Live Verkabelung Play Acoustic und Monitor

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Garrath27

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Hallo Freunde der Live und Akustik Musik.
Ich bin neu hier im Forum und hoffe den richtigen Bereich mit meiner Frage getroffen zu haben.
Ich habe vorab die Suchen Funktion genutzt aber nicht das richtige gefunden.

Ich spiele schon länger Akustik Gitarre, Singe dazu und möchte langsam den nächsten Schritt machen. Dazu kann ich im Biergarten eines Freundes auftreten.
Bevor es jetzt los geht, macht mir die richtige Verkabelung zu schaffen.

Ich möchte mit meiner Fender* Akustik und meinem Shure* SM58 in das TC Helicon Play Acoustic, dort Mono über den XLR L raus in eine der zwei Bose L1 Compact. Das Mono Signal schleife ich dann durch von einer in die andere Bose.

Dazu würde ich gerne meine HB FRFR 112A als Monitor nutzen und da sind meine Latein am Ende.
Wie den Monitor integrieren, über den Headphone Out des Play Acoustic 3,5mm auf 6,5mm Mono und dann in den Monitor?

Macht das Setting so Sinn?

Vielen Dank im Voraus!
 

Die einfachste Weg wäre wohl, einfach deine FRFR als erste/zweite/dritte Box in der "Durchschleif-Kette" mit dem gleichen Mono XLR L Signal zu beschicken.

Oder eben, wie du es sagst, den Kopfhörer-Ausgang dafür zu verwenden. Hier solltest du halt drauf achten, mit einem richtig beschalteten Adapter an deiner FRFR anzukommen, also typischerweise ein 3,5mm TRS-Klinke auf zweimal 6,3 TS-Klinke. Da dein FRFR ja zwei Inputs hast, kannst du auch beide TS-Klinken einstecken. Was aber nicht notwendig ist, wenn dein Sound vollständig mono ist:
Dies scheint ja so zu sein, wenn du mit nur einem Signal in Richtung L1 Säulen arbeitest - ich will es nur extra erwähnen, da mir der TC Electronics bei oberflächlicher Betrachtung eher so gedacht ist, aus zwei XLR Outputs separat Vocals bzw Gitarre zu liefern, z.B. an ein Mischpult.

Das bringt mich zum klassischen Ansatz - mit Mischpult. Ich persönlich würde ja immer ein kleines Mischpult dazwischenschalten, mit dem ich die Signale an die jeweiligen Lautsprecher liefere.

Und jemand, der sich mit der Technik auskennt. Ich beziehe mich damit auf deinen Halbsatz "macht mir die richtige Verkabelung zu schaffen." Wenn du zum ersten Mal auftrittst, und dir gleich zwei Jobs dabei aufhalst (Musiker UND Tontechniker)...
..dann KANN das durchaus klappen, aber du hast ne Menge mehr Arbeit und Stress, und einen dünnen Boden unter dir, wenn was schiefgeht (Strom geht vor Ort zunächst nicht, irgendwas brummt, Batterie in der Gitarre leer, Lautsprecher schaltet unter der heißen Sonne stehend, überhitzt ab etc). Dein Begleiter muss ja kein Profi-Tontechniker sein, sondern ein Musiker-Buddy, der grob weiss, wie man Equipment zusammensteckt (und wie nicht), und als emotionaler Support fungiert.
 
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  • #3
Vielen Dank für deine Antwort und die vielen Hinweise!
Über einige der Sachen, habe ich mir schon Gedanken gemacht ... ein Kumpel ist dabei, der etwas drüber guckt und während dessen auch mal den Sound checkt.
Ich bin im kleineren Rahmen auch schon ein paar mal aufgetreten unter Freunden, Verwandten. Das war dann aber alles immer nur vom Play Acoustic in eine Box und fertig, ich habe noch nie so verkabeln müssen. Ich kann allerdings auch eine Woche vorher, an der entsprechenden Location einen ordentlichen Soundcheck machen und alles durchprobieren.

Über das Mischpult hab ich mir auch schon Gedanken gemacht, meine Auffassung war aber eher, dass ich versuche noch ein zusätzliches Teil aus der Gleichung herauszuhalten.

Ich habe mich für Mono entschieden, da die Fläche doch recht groß ist, ich das Publikum nicht zentrieren kann vor den Boxen und die Bose weit abstrahlen. Mit dem Mono will ich verhindern, dass jemand der links der Boxen oder wo auch immer steht, nicht nur einen Teil des Sounds abbekommt. So meine Idee.

