Nach nochmaligem Durchforsten dieses Threads stiess ich doch tatsächlich noch auf so einige unbeantwortete Fragen bzw. Einlassungen, auf die ich soweit es mir meine Zeit erlaubt in der nächsten Zeit mal nach & nach eingehen möchte. Also fange ich heute mal hiermit an:
Hier mal Zitat von ner Ami-Amp-Schmiede:
Most of the highly desirable Boutique and Custom amps, are really copies or variations based on typical Class A or Class AB circuits found in common Fender, Marshall or Vox amps. Most of the front end preamp stages are also very similar in design to many of the circuits typically found in 50's and 60's guitar amp models.
Most tube amps are made up of very similar components with slightly different values.
The trick...is in choosing the correct values and types, and then connecting them in the proper order.
... In Reality ...
There is no Magic involved
There are no Secret Components
There is no Mystic Mojo
Ja, das ist halt so die Meinung eines einzelnen, wobei jesses nicht mal erwähnt, ob er selbst mit seiner Überzeugung oder gar persönlichen Erfahrung & Fachkompetenz ebenfalls hinter dieser Meinungsäusserung steht, oder es einfach nur als 'Info aus zweiter Hand' (im Juristenjargon auch als "Hörensagen" bezeichnet) abgelassen hat.
Aber doch, im Prinzip stimmt es schon, dass etwa 95% aller Boutique Amps relativ nahe an den Originalen orientierte Clones der 'Klassiker' aus den 50-er, 60-er und evtl. noch 70-er Jahre sind. Es handelt sich dabei fast durchweg um relativ simpel aufgebaute einkanalige Amps, meist ohne Effektloop oder sonstigen komplizierende Raffinessen.
Ein 2-kanaliger Amp in handverdrahteter PTP-Bauweise ist da tatsächlich eher eine Seltenheit und die gelegentlich angebrachten Effektloops sind zumeist relativ unbrauchbare Preamp-Out/Poweramp-In Schnittstellen ohne zusätzliche Röhre für den Loopbereich.
Und darauf ist jesses obiges Zitat 'von ner Ami-Amp-Schmiede' durchaus anwendbar.
Ferner mag es durchaus sein, dass der eine oder andere dieser 'Boutique-ler' es in der Vergangenheit schon mal mit 2-kanaligen oder gar 3-kanaligen handverdrahteten PTP Konzepten versucht hat, aber es dann nach evtl. unüberwindbar scheinenden Problemen mit der Komplexität solcher Konzepte (funktionierende Kanalumschaltung ohne gegenseitige Kanalbeeinflussung, Oszillieren der Schaltung, Pfeiffen, Nebengeräusche, Arbeitsaufwand, nötige eigene Kreativität, usw.) es dann doch lieber wieder hat bleiben lassen und sich wieder auf das Klonen bewährter Vorbilder reduziert hat?
Jedoch ist obiges 'Zitat' ganz gewiss nicht auf handverdrahtete 2-kanalige Konzepte mit studiotauglicher Effektloop und integriertem Röhrenbooster oder gar auf noch komplexere, handverdrahtete 3-kanalige Konzepte mit fünf fussschaltbaren Sounds, studiotauglicher Effektloop und noch so einigen 'Raffinessen' anwendbar!
Von daher weiss ich also wirklich nicht, welchen Sinn jesses Einlassung in diesem Thread hier überhaupt haben soll und kann dahinter eigentlich nur unzulängliches, technisches Verständnis vermuten.
Larry