Korpusaufbau Tele Thinline ?

von taijutsu, 10.11.09.

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  1. taijutsu

    taijutsu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.09   #1
    Hallo,

    gibt es irgendwo eine Ansicht aus der man den Aufbau einer Tele Thinline (F-Loch) erkennen kann?
    Wie weit ist der Resonazraum ausgefräst?
    Habe mir eine schönes Stück Swamp Ash und passenden Aufleimer in Canada ergattert und die langen Wintertage stehen vor der Tür.

    Gruß
    Steffen
     
  2. supertramp

    supertramp Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.09   #2
  3. RomanS

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    Erstellt: 11.11.09   #3
    Das kann man nicht generalisieren, je nach Baujahr und Modellreihe kann da mal mehr oder weniger ausgefäst sein; klassischerweise werden bei der Fender Thinline die Ausfräsungen von der Rückseite her gemacht, und zwar sowohl die untere als auch die obere Korpushälfte komplett, in der Mitte bleibt ein "Sustainblock" stehen, der von der Halstasche bis zum hinteren Korpusende durchgenehdn mit parallelen Seiten erläuft; dann wird das ganze mit einem geleimten "Boden" verschlossen.
    Die meisten "modernen" Thinlines werden aber von vorne gefräst, und es kommt eine Decke drauf.
    Die Fender-Fräsungen dürften so ähnlich aussehen wie die z.B. von USACG:
    [​IMG]

    Sehr verbreitet ist auch die Version mit noch einer zusätzlichen Fräsung hinter dem Steg, so macht's z.B. Warmoth:
    [​IMG]
    Allerdings sollte man in diesem Fall kein Bigsby montieren wollen...

    Von Warmoth gäb's auch noch diese Version:
    [​IMG]

    Bei Billig-Thinlines, z.B: von Squier, aber auch bei mancehn 7oer Jahre Thinlines ist überhaupt nur die obere Korpushälfte ausgefräst, im Extremfall sogar nur ein kleiner Bereich rund um's F-Loch.

    Das Gegenteil wären extremer ausgefräste Eigenbaute, die ich auch schon gesehen habe, wo nur unter der Brücke ein massiver Block sitz, und alles andere hohl ist.

    Im Prinzip kannst Du das halten wie Du willst - falls die Brücke allerdings nicht auf einem Block sitzt, müßtest Du evtl. eine Beleistung der Decke vornehmen, wie bei einer Akustikgitarre, sonst hält die Decke den Saitenzug nich aus.
    Ach ja, und dort, wo die Gurtpins sitzen, sollten Verdickungen sein, sonst greifen die Gurtpinschrauben ins Leere und reißen früher oder später aus.
     
  4. taijutsu

    taijutsu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.09   #4
    Hallo,

    erstmal Danke Roman.
    Meine Idee geht eigentlich in Richtung der ersten Variante, nur möchte ich die Fräsung so gestalten, dass sich ein längliches Oval oben und unten ergibt. Dabei möchte ich nur ca 2cm tief mit Maschine fräsen und bis auf ca.1cm eine Wölbung in guter alter Handarbeit ausführen. Ebenso die Decke würde ich mühsam in Handarbeit mit leichter Innenwölbung gestalten wollen.
    Wie gesagt nur die erste Idee. Was ich mich Frage wie sich der Aufwand akustisch und im Schwingungsverhalten auswirkt? Wie sehr beeinflussen solche Fräsung am Ende das Klangbild einer ja quasi E-Gitarre?

    Gruß
    Steffen
     
  5. RomanS

    RomanS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.09   #5
    Nach meiner Erfahrung gibt's einen Unterschied (in Richtung "luftigerer" Sound bei der Thinline, weniger Druck, Punch & Sustain als eine Solidbody - irgendwie akustischer; fein für zarte Clean-Sounds, Rhythmusgeschrummel, Fingerpicking, etc. Für fette Rock-Sachen oder auch den ultimativen Country-Twang wär eine Solidbody aber besser als eine Thinline) - aber er ist kleiner als man denkt, da geht's eher um feine Nuancen als drastische Klangänderungen - so Dinge wie Pickupwahl oder Bridge-Typ haben wesentlich größere Auswirkungen.
     
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