[Gitarre] Epiphone SG Junior Limited Edition Worn Cherry

von Jackpot, 02.03.12.

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  1. Jackpot

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    Erstellt: 02.03.12   #1
    Präludium (welches man bei wenig Zeit auch überspringen kann):
    Nachdem ich im letzten Dezember mit dem Kauf einer Firebird meine Bandausstattung vervollständigt hatte, überkam mich beim Pflegen der nun bestehenden Gitarrensammlung ein Stück Nostalgie: Eigentlich ist meine erste Gitarre (Strat-Kopie) aus dem Einsteigerset seinerzeit (2001) gar nicht so schlecht, und für den Hausgebrauch würde sie in jedem Fall taugen. Wäre da nicht ... richtig, wäre da nicht das abgespielte Bundstäbchen am dritten Bund, das dafür sorgt, dass auf der hohen E-Saite nach dem Fis nurmehr ein Gis als nächsthöherer Ton gespielt werden kann. Das stört mich doch, zugegeben, mittlerweile sehr. So habe ich ein wenig recherchiert, womit man diese alte Gitarre ausstatten könnte, um ein solides Heim- und brauchbares Drittinstrument für die Band zu erhalten, und mich mit neuem (Steg-)Tonabnehmer und einem Bundwechsel auf irgendwas um die 200 Euro eingestellt. Bis ich auf einen Verweis im Onlinekatalog eines Musikalienhändlers ("Verwandte Produkte") gestoßen bin: die Epiphone SG Junior Limited Edition Worn Cherry.
    Lustige Begebenheit am Rande: Bei der Anschaffung einer neuen Gitarre waren SG-Modelle auf meiner Liste in der ersten Runde eigentlich immer führend, am Ende landeten sie allerdings stets auf dem zweiten Platz. So geschehen 2009, als ich im Musikgeschäft recht ausführlich eine Gibson SG in Worn Brown und eine ESP Viper getestet, mir dann aber eine (gebrauchte) Les Paul zugelegt habe. Und auch 2011, als mein ursprünglicher Plan vorsah, mir eine (gebrauchte) Epiphone SG G-400 zu kaufen und ich mit einer nagelneuen Firebird das Geschäft verlassen habe. Zudem hatte ich bereits einige Zeit davor ein halbes Jahr lang in einer Coverband eine (geliehene) Epiphone SG gespielt und mit ihr (in dieser Band) nur unwesentlich weniger Auftritte absolviert als mit meiner Strat-Kopie aus dem Einsteigerset.
    Damit ist nun auch der Ausgangspunkt wieder erreicht: Mit lediglich 88 Euro wäre die hier angebotene SG deutlich günstiger als die Restauration. Aber: Kann denn so eine Gitarre etwas taugen? Vorab sei hier nochmals klargestellt, wofür ich diese Gitarre gekauft habe und wofür nicht. NICHT gekauft habe ich sie als Erstinstrument für eine Band. Sie soll eine (mittlerweile zehn Jahre alte) Strat-Kopie aus einem Starter-Set ersetzen und damit als Einsteiger-Instrument, Heimklampfe sowie (Notfall-)Drittgitarre im Bandkontext herhalten (können).
    Also: Kann sie dafür taugen? 88 Euro sind extrem wenig für eine Gitarre (die Strat-Kopie hat umgerechnet etwa 80 bis 100 Euro mehr gekostet), deswegen war ich auch selbst etwas skeptisch. Allerdings hat die Neugier obsiegt, das Ding landete im Warenkorb und wurde ein paar Tage später postalisch geliefert (gemeinsam übrigens mit dem Wandhalter für die Strat-Kopie). Und weil ich so neugierig war, könnt ihr dieses Review jetzt lesen.

