Kleiner (Röhren)Verstärker für den Hausgebrauch

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erzwodezwo
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Hallo zusammen,

da ich vor kurzem in ein Mfh umgezogen bin und ich leider nicht mehr mit meinem übertrieben großen röhren Amps auffahren kann bin ich auf der Suche nach einem kleinen handlichen Verstärker für nachbarfreundliche Lautstärken. Wie immer darf er nicht viel kosten, soll klingen wie ein großer, edel aussehen und mindestens 100 Jahre halten... habt ihr da den ultimativen Tipp parat?

Zum Sound. Eigentlich benötige ich nur clean, da ich alles andere aus meinen Effekten bekomme. ggfs. noch etwas Hall und das war‘s. Keine modeler oder sonst was. Soundmäßig bin ich schon jahrelang auf Fender gepolt, und das wird sich voraussichtlich auch nicht mehr ändern. Muss natürlich kein original Fender sein, sollte nur in diese Richtung gehen.

Beste Grüße
Christian
 
Eigenschaft
 
Wie wärs mit der Junior Reihe von Fender? Blues und Pro Junior 3. Kosten Ca 500 +/+50€ , Klingen super. Und sind relativ leise....wie mans nimmt...15 Watt Röhre kann auch ganz schön Rabatz machen wenn man will.

Grüße,
Alex
 
Wenn nur cleansound benötigt wird, dann geht auch ein Transistor-Verstärker? Und wie hoch ist das Budget nun genau? Was ist mit Dingen wie ein Kophöreranschluss o. ä.?

Ansonsten kann man zum antesten viel empfehlen:
- einen kleinen Fender Frontman
- einen Blackstar HT-1
- einen Tech 21 Trademark 30
- etwas mit regelbarer Ausgangsleistung wie den H&K Tubemeister o. ä.
u. v. a. m. ...
 
Ich finde Röhrenamps, egal in welcher Dimension, zu laut für Mietwohnungen. Zumindest würde ich ziemlich schnell bei meinen Nachbarn vor der Tür stehen, wenn sie auf die Idee kämen, einen Amp aufzudrehen, bis er gut klingt.

Persönlich spiele ich hier in meiner Wohnung einen Bugera V5 im 0,1 Watt Modus (!) und drehe den Master nie über 12 Uhr.

An deiner Stelle würde ich also weniger nach einem Röhrenamp mit geringer Wattzahl suchen, sondern vielmehr nach einem (wie auch immer technisch realisierten) Amp, der leise gut klingt.
Da sind Röhrenamps halt meiner Erfahrung nach oft im Nachteil, weil sie eine gewisse Last brauchen, um nicht bedeckt oder muffig zu klingen.
 
Hi,

erst mal danke an die zahlreichen Antworten. Ich bin tatsächlich nicht auf Röhrenamps festgelegt, habe bisher allerdings nur Erfahrung mit Röhrenverstärker. Mein erster Amp war ein Transistor (Peyvey Bandit 100-irgendwas) und wenn ich daran zurück denke rollen sich meine Fingernägel. Wenn es aber klanglich solide Transistorverstärker gibt die sich auch noch gut mit Bodentreter vertragen will ich meine Bedenken über Bord werfen. Wie gesagt, bei röhrenamps trau ich mir ein Urteil zu, bei Transistorverstärker leider nicht.

Vielen Dank und ich bin auf weitere Vorschläge gespannt…

Gruß
 
ich suche derzeit ziemlich genau das selbe, mehr mit blick auf das spielen im proberaum und auf der bühne.
heißt: gitarre-effekte-cleaner amp.
ich habe mit einer junior-paula neulich diverse amps bei musikschmidt(neudeutsch session music) angespielt und war nicht wirklich zufrieden.
ich habe von hot rod deluxe über blues junior, blues deluxe (alle fender) bis hin zum vox ac15 angespielt und nichts hat mich wirklich überzeugt. der verkäufer meinte, er hätte aus dem blues deluxe ziemlich tolle sounds mit einer strat rausbekommen, aber mit der paula kamen mit vorgeschalteter box und rock und nem tubescreamer (subjektiv!) keine anständigen töne aus den amps. dabei habe ic wie gesagt ausschließlich die cleankanäle der amps verwendet.
das beste aus der o.g. auswahl war dann die kombination aus AC15, box of rock und boss bluesdriver (wahlweise auch der neue metal treter von TC electronics, hab vergessen wie er heißt, nimmt sich aber nicht viel im vergleich zum BD2).

den transistor-modelingsachen kann ich auch nichts abgewinnen. die klingen immer so nichtssagend. da hab ich regelmäßig das gefühl, ich könne mit nem normalen multieffekt direkt ins pult so ziemlich den selben sound erzeugen...

was sich bei deinen bedürfnissen aber immer anbietet, sind runterregelbare wattzahlen am amp.
der engl gigmaster 30 lässt sich beispielsweise auf 1 watt runterdrehen und entsprechend früher beginnt die endstufenverzerrung.

ich habe momentan den tiny terror von orange als nächstes testobjekt ins auge gefasst. mal schauen, was der so tut. :)
 
Hi,

erst mal danke an die zahlreichen Antworten. Ich bin tatsächlich nicht auf Röhrenamps festgelegt, habe bisher allerdings nur Erfahrung mit Röhrenverstärker. Mein erster Amp war ein Transistor (Peyvey Bandit 100-irgendwas) und wenn ich daran zurück denke rollen sich meine Fingernägel. Wenn es aber klanglich solide Transistorverstärker gibt die sich auch noch gut mit Bodentreter vertragen will ich meine Bedenken über Bord werfen. Wie gesagt, bei röhrenamps trau ich mir ein Urteil zu, bei Transistorverstärker leider nicht.

