E-Gitarre mit Modeling-Amp und Effekten aufnehmen

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André 2AM

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Hallo, ich möchte demnächst ein paar Gitarrenspuren aufnehmen. Diese Spuren sind Teil von einem grösseren Song-Arrangment.

Mein Setup besteht aus Cubase, Audio-Interface UR22mkII, einem Fender Tonemaster Pro und natürlich meiner Gitarre.
Mir gefällt grundsätzlich der Sound gut, der aus dem TMP kommt.

Wie gehe ich beim Recording am besten vor, v.a. in Bezug auf die Effekte? Würdet ihr auf dem TMP bereits alle Effekte inkl. Delay und Reverb draufgeben und so recorden, oder Delay und Reverb bewusst weglassen und sie erst in der DAW hinzufügen? (z.B. damit sich die Spur besser bzw. flexibler in den Hall-Raum der anderen Spuren einfügt) 🤔

Und: ich vermute es macht keinen grossen Unterschied, ob ich den TMP als Audio-Interface verwende und darüber direkt in die DAW recorde oder ob ich den Audio-Ausgang vom TMP mit dem Input vom UR22 verbinde, richtig?
 

Wenn du den TMP als Audio-Interface verwendest, kannst du vermutlich sowohl den bearbeiteten Sound mit allen Effekten, als auch den kompletten rohen Sound ohne aufnehmen. Ich sage vermutlich, weil ich das so von anderen Modellern kenne und mich gerade nicht motivieren konnte, das Handbuch zu suchen und dort nachzulesen. Je nach Anzahl der Kanäle des Interfaces und der Routingoptionen im TMP könnte auch noch mehr gehen, z.B. eine zusätzliche Spur mit Ampsimulation, aber ohne Effekte.
Mit den Rohspuren kannst du nachträglich Reamping betreiben, also nochmal alles ohne Effekte oder mit ganz anderen Einstellungen aufnehmen. Das ist ein deutlicher Mehrwert gegenüber dem Recording über das UR22. Mit dem könnte man ähnliches machen, wenn man den unbearbeiteten Sound aus dem TMP auf einen und den bearbeiteten Sound auf den anderen Input routet. Aber dann hast du den bearbeiteten Sound nur in Mono. Und das Reamping wird auch komplizierter.
 
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Wenn möglich, immer die trockene Spur mit aufnehmen. Mehr Möglichkeiten. Richtige Aussteuerung nicht vergessen.
 
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  • #4
@the flix Danke für die Anregung. Ich habe gerade das Manual gecheckt und tatsächlich liefert das Audio-Interface vom TMP dry/wet gleichzeitig. Nice 🤩

Auszug aus dem Kapitel "USB Audio":

Im Standard-Aufnahmemodus kann der Benutzer einen der beiden Tone Master Pro-Eingangskanäle als trockene Spur für späteres Reamping zusammen mit einer kombinierten bearbeiteten Stereospur aufzeichnen. Die bearbeitete Stereospur kann ein Instrumentenkanal, ein Mikrofon/Line-Kanal oder beides (summiert) sein, wenn eine Zweikanal-Routingvorlage verwendet wird.
Die USB-Ausgänge sind wie folgt konfiguriert:
  • USB 1/2: Verarbeiteter (processed) Stereoausgang eines Kanals oder beider Kanäle summiert, je nach verwendeter Signalpfadvorlage (routing template)
  • USB 3: Instrumentenkanal trocken
  • USB 4: Mic/line-Kanal trocken
 
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