Links und rechts im Stereo-Panorma - klar. Aber oben und unten?

von Tastendilettant, 23.12.07.

  1. Tastendilettant

    Tastendilettant Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.07   #1
    Hallo,
    ich habe öfter schon CDs gehört, letztens mal eine ältere von Brian Eno, da scheint das Signal deutlich von unten rechts zu kommen. :eek: Hat jemand eine Idee, wie sowas gemacht wird? Es handelt sich um eine normale Stereo Abmischung.
     
  2. paulsn

    paulsn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.07   #2
    oben und unten unterliegt stark einer individuellen komponente die sich ohrmuschel nennt. das lässt sich im mix nicht wirklich steuern... die konstkopf mikrofone können sowas zwar annähernd abbilden, aber wer verwendet so ein ding schon für musik.

    ist also gewissermaßen dem zufall überlassen.
     
  3. 4feetsmaller

    4feetsmaller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 23.12.07   #3
  4. Tastendilettant

    Tastendilettant Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.07   #4
    Das ist wirklich verblüffend. Und tatsächlich ist dieses Phänomen auch auf den CDs nur mit Kopfhörer zu hören.

    edit: aber den Eindruck, etwas von unten zu hören, erklärt das auch nicht wirklich.

    nochmal edit: ah, der Text weiter unten im Thread geht darauf ein ... :)

    editeditedit: danke für den Link. Hochinteressant! :great:
     
  5. Deftoner

    Deftoner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.07   #5
    Soweit ich weiß kann das menschliche Gehör Signale auf der vertikalen Achse nur durch Frequenzunterschiede orten.
    Sprich eine Schallqulle von hinten klingt irgendwie dumpfer und eine von oben brilliant oder wie auch immer (war jetzt nur aus der Luft gegriffen)
    Das sind nur minimale Unterschiede und ich tippe auch, dass das in dem Stück irgendwie zufall ist.
     
  6. Stifflers_mom

    Stifflers_mom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.07   #6
    Richtig.
    Auf der horizontalen Ebene hat das Ohr die Möglichkeit, Schallquellen durch Laufzeitdifferenzen zwischen beiden Ohren (eher bei tiefen Frequenzen) UND über Frequenzunterschiede (hohe Frequenzen werden auf der abgewandten Seite abgeschattet) zu orten.
    Nach oben und unten gibt es keine Ortungsmöglichkeit. Die Ortung erfolgt daher nur über Reflexionen. In einem vollkommen Schalltoten Raum müsste man also theoretisch keine Ahnung haben, ob ein Schall von oben oder unten kommt!:D
    Voraussetzung für das alles ist natürlich, dass man den Kopf nicht bewegt. Denn sobald man das tut, kann man natürlich auf Grund der Veränderung die Richtung wahrnehmen.
    Aber genau diese Situation haben wir ja beim Kopfhörer (außer man bewegt die Ohrwascheln im Hörer:D). Folglich müsste eine räumliche Ortung durch geschickten Einsatz von künstlich erzeugten Reflexionen möglich sein.
    ...hm, interessant:)
     
  7. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.01.08   #7
    Ich könnte mir vorstellen, dass das "vertikale" Hören auch auf weiter Strecke geprägt von Erfahrung ist.

    -> was machen wir, wenn wir etwas hören, das irgendwie nach Flugzeug klingt?
    Richtig, wir schauen über uns. Aber tun wir das, weil der Schall unsere Aufmerksamkeit wirklich nach oben lenkt, oder tun wir es, weil wir nunmal seit zig Generationen wissen, dass Flugzeuge immer oben fliegen?

    So lange man die potentielle eines unbekannten Geräuschs nicht direkt im Blickfeld hat, ist man denke ich auch viel mehr geneigt, in "alle Richtungen" zu hören, also durchaus auch mal den Kopf zu heben oder zu senken. Da muss das Bewusstsein erst den Bezug zwischen Schallquelle und -ereignis herstellen.

    Nur so ne windige Theorie ;)
     
  8. Dieter B.

    Dieter B. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.08   #8
    Stimmt! Ich hab auch immer das Gefühl, dass der Phaser von oben kommt...
     
  9. Deftoner

    Deftoner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.01.08   #9
    Meinst du vielleicht den Flanger? Der hört sich jedenfalls n bisschen nach Düsenjet an...
    Wüsste nicht, wieso man den Phaser oben wahrnehmen sollte :rolleyes:
     
  10. pico

    pico HCA-Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.01.08   #10
    tja - da ist unser Hirn doch wohl noch der bessere 'Soundprozessor' ;)
    das wertet halt die kleinen Reflexionen in unseren Hörmuschlen entsprechend aus - deshalb hat ja auch der Kunstkopf ein paar Ohren.

    Deck mal aus spaß die Hörmuscheln mit den Händen ab und Du wirst einen erheblichen verlust des 'räumlichen hörens' feststellen.

    Ist ja mit dem Sehen ähnlich - wirklich scharf sehen tut das Auge ja auch nur in einem sehr kleinen Bereich, das 'scharfe' Gesamtbild wird dann erst im Hirn generiert aus einzelnen Bildausschnitten die durch kleine Bewegungen 'gespeichert' wurden und durch Erinnerungen ergänzt.
     
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