Vielen Dank und ich bin auf weitere Vorschläge gespannt…

Gruß

Das wäre jetzt echt irgendwie leichter, wenn du mal ein konkretes Budget preisgeben würdest... Renommierte Transistorverstärker, die auch öfter empfohlen werden sind:
Tech 21 Trademark, PCL Vintage Amp Stagemaster (schau einfach mal nach YT-Videos für den ersten groben Eindruck) oder vielleicht ein gebrauchter Roland Jazz Chorus (da müsste es noch kleinere als den aktuellen 120 geben). Weniger verbreitet bzw. spezieller im Jazz genutzt sind Verstärker von ZT Amplifier, Polytone, Henriksen, Evans... aber gerade bei Letzteren wird es nicht mehr günstig.
Du willst zwar kein Modelling, aber hast du da entsprechende Erfahrungen und Abneigungen gesammelt? Ansonsten würde ich mal von Roland die Cubes anspielen... Der MicroCube ist ein beliebter Übungsverstärker für zuhause und es gibt nun auch den MicroCube RX, der ein paar weitere nette Features hat. Alternativ eben ein Cube 20XL...
 
Blackstar HT-1RH, der hat einen Clean Kanal und sogar Hall an Bord.
12er Box dran und feddisch :D

LG
b
 
Da kein Budget genannt wurde,werfe ich mal den Bogner Panama in den Raum :D Video
Der genannte Blackstar HT-1 RH ist für einen Bruchteil des Preises auch klasse ;)
 
Ich finde Röhrenamps, egal in welcher Dimension, zu laut für Mietwohnungen. Zumindest würde ich ziemlich schnell bei meinen Nachbarn vor der Tür stehen, wenn sie auf die Idee kämen, einen Amp aufzudrehen, bis er gut klingt.

Das mag zutreffen wenn Du einen No MasterAmp in die Sättigung kriegen willst. Wenns aber "nur" um Clean Sound geht, sehe ich keine Probleme. Mein Tipp wäre ein Silverface Fender Champ/Vibro Champ. Sollte sich in ordentlichem Zustand um 300-400 € finden lassen, klingt wie ein großer, hält immerhin schon 30-40 Jahre (also fast Halbzeit ;) ) und hat das Thema Wertverlust im übrigen auch durch. Verführt allerdings wie jeder gute Amp dazu aufzudrehen, denn eigentlich gibt es keinen vernünftigen Amp, der etwas lauter nicht besser klingt als auf Zimmerlautstärke. Das hat alleine schon mit der Lautsprecherphysik zu tun und trifft m.E. selbst auf einen Vox DA5 zu.

Für zuhause sind diese Modeling-Amps aber vielleicht dann wirklich besser, denn was man sonst als Nachteil empfindet: fehlende Dynamik - ist zu Hause vielleicht eher ein Vorteil. Dass er also eben nicht deutlich lauter wird, wenn man mal richtig in die Saiten langt.
 
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hi!

Das mag zutreffen wenn Du einen No MasterAmp in die Sättigung kriegen willst. Wenns aber "nur" um Clean Sound geht, sehe ich keine Probleme. ...

kyp hat - wie meistens, eigentlich - natürlich recht ;)

... Mein Tipp wäre ein Silverface Fender Champ/Vibro Champ. ...

ja, meiner auch ;)

im ernst - ich spiele auch zuhause (nur) röhrenamps. meine experimente mit transistor und modelling-amps (immerhin 3-4 amps in den letzten paar jahren) waren immer innerhalb kürzester zeit wieder vorüber...


cheers - 68.
 
Also wenn du auh gebrauchte meinst könntest du dir den Epiphone Valve Junior anschauen..hab den seit jahren in einem Mehrfamilienhaus und nie Ärger damit. Der verträgt sich super mit Effekten (Muss er auch, hat ja nix ^^ ) und klingt auch leise echt annehmbar und für ne Session reichts auch grad noch =) Kann ich nur empfehlen.
 
Beim Epiphone dann aber einen neueren, irgendwann in den letzten 2 Jahren haben si eihm ab Werk einen Celestion Speaker spendiert, was einen deutlichen Unterschied macht zu der Mumpfgurke, die ich mal hatte :gruebel: Besnoders "fendrig" klingt er aber nicht, zudem kein EQ ... den find ich gerade wenns auch mal leise sein soll schon wichtig.
 
