Klavierspielen - Tutorial mit virtuellen Händen

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Frank38
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Hallo,

bei YouTube habe ich ein Klaviertutorial gesehen, wo man virtuelle Hände sieht, die den Fingersatz darstellen. Siehe Bilder. Ein Beispielvideo:


View: https://www.youtube.com/watch?v=D1xtkE84sxU

Hat jemand eine Idee, mit welcher Software sowas erstellt werden kann?

IMG_0190.jpeg IMG_0189.jpeg

Vielen Dank!
Beste Grüße
Frank
 
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Ich hatte heute Zeit und diverse "virtual piano" Apps in Netz gesucht, aber nichts Vergleichbares gefunden. Deshalb nehme ich an, dass die Animation extra für den/die Inhaber des Kanals programmiert wurden, sie ist dort übrigens erst seit 2 Jahren zu sehen.

Dir ist vielleicht schon aufgefallen, dass kleine Intervalle in der großen Oktav wie Cis - E (Takt 17) oder Fis - A (Takt 19) nicht so toll klingen. Stichwort low interval limits.

Das Arrangement würde ich hinsichtlich der Anforderungen in die Mittelstufe (ABRSM ab Piano Grade 5 oder Piano Grade 6) einordnen. Bei durchschnittlichen Voraussetzungen würde man so ein Stück erst nach einigen Jahren Klavierunterricht bzw. vergleichbarem Können angehen.
Die vielen Handspreizungen können leicht zu Schmerzen und bei genügend "Durchhaltewillen" zu Verletzungen der Hand führen, die Gefahr ließe sich durch regelmäßiges Einspielen u.a. mit Akkorden und Arpeggien in verschiedenen Tonarten mindern.

Gruß Claus
 
Screenshot 2024-04-03 201513.png
Screenshot 2024-04-03 201850.png
Screenshot 2024-04-03 205028.jpg

Sind zwar von einem anderen Stück, aber die haben sehr interessante Ansätze...
:D:D
 
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Na beim Komponieren sollte man so die Grenze Oktavgriff einhalten, alles darüber wird selbst für Spieler mit großen Hände unangenehm bis unmöglich.

Und als Spieler sollte man den vorgeschlagenen Fingersatz nicht überbewerten. Jemand der diesen erstellt hat, war der Meinung es wäre ein guter Ansatz und für ihn passend. Andere Hände können einen anderen Fingersatz besser spielen. Davon abgesehen sind Fingersätze doch eher selten angegeben und man ist gut beraten sich das erarbeiten von einem Fingersatz gleich anzueignen. Meist dient ein Fingersatz der angegeben ist eher als Startposition an einer bestimmten komplexen Stelle. Notenblätter wo ständig welche angegeben sind, findet man abseits von Lernmaterial eigentlich nicht.
 
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Na beim Komponieren sollte man so die Grenze Oktavgriff einhalten, alles darüber wird selbst für Spieler mit großen Hände unangenehm bis unmöglich.
Ich nehme mal stark an, dass die Bilder als Scherz gemeint waren. Ich musste jedenfalls herzlich lachen ;)
 
...man ist gut beraten sich das erarbeiten von einem Fingersatz gleich anzueignen.
Ja, allerdings mit Kenntnis der Grundlagen und der praktischen Erfahrung durch das Erarbeiten von etlichen Stücken, die professionell gesetzt und bezeichnet wurden. Da gehen beim Spielen im Hobby schnell gut 3 Jahre ins Land und ohne "konventionellen Unterricht" würde ich noch einmal 50-100% mehr Zeit und Aufwand veranschlagen.
Bei mir sind es autodidaktisch jedenfalls gut 4 1/2 Jahre geworden, nach denen ich mir Stücke aus der Mittelstufe mit Freude am Spielen übend erschließen kann.

Das per Programmierung animierte "Fingering" ist mehrfach unspielbar, weil die Stücke problematische Stellen im Arrangement haben. Ich fürchte, da hat jemand geduldig an der MIDI-Eingabe anstatt richtiges (Digital-)Piano gespielt.