    Ausstattung:
    Die genauen Spezifikationen findet man hier.
    Wo im Vergleich zu anderen SG-Modellen gespart wurde, ist klar: geschraubter Hals, Lindenkorpus, nur ein Tonabnehmer, einteilige Brücke. Das kann man als "puristisch" auslegen und wenn es (in diesem Rahmen) akzeptabel oder sogar gut gemacht ist - warum nicht?
    Dazu ist zu sagen: Als Heimgitarre würde sie sowieso überwiegend ohne Amp gespielt werden und wenn ich ihre Vorgängerin an einen Verstärker angeschlossen hatte, dann war fast ausschließlich der Steg-Pickup in Gebrauch; nur bei verzerrten Sachen auf der Bühne kam wegen des Single-Coil-Brummens der mittlere Tonabnehmer hinzu. Insofern käme die Ausstattung mit nur einem Humbucker an der Brücke dem angestrebten Einsatz-Zweck entgegen. Meine Hoffnung zudem: Statt mehrerer ganz billiger Pickups kommt ja vielleicht ein einziger - im Verhältnis gesehen (!) - höherwertiger Tonabnehmer mit. Zusätzlich fällt damit der bei Epiphone-Gitarren bekannte kritische Faktor Pickup-Wahlschalter weg.
    Die verwendeten Hölzer sind in meinen Augen für das angestrebte Einsatzprofil ohnehin nebensächlich, am richtigen Amp hat selbst die gefühlt aus Press-Span (wahrscheinlich aber auch aus Linde) gefertigte Strat-Kopie ganz ordentlich bis gut geklungen.
    Der geschraubte Hals stört auch nicht weiter, Endlos-Sustain wird nicht erwartet, zumal auch die Strat-Kopie einen geschraubten Hals besitzt.
    Einzig bei der einteiligen Brücke hatte ich gewisse Skrupel, da in der verwendeten Ausführung die Intonation der Saiten nicht einzeln über Saitenreiter eingestellt werden kann. Als entgegenkommend empfinde ich aber die Vorstellung, die Saiten nur durch die Brücke fädeln und dann um sie herumführen zu müssen.

