Klangprobleme (matschige Bässe, schrille Höhen/Mitten, undefiniert) beim Fender Blues Deluxe?

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Rocky Raccoon
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Hallo,

vor ein paar Wochen habe ich mir einen gebrauchten Fender Blues Deluxe Reissue gekauft. Der Kaufgrund war eigentlich der typische Fender Clean Sound, den ich sehr schätze und endlich mal in meiner kleinen Sammlung haben wollte. Doch als er ankam war ich dann doch ziemlich enttäuscht. Er hat sich ziemlich klein, boxig und unausgewogen angehört. Der Verstärker hat so gut wie kein "Fender Glitzern". Außerdem hat er unfassbar undefinierte (fast schon matschige) Bässe und ziemlich schrille obere Mitten und Höhen. Auch mit EQ kann man da kaum was ausrichten. Wenn man ihn so einstellt, dass er im Clean kanal halbwegs ausgewogen klingt, hat er im Drive Kanal viel zu schrille Höhen. Wirklich schmerzhaft anzuhören. Der Vorbesitzer hat den originalen Fender Speaker gegen einen Jensen C12N ausgetauscht. Da viele Reviews genau den Speaker bemängelt haben, war das für mich ein weiteres Kaufargument.
Meine Frage ist, ob schon andere ähnliche Erfahrungen mit diesem Amp gemacht haben und wenn ja, wie sie das in den Griff bekommen haben. Ich dachte, dass vielleicht ein weiterer Speaker Tausch den Fender wieder "fenderiger" macht (ausgewogenes Klangbild, Glitzern, warme Zerre) . So wie er jetzt ist, macht es wiklich keine Freude mit ihm zu spielen.

Viele Grüße
RR
 
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Ab zum Tech und Röhren checken. Eigentlich tönt dieser Amp ziemlich "fenderig", mit dem Jensen Speaker erst recht.
 
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Hallo,

vor ein paar Wochen habe ich mir einen gebrauchten Fender Blues Deluxe Reissue gekauft. Der Kaufgrund war eigentlich der typische Fender Clean Sound, den ich sehr schätze und endlich mal in meiner kleinen Sammlung haben wollte. Doch als er ankam war ich dann doch ziemlich enttäuscht. Er hat sich ziemlich klein, boxig und unausgewogen angehört. Der Verstärker hat so gut wie kein "Fender Glitzern". Außerdem hat er unfassbar undefinierte (fast schon matschige) Bässe und ziemlich schrille obere Mitten und Höhen. Auch mit EQ kann man da kaum was ausrichten. Wenn man ihn so einstellt, dass er im Clean kanal halbwegs ausgewogen klingt, hat er im Drive Kanal viel zu schrille Höhen. Wirklich schmerzhaft anzuhören. Der Vorbesitzer hat den originalen Fender Speaker gegen einen Jensen C12N ausgetauscht...
Hi Rocky!

Zunächst - der Blues Deluxe "sollte" tatsächlich sehr voll, rund und "fenderig" klingen.
Der Jensen C12N sollte diesen Sound - gerade bei niedrigen Pegeln - auch gut unterstützen!

Daher würde ich auch dazu raten, den Amp überprüfen zu lassen - vielleicht stimmt irgendetwas nicht...

Aber - der Klangunterschied der beiden Kanäle ist bei diesen Amps leider "serienmäßig"...
Dazu kommt, dass der Jensen C12N auf verzerrte Sounds tatsächlich oft mit ziemlich nervigen Höhen reagiert.

Den Klangunterschied der beiden Kanäle kannst du bei einem Besuch beim Techniker ziemlich problemlos angleichen - das Zerr-Problem des Jensen geht davon aber wahrscheinlich nicht weg...

Aber - wie gesagt - für einen cleanen Fender-Sound sollten sich sowohl der Amp als auch der Speaker gut eignen!


cheers - 68.
 
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Den Klangunterschied der beiden Kanäle kannst du bei einem Besuch beim Techniker ziemlich problemlos angleichen
Wie das? was würde er machen?

Ich habe mich vor vielen Jahren davon verabschiedet beide Kanäle zu nutzen. Wie eine zu kurze Bettdecke im Winter.
entweder friert man an der Nasenspitze oder an den Füßen. ;)
Ich habe mich auf den cleanen Kanal eingeschoßen und der dient mir vorzüglich als Plattform für Pedale jeglicher Art.
Desweiteren ist eine nicht so heiße V1 Vorstufenröhre zu empfehlen.
Statt eine 12AX7 eine 12AU7 .....oder war's eine 12AT7. Ich hab's vergessen und den Amp lange nicht mehr von innen gesehen.

