Marke t.bone: gut oder schlecht?

von firenze, 12.10.06.

  1. firenze

    firenze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.06   #1
    Hallo
    Ich habe vor in der nächsten Zeit mir ein Mikrofon von t.bone zuzulegen (t.bone gm-55),
    da ich eigentlich eher Instrumente spiele und weniger singe und gleichzeitig nur wenig
    Geld in der Tasche habe. Allerdings ist die Marke in diesem Forum sehr verrufen. Ich würde gerne wissen, ob alle die Marke für schlecht halten oder andere Erfahrungen gesammelt haben.
     
  2. madeye

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    Erstellt: 12.10.06   #2
    du musst das so sehen:

    es sind hier wirklich viele erfahrene experten dabei, die das teilweise auch beruflich machen (tontechnik, veranstaltungen, usw.).

    dadurch, dass sie mit profi-equipment arbeiten, werden sie dir nie ein billig-mic empfehlen, was nicht heißen muss, dass dieses für deine zwecke nicht ausreichen kann.

    hab die erfahrung kürzlich selbst gemacht:

    selbsgemachte aufnahmen im proberaum mit 2 absoluten billigmikros, einem günstigen markenmikro und einem teuren markenmikro.

    mit den billig-mikros haben wir die drums abgenommen und es ist gar nicht mal so schlecht geworden.

    also, ohne das genannte mikro zu kennen, kann es durchaus sein, dass es für gelegentliches singen vollkommen ausreicht.

    außerdem kannste es ja innerhalb von 2 wochen zurückschicken, wenns dir nicht gefallen sollte, vorausgesetzt du bestellst im internet.
     
  3. Guitar-Chris

    Guitar-Chris Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.06   #3
    Hallo!

    Wie mein Vorredner schon sagte: Das kann man nicht generell sagen. Unter der "Marke" t.bone werden als Hausmarke sehr unterschiedliche Mikros vertrieben. Ich selbst habe davon ein Mikro zur Ampabnahme und war damit garnicht zufrieden (topfiger Klang, Neigung zu Rückkopplung).

    Dann hat unser Schlagzeuger ein Mikrofonset zur Schlagzeugabnahm und das klingt wirklich klasse.

    Also: Es kommt nicht auf die Marke an, sondern darauf, welches genaue Mic du nutzt. Bist du damit zufrieden ist es gut.

    Profis haben nicht die Zeit ständg neue Mirkros zu testen und nutzen deswegen bewährtes. Abr es gibt auch gute Geräte abseits dieser bewährten Modelle.
     
  4. Basselch

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    Erstellt: 18.11.06   #4
    Hallo,