Gruß Claus
 
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Ja, allerdings mit Kenntnis der Grundlagen und der praktischen Erfahrung durch das Erarbeiten von etlichen Stücken, die professionell gesetzt und bezeichnet wurden. Da gehen beim Spielen im Hobby schnell gut 3 Jahre ins Land und ohne "konventionellen Unterricht" würde ich noch einmal 50-100% mehr Zeit und Aufwand veranschlagen.
Ja das stimmt. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass Fingersätze oft vom Komponisten abhängen. Also bei einem Bach wird man einen anderen Fingersatz nutzen als bei einen Vivaldi oder Haydn. Mit der Erfahrung schaut man aber immer etwas voraus und erahnt auch wohin die Reise geht. Aber wie du sagtest braucht das viele Jahre Erfahrung. Es ist eben ein Marathon und kein Sprint.

Etwas OT zu dem Thema:
Ich hatte vor einiger Zeit die Stücke von Hermann Wenzel gefunden und fand immer, dass sie seltsam klingen. Dann habe ich mir seine Harmoniumschule einmal angesehen und viele Dinge waren sehr viel klarer. Nachdem ich seinen Ausführungen dort gefolgt bin, klangen seine Stücke auch ganz anders und ich konnte dort einen Einblick bekommen, wie er es sich vorstellt wie es umgesetzt werden soll. Das sind dann solche Dinge wie dass er explizit erwartet am Ende einer Phrase z.B den letzten Ton um einen halben Notenwert zu verkürzen und so weiter. Und schon hat man mit den gleichen Noten ein ganz anderes Lied.

Was ist eigentlich euer Maximum was ihr greifen könnt? Ich schaffe C - E (über eine Oktave), aber sinnvoll verwendbar wäre das nicht und das absolute Maximum.
 
Was ist eigentlich euer Maximum was ihr greifen könnt?
Eine Dezime greife ich auch und mache das auch mit Strings im Song "The Reason":
1000016646.jpg

Fingersatz RH: oben das C immer 5, im Fadd9 wandere ausgehend von 2 auf dem E mit dem Daumen (1) runter und bei Gadd11 schaffe ich die Oktave vom H mit Daumen zum Zeigefinger auf C zu wechseln, während der kleine auf dem oberen H bleibt. Fingerspagat 😀
Das Stück ist aber echt simpel. Komplexe Songs mit Dezime sind da schon ne andere Hausnummer...
 
Dezimen sind unterschiedlich groß: Weiß weiß (z.B. C - E) geht bei mir. Weiß schwarz geht die kleine Dezime (z.B. G - Bb), bei der großen geht z.B. D - F# besser als E - G#. Schwarz weiße kleine Dezime geht ( z.B. F# - A), große Dezime (vor allem Db - F) geht gar nicht (gilt alles für die linke Hand).

Viele Grüße,
McCoy
 
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Was ist eigentlich euer Maximum was ihr greifen könnt?
In der rechten Hand maximal None, in der linken Hand geht die leichter und bei günstigen Abständen wie c-es auch eine kleine Dezime. Da hatten zwei Sportunfälle ungeahnt günstige "Spätfolgen". :D
Griff.jpg
Gruß Claus
 
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Ich schaffe C - E (über eine Oktave), aber sinnvoll verwendbar wäre das nicht
In der Klassik nicht so häufig, auf Anhieb fallen mir ein paar Stellen bei Schumann, Skrjabin und Rachmaninow ein, also ab Romantik.
Ab der Swing-Ära ist die Dezime im Stride/Swing/Jazz links fast schon Standard.
 