Vom Speakerwechsel würde ich zunächst abraten. kann man später durchaus mal probieren wenn man sich mit den Eigenheiten des Amps bekannt gemacht hat.
 
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Wie das? was würde er machen?
...
Hallo!

Ich habe das vor Jahren mal beim guten Herrn Baldringer in Leverkusen machen lassen - war ein echtes Erlebnis (y)
Wir haben die Rückwand abgeschraubt und Dirk hat - während ich spielte - verschiedene Kondensatoren (oder waren's Widerstände?) in den Amp gehalten.
Als mir der Sound gefiel, hat er den passenden Kondensator (oder Widerstand?) reingelötet und fertig!
Wo er gelötet hat kann ich leider nicht mehr sagen - das konnte ich von vorne nicht sehen ;)

cheers - 68.
 
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... gebrauchten Fender Blues Deluxe Reissue gekauft ... Er hat sich ziemlich klein, boxig und unausgewogen angehört....
Meine Frage ist, ob schon andere ähnliche Erfahrungen mit diesem Amp gemacht haben...

Servus,

der BDLX RI hat einige Schwachstellen, die überprüft gehören. Das sind neben den Originalröhren (meistens Groove Tubes, bei denen die Vorröhren einen extremen Hang zur Mikrofonie zeigen - das entspricht schon Deiner Klangbeschreibung. Dann die Endröhren - raus damit) die Netzteil-Elkos. Hinzu kommen ein, zwei "Sollbruchstellen" aufgrund von Überhitzungsproblemen und schlußendlich sollten diverse Lötstellen nachgelötet werden.

Leider ist das bei diesen Kisten so.

Ich habe schon einige BLDX und BLDX RI auf meiner Werkbank gehabt, die durchweg an denselben dieser beschriebenen Krankheiten leiden. Wobei es beim RI nicht ganz so schlimm ist. Hier im Board habe ich meinen RI beschrieben, dem ich einen neuen Satz JJ Vorröhren und einen Satz Sovtek 5881 (Bias gehört zwingend sauber eingestellt, das ist aber beim RI probemlos machbar, wenn der zugehörige Einstellregler von seiner "Farbsperre" befreit ist) spendiert habe. Auch habe ich meinem RI einen Jensen C12 verpasst, der aus meiner Sicht deutlich besser "fenderiger" ist, als der werksseitig verbaute Fender-Eminence-Speaker. Der Amp ist schaltungsbedingt in seiner Dynamik zwar etwas träge, aber insgesamt klanglich gar nicht mal schlecht. Und wenn man ihn noch ein klein wenig moddet, ist er sogar in beiden Kanälen gut zu gebrauchen.

=> Ab zum Tech mit dem Amp. Wenn Du in der Nähe der Ländleshauptstatt wohnst, dann kannst Du ihn gerne auch zu mir bringen.
 
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Vielleicht noch einige Erfahrungen meinerseits zu dem Amp.
Also fendrig und in den Bässen nicht matschig sollte der Amp schon klingen. Dazu wurde ja schon alles gesagt.
Ziemlich klein, boxig und unausgewogen klingt er eigentlich nicht, da müsste ein Defekt vorliegen.
Mein Blues Deluxe Reissue hat ordentlich Bässe und deshalb stell ich die nur auf maximal 2-4.

In den oberen mitten ist er auch etwas zu scharf, gerade im Drivekanal.
Dennoch hatte er beim Test auch im Drivekanal in einem Musikerladen mit vielen Hintergrundgeräuschen genau den aggressiven Sound, um sich in einem Raum mit viel Publikum tontechnisch durchzusetzen.
Zu Hause ist er mir auch etwas zu schrill - anders als ein Marshall doch etwas zu piekig bei einigen mittelhohen Frequenzen.
Das schulde ich in erster Linie dem Eminence-Speaker. Ein Marshall Jubilee an diesem Speaker angeschlossen machte keine soooo schlechte Figur!???!!
Wie das?

Es liegt wohl am Speaker und an der Schaltung des BDR.

Da ich einen alten Silverface Pro Reverb (PR) mit CTS-Speakern besitze habe ich einfach mal die CTS-Speaker an den BDR angeschlossen - und umgekehrt.