    das ist wie eine Frage an Radio Eriwan: "Im Prinzip ja, aber...". Hier meine konkreten Erfahrungen: Besitze selbst eher durch Zufall vier t-bone MB55 und durch nicht ganz so viel Zufall 5 GZ400 (Grenzflächen).
    MB55: Einfaches dynamisches Mic mit Schalter. Jedem Tonmensch allein schon dadurch ein Greuel... der alberne Gummiring in türkisblau rund um den Korb geht spätestens nach dem dritten Einsatz flöten. Das waren die "Miesen". Die Überraschung an dem Teil ist der recht gute Klang, geht durchaus etwas in Richtung des Shure SM57. Die Fama sagte, das MB55 sei eine China-Kopie des SM57, was jedoch einwandfrei nicht stimmt. Der Leadsänger meiner früheren Band, stimmlich eher eine "Röhre", war sehr überrascht vom Klang des MB55 und befand, es passe gut zu seiner Stimme. Sicher ist auf diesem Sektor die Legende SM58 (sooo legendär ja eigentlich auch nicht...) nicht ohne weiteres zu schlagen, vor allem nicht vom MB55. Es ist jedoch recht rückkopplungsarm und mit 17,90 € kompromisslos günstig. Der naturgemäß nicht so hochlaufende Frequenzgang paßt auch gut dazu, die Dinger für Toms einzusetzen, was ich schon mit recht gutem Erfolg versucht habe. Auch vor dem Gitarrenamp ein dem Sennheiser E609 beinahe gleichwertiger Konkurrent, je nach Sound des Gitarristen. Mein Fazit: Nicht so robust wie hochpreisige Konkurrenten, aber im Klang nicht um bis zu über 100 € schlechter. Könnte bei Nachwuchsbands durchaus ein "Startermikrofon" sein.
    Zum GZ400: Erinnert optisch verdammt an das analoge Teil von Shure, dessen Bezeichnung mir leider im Moment entfallen ist. Dieses liegt jedoch über 200 €, das GZ400 bei 49,50 €. Eines habe ich mal zum Versuchen gekauft und war nach dem ersten Einsatz gleich überzeugt. Meine GZ400 sind regelmäßig im Einsatz, wenn ich einen Chor live recorden muß und noch Stützmics direkt in den Stimmgruppen brauche. Frequenzgangmäßig keine Probleme! Robust sind sie auch, beim letzten Job sind mir die Sänger gleich reihenweise über die Mics gelaufen, da sie sie trotz weißer Gaffa-Markierungen nicht gesehen haben - nichts passiert! Fazit: Sicherlich wird es noch besser klingende Grenzflächen geben, aber den Mehrpreis sind mir diese zur Zeit nicht wert - ich bleibe bei den GZ400.
    Andere t-bone-Mics habe ich noch nicht unter der Hand gehabt. Kann mir aber gut vorstellen, ebenso wie Guitar-Chris, daß es bei t-bone sowohl Schnäppchen wie auch Totalausfälle gibt.

    Viele Grüße
    Klaus
     
  5. Guitar-Chris

    Guitar-Chris Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.06   #5
    Also ein Vergleich des MB55 mit dem SM57 kann ich gar nicht nachvollziehen.

    Die beiden Mikrofone
    - sehen optisch völlig verschieden aus,
    - haben vom Frequenzgang wenig gemeinsam und
    - klingen deshalb auch tatsächlich absolut verschieden.

    Wenn man es jetzt mit dem SM58 veglichen hätte ok, aber mit dem SM57? Das SM57 betont weit stärker den obereen Mittenbereich. Während das MB55 relativ neutral bleibt.

    Das MB55 halte ich übrigens wirklich für ein billiges und dennoch gutes Einsteigermikro. Nur die Dämpfung egegen Griffgeräusche ist schlecht. Aber wenn man es z.B. als Gitarrist benutzt und es eh immer im Ständer bleibt, ist das relativ egal.

    Ach ja: Was ist die Fama?
     
  6. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 19.11.06   #6
    Hallo, Christian,

    bitte entschuldige mein hier hereingerutschtes Latein - "die Fama sagt" heißt auf hochdeutsch das gleiche wie "das Gerücht/die Gerüchte sagen".
    Im Test bei mir war das MB55 tatsächlich näher am gleichzeitig ausprobierten SM57 als am 58er - was mich damals auch überrascht hatte...

    Viele Grüße
    Klaus
     
  7. Guitar-Chris

    Guitar-Chris Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.06   #7
    In der Tat. Das optisch ähnlich zum SM57 konstruierte MB75 habe ich selbst. Und das ist eher ein nicht so gutes Teil aus der t-bone Serie. Jedenfalls die beiden Exemplare die ich hier habe (hatte).
     
  8. Boerx

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    Erstellt: 20.11.06   #8
    Ich kann insbesondere das Shure Beta52 und die Kopie von T.Bone direkt vergleichen und nur sagen, das dazwischen Welten liegen.

    aus dem T-Bone Ding kommt einfach nur Matsch raus. Da bist du mit den EQs ewig am Kurbeln um ihm ein bisschen Punch und Druck zu entlocken
     
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