    Verarbeitung und Handhabung:
    Als das Paket ankam, wurde der Karton geöffnet und ... wow. Erstmal: Die Gitarre ist extrem leicht. Nicht mit zuviel Schwung auspacken.
    Dann: Das "Worn Cherry"-Finish sieht mehr "Cherry" als "Worn" aus, vor allem am Korpus. Dem "Worn Cherry" der Firebird gegenübergestellt natürlich kein Vergleich, aber für den Preis sehr ordentlich. Etwas heller als erwartet (und v.a. bedeutend heller als auf den ganzen Bildern, die ich mir im Vorfeld angeschaut hatte), trotzdem sauber verarbeitet, keine Unregelmäßigkeiten und haptisch sehr angenehm. Der Hals ist etwas dunkler mit sehr dunkler, fast schon schwarzer Holz-Maserung, was ich einfach mal auf die unterschiedlichen Hölzer schiebe, die da verwendet wurden (Korpus Linde, Hals Mahagoni). Auf der Halsrückseite ist am dritten Bund auch der "scarf joint" zwischen den beiden Halsteilen erkennbar (aber nur mit dem Auge, zu spüren ist da nichts), der in den englischen Reviews, die ich dazu gelesen habe, immer wieder erwähnt wurde (Kann jemand, der sich besser damit auskennt als ich, vielleicht ein paar Worte beisteuern, um zu erhellen, was es damit auf sich hat? Bei meiner Firebird bspw. befindet der sich an der Kopfplatte kurz vor dem Sattel, während am Hals der Strat-Kopie etwas Vergleichbares nirgendwo erkennbar ist). Der Korpus sieht filigran aus und fühlt sich ebenso an, die abgeschrägten Korpuskanten sind sauber getätigt. Im direkten Vergleich zur Epiphone G-400 laufen die abgeschrägten Korpuskanten spitzer zu (SG Junior von breit nach schmal: ca. 3,5cm - ca. 1,5cm; G-400 von breit nach schmal: ca. 3,5cm - ca. 2,3cm), was die SG Junior etwas schlanker erscheinen lässt.
    Das Griffbrett sieht einladend aus, ein kritischer Blick von der Brücke in Richtung Kopfplatte wie auch umgekehrt und ein sorgfältiges Entlangfahren am Hals verraten, dass kein einziges Bundstäbchen übersteht. Allerdings: Die Bundstäbchen sind im Vergleich zu (meinen) anderen Gitarren an den Außenseiten steiler (also: der Feilwinkel ist größer als 45°). Mich stört das nicht, es schmerzt auch nicht, man spürt es eben nur beim Spielen. Auffällig ist weiterhin, dass anscheinend mit aller Gewalt ein 22. Bund integriert wurde: Das Griffbrett ist länger als der Hals, d.h. der letzte Bund schwebt über dem Korpus bzw. Schlagbrett. Der Hals an sich ist angenehm geschnitzt und hat in etwa das Profil, das man auch bei einer G-400 vorfindet. Einzig das Spielen auf höheren Bünden (> 15. Bund) erscheint mir etwas schwerfällig, da sich hier der (geschraubte) Übergang zum Korpus befindet.
    Die einteilige Brücke wirkt stabil und hat sogar zwei Justierschrauben, die funktional die einzelnen Saitenreiter ersetzen soll und mit denen die Brücke insgesamt verschoben werden kann.
    Die Mechaniken auf der anderen Seite (in beiderlei Wortsinn) wirken auf den ersten Blick etwas billig. Da wurde, im Gegensatz zum Rest, auch optisch gespart, es sieht nach gestanztem Blech bzw. je nach Blickwinkel auch dicker Alufolie aus. Trotzdem erfüllen sie ihren Zweck, sind tatsächlich recht stabil, nicht schwergängig und es gibt auch keine Sprünge beim Stimmen, wie ich das schon bei günstigen Gitarren erlebt habe (was natürlich auch an der Saitenwicklung und vor allem am Sattel liegen kann).
    Der Humbucker kommt mit einer Fassung, hat keine Kappe und sitzt recht fest. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Out of the box war die Gitarre natürlich nicht gestimmt. Das erste Stimmen verlief - trotz der billig aussehenden Mechaniken - richtig gut. Keinerlei Überraschungen und eingestellt war die SG auch noch sehr brauchbar: Die Saitenlage sah weder zu hoch noch zu tief aus, auch wenn ich sie für die verwendeten Saiten (meiner Einschätzung nach 10er-Saiten) in Standard-Stimmung zwar als brauchbar, jedoch nicht als das Optimum empfunden habe. Einen Ganzton heruntergestimmt passt die Saitenlage aufgrund des weicheren Spielgefühls für mich aber sehr gut (was mit 9er-Saiten in Standardstimmung wohl ebenfalls der Fall sein dürfte). Stimmstabil ist sie auch noch, d.h. zwei oder drei Tage im Ständer hält die Stimmung, länger habe ich es bisher noch nicht probiert. Nach dem Transport im Gigbag muss man sie - wie alle Gitarren mit normalen Mechaniken, die ich bisher gespielt habe - freilich neu stimmen, da sich die Wirbel durch Berührung im (weichen) Gigbag halt doch drehen.
    "Dead spots" konnte ich mit normalem Spiel keine finden, allerdings klingt das Flageolett über dem 12. Bund der tiefen E-Saite etwas leiser als über anderen Saiten und Bünden.

    Ein großes Thema bei SG-Gitarren (meines Wissens v.a. bei der Epiphone G-400) ist die Kopflastigkeit. Die ist bei der SG Junior Ltded auch gegeben, aber in weitaus geringerem Maße: Meiner Erfahrung nach sinkt der Kopf bei der G-400 ganz bis zum Boden, während er bei der SG Junior nur so lange sinkt, bis die Gitarre einigermaßen parallel zum Boden am Gurt, also etwa "in Waage" hängt (Grundlage für den Vergleich ist die Aufhängung am Nylongurt; man soll jedoch die Kopflastigkeit mit einem breiten Ledergurt mehr oder weniger ausgleichen können, wie mir mal gesagt wurde). Meiner Einschätzung nach liegt das vor allem am geringeren Gewicht. In jedem Fall hängt diese Gitarre sehr schön vor dem Oberkörper und fühlt sich agiler an als die Gibson SG oder ESP Viper, die mir seinerzeit vor allem im Vergleich zur G-400 beide etwas schwerfällig vorkamen.
    Stichwort "hängen": Der zweite Gurtpin befindet sich auf der Korpusrückseite, genauer auf der Halsplatte, vom Spieler aus gesehen ist er an deren linker oberer Schraube angebracht. Ein eventuelles Nachrüsten von Security Locks könnte daher problematisch werden.