Der Tonestack also die Tonregelung des Pro Reverb unterscheidet sich etwas von dem des BDR.
Beim Pro Reverb und auch vielen anderen alten Silverface Fenderamps ist der Kontakt des Mittenreglers, der mit dem Bassregler verbunden ist, zusätzlich mit dem Schleifer gebrückt.
Das hat zu Folge, dass bei einer Reduzierung der Mitten mit dem Mittenregler dem Bassregler kein "Widerstandsanteil" des Mittenreglers zuaddiert wird.
Das ist beim BDR nicht der Fall. Zu ergänzen ist auch noch, das der BDR als Mittenregler ein 25KOhm Poti hat, bei meinem PR ist es nur ein 10KOhm Poti

Während ich beim PR für einen fendrigen durchsichtigen offenen Klang die Klangregler in etwa so einstellen muss:
Höhen 6 (von 10), Mitten 5-8 (von 10), Bässe 2-3 (von 10)
muss ich wenn ich den BDR an die CTS-Speaker anschließe die Höhen auf 4 (von 12) Mitten auf max. 6 (von 12) Bässe auf 5-6 (von 12) hochdrehen.
Das sind jetzt nur grobe Werte. Über die CTS-Speaker lässt sich der BDR zumindest sehr sehr fendrig einstellen und auch der Drivekanal klingt nicht ganz so Höhenreich.
Hier empfiehlt sich im Drivemodus beim verwenden eines CTS-Speakers die Höhen auf 5 (von 12), Mitten nur 6 (von 12) und Bässe etwa 4-5 (von 12) einzustellen.
Der BDR hat einfach mehr Mitten, als ein alter Fender Silverface amp.

Dennoch ist der Drivekanal etwas zu höhenlastig bzw. die oberen Mitten zu viel denke ich wenn man beide Kanäle nutzen möchte.
Ein Fußtreter ist wohl besser oder man nutzt den Drivekanal nicht ganz aufgedreht, dann geht es auch.

Umgekehrt also den Fender Pro Reverb an den Eminence Speaker angeschlossen wird es deutlicher.
Um hier einen fendrigen Silverface-ähnlichen Sound zu erreichen müssen die Regler des PR so eingestellt werden:
OHA, was für viele Höhen bzw. ober Mitten!!! Höhen also nur auf 3, Mitten auf 5 und Bässe auf 5-6.

Der Amp an sich (durch den starken Mittenregler) und der Eminence Stockspeaker haben also eindeutig eine Spitze in den oberen Mitten fast Höhen, die störend wirken kann.
Dazu könnte man was am Tonestack verändern.

Ich habe mir nun einen CTS-Speaker bestellt und ich werde mal bei Gelegenheit berichten wie es klingt direkt im BDR verbaut.

Mein Fazit, der Eminencespeaker hat genug Bässe und Mitten, aber einen Peak in den oberen Mitten der stören könnte.
Am Tonestack des BDR könnte auch was beim Mittenregler verbessert werden, da der Mittenregler auch in den Bereich der oberen Mitten und "unteren" Höhen eingreift.

Dennoch, der BDR ist kein Silverface und der Eminencespeaker macht keine schlechte Figur.
Vielleicht reicht schon die Veränderung des Tonestack und ggf. ein EQ, der in diesem Höhenbereich für Ordnung sorgt.
Viele Profis arbeiten mit EQs und wat weiß ich noch für Equipment, nur damit sie so klingen wie sie klingen sollen.

Man denke da nur an den Gitarristen von ZZTop.

Noch eine Ergänzung: Der BDR klingt abgenommen über eine OX Amp Top Box, etwas an den EQ-Grundeinstellungen der OX Amp Top Box gedreht und als Kabinett eine 4*12" Greenbackbox (Marshallbox) eingestellt absolut wie ein Marshall.
Die Speaker - ich sage immer Pappkameraden - machen sehr sehr viel am Sound.
 
Grund: Kleine Ergänzungen
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... der Eminencespeaker macht keine schlechte Figur...
Hi!

Dazu möchte ich auch noch etwas sagen ;)

Der "Fender/Eminence "brown&gold label" Special-Design"-Speaker, wurde seit 1993 in tausenden von Fender-Amps (Blues Junior, Blues/Hotrod Deluxe + Deville, ´65 Reissue Deluxe + Twin Reverb) verwendet.

