Kolophonium vs. Reinigung von Saiten und Bogen

von Michael Burman, 17.11.19.

  1. Michael Burman

    Michael Burman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.19   #1
    Hi Leute!

    Ich habe seit ein paar Monaten eine E-Geige, die ich allerdings i.d.R akustisch spiele bzw. übe und den E-Ausgang eigentlich nur für Aufnahmen benutze.

    Die Saiten sind aus Metall. Wobei ich gesehen habe, dass Metall inzwischen auch auf akustische Instrumente aufgezogen wird.

    Am Anfang war der Klang sehr schwach und ich habe viel Kolophonium benutzt. Bin Wiedereinsteiger, nachdem ich als Kind einige Jahre Geige gelernt habe.

    Nun war die Bogenführung irgendwie ruckelig geworden. Ich habe gemerkt, dass auf den Saiten sich viel Kolophonium angesetzt hat. Wahrscheinlich vermischt mit sonstigem Schmutz wie Staub etc.

    Ich habe den Bogen und die Saiten mit Feuerzeug-Benzin abgewischt, weil Benzin ja auch Fett-lösend sein soll, und weil ich mir gedacht habe, die Haare lieber mit Benzin als mit Alkohol reinigen.

    Danach wurden Bogenführung und Klang butterweich, der Klang aber auch schwach. Quietschgefahr erhöht, aber bei passender Kontaktstelle nicht sehr viel mehr als mit Kolophonium.

    Nun wollte ich fragen, wie ihr es mit Kolophonium und mit Reinigung von Saiten und Bogen handhabt. Wie auftragen, wie abwischen etc.
     
  2. GeiGit

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    Erstellt: 17.11.19   #2
    Ich reinige nicht mit Feuerzeugbenzin.
    Die Bogenhaare reinige ich auf diese Weise: klick
    Auch die Saiten reinige ich mit Spiritus: klick
     
  3. Michael Burman

    Michael Burman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.19   #3
    Feuerzeugbenzin habe ich übrigens allein zu Reinigungszwecken gekauft. Zuerst für das Holz. Bin ansonsten Nicht-Raucher.
    Und weil ich das Benzin schon hier hatte, habe ich damit halt auch die Saiten und die Haare abgewischt. Den Bogen habe ich inzwischen wieder einkolophoniert.

    Danke für diese Tipps.
     
  4. GeiGit

    GeiGit Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.11.19   #4
    Ok, es ist eine E-Geige (wahrscheinlich) mit widerstandsfähigem PU-Lack. Der müsste das Benzin aushalten. Ansonsten wäre mir das zu viel Risiko. Bei einer normalen Geige mit Spirituslack würde ich zur Reinigung nur Viol verwenden.
     
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  5. Michael Burman

    Michael Burman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.19   #5
    Wobei Benzin nicht zur Reinigung des Korpus gedacht war. Da reicht es aus Wasser-nass abzuwischen.
    Möchte man Lack und Griffbrett schützen, kann man ja was unterlegen.
    Benzin habe ich ursprünglich gekauft, um blankes verschmutztes Holz zu reinigen. Angefangen hat es mit einer E-Gitarre, die ich günstig übers eBay gekauft habe. Unter 100 € hat sie gekostet, und der Hals war unbehandelt und verschmutzt. Mit Benzin konnte er gereinigt werden, und ich habe ihn danach eingeölt. An der Gitarre müsste noch was gemacht werden, ist aber ein anderes Thema. Ich habe eine "gute" E-Gitarre (eine günstige Jackson, angeblich made in japan, noch im Jahr 2000 gekauft). Die billige war spontan gekauft und gilt seitdem als Bastelgitarre. ;) Zwei Schwachstellen gibt es dort noch: Die Bünde müssen abgerichtet werden, und es gibt Geräusche bei Hautkontakt mit den Schrauben. Hat jetzt aber weder mit der Geige noch mit Benzin was zu tun. Bzw. mit Benzin habe ich den Hals der Gitarre sauber bekommen. ;) Und mit Benzin habe ich nun bei der E-Geige die Saiten und die Haare des Bogens abgewischt. ;)
     
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