Klinken-DI Out bei Modeller

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Hallo zusammen,

ich nutze aktuell einen Pod Go (überlege aber gerade noch umzurüsten) und wenn ich mir die (insbesondere kleineren) Modeller/Multieffekt ansehe denke ich mir:

- wieso wird am XLR-Ausgang gespart, stattdessen häufig (Stereo-)Klinkenausgänge in Hülle und Fülle? Bin ich der Einzige den das nervt? Gerade bei diesen Pedalen die ja häufig direkt in die Stagebox gehen
- aus reinem Interesse: wie geht Ihr von dort weiter? Ich hänge meine separate DI-Box in den Weg zur Stagebox, weil ich es nervig finde eine Kabel Stereo-Klinke auf XLR dabeizuhaben und immer drauf aufpassen zu müssen dass das nicht verloren geht/kaputt geht etc. Da bin ich old-school, als Bassist habe ich ein XLR-Ausgang anzubieten und die Tontechnik verkabelt ab dort weiter.....
 

Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt und nein, Du bist nicht der Einzige, der das suboptimal findet. Ich habe hinter meinen ToneX auf dem Pedal-Board eine DI-Box hängen, von der aus ich dann via XLR-Kabel ins Pult gehe.
 
stattdessen häufig (Stereo-)Klinkenausgänge in Hülle und Fülle?
wenn das symmetrische Ausgänge sind, würde ich ein Kabel bevorzugen. Das nervt mich nicht.
Z.B. hat die (alte) Bose S1 einen symmetrischen Klinkenausgang, dafür hab ich immer ein 3m-Kabel (Stereoklinke auf Male-XLR) im Rucksack.
 

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  • #4
wenn das symmetrische Ausgänge sind, würde ich ein Kabel bevorzugen. Das nervt mich nicht.
Z.B. hat die (alte) Bose S1 einen symmetrischen Klinkenausgang, dafür hab ich immer ein 3m-Kabel (Stereoklinke auf Male-XLR) im Rucksack.
Ja symmetrisch sind die schon - immerhin.

Aber XLR-Verkabelung ist ja nunmal professionaler Standard zum PA-Anschluss, da frage ich mich schon warum das auf diesem Preisniveau nicht berücksichtigt wird.
 
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Professionell heißt aber auch, daß man ein Gerät wie das POD Go nicht nackt auf die Bühne knallt (alleine schon wegen dem Steckernetzteil). Also steht das Gerät auf einem Pedalboard und da ist eben auch eine DI-Box (für die Freunde der galvanischen Trennung) oder Adapter-Box auf XLR mit drauf.

domg
 
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Gaanz professionell wäre aber keine DI-Box, sondern ein 1:1-Line-Isolator. Die DI-Boxen haben meist einen Abschwächungsfaktor von 10:1 und haben bei Line-Signalen am Eingang manchmal das Problem, dass der Übertrager in die magnetische Sättigung geht und es dadurch zu Verzerrungen kommen kann. 😉
 
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Wobei Du die Abschwächung wiederum brauchen könntest, wenn Mischpulte am Start sind die hinter den XLR-Eingängen Mikrofonvorverstärker sitzen haben, die mit Linepegeln schnell mal überfahren werden... man suche sich also den zu sterbenden Tod bitte selbst aus. ;-)
 
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  • #8
OK OK - ich reduziere auf "semiprofessionell" ;-)
Aber dennoch bleibe ich bei der Einschätzung: es gibt einen symmetrischen Ausgang von der internen Verkabelung her, der Platz ist anschlussseitig jetzt nicht übertrieben knapp, da fände ich es schon wünschenswert nicht noch verkabelungs- und finanziellen Aufwand für eine DI/Adapterbox zu haben.
 
Schau Dir die Preise an. Pod Go ist Einsteigerklasse... darfst froh sein, daß überhaupt symmetrische Ausgänge dran sind. Willst semiprofessionell, dann nimmst halt einen Helix. Da sind XLR dran...

domg

PS: Warum hat eigentlich meine Franzosenschaukel keine Frontscheibenheizung, wo doch jeder weiß, daß die Eiskratzerei nervt?
 
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  • #10
Einsteigerklasse - auf der einen Seite ja. Bei einem Pod Express erwarte ich vom Preis und Größe z. B. überhaupt nichts in der Art.
Gerade weil ja schon symmetrische Ausgänge da sind finde ich es halt nervig dass der letzte Mini-Schritt nicht gegangen wurde. Sind nur die Mehrkosten einer XLR gegenüber einer Klinkenbuchse - ja, ich weiß das sich in Serienproduktion aus minimale Einsparungen rentieren, aber trotzdem denke ich das wäre noch drin gewesen.

Dein P.S. trifft es nicht so ganz - passendere Analogie wäre "ich meckere dass der Scheibenwischer nur ein Intervall anbietet, wo andere Autos drei Intervalle anbieten." Die Schaltung ist schon vorgerichtet, man muss nur die andere Steuerung für ein paar Cent mehr einbauen
 
  • #11
Nö. Hier geht es im Falle Line6 einfach um Marketing. Man hat sich mit dem Pod Go selbst einen Gegner für die Helixe geschaffen, indem man deren Modelling engine verwendet. Für Leute die eher puristisch unterwegs sind mit nur ein paar Effekten und ohne mehrere Amps gibt's wenig Gründe, doppelt oder dreimal soviel Kohle für ein Helix auszugeben, außer man legt eben Wert auf solidere Verarbeitung, mehr Metall statt Plastik und professionellere Audioanschlüsse...
 