Das Design für diesen Speaker entstand in den ganz frühen 90ern, als die Welt so gerade erst vom "Vintage-Boom" erfahren hatte.
Das optische Design lehnt sich ganz eng an die Mitt-60er Jensen "Special-Design"-Speaker an - und tatsächlich kommt auch der Sound diesen Speakern erstaunlich nahe!
Ich hatte die Gelegenheit, diesen Speaker mit einem ´65er Jensen C12N zu vergleichen (A/B), und der alte Jensen klang im Clean-Betrieb definitiv schöner/voller/runder - aber im Overdrive gaben sich die beiden fast nix.

Mein (persönliches) Fazit - ich finde den Fender/Eminence auch ein bisschen zu "spitz", aber die Fender-Leute haben sich damals echt Mühe gegeben einen "alten" Speaker neu aufzulegen (y)

Heute sind wir natürlich alle schlauer als die Fender-Jungs es damals waren ;)


cheers - 68.
 
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Hallo 68goldtop, interessant zu erfahren.
Ich erwähnte ja schon, dass dieser Speaker bzw. der BDR in einem Raum mit viel Publikumsverkehr, Nebengeräuschen, Abdämpfungen durch Klamotten etc. gar nicht sooo schlecht klingt.
Im Gegenteil, er setzt sich durch.
Eine gute Fendergitarre klingt in beiden Kanälen super darüber.
Der Bridge Pickup meiner Les Paul R8 klingt allerdings im Drivekanal etwas zu spitz, weil diese Gitarre gerade dies Frequenzen schon gut betont.
Diese Les Pauls aus dem Custom Shop haben von sich aus auch schon mehr obere Mitten, als die Standart Les Pauls.
An dem Fender Pro Reverb sind diese LP aber eine Offenbarung.

Es ist auch der moderner abgestimmte Tonestack im BDR, der den oberen Mitten und auch den Mitten insgesamt mehr "Raum" gibt.
Im Drivekanal des BDR könnte man mit einer Tonestackänderung etwas nachhelfen.
Den Schleifer des Mittenreglers mit dem anderen Kontakt zusätzlich verbinden und schon lassen sich die oberen Mitten sicher besser regeln.

Ich muss aber auch erwähnen, dass die CTS-Speaker schon sehr abgerockt sind, sozusagen etwas milde gestimmt.
Bei meinem anderen Tweed-Amp, den Blues Deville mit 4*10" Alnico-Speakern ist es ähnlich.
Den hatte ich mal an jungen Leuten verkauft die ihn ordentlich gerockt hatten. Nach ca. 7 Jahren hatte ich ihn wieder zurück gekauft.
Auch hier sind die Höhen bzw. oberen Mitten nicht mehr ganz so scharf, hat aber noch diesen "Range" im Sound, der den Alnicos so eigen ist.

Also der Eminence braucht sicher auch ein paar Jahre laute Spielzeit, damit er das etwas zu harsche verliert.

Ich habe auch noch ein paar uralte Greenbacks. Auch diese sind abgerockt und an modernen Marshalls klingen die clean etwas bedeckt.
Verzerrt sind die aber super.
 
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Rocky Raccoon
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Hallo,

Vielen Dank an alle für die Antworten. Hat mir wirklich weitergeholfen. Werde mich in den nächsten Wochen dann mal an meinem Amp Doctor des Vertrauens richten.

Vg
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Schneider
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Genau ab zum Tech mit dem BD.

Ich hatte mir jetzt einen alten CTS-Speaker aus 1980 besorgt.
Der war wohl früher in einem Twin oder so.

Der klingt sehr ähnlich dem Eminence Stockspeaker, hat aber nicht so ganz das piekige in den Höhen - klingt etwas geschmeidiger was sicherlich dem Alter oder auch abgerocktem Zustand des Speakers zuzuschreiben ist.
So ganz kriegt man mit ihm auch nicht die Höhendifferenz zwischen Clean- und Drivekanal ausgetrieben, dass ist sicher schaltungstechnisch bedingt.
Hier muss man einfach einen Kompromiss in der Klangregeleinstellung finden.

Mit einem OKKO Diabolo als Overdrive (und ggf. einem guten Kompressor davor) klingt der Cleankanal einfach gut.
Der Overdrive sollte auch in den Bässen regelbar sein, da der Cleankanal für sich gesehen schon genügend Bässe hat.
Empfehlenswert sind Gitarren, die sich gut über Volumenpotis regeln lassen, ohne die Höhen zu verlieren.
Dann ist allein über das Volumenpoti der Gitarre mit eingeschaltetem Overdrive zwischen clean und Overdrive alles möglich.
Zusätzlich hat man dann noch den Drivekanal für einen mehr crunchigen Sound, der mit dem CTS-Speaker nicht schlecht klingt.

