Lohnt sich ein Yamaha GB1?

  • Ersteller JulianOri
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Zurück zum Ausgangsthema: ich kann diesem winzigen Flügel von Yamaha nicht so viel abgewinnen. Andererseits muss jeder selber wissen, was er mag. Ein Bekannter von mir hat den neulich auch gekauft, obwohl ich ihm eher abgeraten hatte. Er war damit aber insgesamt zufrieden. Und einen größeren Flügel kann und will er halt nicht stellen. Von daher: immer selber testen und entscheiden. Denn in der "Realität" ist es doch so: 3 Experten = 5 Meinungen :rolleyes:
 
JulianOri hat den Brutto-Preis angegeben, in dem sowohl der Ferntransport, als auch der - wie von ihm bereits angedeutet - extrem schwierige Haustransport vor Ort in die erste Etage eines Einfamilienhauses inbegriffen war.
Also wenn ich das jetzt richtig verstanden hab, hat der Transport dann 1200;-€ gekostet? Und im 8300,- Nettopreis ist die komplette Überholung: neuer Saitenbezug mit den erforderlichen Nebenarbeiten und neue Hammerköpfe + Regulation, Stimmen und Intonieren?

Wenn jetzt der eine oder andere Händler darin einen weiteren Beweis entdeckt, wie unseriös ein Handwerksbetrieb doch im Vergleich zu einem Händler ist, tut mir das natürlich leid... :)
Jeder kann doch so verfahren wie er will. Ich weiß nur, dass bei anderen Händlern anders kalkuliert wird :)

Auf die sicherlich rhetorisch gemeinte Frage, ob wir "bei PCB" die Ausnahme wären, wenn ich das und das schriebe..., kann ich nur sagen: Falls tatsächlich "jeder" JulianOri vom GB-1 abgeraten hat - was wir nicht wissen, weil wir nicht dabei waren - dann sind wir trotzdem die Ausnahme, ja.
Wenn Du Dir den betreffenden Absatz noch mal genau durchliest, wirst Du erkennen, dass ich mich sehr wohl löblich über Deine Aussage, dass niemand in eurer Firma einen GB-1 als "minderwertig" betrachtet und / oder etwas Derartiges kommuniziert. Ich habe aber angemerkt, dass aufgrund der Tatsache, dass Du das Adjektiv "pappig" in Bezug auf den Klang des GB-1 benutzt hast, man als Kunde, oder als jemand, der sich genau für dieses Instrument interessiert, den Eindruck gewinnen kann, dass es sich um einen "schlechten" Klang handelt, da man "pappig" bestimmt nicht mit einem guten Klang assoziiert.

Und ich möchte noch einmal anmerken und darauf hinweisen, dass es immer darauf ankommt, wie der jeweilige Spieler oder Pianist einen Klang wahrnimmt! Es gibt hier kein "besser" oder "schlechter", sondern nur gefällt einem, oder gefällt einem nicht. Und es gibt tatsächlich Klavierspieler, die den Klang eines GB-1 mögen und ihn keineswegs als "pappig" bezeichnen würden.

Was meinst du damit: ist das irgendein Gesetz oder etwas neues in der Yamaha Vertriebsstruktur? Könnte ich als ganz kleiner Händler zu Yamaha gehen und sagen: ich will auch Yamaha verkaufen, will aber nur 2 Klaviere von euch vorrätig haben?
Nein. Gerade bei Yamaha sind die Auflagen höher geworden. Mindestabnahme, Mindestladengröße, Service, Werkstatt, etc.

Ist es so, daß ausschließlich die Größe des Resonanzbodens für den Klang verantwortlich ist? Ich stelle mir vor, daß da noch viele andere Faktoren eine Rolle spielen (wenn man mal nur vom Resonanzboden ausgeht, also Saiten, Hammerköpfe etc, außer Acht läßt.) Wölbung des Resonanzbodens, Dicke, Verlattung, Holzart und Holzqualität.
Ja, so ist es. Der Klang eines jeden Instrumentes setzt sich aus sehr vielen Komponenten zusammen.
 
