pickup heißt, man hat ihn 'hot' gemacht, also Bässe und Höhen angehoben. das ist das Prinzip des Quaterpounder Pickup, nur gemaßigter. Das sind nun mal die Fender Angben. Ich habe den Pickup noch nie hier zu Hause gehabt.
    Für mich ist das Markjeting Gequatsche. Es suggriert ohne Fakten. Mit 62 er Sound hat das nichts zu tun, Custom Shop heißt nicht zwangsläufig, dass da einer sitzt und den Pickup ganz individuell per Hand wickelt.
    Fahr einfach mal nach Ibbenbüren rüber und teste einen aktuellen Am. Std. Precision. Da kannst Du den Sound des Pickup in etwa abschätzen. Davon ab ist es mit Sicherheit auch wie die anderen auch ein hochwertiger Pickup.

    Im Vergleich dazu der Fender Vintage P Bass Pickup:
    5/5/4
    Also Bässe, Mitten gleich und Höhen etwas abgesenkt. Ein ziemlich runder, warmer Sound kommt dabei raus.
     
  11. Linger

    Linger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.16   #11
    Stimmt es, dass der PB-105 ein Nachbau des SPB-3 ist?
    Das hab ich irgendwo mal aufgeschnappt, würde mich einfach interessieren falls das wer weiß.

    Lg.
     
  12. Telefunky

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    Erstellt: 23.01.16   #12
    ich mochte die erst auch nicht... waren bei mir auf einem Mex-Preci, der mit d'Addario Rounds kam, müsste aber die SPB2 Version gewesen sein
    mit Thomastik JF344 finde ich die QPs dagegen richtig gut

    cheers, Tom
     
  13. Moulin

    Moulin Fender Vintage & Reissue Bass HCA HFU

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    Erstellt: 23.01.16   #13
    Wenn ich modernen Sound wollte würde ich mir Dimarzio PUs einbauen.


    Absolut schön und 'Vintage' klingt für mich aber immer noch der absolut warme DP 122.

     
  14. 7enderhead

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    Erstellt: 23.01.16   #14
    • Ich hatte schone viele Precis mit entsprechend unterschiedlichen Pickups
    • Mein Fazit: Alles mit Alnicos und keinen extremen Windungszahlen klingt sehr ähnlich, der Rest ist Marketing-Voodoo
    • Innerhalb dieses engen Bereichs erreicht man wesentlich größere Unterschiede mit anderen Saiten (habe daher auch z.B. so ziemlich alle Flatwound-Marken durchprobiert)
    • Man kann nicht im Vorhinein sagen, welche Bass/Pickup-Kombination funktioniert
      • Hatte mal den japanischen Duck Dunn Signature Preci, mit eigentlich ordentlichen 'vintage' Pickups
      • Habe zum Spaß die extrem modern konstruierten Lace Aluma P Pickups reingesteckt (die mit nur 'einer Windung')
      • Und siehe da: Der Bass ist sprichwörtlich zum Leben erwacht - mit viel mehr 'vintage' Sound
    • Oft hört man sich einfach nur an einem Sound satt
     
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