Leistungstransistoren Dynacord DC100

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renard

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Hallo zusammen,

als bislang nicht aktiver Nutzer hoffe ich, dass ich hier keine Regeln oder (N-)Etiketten verletze (falls doch, gerne freundlicher Hinweis), Suchfunktion habe ich erfolglos bemüht. Ich hoffe, dass der Thread in der "Hammond*/Leslie Clones"-Rubrik erscheint (und dort richtig verortet ist).

Ich bin dabei ein Dynachord DC100 zu reparieren, bei dem (wie die bisherige Fehleranalyse ergeben hat, wohl tatsächlich nur) die Leistungtransistoren durchgebrannt sind. Beim Ablesen war ich zu dem Schluss gekommen, dass ein Paar aus BD 245 B und BD 246 B verbaut war. Habe Ersatz besorgt (nur ein Paar 245/246 C bekommen, was so herum aber ja unkritisch sein sollte) und wollte diese jetzt einbauen. Jetzt habe ich bei mehr Licht festgestellt, dass ein BD 245 D und ein BD 246 B verbaut war, was auf eine vorangegangene (unsachgemäße?) Reparatur hindeutet. Blöderweise habe ich keine Ahnung, was Original verbaut war (dürfte sich ja um ein Paar gleichen Typs gehandelt haben) und habe entsprechende Hemmungen, die C einzulöten, da die ja wohl nicht ausreichend dimensioniert wären, falls D der Originalzustand gewesen sein sollte. Ein Handbuch ist leider nicht vorhanden, im Netz frei zugänglich nichts gefunden.

Frage: Kann mir irgendjemand sagen, welche Leistungstransistoren im Originalzustand verbaut waren oder mir (auch kostenpflichtig) das Handbuch das den Schaltplan/Teileliste enthält elektronisch zur Verfügung stellen? Habe im Netz lediglich eine Papierversion zum Kauf gefunden, will aber wenn möglich nicht so lange warten bis das per Post hier ist...

Vielen lieben Dank im Voraus
 

schau mal hier. Offensichtlich wird der Schaltplan hier dargestellt. Musst du dich anmelden.

Grüße

Wolfgang
 
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Aloha .-)

Die Buchstaben beziehen sich in diesem Fall nur auf die Spannungsfestigkeit. Je 'höher' der Buchstabe, desto höher die Spannung (Uceo).

Beim BD 245:

A = 60V
B = 80V
C = 100V
D = 115V

..sollte also passen.

Jenzz
 
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Ich hab mal vor Jahren den Schaltplan vom DC300E eingescannt und auf Elektrotanya hochgeladen. Meines Wissens sollte der Verstärkerteil vom DC100 identisch sein.
 
Ich wäre vorsichtig mit der Annahme, dass nur die Leistungstransitoren defekt sind. Nicht selten hat es dabei auch die Treiberstufen erwischt.
Da es sich hier um Komplementärtypen handelt, beim Austausch grundsätzlich stets bedenken, dass ausgewählte Paare verwendet werden.
Z.B. sollte die Stromverstärkung vergleichbar sein. Sonst kann es passieren, dass auch einem sauberen Sinus am Eingang ein verbogener Sinus am Ausgang
gemacht sird.
 
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Hallo,
nur um mal einen anderen Lösungsweg aufzuzeigen: ich habe ein baugleiches Echolette-Leslie hier stehen. Und nach anhören des Rauschverhaltens und abwägen des üblichen Handelswerts dieser Teilchen dann die komplette Verstärkereinheit rausgeschmissen und durch ein ClassD Endstufenmodul ersetzt. Der Aufwand war gering. Seitdem rauscht nix mehr und es klingt wunderbar.
Ach ja, die Start/Stop/langsam Schaltung habe ich in dem Zuge auch durch SSRelais ersetzt und somit keine 220V mehr im Fusschalter.
Ciao,
Stefan
 
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Manchmal finden sich Sachen auf der Festplatte
 

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  • #8
Danke an alle für die schnelle Hilfe, allen voran MichaelausS für den Schaltplan! Wenn ich den nicht völlig falsch lese, war B verbaut, d.h. ich bin mit C auf der sicheren Seite.

@stefan64 danke für den Input will aber (zumindest derzeit) den Aufwand gering halten.

@klausus-d : scheinen tatsächlich nur die leistungstransistoren zu sein. Elkos, Gleichrichter, Emitterwiderstände und Treibertransistoren sind gemessen und alle definitiv intakt. Bzgl kKomplementärtypen, danke ich für den Hinweis, ist mir bewusst. Habe daher auch den Verdacht, dass die Mischung aus B und D die drin war, Probleme gemacht haben könnte.

