Klavier Literatur mit Trompete spielen

ludius
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Hallo, nach langer krankheitsbedingter Pause habe ich wieder die Trompete rausgekramt,

Möchte auch aus dem Klavier oder Keyboard Buch einfache Lieder nachspielen,habe da aber so einen geistigen Knoten.....
z.B: aus dem Keyboard Buch Plaisir d'amour, in F Dur.
Bei klingend notiert wird das h zum Bb und das e zum es. Nun steht das Stück aber in F Dur, h zum Bb bleibt, aber wie spiele ich nun das e,
spiele ich es aber trotzdem als es, denn wenn ich das jetzt als Bb notiert spielen würde, wäre das e ja ein F#. aber das notierte f spiele ich dann ja auch als es, da ich ja sonst klingend spiele transponiere ich, weil eben die schöneren Lieder alle in Bb notiert sind.
Also sagt mir mein Verstand, auch wenn es in der Tonart G Dur stehen würde müßte ich weiterhin das h als Bb und das e als es spielen obwohl es
in der Klavier Literatur so nicht gekennzeichnet ist und natürlich bei G Dur noch das f als fis.
Und da....bin ich mir nicht so sicher !!!
Wohne auf dem Dorf und leider gibt es hier weit und breit keinen Trompetenlehrer. Unterricht hatte ich früher mit Unterbrechung 1,5 Jahre im Posaunenchor,
möchte aber erst einmal mein altes Level wieder aufbauen, dazu mehr Sicherheit beim Wechsel von c zu Bb Notation, und dann weiter sehen.
Hab das nochmal gefunden...aber eben für Trompete in B.
transt.JPG
 
Eigenschaft
 
Bei klingend notiert wird das h zum Bb und das e zum es.
Nein, das wäre nur ein Halbtontransposition und außerdem geht es in die falsche Richtung.
Ein notiertes h wird zum cis und ein e zum fis.

Klingend notiert muss jede Note stur einen Ganzton höher gespielt werden, wie es in der Tabelle steht.
Deshalb heißt es ja Trompete "in B" (dt.) bzw. "Bb" (engl.) und bei der Sexttransposition Saxophon "in Es" oder "Eb".

Die Stimmung des Instruments gibt dabei an, wie ein "gedrucktes c" klingen würde.
Im Bassschlüssel (Posaune, Tuba) ist das bei deutschen (und vielen anderen) Noten übrigens nicht so, da bleibt es klingend.

Steht in deinen "klingenden Noten" für Flöte, Klavier oder Gitarre ein c, dann bedeutet das auf deiner Trompete also d bzw. "Ganzton höher", und alle Instrumente würden zusammen gespielt gleich klingen.

Zum Aufbau der Technik empfehle ich unbedingt, das Buzzing ins Warm Up einzubeziehen. Ohne Mundstück bildet es sehr schnell Ansatzkraft und Ausdauer, mit Mundstück kann man jedes Stück allein auf dem Mundstück üben und gerade beim Zusammenspielen mit Play-Alongs den Klang wie auch die Intonation verbessern.
Play-Alongs sind Beispielaufnahmen und beim Lernen ohne Lehrer m.E. unbedingt sinnvoll. Da würde ich auch nursolche nehmen, die auch einen aufgenommenen Solisten haben, damit Du deine Stimme (Solotrompete) als Klangbeispiel und Übungshilfe hast.

Gruß Claus
 
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Ein notiertes h wird zum cis und ein e zum fis.


Zum Aufbau der Technik empfehle ich unbedingt, das Buzzing ins Warm Up einzubeziehen. Ohne Mundstück bildet es sehr schnell Ansatzkraft und Ausdauer, mit Mundstück kann man jedes Stück allein auf dem Mundstück üben und gerade beim Zusammenspielen mit Play-Alongs den Klang wie auch die Intonation verbessern.
Play-Alongs sind Beispielaufnahmen und beim Lernen ohne Lehrer m.E. unbedingt sinnvoll. Da würde ich auch nursolche nehmen, die auch einen aufgenommenen Solisten haben, damit Du deine Stimme (Solotrompete) als Klangbeispiel und Übungshilfe hast.

