Könntet Ihr euch ein Leben so ganz ohne Röhrenverstärker vorstellen?

Wenn man das unbedingt so verstehen möchte, von mir aus :nix: Bis jetzt hat sich noch niemand beschwert und es ist auch kein besser oder schlechter (was du mit deinem Vergleich versuchst darzustellen).
sicherlich hat sich niemand beschwert. ich vermute, beschwerden über den klang einer band oder eines musikers sind eher selten und werden in der regel von der musikerpolizei ausgesprochen.
daher sehe ich eine beschwerde nicht als maßstab.
und ich verstehe auch die idee, es einfach zu halten. speziell, wenn man mit mehreren bands hintereinander spielt, dann ist der umbau wichtig.....ein vorgang vor dem ich total bammel hätte, mein gerümpel schnell genug auf- oder abzubauen zu können.
da hat meine lösung absolute nachteile. vermutlich sind wir deshalb nicht unbedingt festival tauglich.

läßt man aber das thema handling mal außen vor, dann versuche ich dem publikum den besten technisch möglichen klang zu präsentieren.
und dafür habe ich mir sehr viel mühe gemacht, wie man an anderer stelle im forum nachlesen kann, egal ob gitarre, drums, bass, gesang....überall versuche ich das optimum zu erzielen. alles andere würde ich kaum übers herz bringen, mit halben lösungen auf eine bühne zu gehen.
im ideal fall möchte ich wie die studioaufnahmen klingen.
 
Der thread läuft halt wie immer bei dem Thema:
Die die aus modelern Reproduzierbar guten Sound bekommen finden die dinger super und Brauchen keine Röhren

Die die aus Röhre guten Sound bekommen und keinen Bock auf wechsel haben werden kaum Wechseln.

In der Praxis habe ich beides schon 100% vergleichbar performen und versagen sehen
 
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........Woodstock......hat sehr gut funktioniert.......
Na ja, die heutigen Graswachshör- / Preset-Lobhudelei- / Bei-Gear-das-Haar-in-der-Suppe-such- Fraktionen könnten da u.U. zu völlig anderen Ergebnissen kommen..... :gruebel:.....:evil: . LG Lenny
 
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Mal direkt auf die Frage geantwortet: Ja, klar. Ich habe zwar einen, aber den brauche ich nicht unbedingt. Nun bin ich auch nicht der Viontage-Freak,, der Vintage des Vintages kauft. Insofern kann ich mir ein Leben ganz ohne Röhrenamp gut vorstellen.
 
guck dir die alten Woodstock Aufnahmen an
das hat sehr gut funktioniert
Woodstock wäre zur jetzigen Zeit niemals zu einer Kultveranstaltung geworden. Oder anders ausgedrückt, hatte es damals Internet und Foren gegeben, hätten die User vermutlich bei so ziemlich jedem Künstler was zu meckern gehabt.

BTT: Ich habe den JVM vorhin mal weiter aufgerissen, jetzt eine Fönfrisur und bekomme das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.
 
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Woodstock wäre zur jetzigen Zeit niemals zu einer Kultveranstaltung geworden
Klar... :whistle:

Bildschirmfoto 2026-02-03 um 21.03.09.png
 
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Nun, mein Hauptamp ist ein Röhrencombo (Hughes & Kettner Edition Tube 20th Anniversary), allerdings habe ich auch schon diverse Gigs mit einem DV Mark Little Jazz 12 Transistor-Amp absolviert. Ich hole meine Zerrsounds mittlerweile ausschließlich mit Pedalen, insofern: ja, kann ich.
 
dann versuche ich dem publikum den besten technisch möglichen klang zu präsentieren.
Den FÜR DICH besten Klang. Ob das Publikum das aber auch so sieht oder ob die sich einen besseren Klang vorstellen können? 🤷‍♂️
Ich hab ein bisschen Mühe damit, dass du (d)eine subjektive Meinung des öfteren mal als allgemeingültig darstellst. Zumindest kommt es mir so vor. Aber ich kann mich auch irren.

Die die aus modelern Reproduzierbar guten Sound bekommen finden die dinger super und Brauchen keine Röhren
Modeller mal außen vor gelassen, warum haben sich bei Gitarristen eigentlich die Röhren-Amps so durchgesetzt und bei Bassisten Transistor-Amps? Na ja, eigentlich kenne ich die Antwort, aber warum sind die Bassisten damit zufrieden und die Gitarristen nicht?
 
