...mal ne ganz blöde Frage zum "Saitengefrickel"

OldRocker
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Hey,
nach über 40 Jahren spielen stellt sich mir ne Frage...zuerst kurz der Hintergrund:
Bin ein "haptischer" Spieler, dh ich latsche mit Blues-Schlamper Handhaltung (Hals in der Handfläche, Daumen oben drüber) irgendwie meine Finger aufs Griffbrett...für Blues/Rock Bescheisser Style von Hendrix bis Purple bisher meist ausreichend, technische Unzulänglichkeiten konnte ich gut durch "eigenen Stil" vertuschen, zumal ich eh frei spiele. Meine Gitarren haben eher hohe Saitenlagen weil ich sehr gerne und oft Saiten ziehe und die mir bei niedriger Saitenlage gerne unter den Fingern wegrutschen.
Nun hab ich om Sommer nen fetten Job bei ner Coverband wo ich nicht so sehr frei agieren kann und gewissen Dingen nicht ausweichen kann.
Erstes Ding: "Don't Stop Believin"...alles soweit kein Problem, das Solo kommt mir als passioniertem Saitenzieher sogar entgegen. Doch da ist dieser schnelle Abwärtslauf am Anfang. Der läuft in zwei Geschwindigkeiten-Levels. Level 1 geht ganz gut, bei Level 2 bemerke ich, dass ich recht gut die ersten drei Töne über die durch den Zeigefinger unten gehaltene H Saite komm, aber dann der Sprung mit dem Mittelfinger auf die leere G Saite zum 4. Ton des Laufs schwierig ist durch die recht hohe Saitenlage der G Saite.
Hab mich vorher mit solchen Dingen nicht beschäftigt (beschäftigen müssen)...

Was sagt ihr: kann man solche "Gitarren- Gefrickel-Läufe" nur mit sehr niedriger Saitenlage spielen?

Gruß,
Bernie
 
kann man solche "Gitarren- Gefrickel-Läufe" nur mit sehr niedriger Saitenlage spielen?
Nein, aber je niedriger die Seitenlage desto einfacher. Da wir hauptsächlich so Zeug spielen, sind meine Gitarren so niedrig eingestellt, wie es nur geht (ca. 1,1-1,6 mm von hoher zu tiefer E-Saite).

der Sprung mit dem Mittelfinger auf die leere G Saite zum 4. Ton des Laufs schwierig ist durch die recht hohe Saitenlage der G Saite.
Wie spielst du den Lauf? Ich spiele den so, alternativ getapt auf der G-Saite:
IMG_3816.jpeg
 
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Naja, an der G Saite hab ich n gutes Stück über 2mm Saitenlage. Die zieh ich oft Richtung untere Griffbrettkante weit hoch und da brauch ich seitlich halt für..
Gut, dass du mir ne Alternative vorschlägst...ich kann nur absolut nix aufgeschriebenes lesen, keine Noten, keine Tabs😁
Ich verteile den auf H und G Saite...werde mal ausprobieren wie ich den auf der G Saite tappen könnte (bin wie gesagt absoluter "Haptiker") und wie das getapped klingt...denn eigentlich braucht der Lauf diese Schreibmaschinen-artigen Pickanschläge im Sound...
 
Zuletzt bearbeitet:
Alternativ kannst das auch komplett auf der H-Saite spielen mit etwas Überstreckung (17 - 16 - 14 - 12) hat den Vorteil dass es ähnlich klingt wie mit dem Original-Fingersatz, Du kannst ja auch hier mit leichtem Palm Mute anfangen und dann im Laufe des Licks das P.M. lösen
 
Nur meine Meinung: Wenn man für sich mehr oder weniger "eigenes Zeug" spielt (darunter fällt für mich auch das Nachspielen von "Bekanntem", aber halt alleine und nicht zwingend identisch) kann man sich seinen eigenen, vielleicht auch stolperhaften Weg auf dem Griffbrett suchen und kurz vor der Fingerverknotung stehen sowie wild herumhopsen, aber mit mehreren gibt es ja schon ein klares und auch einzuhaltendes gemeinsames Ziel (einschließlich Tempo, Takt, Rhythmus - das muss alles zusammenpassen). Um das zu erreichen, muss jeder seinen Part optimal spielen, was auf jeden Fall bei Covern heißt, dass man gut daran tut, sich auch spieltechnisch am Original zu orientieren (und ja, es gibt manchmal mehrere Originalspielweisen!). Man kann sicher darauf vertrauen, dass Profis eine perfektionierte Spieltechnik zur Verfügung haben und auch anwenden.

Mit viel Hintergrundverständnis für Aufbau von Griffbrettern und Stimmungen sowie Klaviaturen kann man schon auch einen optimierten eigenen Weg erarbeiten/finden, aber man muss ja nicht. Ich mach das, wenn ich bewusst Vorlagen mit Änderungen verwende, wie bei Melodie, Harmonie, Stil, Rhythmus.

Mein Fazit ist, dass das Original schon am besten weiß, wie man sein/ihr Stück spielt.
 
Hi @OldRocker
ich würde das auch so spielen:
Wie spielst du den Lauf? Ich spiele den so, alternativ getapt auf der G-Saite:
IMG_3816.jpeg
Mit dem Zeigefinger einen Mini-Baree auf der G und H-Saite und die andere Töne auf der H-Saite mit dem Mittelfinger und auf der G-Saite mit dem Ringfinger angespielt.
Da kommst Du dann nicht in Kalamitäten die leere G-Saite mit dem Mittelfinger herunterdrücken zu müssen.
 
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Bei mir ist es oft so, dass Fingersätze, die ich mir zunächst "langsam" erarbeite und mir logisch und machbar erscheinen, dann ab einem gewissen Tempo einfach nicht mehr funktionieren. Bis dahin hatte ich's dann oft schon "falsch" geübt und muss dann mühsam umlernen. Deshalb spiel ich's jetzt oft auch gleich zu beginn schnell, auch wenn's natürlich schlampig und voller Fehler ist. Aber ich merk dann viel früher, wenn ich auf dem falschen Dampfer unterwegs bin und ein alternativer Fingersatz besser wäre.
 
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...muss ich probieren
 

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