Gruß Claus
Hallo Claus, danke für die Antwort, aber....
wir meinen das Gleiche aber von 2 verschiedenen Seiten...
habe gelernt klingend zu spielen und denke darum umgekehrt, das heißt für mich, ein notiertes fis wird zum e und ein notiertes cis wird zum h.... aber das war ja nicht meine Frage,
spiele ja schon klingend, also bis dahin ändert sich ja nichts an der Klavierliteratur.
Spiele dann so wie es da steht, aber... vielleicht habe ich auch Schwierigkeiten meine Gedankengänge richtig auszudrücken. Oder andere Frage; warum ist in Posaunenchorliteratur alles in Bb Dur notiert ??? Obwohl es doch klingend notiert ist, eben bis auf h und e, dachte, weil die Trompete nun ein selbst transponierendes Instrument ist, wäre das die Grundvoraussetzung. Und das war der Knoten im Gehirn....
Also, so wie ich es jetzt verstehe, spiele ich alles so wie es da steht..... c ist 1,3Ventil und f ist o und e ist 2 Ventil und h ist 1,2,3 Ventil. in der Bb Notation würde dann natürlich dort d, g, fis und cis stehen..aber die war ja nicht die Frage...
danke für den Tip mit den Play alongs, sind ja bei den Büchern dabei, einmal den Trompetenfuchs in C und Bb, und Trompete spielen mein schönstes Hobby in Bb. Mit dem Mundstück Buzzing hab ich ja so meine Schwierigkeiten, sehe aber ein wie wichtig es ist....
 
Und was ist jetzt deine eigentliche Frage bzw. dein eigentliches Problem?

... vielleicht habe ich auch Schwierigkeiten meine Gedankengänge richtig auszudrücken.
Den Eindruck habe ich auch....

Wenn du im Posaunenchor gelernt hast klingend zu spielen, kannst du "Klavierliterautur" eben auch problemlos klingend spielen, halt bloß einstimmig.... ;)

Oder andere Frage; warum ist in Posaunenchorliteratur alles in Bb Dur notiert ???
Ist es nicht ansatzweise! Aber die Bb-Tonarten (von F bis As) sind tatsächlich vorherrschend, schlichtweg weil sie sich leichter als die Kreuztonarten spielen lassen: Bei den Bb-Trompeten sind die Bb's halt Naturtöne..... (das Ganze aber bitte nicht verwechseln mit der transponierten Bb-Notation, das ist schlichtweg etwas anderes)

Und wenn du transponiert spielen lernen willst, so musst du dich halt entsprechend grifftechnisch umstellen....., sicherlich eine entsprechend umfangreiche Übungsarbeit, aber durchaus realisierbar.
 
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Und was ist jetzt deine eigentliche Frage bzw. dein eigentliches Problem?


Den Eindruck habe ich auch....

Wenn du im Posaunenchor gelernt hast klingend zu spielen, kannst du "Klavierliterautur" eben auch problemlos klingend spielen, halt bloß einstimmig.... ;)


Ist es nicht ansatzweise! Aber die Bb-Tonarten (von F bis As) sind tatsächlich vorherrschend, schlichtweg weil sie sich leichter als die Kreuztonarten spielen lassen... Bei den Bb-Trompeten sind die Bb's halt Naturtöne..... (das Ganze aber bitte nicht verwechseln mit der transponierten Bb-Notation, das ist schlichtweg etwas anderes)

Und wenn du transponiert spielen lernen willst, so musst du dich halt entsprechend grifftechnisch umstellen....., sicherlich eine entsprechend umfangreiche Übungsarbeit, aber durchaus realisierbar.
ah ja..danke, also bleibt alles so, will sagen, beim Stück in F-Dur wird nur das h zum Bb und e bleibt e...und da...war ich eben nicht sicher....
und griff technisch umstellen, das dachte ich erst auch, ich müsse nun 2 Grifftechniken lernen, aber ich glaube, ob ich transponiere oder 2 Grifftechniken lerne, am Ende läuft es aufs Gleiche hinaus. Ich muß so lange üben bis sich beides so verfestigt hat das ich nur noch greife und nicht mehr denke, wie beim Autofahren...da habe ich auch schon voll gebremst und wusste nicht warum....mein Unterbewusstsein hat die Gefahr schon vor mir erkannt. Na ja, nach 40 Jahren Taxifahren....werd ich bei der Trompete wohl nicht mehr schaffen...hoffe aber mir noch wenigstens eine gewisse Flexibilität Aneignen zu können...höre nie auf anzufangen und fange nie an aufzuhören....
 