Den FÜR DICH besten Klang. Ob das Publikum das aber auch so sieht oder ob die sich einen besseren Klang vorstellen können? 🤷‍♂️
Ich hab ein bisschen Mühe damit, dass du (d)eine subjektive Meinung des öfteren mal als allgemeingültig darstellst. Zumindest kommt es mir so vor. Aber ich kann mich auch irren.
was heißt für mich.
mein amp+box erzeugt einen klang, und den versuchen ich zu 100% ans publikum zu liefern. und um das zu gewährleisten mache ich technische klimmzüge.

ich besuche öfters konzerte. manche klingen toll, andere sind ein drama.
und das versuche ich bei uns zu kontrollieren, daß uns live solche fehler nicht passieren. sicherlich, je nach räumlichkeit gibt es abweichungen vom wunschsound, aber selbst dann sind immer noch 90% machbar. aber es muß ersteinmal das grundsätzliche passen, damit man mit einer guten ausgangsbasis den sound bei FOH einstellen kann.

mal beispiele, wie unterschiedlich röhre und digital klingen:
Orange röhre:


FM9:


ich behaupte, das spricht für sich.

Modeller mal außen vor gelassen, warum haben sich bei Gitarristen eigentlich die Röhren-Amps so durchgesetzt und bei Bassisten Transistor-Amps? Na ja, eigentlich kenne ich die Antwort, aber warum sind die Bassisten damit zufrieden und die Gitarristen nicht?
ich denke, bässe werden selten verzerrt gespielt und gitarren fast immer verzerrt. ich kenne nur wenige bassisten, die einen verzerrten bass-sound mögen.
und so hat ein schwerer röhrenverstärker für bassisten kaum einen sinn, weil die leistung schafft man auch mit transistoren.
 
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Ich habe jetzt immer so etwas mitgelesen und fand es spannend, dass sehr oft in das "entweder oder" gegangen wird.

Leben ohne Röhrenverstärker? Nein, natürlich nicht. Geht nicht.

Fast jeder geile Gitarrensound basiert auf den Klangcharakteristiken eines Röhrenamps (JC120 und co mal vorgelassen).
Diese Charakteristik, Frequenzen, Dynamik und wasSoDazuGehört lassen sich aber nunmal zu 99.9% digital nachbilden.
Ich selbst habe hier ein paar Vergleichsvideos hochgeladen zwischen Real vs NAM und ich höre den Unterschied nicht.
D.h. auch Modeller und Digital-Enthusiasten hätten in "einer Welt ohne Röhrenamps" keine geilen Sounds, weil die Quelle fehlt :)

Letztlich sehe ich's so: Ich nutze meine Verstärker um einen Sound zu finden, um an dem Teil rumzuschrauben um mich an der Hardware zu erfreuen.
Wenn ich aber jetzt meinen geilsten Sound gefunden habe: zB ein weit aufgerissener Marshall, über eine alte geile Box, abgenommen mit 3 Mics in einem akustisch optimierten Raum.
Wie soll ich das denn bitte live besser rüberbringen, als über eine digitale Lösung?

Also: Leben ohne Profiler/Modeller? Bitte nicht :D

Mag sein, dass es auf einem kleinen Venue einfach punk und geil ist, mit der 4x12er noch euch und 10 Leute im Publikum anzugrowlen, aber im Gesamtsound über die PA hört man die Gitarre wie sie aufgenommen ist:
- in der (idR nicht akustisch optimierten) Location
- mit den verfügbaren Mics abgenommen (selten mehr als 1 Mic)
- vielleicht über eure Box, wenn ihr sie mitbringen "durftet" und der Veranstalter genug Platz hatte
- mit dem Master-Vol wo es eben für die location angemessen ist, nicht wo vll. euer sound-sweetspot ist

Hier rede ich mal gar nicht vom ganzen logistischem Mehraufwand(! Schleppen, längere Um- und Aufbaupause, mehr Komponenten (single point of failure) die kaputtgehen können)
Und Lautstärke beim Üben und Proben ist auch noch ein Thema. Ich will meine Ohren nicht kaputt machen und auch wenn ich "puristisch" fahre (RöhrenAmp, Gitarrenbox) im Raum, dann MUSS Ich irgendwo einhaken.
(Attenuater mit Klangverlust oder LoadBox mit Linearer Verstärkung oder Kopfhörer mit IR)

Der viel(!) größere Unterschied ist für mich aber, ob ich eine Gitarrenbox im Raum höre, oder (und sei es die gleiche Box + Mic) einen IR über lineare Boxen.

tl;dr: ich liebe es den Kram analog zu haben um meinen Sound zu finden, aber ich will es digital damit ich eben genau den best möglichen Sound so einfach wie möglich abrufbar für Band und Konzert haben kann.
 
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IR über lineare Boxen..
Absolut korrekt beschrieben.
Wenn man so will, gehe ich einen hybriden weg.

Der Fullstack läuft ganz leise, nur für mich hörbar als Monitorbox hinter meinem Rücken, der Sound für FOH wird am Loop des Amps abgenommen und mittels selbst erstellten IR übergeben.