Kannst du mir erklären was der Unterschied ist, ob man von 3,5mm TRS auf 1x 6,5mm TS Klinke geht oder eben auf 2x 6,5mm TS Klinke und ich dann nur einen einstecke? Was ändert sich da am Signal?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Entscheidung, das Konzert in Mono zu fahren, finde ich aus genau denn genannten Gründen richtig.

Zu der Frage, ein TRS-Klinkenkabel wird üblicherweise auf zwei verschiedene Arten verwendet - für unbalanced Stereo oder balanced Mono

Bei unbalanced Stereo ist Tip=Left, Ring=Right, Sleeve=Ground
Bei balanced Mono ist Tip="+" Signal(Mono), Ring="-"= Invertiertes Signal, Sleeve=Ground

"Balanced" (zu deutsch "symmetrische") Signalübertragung schickt also das gleiche (Mono)-Signal zwei Mal über zwei verschiedene Kabeladern, aber eine davon ist invertiert. Am Ziel wird die invertierte Ader nochmals invertiert - ist also wieder identisch zum Tip-Signal, und wird zu diesem dazuaddiert. Dadurch steigt der Pegel, und - viel wichtiger - alle vom Kabel eingefangenen Störungen löschen sich aus. Das macht "balanced" zum bevorzugten Verfahren für lange Kabelwege.

Würdest du nun den Headphone-Out deines Pedals mit dem Input des FRFR verbinden, und ein TRS-Kabel dafür verwenden, dann sendet der Headphone-Out das Links und Rechts-Signal über Tip und Sleeve.
Die FRFR Box erwartet aber balanced mono, invertiert brav Sleeve="rechts", addiert es zu "links", und als Signal bleibt übrig - nichts.
Das ist ein gängiges Problem, wenn unbalanced Equipment (meist Consumerzeugs: Handys, Stereoanlagen etc) mit balanced Equipment zusammenschließt, und den Unterschied nicht bedenkt.
 
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Aus meiner Sicht gibt es da, so glaube ich zumindest, ein Problem: Wenn ich mich richtig erinnere (ich habe den Play Acoustic nicht mehr), dann gibt es für das Routing der Ausgänge zwei Optionen:

a) an den Ausgängen liegt ein Stereosignal an, welches Gitarre und Vocal beinhaltet.

oder

b) an einem der Ausgänge liegt das Gitarren- am anderen das Vocalsignal an (jeweils Mono).

Du musst also auch bei Monobetrieb beide Signale an die Bose L1 Compact leiten. Die Bose L1 Compact habe ich nie benutzt, aber wenn ich das richtig sehe, dann hat diese je einen XLR-Eingang für ein Mikrofon und einen Klinkenanschluss für Gitarre (bzw. Line-Signale).

Als Lösungsansatz würde auch ich ein kleines Mischpult dazwischen hängen.
 
  • Ersteller
  • #6
Ich zitiere aus der Bedienungsanleitung:

Einstellung „Mono“► Die mit Effekten bearbeiteten Signale Vocals und Gitarre werden über die linke XLR-Buchse ausgegeben.► Die nicht mit Effekten bearbeitete Stimme wird über die rechte XLR-Buchse ausgegeben. Auf dieses Signal werden lediglich die Module„Tone“ sowie eine Tonhöhenkorrektur angewendet (falls Sie den Parameter Pitch Correction Amount auf der Input-Seite auf einen Wertüber Null eingestellt haben)

Dürfte also kein Problem sein mit der linken XLR Out Buchse. So hatte ich es mit nur einer Box auch gemacht.
 
ah, ok.... Na dann.... Sorry, wie gesagt habe ich das Teil nicht mehr im Bestand sondern nur in (falscher) Erinnerung.
 
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Am Ziel wird die invertierte Ader nochmals invertiert - ist also wieder identisch zum Tip-Signal, und wird zu diesem dazuaddiert.
Das stimmt nicht ganz: Am Ziel wird nichts mehr invertiert, sondern die Differenz aus den beiden Signalen gebildet. Genau dadurch werden durch die Subtraktion Störungen, die auf beiden Leitungen auftreten, eliminiert. Alles andere stimmt aber natürlich 👍
 
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Danke für den Hinweis. Habe das immer so (ich nenne es mal) nachgeplappert, aber gerade kurz nachgelesen, was ein Differenzverstärker ist👍Wieder was gelernt.
 
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