Leistungsanpassung <-> Spannungsanpassung

von Ray, 22.10.06.

  1. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 22.10.06   #1
    Auf der Riesensite vom Sengpiel bin ich grade auf das gestoßen:

    http://www.sengpielaudio.com/DasMaerchenVonDerLeistungsanpassung.pdf

    Gilt das jetzt nur fürs den PA bzw. Tonstudiobereich oder generell?

    Interessanterweise gibt er nämlich diesen Artikel

    musikmachen.net - Gitarre_Bass

    als Negativbeispiel an. Aber da gehts ja explizit um Gitarrenboxen an Gitarrenendstufen. Kann man das wirklich vergleichen?

    Wenn ja, müsste ich an ne 8-Ohm-Gitarrenendstufe ja mindestens ne 80 Ohm Box dranhängen :confused:
     
  2. 00Schneider

    00Schneider HCA PA-Praxis und Drum-History HCA

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    Erstellt: 22.10.06   #2
    Das mit der Leistungsanpassung im musikmachen.net Artikel ist Nonsense. Genauergesagt werden zwei Sachen durcheinander gemischt. Es gibt Verstärker, da sollte die Lastimpedanz in einem bestimmten Bereich liegen, da dieser dahingehend optimiert wurde (Klirrfaktor, Leistung/Wirkungsgrad und pipapo*). Nichts desto trotz hat die Endstufe einen Innenwiderstand von weniger als 0,1 Ohm, also ist es immer eine Spannungsanpassung.

    Auf dem Ausgang steht bei nem Git-Amp natürlich z.B. 4-Ohm, aber das bezeichnet nur die Lastimpedanz für die der Ausgang ausgelegt ist, nicht den Innenwiderstand der Endstufe.



    *trifft z.B. bei Class-D zu, aber je nach Technik, wenn nur ein bestimmter Lautsprecher dranhängt (Aktiv-Box) brauch ich den nur auf diese Last zu optimieren, ist's ne normale Endstufe (19"), dann ist (sollte) die Schaltung so angepasst, dass die Impedanz nicht viel beeinflusst.
     
  3. Ray

    Ray Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 22.10.06   #3
    Mit anderen Worten: was da auf Gitarren-Equipment draufsteht, ist für den unbedarften Gitarristen einfach schon "vorkonfektioniert", damit der weiss, was er zu tun hat, sagt aber über das, was im Innern der Geräte real vorgeht, erst mal nichts aus?

    Sozusagen "Beschriftung für Dummies wie mich"? ;)
     
  4. 00Schneider

    00Schneider HCA PA-Praxis und Drum-History HCA

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    Erstellt: 22.10.06   #4
    Exaktamente.

    Wie gesagt wird da der Umstand zutreffen, dass der Klang vom Verstärker gewünscht wird (gewisser Klirr, nicht so linearer Frequenz- und Phasengang), und damit er an 4/8/16 Ohm ähnlich ist, gibt's eben verschiedene Ausgänge. Ich glaube aber das ist bei Röhrenamps wichter als bei reinen Transistor.

    Eigentlich sollte ja die Anleitung das ungefähr klarstellen, aber da wird vermutlich auch davon ausgegangen, dass das hauptsächlich Gitarristen lesen, die darf man ja mit Hintergründen nicht verwirren... ;-)
     
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