Werde sobald ich aus dem Urlaub zurückkehre die beiden C-Typen verlöten und dann berichten.
Danke schonmal!
 
Hallo,
….
Ach ja, die Start/Stop/langsam Schaltung habe ich in dem Zuge auch durch SSRelais ersetzt und somit keine 220V mehr im Fusschalter.
Ciao,
Stefan
Moin Stefan,
hab mit Interesse gelesen dass Du die Steuerung über Relais schaltest. Ich hab hier einen alten Dynacord DC 300e den ich auch gern umbauen würde. Weißt Du zufällig ob das machbar wäre?
Ich hatte das mit einem Halfmoon über die Stereoklinke versucht aber jegliche Konfiguration führt ins Leere :unsure:
Gruß Nils
 
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  • #10
Hallo Nils,
klar doch - ich habe das seinerzeit aus dem Leslie-Eigenbau-Thread von @.Jens übernommen - und übernehme hier auch gerne sein wichtiges Statement:
Zwei Dinge sind wichtig:
1) bitte mit 230V nicht "basteln", sondern nur mit soliden Vorkenntnissen arbeiten - im Zweifel einen Fachmann fragen / machen lassen. z.B. sind für die verlinkten Relais Anschlüsse mit gecrimpten Kabelschuhen vorgesehen - wer nicht weiß, wie die sauber verarbeitet werden, sollte sich helfen lassen.


2) Bei der Beschaltung des Fußschalters ist es wichtig, dass slow und fast nicht gleichzeitig aktiviert werden können - die Leslie-Motorstacks werden überlastet, wenn beide Motoren gleichzeitig Spannung bekommen. Daran sollte man auch später denken und nicht mal aus Versehen einen anderen Fußschalter anschließen, bei dem das möglich ist.

Hier die Schaltung:

motorschaltung1-webp.472834


...und der Fußschalter ist wie folgt verdrahtet:
motorschaltung2-webp.472835


und so sieht das bei Jens dann aus (ich habe keine Fotos vom Innenleben meines Echolettes):
mb-leslie-153-webp.471900


Hilft das?

Ciao,
Stefan
 
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  • #11
Moin Stefan,
ja das hilft, vielen Dank!
Allerdings hab ich keine 9V an der Buchse!?!
Entweder ist der Anschluss bei DC100 anders oder ich habe einen Defekt.
Ich werde mir das in den nächsten Tagen genauer anschauen.
Vielen Dank,
Nils
 
  • #12
Beim DC100 liegt am Schaft der Klinkenbuchse Masse an. Das 1. Relais wird direkt auf Masse gezogen. Das 2. Relais wird über eine pnp Transistorlogik auf Masse gezogen und damit auch eingeschalten. Bei Stefans Zeichnung müssen für das DC100 +9V und GND (Masse) gegeneinander getauscht werden.

Michael
 
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  • #13
Nochmal - s.o. Ich habe die komplette Original-Verstärker-Elektronik inkl. Netzteil auf dem Echolette rausgeworfen und ein Class-D Verstärkermodul mit modernem Netzteil verbaut. Für die Relaisschaltung habe ich innen eine Steckdose eingebaut und verwende dort ein kleines 9V Netzteil. Das ist einfach, günstig, sicher, rauschfrei und spart einige Kilos.
Ciao,
Stefan
 
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  • #14
Ok, tut mir leid… das habe ich im meiner Euphorie doch noch eine Lösung zu finden komplett ausgeblendet.
Ein Umbau mit einem neuen Verstärker lohnt sich bei meinem DC 300 nicht, hat ja keine rotierende Basstrommel… Spacesound so to say 😎 und derselbige ist mit laufen des Motors „gekoppelt“
Frage ist ob ich da diese Steuerung mit den Relais einbinden könnte???
Gruß und danke
Nils
 
  • #15
Die Umschaltung geht auch beim DC300 über Kleinspannung, da muß man keine SSR nachrüsten. Nur wenn du die Kiste so wie ich choppst.
 
  • #16
Die Umschaltung geht auch beim DC300 über Kleinspannung, da muß man keine SSR nachrüsten. Nur wenn du die Kiste so wie ich choppst.
Moin Michael,
wäre für jegliche Anleitung dankbar... Hättest Du vielleicht Lust und Zeit etwas mehr ins Detail zu gehen? :unsure:
Gruß und schönes Wochenende
Nils
 
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