Wie 68goldtop schon beschrieb - die alten Jensen Speaker klingen etwas schöner/voller/runder - der CTS-Speaker auch.
Viel Erfolg
 
Schnabelrock
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Ist imo das Problem mit den neuen Fender Blues Junior, Deluxe Reverb und Princeton Reverb: Die klingen für mein Ohr alle schrill und spitz.
Mit "neu" meine ich Reissues, die noch keine 5.000 Kilometer gelaufen sind.
 
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Also bei manchen Meinungen hier kann ich einfach nur mit den Kopf schütteln. Entweder haben hier einige keine Lust oder keine Ahnung vom Einstellen des Fender Blues DLX, oder haben gar keinen und reden nur Käse.
Ich spiele den Blues DLX jetzt nun mittlerweile ca. 4 Jahre und bin der Meinung, der klingt clean sehr schön warm und " fendrig ". Überhaupt nicht spitz in Höhen und Mitten und schon gar nicht matschig in den Bässen. Auch der orig. Speaker ist nicht so schlecht wie er hier gemacht wird. Ich habe sogar noch die ersten Röhren drin und bin voll zufrieden damit. Klar ist es kein Twin oder Deluxe Reverb, aber er ist schon ein ganz guter Fender Amp.
Meine Tipps für @Rocky Raccoon wären, die EQ`s auf folgende Werte, Presence/ Mitten auf 5, Bass auf 7 und Höhen auf 3. Dann den Amp auf einen Ampstand auf Hörhöhe ausrichten. Falls Drive Kanal gewünscht, Drive nicht über 6, aber der Drive ist wirklich Geschmacksache, meins ist er nicht. Mit diesen Einstellungen spiele ich jetzt schon lange und zwar immer mit HB Gitarren.
 
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Hi!

... Ich spiele den Blues DLX jetzt nun mittlerweile ca. 4 Jahre und bin der Meinung, der klingt clean sehr schön warm und " fendrig ". Überhaupt nicht spitz in Höhen und Mitten und schon gar nicht matschig in den Bässen...
Ja, das wurde hier ja auch schon mehrmals gesagt ;)
Deswegen auch der Hinweis, dass evtl. ein Besuch beim Techniker nötig ist.

... Auch der orig. Speaker ist nicht so schlecht wie er hier gemacht wird...
Hat hier - soweit ich gesehen habe - auch niemand gemacht....
Der TE hat ja gar nicht den originalen Speaker, sondern einen Jensen C12N.

Ich fänd´ es gut, wenn du erstmal liest, was die Leute hier schreiben, bevor du ihnen unterstellst sie hätten keine Lust, keine Ahnung etc. ... (y)


cheers - 68.
 
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Insbesondere wäre es wegen der Absicht des TS
Werde mich in den nächsten Wochen dann mal an meinem Amp Doctor des Vertrauens richten.
vielleicht eine gute Überlegung, wenn wir uns diesbzgl. erst einmal etwas in Geduld üben.............und die Knarren (sowieso) im Halfter lassen ;).

LG Lenny (für die Moderation)
 
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Ich fänd´ es gut, wenn du erstmal liest, was die Leute hier schreiben, bevor du ihnen unterstellst sie hätten keine Lust, keine Ahnung etc. ...
ich hab das schon alles gelesen und bin auch bis hier,
Ist imo das Problem mit den neuen Fender Blues Junior, Deluxe Reverb und Princeton Reverb: Die klingen für mein Ohr alle schrill und spitz.
Mit "neu" meine ich Reissues, die noch keine 5.000 Kilometer gelaufen sind.
einigermaßen der gleichen Meinung.
Hat hier - soweit ich gesehen habe - auch niemand gemacht....
hier schon etwas,
Da viele Reviews genau den Speaker bemängelt haben, war das für mich ein weiteres Kaufargument.
Klar bin ich auch der Meinung, daß wenn bei richtigen Standort des Amps und richtigen EQ Einstellungen es immer noch mulmig, schrill, matschig oder was weis ich klingt, das Ding zum Tech müsste. Allerdings würde ich vorher dann auch erstmal einen neuen Satz Röhren spendieren, Empfehlungen wurden ja schon gegeben und wie auch schon gesagt wurde, mal die Bias Einstellung überprüfen.
 