Bei den IRs habe ich peinlichst darauf geachtet, daß der 1960 AV Sound identisch über FOH klingt.
Und deshalb haben mein Gitarrenkollegen alle auf Röhren gewechselt, weil der Digitalsound im Vergleich so substanzlos und irgendwie matschig klang.
 
ich behaupte, das spricht für sich.
das sagt nur, dass jemand das FM9 etwas "Boxy" eingestellt hat und du allgemein das Vergleichssetup nicht weiter beschreibst.

Nur nochmal als Realitycheck
Megadeth, Slipknot, Blind Guardian, Electric Callboy, Polyphia, the Haunted, und weiß der Teufel was nutzen zumindest live keine Amps mehr, wo wir wieder zurückkommen auf: "ich behaupte, das spricht für sich" vor allem unter den Aspekt, dass zumindest Slipknot und Megadeth so viele LKWs für Tour Equipment haben, dass es vollkommen wurst ist ob Amps oder Modeler.

ich will hier auch keine Technik als der Anderen überlegen darstellen, denn das Gesamtbild eines Musikers beinhaltet auch instrument und Equipmen und wenn jemand wie du der meinung bist, dass Modeler für dich nicht passen aber Amps 100 Punkte bekommen, dann ist das doch fein.

aber aufgrund dessen, dass du und dein Umfeld mit Modelern nichts anfangen können diese als unzureichend darzustellen ist halt an der Realität vorbei.

Nach meinen Erfahrungen sind Röhrenverstärker halt zuverlässige Arbeitspferde mit Klasse Sound.

Leider hab ich durch mein Eigenversschulden das Board, also die Digitale Rechnereinheit durch einen Kurzschluss geschrottet
ein Röhrenverstärker kann dir durch fehlbedienung auch flöten gehen, prominentestes Beispiel ist vermutlich Box vergessen anzuschließen.
 
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@Lum That's the point.

Ich glaube, @DarkStar679 meint einen möglichst authentischen Sound, der mitunter ganz weit weg von einer Studioaufnahme liegen kann (nicht muss).

Ansonsten würde ich ihm auch einen guten Profiler empfehlen. Denn dafür sind die Dinger ja mitunter gebaut worden. 😬
 
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Und deshalb haben mein Gitarrenkollegen alle auf Röhren gewechselt, weil der Digitalsound im Vergleich so substanzlos und irgendwie matschig klang.
wie gesagt, wenn man die Dinger nicht gescheit einstellt klingen sie nicht, ist aber beim Röhrenamp genauso.

und glaube mir, hab schon einige Bands gesehen wo jeder Gitarrist mit oberklasse Amp und nochmal 1000€ plus an Pedalen auf die Bühne kommt, der sound aber trotzdem abkackt, wärend die Band davor oder danach mit Modeler eine Soundwand Fahren die sich gewaschen hat, natürlich auch alles umgekehrt, es kommt einfach immer drauf an ob du mit dem Equipment eine einheit ergibst oder nicht und ich bin da immer ergebnisoffen, aktuell ist es aber das Quad cortex, da nichtmal ein Profile, sondern virtueller Amp.

bei den Amperos wiederum NAM Profile

und ich habe seit ich das cortex habe auch diverse andere Sachen zum testen daheim gehabt, (z.B. Engl E530 / Peavey 6505 / Fireball) der 6505 ist da schon geil, keine Frage, aber nur bei einem gewissen pegel und Mikroaufstellung usw... tja und der Virtuelle Amp am Cortex gefällt mir dann am Ende identisch gut wie der abgenommene 6505, nur dass ich da fürs korrekte Mikrofonieren länger brauch als schnell mal ein vernünftiges Preset am cortex zu erstellen.
 
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Moin,
The Edge hat auf den Las Vegas Sphere Shows zum ersten Mal rein mit Modeler gespielt. Sein Tech:"... you know The Edge, there is no "almost"..."
Gibt ein YT Video mit einem Rig rundown aus der Sphere.

Das Werkzeug ist mittlerweile nicht mehr das Problem, es ist vom Bediener abhängig.

Ciao
Monkey
 
Ich habe schon den Eindruck, dass hier auch nicht wenige mehrgleisig unterwegs sind.

Die Frage selbst, ist aber sicher immer nur aus dem eigenen, sehr subjektiven Blickwinkel zu beantworten und hier ist alles versammelt. Vom live spielenden Profi, bis zum Einsteiger.

Was man sicher sagen kann, einen guten Sound für Studio oder Bühne/PA, bekommt man seit vielen Jahren mit unterschiedlichen Lösungen hin. An der Technik selbst liegt es heute doch heute ab einer gewissen Klasse ganz sicher nicht mehr, wenn es mal nicht so prickelnd klingt. ;-)
 
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