Klark DN 360 und Phantomspeisung für Mikro

S

Squiere1967

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
15.04.26
Registriert
02.07.08
Beiträge
430
Kekse
244
Ort
Edewecht
Moin,

eigentlich wird dieses Thema ins Recording Forum gehören, aber ich hoffe hier auf mehr Ahnungsvolle der Generation Analog, zu der ich selber gehöre.

Ich habe ein Mikrofonvorverstärker im Interface. Ich möchte vorab einen Klark DN 360 nutzen um gewisse Störfrequenzen im Vorfeld abzusenken.

Kann ich folgende Reihenfolge nehmen?
Mikro dann Klark DM 360 und dann in den Mikrofonvorverstärker? Also hält der Klark die Phantomspeisung aus, bzw, leitet der EQ die Phantomspeisung durch?

Bitte nicht lachen, sondern froh sein, dass ich kein ernstzunehmender Konkurrent auf dem PA Markt bin.

Danke
Hauke
 

hält der Klark die Phantomspeisung aus

Vielleicht. Empfehlen würde ich einen Test aus der Erfahrung heraus mit stark unterschiedlicher "Toleranz" (von "mir wurscht" bis "bumm") verschiedener Geräte demgegenüber nicht.

Ist aber auch egal, denn...

leitet der EQ die Phantomspeisung durch?

Nein. Hier bleibt also nur die Möglichkeit, entweder eine externe Phantompower-Baugruppe vorzuschalten, oder besser einen Mic-Preamp mit entsprechender +48V-Möglichkeit, wo man den Gain ebenfalls schon hochdrehen kann. Der Klark kann zwar in sehr begrenztem Maße auch den Pegel erhöhen, aber nicht in sinnvollem Umfang. Den Gain hinterher am Interface aufzudrehen, bringt dir tendentiell ein sehr schlechtes Signal-/Rauschverhältnis, da das Grundrauschen aller Komponenten des EQs ebenfalls mit verstärkt wird. Und dieses kann selbst bei einem hochwertigen Gerät wie dem Klark, welches aber eben dafür gedacht ist, dass weitere Line-Pegel erwartende Geräte dahinter angeschlossen werden, in der Konstellation dann erheblich sein.

So ganz erschließt sich mir die Anwendung noch nicht. "Interface" legt ja nahe, dass das Signal in einen PC geht, also möglicherweise auch in eine DAW (wenns nicht grad um "Basic"-Anwendungen wie Videokonferenzen geht, wo das Signal wirklich unmittelbar weitergeschickt wird). Gibt es da keine sinnvolle Möglichkeit, einen softwareseitigen EQ zu verwenden?
 
wenn Du den EQ verwenden willst, dann nimm das Mic direkt auf und schleife (nach der Aufnahme) den EQ als outboard Gear: DAW --> Interace line out --> EQ --> Interface Line in --> DAW. Kenn den EQ nicht, wenn Du mich fragst ist der sowieso nicht das richtige für Vocals, sowas nutzt man m.W. eher um eine PA an die Raumakustik anzupassen...
 
  • Ersteller
  • #4
Moin,

ich bin jetzt nicht der Profi und fange nach 14 Jahren wieder an, mich fürs Homerecording zu interessieren. Die Kinder sind groß, die Zimmer stehen leer. Vom Alter bin ich also eher Non-Digital.

Ein Bekannter hat früher bei Aufnahmen vorab ein EQ von Klark genutzt. Ich dachte, ich mache das mal nach. Ich wusste nur nicht, ob über den Line Buchsen oder direkt hinter dem Mikro.

Meine Frage ist jetzt aber beantwortet, dafür erstmal herzlichen Dank.

Dann nutze ich Line in und Line Out.

Und bitte lasst mir den EQ, früher konnte man sich das nicht leisten, heute gibt es den Klark ( meiner Meinung nach der Hochadel der EQs) für bezahlbare Gebrauchtpreise.

LG Hauke
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Kann man so machen. Ich stelle mir aber auch die Frage, ob ein analoger EQ, dann auch noch Terzband, in der heutigen Zeit der richtige Weg ist. In letzter Konsequenz erfolgt das Recording und die weitere Bearbeitung wohl per Software. Und dann begrüße ich sehr die Möglichkeit, das EQing in der Postproduktion in Echtzeit (!) nach dem erfolgten Recording (!) anpassen zu können. Gut, geht bei der Outboard-Lösung auch, aber es bleibt mit einem Grafik-EQ einfach "sperrig". Da ist mir - egal ob virtuell oder in Hardware - ein vollparametrischer EQ doch deutlich lieber, wo ich ohne großen Aufwand durchsweepen kann.

Aber wenn das Equipment ohnehin vorhanden ist, spricht ja nix gegen einen Test, ob dir das so taugt. 🙂
 
  • Ersteller
  • #6
Ich stelle mir aber auch die Frage, ob ein analoger EQ, dann auch noch Terzband, in der heutigen Zeit der richtige Weg ist.
In der heutigen Zeit? Mein Auto ist Baujahr 1988. Ist das alles schon so lange her?

Danke erstmal für die Antworten.

LG Hauke
 
Zurück
Oben