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Es ist aber nicht so, dass es mir dabei schlecht geht. Anfangs war das allerdings schon so. Da hatte ich regelrecht Angst zu versagen, um es mal etwas überspitzt auszudrücken. Abgesehen davon, dass das eigene Selbstvertrauen aber von Gig zu Gig steigt und du mit der Zeit lernst, dass kleine Fehler keinen interessieren bzw. den meisten Leuten nicht auffallen, lernst du mit der Zeit auch, dass du dich auf deine Bandkollegen verlassen kannst, deren Selbstbewusstsein natürlich auch steigt und so wird es eigentlich immer einfacher. Außerdem kommen früher oder später mal Pannen, wie umkippende Schlagzeugteile, gerissene Saiten, Verstärkerausfälle, etc. und man lernst ganz schnell, dass man damit klarkommen kann und das nicht den Weltuntergang bedeutet. 
Ich hatte auch immer viel mit Nervösität zu kämpfen. Musikalisch ging zwar echt immer bisher alles gut aus, jedoch litt meine Bühnenpräsenz bisher stark darunter.
Habe für mich jetzt in letzter Zeit einen anderen Weg gefunden. Ich versuche immer, nicht ich selbst zu sein... klingt wie das Gegenteil, was alle immer sagen, hilft mir aber ungemein xD
Ich bin an sich ein ruhiger Typ. Jedoch gewöhne ich mir an, beim Proben schon die Sau raus zu lassen, zu hopsen, sich zu bewegen etc.
Das hat 2 Effekte:
a) die 2 letzten Auftritte waren weit weniger aufregend und haben mehr Spaß gemacht (Waren nur kleine, warte auf den ersten Praxistest bei einem größeren Gig!)
b) Es zieht auch meine Bandkollegen mit. Die sind dadurch auch viel lockerer geworden und besitzen nun auch mehr Bühnenpräsenz.
Wenn du es schaffst, in der Probe, jegliche Hemmung vor den Bandkollegen zu verlieren und einfach Spaß zu haben, hilft das auch ungemein für den Auftritt!
Auf der Bühne darf man ruhig zeigen, dass man den eigenen Song gerade total abfeiert und dann steht auch mal unser Drummer auf und reist die Faust nach oben, wenn das Publikum total gut dabei ist und uns anstachelt. Sowas in der Art halt. Man ist trotzdem man selbst, aber die Bühne bietet halt einen Rahmen, auf dem man sich auch mal anders benehmen, präsentieren darf, als man das sonst im Alltag tut. Und das zu wissen, hilft einem auch lockerer zu werden. Wir haben das Thema sogar sehr detailliert in der Band besprochen, weil jeder eigentlich das Gefühl hatte, bestimmte Dinge auf der Bühne tun zu müssen, sich aber nicht sicher war, ob das dann vielleicht überheblich ankommt.Ähnlich gehen wir da auch ran. Allerdings "verstellen" wir uns nicht auf der Bühne....


Vor kurzem hab ich mal zufällig eine jüngere Metalcore-Band gesehen und der Bassist hat sich sichtlich unwohl gefühlt. Gerade bei der Musik gehört es ja scheinbar dazu, dass man besonders heftig abgeht...

Ich glaub da kam etwas anders an, als ich es beabsichtigt hatte
Ich bin eigtl. eher ein ruhiger Typ und um abzugehen, musste ich mich anfangs echt überwinden/ verstellen. Jetzt, wo ich das immer mache, wird das routine und ich muss nicht mehr "aktiv" dran denken.
Nicht nur bei Metal! Zieh dir mal die alten Sachen von den RHCP in der Live-Version rein...
Bsp.: http://www.youtube.com/watch?v=tmMRcGEjNnY
Funk !![]()
Das Beste Mittel wird wohl die Gewohnheit sein.
Aber versuch einfach nicht wirklich nachzudenken, wer da sitzt, ob dir jemand zuhört, etc.
Die volle Konzentration auf das Instrument lässt dich alles andere vergessen.
Posing erwartet keiner und ist in den meisten Fällen auch gar nicht so erwünscht =D
Der Vergleich zum Theater ist sehr treffend! Natürlich ist es eine Show, die man abliefert. Und da gehören neben der Musik auch Bewegungen und Gestik dazu. Wir freuen uns doch auch, wenn die Leute im Publikum sich bewegen, tanzen, springen, bangen oder singen. Es ist schwer, den Funken überspringen zu lassen, wenn auf der Bühne nichts passiert. Auch im Publikum stehen viele Leute, die sich zum Tanzen und Singen überwinden müssen. Auch die haben eine Art Lampenfieber.Hallo,
ich finde eine Bühne hat was mit Theater zu tun und da hat man die Chance einmal "Urlaub von sich selbst" zu machen.
Es ist nicht nötig den "Rock'n'Roll zu leben", es reicht, wenn man das auf der Bühne tut.
Auf einer Bühne darf man ein Anderer sein!
Mir hat diese Einsicht geholfen als normalerweise sehr zurückhaltender Mensch mein Lampenfieber unter Kontrolle zu bringen.
Gruß
N.