@opa_albin In sehr alter unbearbeiteter Literatur (15 Jahrhundert) findet man tatsächlich öfter auch Tonabstände von knapp zwei Oktaven bei Stücken für das Cembalo oder Orgel. Aber ich vermute, dass die Instrumente für die es geschrieben wurde schmalere Tasten hatten. Ich kenne selbst ein altes Cembalo wo die Tasten sehr schmal sind, da ist es dann wirklich keine Kunst über zwei Oktaven zu greifen. Scheinbar war man damals auch nicht so genau bei der Bezeichnung der Stücke. Gerade bei Harmoniumliteratur wurde in nicht wenigen Fällen einfach auf die Orgelliteratur noch Harmonium geschrieben um wohl die Auflage zu erhöhen, dabei ist es dann nur mit einem Pedalharmonium spielbar. Das gleich gibt es auch in der Zeit des Clavichord. Da stand auch nicht selten Klavier drauf, aber ohne Pedal nicht spielbar...
 
Da stand auch nicht selten Klavier drauf, aber ohne Pedal nicht spielbar...
"Clavier" war doch auch bei Bach noch teilweise eine allgemeine Bezeichnung für Tasteninstrumente, also auch Orgel, oder täusche ich mich da? Ich denke da zB an Clavierübung III.
 
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Das ist eine interessante Frage. Mir fehlt da aber die Expertise zu antworten. Aber grundsätzlich spricht ja nichts dagegen, so lange dann ein Stück auch auf den angegebenen Instrumente spielbar ist. Bach traue ich schon genügend Wissen zu, dass er es beurteilen kann. Ich weiß zumindest, dass man durchaus auch Stücke von Bach für die Orgel auf anderen Instrumenten spielen kann. Nicht jedes, aber einige.
 
Bach traue ich schon genügend Wissen zu, dass er es beurteilen kann.
Ich verstehe zwar nicht, was du damit meinst, aber was wir Bach musikalisch zutrauen, dürfte ziemlich unerheblich sein ;)

Ich weiß zumindest, dass man durchaus auch Stücke von Bach für die Orgel auf anderen Instrumenten spielen kann. Nicht jedes, aber einige.
Die Clavierübung III ist für Orgel geschrieben, im Original. Also keine Adaption.

Ansonsten gibt es x Bearbeitungen, besonders von den bekannten Stücken. Bach-Busoni sind wohl die verbreitetsten Orgel --> Klavier, wenn auch romantisch angehaucht.

"Clavier" bedeutet also bei Bach nicht dein einmanualiges Klavier, sondern kann sowohl Cembalo ein- oder zweimanualig, Orgel oder Clavichord sein. Also ein Oberbegriff für Tasteninstrumente.

Davon mal abgesehen handelt es sich bei den Spaßbildern von @brennbaer ganz offensichtlich nicht um Cembalo- oder Harmoniumliteratur.
 
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Davon mal abgesehen handelt es sich bei den Spaßbildern von @brennbaer ganz offensichtlich nicht um Cembalo- oder Harmoniumliteratur.
Ich möchte zur Sicherheit nur kurz klarstellen, dass diese "Spaßbilder" nicht auf meinem Mist gewachsen sind. Es handelt sich um Screenshots aus einem Video des YT-Kanals.
Inwiefern die Videos ironisch oder als Spaß gedacht sind, weiß ich nicht.
Aber ich befürchte, das ist ernstgemeint...
 
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Es handelt sich um Screenshots aus einem Video des YT-Kanals.
Inwiefern die Videos ironisch oder als Spaß gedacht sind, weiß ich nicht.
Aber ich befürchte, das ist ernstgemeint...
Oh je. Ich nahm auch an, dass Du die 2-Oktaven-Fingerspreizfolter selbst gebastelt hast. Umso erschreckender, wenn das tatsächlich auf YT so gezeigt wird. Am besten noch als Tutorial deklariert...
 
Hast Du einen Link dazu eingefügt?
Einfach ins Video von Beitrag 1 klicken oder sich das auf YT anzeigen lassen.

Falls noch mehr davon gewünscht wird, gibt es das auf dem YT Kanal des Videos, die animierten MIDI-Wiedergaben macht er/sie seit ca. 2 Jahren.

Und ja, lt. Facebook soll das wohl eine Tutorialserie sein.

Ich bin bei den Tutorials ja mehr old school... :D


View: https://www.youtube.com/watch?v=ls0ukGcKU44

Gruß Claus
 
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