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  • #12
Nö. Hier geht es im Falle Line6 einfach um Marketing. Man hat sich mit dem Pod Go selbst einen Gegner für die Helixe geschaffen, indem man deren Modelling engine verwendet.
„Nö“, glaub ich so nicht. Es liegt nur an der Baugröße. Und elektrisch/technisch ist m.W. zwischen Klinke Stereo und XLR überhaupt kein Unterschied, Hauptsache symmetrisch.
 
  • #13
Hätte man gewollt, wäre XLR sicher unterzubringen gewesen, wie auch MIDI. Es gibt kleinere Geräte, die das haben, aber Line6 hat es nicht gewollt. Sprich: Will der Kunde das gaben, soll er das teurere Gerät kaufen.
 
  • #14
Hätte man gewollt, wäre XLR sicher unterzubringen gewesen, wie auch MIDI.
Hätte man gekonnt … aber so, wie es jetzt ist, ist man ja viel flexibler (Stereo/Mono) … und Midi läuft über USB …
 
  • Ersteller
  • #15
Nö. Hier geht es im Falle Line6 einfach um Marketing. Man hat sich mit dem Pod Go selbst einen Gegner für die Helixe geschaffen, indem man deren Modelling engine verwendet. Für Leute die eher puristisch unterwegs sind mit nur ein paar Effekten und ohne mehrere Amps gibt's wenig Gründe, doppelt oder dreimal soviel Kohle für ein Helix auszugeben, außer man legt eben Wert auf solidere Verarbeitung, mehr Metall statt Plastik und professionellere Audioanschlüsse...
Du wirst Recht haben mit der Erklärung "Marketing/Produktpositionierung" - denn technisch gibt es wie angeführt keinen Grund das nicht zu tun, und ich da ich nach dem Grund gefragt habe ist Deine Antwort vollkommen zutreffend und korrekt.

MEINE Einschätzung als EIN Kunde ist dennoch: doofe Prioritäten gesetzt - gäbe es keinen symmertrischen Ausgang hätte ich das eher unter "entfällt nunmal in dieser Preisklasse" akzeptiert. Es gibt für mich genug handfeste Argumente für die größeren Geräte und deren teureren Preise - aber diese 2-Cent-Sparmaßnahmen, da bleibe ich dabei dass im Sinne von "der Kunde denkt sich: geiles Produkt, die bei Line6 machen sich echt Gedanken" nicht die beste Marketing-Entscheidung war.
 
  • #16
Hätte man gekonnt … aber so, wie es jetzt ist, ist man ja viel flexibler (Stereo/Mono) … und Midi läuft über USB …
Hi,
sehr guter Hinweis!
Für XLR wären zwei zusätzliche Buchsen erforderlich gewesen, weil sonst Klinkenausgänge wiederum gefehlt hätten.
Also nicht nur Marketing-, sondern tatsächlich auch Platzgründe.

Gruß Ulrich
 
  • #17
Moin,
Ich glaube, es sind Platz-, Marketing- und Kostengründe.

Der Platz ist ja intern auch beschränkt. Einfach größeres Loch reicht nicht.

Das Marketing bedient ein breites Spektrum:
Die Stereoklinke im Pod Go bietet alle Möglichkeiten in einer Buchse. Ich kann unsymmetrisch line Signale oder symmetrisch Mic Level schicken.
Das nächstgrößere Helix, das stomp, übrigens auch, dafür kann das freies Routing.
Das Helix LT kann getrennt XLR und line out in Stereo, beide gleichzeitig mit verschiedenen Signalroutings.

Bei den Kosten gibt es verschiedene Aspekte:
Die XLR Buchse ist teurer, aufwändiger anzuschließen und zu verschrauben.
Das Pod Go hat 3 verschiedene Buchsen, das Helix LT hat derer 8 Varianten. Das bedeutet verschiedene Arbeitsschritte, aufwändigere Bedienungs- und Serviceanleitung sowie mehr Ersatzteile im System.

Ich habe jetzt ausser einer DI Box noch nichts in Abhängigkeit des Formats der Ausgangsbuchse gekauft. Das ist dann halt so wie der Hersteller das baut. Und wenn ich sicher sein will habe ich den entsprechenden Adapter doppelt dabei.

Ciao
Monkey
 
  • #18
  • #19
Würde vermutlich dann Leute geben, denen das zu wackelig/unprofessionell ist.
Und gibts überhaupt Kombibuchsen in XLR-Male?
 
  • #20
Und gibts überhaupt Kombibuchsen in XLR-Male?
ich glaube nicht.

der Grund warum kein XLR ist eigentlich recht einfach, Gitarrenamp hat klinke, das Gerät hat Stereoeffekte, d.H. es muss auch an einer Stereoendstufe betrieben werden können.

d.H. man müsste die XLR outputs separat ausführen und das bräuchte dann wieder eine aufwändigere Endmontage, mehr Platz weil mehr verscheidene Teile und mehr Werkzeuge, möglicherweise auch mehr Frachtkosten wenn platinen zwischen werken transportiert werden, weil durch XLR dickere Platinen usw.
... würde zudem das Hochpreisigere HX-Stomp XL ziemlich blöde aussehen lassen.

an sich würde mich eher stören, dass kein MIDI (egal ob DIN oder TRS) am gerät ist, ist aber nur meine Persönliche Präferenz.

Man kann sich doch beim POD freuen, dass man einfach mit TRS kabel Symmetrisch raus kann, wobei sowas heute aus meiner sicht standard sein sollte, SMD Bestückungsautomaten sind mittlerweile soo unfassbar schnell, dass die 5 Bauteile mehr auf der Platine nicht ins gewicht fallen sollten, bzw. die paar cent mehrkosten auf den Endpreis nicht ins gewicht fallen. (fand ich beim Tonex und z.B. der Flamma FS07 Cabsim schade, dass nur asymetrisch)
 
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