Und da die Geschmäcker unterschiedlich sind, hier ein anderer Kommentar eines anderen Händlers aus Deutschland :)

Mit dem resonanten, vollen Klang und Umfang klassischer Flügel sind die Stutzflügel („Baby Grands“) von Yamaha eine hervorragende Wahl für kleinere Räume und Budgets.
Die Ergebnisse des unermüdlichen Strebens von Yamaha nach hervorragendem Klang und Resonanz sind mit dem GB1 K auch zu einem für kleinere Budgets erschwinglichen Preis verfügbar.


Edit:
Und hier eine Meinung eines anderen Händlers:

Mit einem außergewöhnlichen Designkonzept, das von der begehrten C-Serie übernommen wurde, erzeugt der wundervolle GB1 einen herausragenden Klang mit einem umfassenden Dynamikbereich. Und nach einigen kostensparenden Änderungen und erheblichen Verbesserungen von Material und Produktion ist dieses ausdrucksstarke und ungewöhnlich kostengünstige Instrument nun sogar besser denn je.

 
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Hallo nochmal!

Um hier noch einmal mit etwaigen Missverständnissen aufzuräumen:

PCB hat mir gegenüber die Formulierung "minderwertig" in der Tat nicht verwendet sondern mich nur sachlich auf die Defizite des Modells hingewiesen. "Minderwertig" stammt von einem anderen berliner Klavierhaus, bei dem ein Verkäufer ziemlich über den GB-1 hergezogen ist und sich recht unsachlich über das Modell aufgeregt hat.

Hätte ich gewusst, dass hier noch so eine hitzige Debatte entbrennt, hätte ich mich differenzierter ausgedrückt. Dass meine Formulierung Probleme verursacht hat, tut mir leid.

Julian :)
 
Ein Instrument muss immer für den jeweiligen Raum passen. Gerade ein Klavier oder Flügel. Daher kann man keine Pauschalaussagen aussprechen. Die GB 1 Flügel welche ich gespielt habe, waren alle samt in ihrer Qualität sehr gut! Der Ton im Diskant sehr schön perlend! Was will man mehr. Die Verarbeitung perfekt. Die Mechanik ist aus Japan und der Resonanzboden ebenso..daher..ich weiss von Yamaha, das die Instrumente viel mehr wert sind als sie verkauft werden, aber wenn sie den Preis aufstocken, dann kostet ein c3 halt noch mehr ...das kauft dann keiner mehr. Ich spiele ein Sauter Ragazza 122 und habe mir .ist voller Überzeugung noch einen GB 1 gekauft. Ein Traum für das Geld. Und in Indonesien geben sich die Menschen auch Mühe wie in Japan. Weil die Japaner nämlich in Indonesien die Menschen angelernt haben. Ich würde so ein Instrument immer einem gebrauchten Flügel wo ich nicht weiss wo er stand vorziehen. Und für viele Räume ist ein C3 viel zu groß wenn man Nachbarn hat. Ich kenne Pianisten die kaufen sich mit voller Überzeugung Kawai gl 10 weil sie genauso stabile und gute Instrumente sind. Yamaha und Kawai können es sich nicht leisten Schrott zu bauen. Ein Polo ist auch kein Schrott.
 
Hallo @Sauterspieler_HF - willkommen im Musiker-Board.

Auch wenn die konkrete Anfrage nach 12 Jahren vielleicht doch schon beantwortet ist, kann ich über den GB1 auch nur Positives berichten, in meiner Musikschule haben wir einen für den kleinen Konzertsaal angeschafft. Das richtige Instrument am richtigen Ort. Einen C3 besaß ich früher mal privat, der wurde recht schnell ziemlich hart im Klang und musste regelmäßig nachintoniert werden. Das Problem scheint beim GB1 nicht so ausgeprägt zu sein.
 

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