Ich habe mal erfahrung mit einen

Blackheart BH5H

gemacht. Für einen Studioaufnahme habe ich dieses kleine Monster mit einer 4X12" Marshall gespielt. (war nichts anderes da)
Das schöne ist bei ihn, du kannst ihn umschalten von 5 Watt auf 3 Watt. Hört sich erstmal sehr wenig an aber wie schon gesagt........er kann laut sein.

Was mir bei diesem Amp gut gefallen hat ist, dass er sehr dynamisch im unteren Lautstärkebereich ist. Klingt wesentlich durchsetzungsfähiger als die Fenderamps z.B....
Wenn du den Blackheart weiter aufdrehst, hört man wie die Entstufe anfängt zu arbeiten und man bekommt einen richtig schönen Blues sound bis hin zu einer richtig schönen Crunchzerre.
Also auf jeden Fall antesten. Der Preis ist heiß.....optisch darf man sich nicht abschrecken lassen. Er sieht auf den ersten blick einen bisschen Rockabilly....aus...(meine Meinung)
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich habe auch lange nach der Röhrenlösung für zu Hause gesucht und alles durchprobiert, bis hin zu Loadboxen und dem ganzen Palmer Zeugs, Weber Mini Mass und zuletzt noch den neuen Silencer von SPL/Tonehunter.

Fazit: alles definitiv nicht zufriedenstellend!

Und dann hab ich mir, mit einer gewissen Abneigung gegen Miniröhrenamps (weil das kann ja nichts sein!), den Blackstar HT-1RH mit der HT-408 mitgenommen. Und dieses Setup ist einfach nur super, immerhin wurde es genau für diesen Anwendungszweck erdacht. Das ganze klingt clean oder verzerrt und sogar leise noch so geil, wenn die Saiten genauso laut sind, wie das, was aus dem kleinen HT-1 bei Zimmerlautstärke kommt. Laut geht auch. Locker!

Verträgt sich sehr gut mit Pedalen und hat sogar Reverb. Eigentlich brauchst du da nicht mehr viel, ich nehm schon mal den Okko und/oder ein Delay und gut ist.

Ist eine höchst empfehlenswerte, richtig gute Lösung und sogar noch günstig :great:

Bin immer wieder sehr verblüfft, muss ich schon sagen.
 
Trotzdem der Threadsteller keine Modellings-Amps mag (und ich sie auch nie mochte), muss ich (für clean und sehr leise) den Fender Mustang 1 ins Rennen werfen. Ich hätte nie gedacht, dass dieses Teil wirklich fenderartige, erwachsene Sounds bei minimalster Lautstärke produziert. UNd einen gewissen Dynamikumfang auch beim leisesten Spielen noch hat. Jeder 5W-Röhrenamp ist da klar im Nachteil.

Ich bin absoluter Röhrenspieler - aber wie oben schon jemand schrieb, in der Mietwohnung kann eine vorhandene Dynamik eines Röhrenamps schon zu viel sein.

Interessant ist sicher die lang erarbeitete Lösung von Andy.
 
Ich habe den Laney Cub12R (15W) mit einem <1W-Eingang. Für mich zuhause einfach ideal und verträgt sich gut mit Pedalen.
Ich hatte auch mal den Fame GTA-15 von MS, der ja umschaltbar ist.
War schon ein geiles Teil, aber für zuhause einfach zu laut.

Greetz
 
Egnater Tweaker.

Kostet (relativ) nicht viel, klingt wie ein großer, sieht edel aus, ob er 100 Jahre hält kann ich nicht sagen, da der Amp erst vor 2 jahren erschienen ist. Clean kann er, genauso gut wie verzerrt, man kann mit allen Octalsocket Röhren experimentieren, und leise klingt er auch gut. Hat auch nen Loop, falls benötigt.
 
hi!

Trotzdem der Threadsteller keine Modellings-Amps mag (und ich sie auch nie mochte), muss ich (für clean und sehr leise) den Fender Mustang 1 ins Rennen werfen. Ich hätte nie gedacht, dass dieses Teil wirklich fenderartige, erwachsene Sounds bei minimalster Lautstärke produziert ... Jeder 5W-Röhrenamp ist da klar im Nachteil.

sorry, aber da muß ich leider widersprechen.
ich hatte den mustang I nämlich auch kürzlich und bin fast eingeschlafen vor langeweile...
da ist jeder 5-watt-röhrenamp (meinetwegen mit einem od-pedal davor) klar im vorteil :great:

cheers - 68.
 
hi!



sorry, aber da muß ich leider widersprechen.
ich hatte den mustang I nämlich auch kürzlich und bin fast eingeschlafen vor langeweile...
da ist jeder 5-watt-röhrenamp (meinetwegen mit einem od-pedal davor) klar im vorteil :great:

cheers - 68.

Nun ja, das ist ja dann auch eine Frage des Geschmacks des Threaderstellers.
Kann ja nicht schaden, sich beide Amps mal anzuhören.
 

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