    Ein besonderer Punkt in Sachen Handhabung, der mir aufgrund der einteiligen Brücke aufgefallen ist: Beim Spielen mit langen, nicht hauteng sitzenden Ärmeln, vor allem im Sitzen, verfängt sich der Ärmel je nach Position der rechten Hand in der oberen Saitenreiter-Ersatz-Justierschraube. Da ich die Saiten eher in Richtung Hals anschlage und vorzugsweise mit kurzen Ärmeln spiele, fällt das bei mir kaum ins Gewicht. Wer aber nah an der Brücke spielt, sollte meines Erachtens unbedingt testen, ob das für ihn ein Problem darstellen könnte.

    Die Elektronik funktioniert einwandfrei: Die Potis laufen rund, sie kratzen und schleifen nicht; die Tonkontrolle nimmt Höhen weg, ohne dass es extrem (!) muffig wird, der Volume-Regler läßt (im Gegensatz zu den Potis anderer günstiger Gitarren, die ich schon in der Hand hatte) bei 0 tatsächlich kein Signal durch und regelt sehr ordentlich. Soweit mein ungeschulter Blick ins Elektronikfach etwas taugt, scheint auch die Verkabelung ganz ordentlich zu sein. Die wenigen Kabel, die sich im Fach befinden, machen zumindest einen aufgeräumten Eindruck.

    Sound:
    Den Sound einer Gitarre zu beschreiben, ist - wie auch hier immer wieder dargestellt - ein recht schwieriges Unterfangen. Dem schließe ich mich an. Mehr noch, da es gerade ohne Amp meiner Erfahrung nach hauptsächlich die Finger sind, die bestimmen, wie eine (brauchbare) Gitarre klingt. Insofern würde ich sagen, dass diese Gitarre nur dann nach Angus Young klingen wird, wenn er sie persönlich spielt. Andererseits aber: Wenn ich sie ohne Verstärker spiele, dann klingt sie tatsächlich nach mir.
    Eigenheiten im (unverstärkten) Vergleich zu anderen Gitarren bestehen darin, dass sie allgemein weniger nach Holz, sondern mehr nach Metall klingt und dazu etwas kantiger daherkommt bzw. weniger Klarheit und Wärme transportiert als bspw. die Epiphone G-400, die im direkten Vergleich um einiges cremiger wirkt. Im Gesamtklang setzen sich eher die beiden tiefen Saiten sowie, im Vergleich etwas nachgeordnet, die hohe E-Saite durch, während die mittleren Saiten da eher zurückstehen und meines Erachtens nicht ganz so präsent sind. Bei offenen Akkorden fällt das nicht so auf, bei Bareegriffen in höheren Lagen wird es eher deutlich. Dass sie ohne Verstärker leiser ist und weniger Nachdruck besitzt als andere, sprich: teurere (und schwerere) Gitarren, stellt - so glaube ich - keine Überraschung dar. Rezensionsgeschichten dahingehend, dass sie "besser" klinge als eine G-400 oder gar Gibson SG (zwei oder dreimal beim Suchen im Internet gelesen), kann ich nicht nachvollziehen geschweige denn bestätigen. Sie verrichtet ein solides Werk, aber der Aha-Effekt bezüglich einer speziellen Klangfarbe, den ich seinerzeit auf der G-400 hatte (wie auch auf den Gitarren, die ich mir bisher gekauft habe), blieb aus. Aber auch das sehe ich nicht als Wunder an.
    Am Verstärker leistet die Gitarre ebenfalls einen ordentlichen bis ganz brauchbaren Job. Der Humbucker rauscht ein kleines bisschen im Leerlauf, aber das hält sich im tolerierbaren Rahmen: Im Proberaum fällt es gar nicht auf, beim Üben im Zimmer nur sehr leicht. Klanglich transportiert der Tonabnehmer eher die hohen Mitten und Höhen, d.h. am Amp müssen v.a. Bässe nachgeregelt werden, um ein ausgewogenes Ergebnis zu erhalten. Verzerrt treibt sich die Humbucker etwas in der Nähe von "Luftballon" herum, extrem viel Gain ist nicht unbedingt zu empfehlen (maximal 3 Uhr beim Boss DS-2 im Lead-Modus).
    Für eine Band durchaus brauchbar, hat die Gitarre in Sachen Sound aber eine eklatante Schwäche: Es steht eben nur ein Tonabnehmer zur Verfügung. Das beschränkt die klanglichen Möglichkeiten auf den gelieferten Sound, auch wenn man mit Lautstärke- und Ton-Knopf ein ganz kleines bisschen Abwechslung hineinbringen kann.