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@ TE,

wenn Du Deinen Blues Deluxe vom Tech zurück hast, solltest Du klanglich eigentlich kaum noch bis keine Beanstandungen mehr finden. Tipp am Rande: Teste mal spaßenshalber als V1 eine 12AY7. Die macht den Amp hinsichtlich seiner Volumeregelung nicht ganz so "pinzettenempfindlich" und passt deutlich besser als 12AT7 oder eine 5751, die den Amp zu unempfindlich und zu träge macht.

Oft wird auch empfohlen, den etwas weniger empfindlichen Input 2 zu nutzen anstelle des Input 1, da kannst Du ebenfalls testen.

Zum Speaker noch kurz: "Fender-Glitzern", was Du eingangs schriebst, ist mit dem aus meiner Sicht relativ bedeckt klingenden Fender-Eminence nicht so richtig zu erreichen (ist jedoch Geschmacks- und Klanggewohnheit!) - wenn Du viel clean spielst (Strat z.B.). Da "knackt" das mit dem Jensen eigentlich schon richtig gut, will sagen - klingt einfach sehr amtlich = richtig gut. Und ja - Vorsicht Falle: Steht der Amp direkt auf dem Fußboden, so kommt er mit einem C12N schon mächtig bassig - witzigerweise viel gewaltiger zum Beispiel als ein 4x10er Blues DeVille oder als ein 4x10er Bassman RI mit seinem Kiefernholzgehäuse (habe beide Amps vergleichsweise zur Hand). Etwas entkoppeln schafft Abhilfe: Ampstand zum Beispiel.

Anders sieht das allerdings aus, wenn Du ordentlich Druck und (Zerr-) Dreck bei höherem Pegel im durchsetzungsfähigen Sound einer Band haben willst. Dafür sind diese Amps gebaut und genau da passt (z.B. mit einem Pedal davor) wiederum so ein Fender-Eminence gut rein.
 
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Warten wir's mal ab wie er berichtet. Ich denke das Fenderglitzern würde durch ein kleine Anpassung am Tonestack (Mittenregler) möglich sein.
Der ist ja nicht ganz identisch mit dem z. B. eines Silverfaceamps.
Ich konnte ja nun beide vergleichen und der alte CTS-Speaker, den ich in den BDR jetzt drin habe, klingt fast so wie der neue Eminence, nur in den oberen Mitten altersbedingt eine Spur abgemildert.
Was sicher noch einen Einfluß hat ist die Box selbst, also ein physikalischer Effekt.

Anders sieht das allerdings aus, wenn Du ordentlich Druck und (Zerr-) Dreck bei höherem Pegel im durchsetzungsfähigen Sound einer Band haben willst. Dafür sind diese Amps gebaut und genau da passt (z.B. mit einem Pedal davor) wiederum so ein Fender-Eminence gut rein.

Das kann ich bestätigen. Wie schon erwähnt setzte sich mein BDR beim Anspielen in einem Musikhaus trotz des starke Hintegrundlärms (es war ein Tag der offenen Tür..) äußerst Klangtreu durch.
Ich sollte dann doch lieber etwas leiser testen.
 
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...Was sicher noch einen Einfluß hat ist die Box selbst, also ein physikalischer Effekt....

Ohne jedes Wenn und Aber. Ein 4x10er Bassman z.B. klingt im Bassbereich stramm und definiert. Ein Blues Deluxe neigt hier schnell zum Wummeringwerden. Wenn ein Entkoppeln beim Deluxe nichts bringt, dann hilft nur der im Bass abgespeckte, strammere Kanal 2 oder ein anderes Gehäuse (vor Jahren berichtete ein Mod darüber; wenn ich bloß noch wüsste, wie er heißt...).

...setzte sich mein BDR beim Anspielen in einem Musikhaus trotz des starke Hintegrundlärms (es war ein Tag der offenen Tür..) äußerst Klangtreu durch...

Die Gelegenheit, die ich vielleicht nutzen sollte, um mal darauf hinweisen: Alle Modifikationen, die zumindest ich am Blues Deluxe und Blues DeVille mache, dienen nur dem einzigen Zweck, diese Amps feingeistiger zu bekommen - für daheim! Das läuft eigentlich dem zuwider, wofür diese Amps konstruiert sind: als Arbeitspferde für Bühnen (wofür sie dennoch auch trotz Mod tauglich bleiben).
 

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