Wollte erst ausführlich antworten, aber Primut hat ja schon alles gesagt :)

Nur eines:
Oder andere Frage; warum ist in Posaunenchorliteratur alles in Bb Dur notiert ???
Mal davon abgesehen, dass das echt nicht stimmt, hier liegt glaube ich die Wurzel des Missverständnisses: die Tonart (B-Dur, A-Dur, Fis-Dur usw.) hat nichts mit mit der Notation (in C, B oder was auch immer) zu tun. Maximal, wie der Musiker die Töne liest und bezeichnet. Klingend ist B-Dur aber immer B-Dur.

Historisch gesehen konnten Blechblasinstrumente - mit Ausnahme der Königin Posaune (bin übrigens Posaunist :D) - nicht chromatisch spielen. Man hat durch unterschiedlich lange Stimmbögen unterschiedliche Grundstimmungen (B, C, D usw.) realisiert und der Einfachheit halber den jeweiligen Grundton den Namen "c" und im Notenbild das geschriebene "c" zugewiesen. Der Trompeter musste also nur den passenden Stimmzug einbauen und musste sich nicht mit Vorzeichen usw. herumschlagen.

Solange Du aber B-Trompete klingend, also in C lesen gelernt hast, brauchst Du Dir keine Gedanken zu Literatur für Klavier, Orgel oder Gesang zu machen. Du machst es einfach so wie immer. Einzig wenn Du Literatur für Tompete in B bekommst, muss Du eben einen Ganzton tiefer denken, als im (klingend gelesenen) Notenbild steht.

Vielen Dank & Grüße
Marco
 
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...beim Stück in F-Dur wird nur das h zum Bb und e bleibt e...und da...war ich eben nicht sicher....
Ja.
Tut mir leid - ich hatte dich oben nicht verstanden, weil ich überhaupt nicht damit gerechnet habe, dass Tonleitern, Tonarten und Quintenzirkel aka "allgemeine Musiklehre" das eigentliche Problem sein könnte.

Ein gut verständliches Grundlagenbuch ist z.B. Thomas Krämer, Harmonielehre in Selbststudium, es behandelt auch Tonleitern, Akkordbildung und Tonarten.

Ebenfalls sehr verständlich, wenn auch nicht so umfassend wie Krämer sind die 2 Theorie-Hefte aus dem Heinlein Verlag, die für die Bläserprüfungen des Bayerischen Blasmusikverbandes verwendet werden.
https://www.thomann.de/de/musikverlag_heinlein_musiklehre_harmonielehre_fachbuecher.html
Die praktischen Anforderungen (=Vorspielaufgaben) samt der geforderten Pflichtstücke sind in einem weiteren Heft
https://www.thomann.de/de/heinlein_praxis_trompete_instrumentallehrgang.htm
BBMV : http://www.bbmv-online.de/Musikerleistungsabze.250.0.html

Gruß Claus
 
Ein gut verständliches Grundlagenbuch ist z.B. Thomas Krämer, Harmonielehre in Selbststudium, es behandelt auch Tonleitern, Akkordbildung und Tonarten....
Hallo Claus, Tonleitern, Tonarten und Quintenzirkel, bin ich zwar nicht so richtig fit, hab mich aber ausführlich damit beschäftigt, so das ich wenigstens den Quintenzirkel im Kopf zusammenbauen kann und auch weiß, welche Vorzeichen ich jeweils in welcher Tonart habe, oder welche Akkorde zu welcher Tonart gehören. Auch wird es auf Youtube von z.B. Klaus Kauker gut erklärt. Aber trotzdem Danke für die Literaturhinweise, hört sich interessant an, werd mir es bestimmt ansehen. Aber, ich hatte es noch nicht so mit dem Transponieren und dabei auch noch die falschen Schlüsse gezogen. Es gibt überall Grundvoraussetzungen und da hatte ich einfach eine hinein interpretiert die garnicht da ist !! einfach weil ich immer dazu neige über 17 Ecken zu denken.
Manchmal ist ein Baum nur ein Baum, ich mache mir aber gleich Gedanken dazu wie eine Katze, ein Hund oder eine Biene den Baum wohl wahrnehmen......und so war es auch mit dem Transponieren, konnt ja nicht sein dass es einfach ist....dann kommen mir gleich fragen wie .. was ist jetzt wenn ??? und wenn man dann noch die falschen Schlüsse zieht.. kommt Chaos auf.... trotzdem danke...
 
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