    Fazit:
    Entweder habe ich mit diesem Exemplar ganz großes Glück gehabt (wie auch gefühlte 90% der Leute, von denen ich bisher Erfahrungsberichte im WWW lesen konnte) oder aber man bekommt hier für 88 Euro einen echten Schatz. Im Vergleich zu anderen Gitarren, die mehr kosten, merkt man beim Spielen freilich den Qualitätsunterschied: Die G-400 läßt sich z.B. etwas geschmeidiger bespielen und kommt dem Spieler in der Hinsicht auch mehr entgegen. Allerdings hat die SG Junior Ltd. Ed. meine Erwartungen mehr als übertroffen. Als Gitarre für daheim ist sie in jedem Fall tauglich, zum gemütlichen Üben vor dem Fernseher oder Computer oder zum Ausprobieren von Ideen und dergleichen ebenso.
    Inwiefern sie eine Option für Anfänger und Einsteiger darstellt, muss man meines Erachtens nach differenziert betrachten. Ein Einsteiger, der einfach Gitarre lernen will und deshalb lediglich ein Instrument anschaffen möchte, findet hier ein solides Brett, auf dem man definitiv Spielspaß finden kann. Im Vergleich zu typischen Einsteigergitarren wie einer Yamaha Pacifica sind die klanglichen Möglichkeiten natürlich begrenzt; der eine Steg-Humbucker klingt halt nur so, wie er klingt, eine Umschaltmöglichkeit gibt es nicht. Und vorsichtshalber würde ich auch dazu raten, im Bekanntenkreis jemanden zu suchen, der das Ding im Notfall einstellen kann. Mit dem im Hinterkopf täte ich aber tatsächlich eine Kaufempfehlung aussprechen (kombiniert mit dem Micro Cube hätte man ein in meinen Augen sehr brauchbares Einsteigerset für ganz knapp unter 200 Euro). Meiner Einschätzung nach taugt sie auch für erste Gehversuche in einer Band (für eine Schul- oder Abiband sollte sie locker ausreichen, zumindest ich wäre seinerzeit auch mit dieser Gitarre gut bedient gewesen); bei steigenden Ambitionen sollte allerdings ein höherwertiges Instrument als Haupt-Gitarre angeschafft werden.
    Handelt es sich jedoch um einen Anfänger oder Einsteiger, der ganz gezielt ein SG-Modell sucht, dann würde ich vom Kauf abraten. In so einem Fall empfinde ich es als sinnvoller, die 88 Euro ins Sparschwein für eine Epiphone SG G-400 zu werfen: Die kann mehr, klingt besser (holziger und durch zwei Tonabnehmer auch vielseitiger), hat das edlere Finish und ist auch für den ambitionierten Bandeinsatz geeignet.
    Im Proberaum fügt sich die SG Junior Ltd. Ed. ganz gut ein, wenngleich mit den genannten Abstrichen in Sachen klanglicher Vielfalt. Als Drittgitarre für mich in der Band ist sie jedenfalls dabei.
     
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  2. jf.alex

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    Erstellt: 02.03.12   #2
    Schönes Review. :)

    Alex
     
  3. stonarocka

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