Klangunterschied Midifile <-> Life-Einspielung

von Richard Schmidt, 12.10.17.

  1. Richard Schmidt

    Richard Schmidt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.17   #1
    -Hallo zusammen ..

    Ich habe folgendes Problem, mit dem ich als Gitarrist gerade kämpfe:

    Da ich mich zur Zeit für längere Zeit im Ausland befinde habe ich mir eine Grundausstattung mitgenommen, damit meine Gattin und ich weiterhin ohne unsere Band musizieren können.

    Hierfür habe ich unser altes Roland E96 mitgenommen, welches per Midifiles oder Styles das Backing liefern soll. Soweit so gut. Ich habe mir Midifiles für viele unserer Stücke im Repertoire aus dem Netz besorgen können (freie und gekaufte). Diese konnte ich relativ leicht "ausdünnen" bzw. modifizieren (SW-Werkzeuge: JAZZ32, MidiEditor, AriaMaestosa, Cubase).

    Im Moment hänge ich aber bei folgenden Thema ...
    Ich möchte eine Spur des Midifiles einem auf der Tastatur gespielten Realtime-Instrument zuordnen - z.B. ein Piano, welches auf Upper1 gepielt wird (hier Channel 4). Im Midi-Track soll das Instrument, die Lautstärke etc. voreingestellt sein.

    Wenn ich aber in dieser Spur die (für mich) gleichen Einstellungen wähle wie im ursprünglichen Midifile, so klingt das per Tastatur gespielte Piano dünn und kraftlos. Kein Vergleich mit dem fetten Sound aus der Midi-Spur.

    Ich denke, es gibt jede Menge Alleinunterhalter, die zu Midifile live dazuspielen.
    Was mache ich falsch ?? Welche Tricks kommen hier zum Einsatz ?

    Kann mir jemand von den Profis helfen - bin für jeden Tip dankbar !

    Beste Grüße
    Richard
     
  2. Ueberflieger

    Ueberflieger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.17   #2
    Hallo,
    ich hab früher auch zu Midifiles gespielt, wenn ich mich recht erinnere dann ist das E96 nur 28 Stimmig polyphon, wenn der interne Sequenzer ein Signal
    an die Soundkarte sendet, in deinem Fall also instrument, lautstärke usw. dann werden direkt Stimmen für diesen Kanal reserviert, wenn dann noch weiter Signal
    von der Tastatur kommen dann ist die Soundkarte damit überfordert und die Töne reißen ab oder werden nicht vollstädig wiedergegeben.
    Ich benutze jetzt ein e-50 und ea7 da paassiert sowas nicht, und ansonsten erstelle ich mir Backingtracks als Audiofile unter anderem mit dem
    Programm Band in a Box.
    Du könntes mal probieren, im Song den Kanal 4 leer zu lassen und dafür deine Registration für den Kanal im Performance Memory abzuspeichern.
     
  3. tkreutz

    tkreutz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.17   #3
    Ja, wenn man gute Sounds auf dem Computer haben möchte, muss man erst einmal entsprechende Sample-Libraries installieren. Sonst hat man nämlich nur die Sounderzeugung des Computers. Apple hat hier schon realistischere Klänge von Haus aus mit dabei, bei Windows hängt es von der benutzten Software ab. Man kann aber auch für Windows kostenlose virtuelle Instrumente aus dem Netz laden und diese dann im Sequenzer einbinden. Stellt man dann auf das virtuelle Instrument um, ist das eine deutliche Verbesserung des Klanges. Dazu kommen noch Effekte. Ein Sound ohne Effekte klingt meistens wenig überzeugend. Hier muss man also auch ein wenig nacharbeiten, wenn man das über den Computer laufen lassen will.

    Alternativ kann man natürlich das Midi-File über das Keyboard mit den Sounds des Keyboards spielen lassen, dazu ist aber meistens eine Bearbeitung nötig, die abhängig vom jeweiligen Keyboardhersteller ist. Denn das Midi-File XY weiß ja nicht, dass dass Piano bei Deinem Keyboard jetzt über die Nummer XY angewählt werden soll. Da geht es sicherheitshalber auf Standard-Einstellungen zurück und die klingen entsprechend farblos.

    Das Thema Midi-Bearbeitung ist schon etwas, was ein wenig Zeit braucht. Deswegen laden viele Leute sich ja Files, die schon für bestimmte Keyboards optimiert sind. Da stimmen dann die Zuordnungen.

    Wie man gute Sound-Libraries auf dem Computer mit Midi-Controllern verbindet zeigt z.B. Native Instruments

    https://www.native-instruments.com/de/products/

    Native Instruments Ultimate - Kostenpunkt 1199,00 EUR dazu dann noch das Controller-Key + 699,00 EUR. Ist also auch nicht ganz billig.

    Ich würde das Handbuch zu dem Key mal versuchen Online im Support zu bekommen und ggf. die Midi-Zuweisungen versuchen, in Erfahrung zu bringen. Dann muss noch eine Entscheidung getroffen werden, wo das Midi-File abgespielt werden soll im Live-Betrieb (auf dem Key - oder auf dem Computer).
     
  4. Richard Schmidt

    Richard Schmidt Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.17   #4
    Hallo Ueberflieger, Hallo tkreutz,

    erstmals vielen Dank für eure Antworten und Anregungen.
    Ich bin leider in den letzten Wochen nicht dazu gekommen, mich mit dem Thema weiter zu beschäftigen.
    Euren Tips werde ich auf alle Fälle nachgehen.

    @tkreutz => Ich will auf alle Fälle das Keyboard als Sounderzeuger verwenden.
    @Ueberflieger => Zuhause habe ich ebenfalls ein E50, da kann ich das Midifile mit der 'Performance' linken.

    Beste Grüße
    Richard
     
  5. tkreutz

    tkreutz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.17   #5
    Okay, von Roland gibt es auch ein MIDI-Manuel zu dem E96, s.h.

    http://cdn.roland.com/assets/media/pdf/E-96_MI.pdf

    Beste Grüße
    Thorsten
     
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