Martin Dreadnaught

von Hind, 14.11.05.

  1. Hind

    Hind Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.11.05   #1
    Hallo Leute,

    ich spiele mit dem Gedanken mir eine Martin Dreadnaught-Gitarre zuzulegen. Aber es gibt es in der OOO-Serie von der Martin ein paar verschiedene Varianten, die ich nicht so recht einzuschätzen vermag. Wer kann mir helfen und die Vor- und Nachteile von 15er, 16er und den anderen Serien mal grob aufzählen. Hab nämlich zwar bereits einige Martins Probegespielt, aber nie konkret darauf geachtet zwischen den verschiedenen Modellreihen zu unterscheiden.

    Also: Korpus soll OOO-Form haben, den Rest sollt ihr mir erklären. Musikstil ist akustischer Zupf- und Slide-Blues. Meine Preisvorstellung bewegt sich bis ca. 1500 Euro. Danke für eure Hilfe im voraus.

    -Hind
     
  2. MAI

    MAI HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 18.11.05   #2
    Hallo !
    Als erstes: Dreadnought und 000 sind zwei verschiedene Gitarrenformen. Die Dreadnought ist um einiges größer und gilt als die klassische Westerngitarre ( ich hasse den Begriff ), man spielt sie gewöhnlich mit Plektron und man spielt Akkorde. Das ist ihre Stärke. Sie ist durchsetzungsfähig und laut und hat im Fall von Martin einen prägnanten Bassanteil, der vielen vielleicht etwas zu basslastig ist. Die Höhen sind wohldefiniert, man muß die hohen Seiten jedoch etwas bewußter anschlagen. Die Dreadnought läßt aber auch ein gutes Fingerpicking zu. Die 000 ist eine klassische Fingerpicker Gitarre, sie ist etwas filigraner in Größe und auch im Sond eher leiser wie die Dread. Hat aber alles in Allem einen etwas ausgewogeneren Klang mit weniger Basslast. Läßt aber im Spiel lebendigere Nuancen zu und ist durch die Hals und Griffbrettform etwas besser für Fingerpicking geeignet. Letztendlich ist es Geschmackssache, welche einem besser liegt.
    Zu den Bezeichnungen:
    Die Martins sind mit Ziffern bezeichnet, die die Ausstattungsvarianten bezeichnen, je höher die Zahl, desto besser ausgestattet, teurer, bessere Hölzer: die Ziffer 28 bezeichnet i. A. das Standard -Modell ( wobei ein Martin Standard für viele andere Hersteller wohl ein Custom Modell darstellt ) In dem Fall bedeutet das massive Fichtendecke, massive Palisander Zargen und Boden und einige Bindings. Die Tonholzqualität ist bei Martin ( ab der 16er ) hervorragend. Die 16er Serie ist meines Wissens auch vollmassiv und unterscheidet sich nur in den Verzierungen und etwas weniger qualitative Hölzer ( kaum ein Unterschied ). Ich will dir unbedingt eine vollmassive Martin ans Herz legen, da die günstigeren Modelle Preis / Leistungsmäßig nicht so überragend sind. Da bist du bei anderen Herstellern besser aufgehoben.
    Teste am besten Mal die D-16, D-28, HD-28, 000- 28 , 000- 16.
    Auch die 15er Reihe ist ganz interessant, sie ist allerdings massiv Mahagoni und klingt daher etwas anders. Wichtig ist, wenn Martin, dann eine vollmassive
     
  3. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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  4. Hind

    Hind Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.05   #4
    Vielen Dank an Ray und besonders an MeinAnderesIch:

    So eine kleine Einführung wollt eich gern bekommen. Hat mir sehr geholfen. Die 16er Serie dürfte für meine Ansprüche genau richtig sein - Fingerpicking-Blues-Gitarre mit vertretbarem Preis-/Leistungsverhältnis. Eine vollmassive Martin soll es nämlich schon sein, selbst wenn laminierte Martins wohl gar nicht mal so übel sein sollen.

    Gibt es überhaupt eine P/L-mäßig akzeptable Lösung um z.B. die Preamp-freie OOO-Gitarre der 16er Serie abzunehmen? Mikro oder Schalllochpickup? Ich weiß, da gibt es hunderte von Varianten, aber welche verfälscht den Martin-Sound nicht?

    Und noch eine Frage: Sind die neuen Blueridge-Gitarren eine schte Alternative zu Martins? In amerikanischen Gitarrenzeitschriften werden die ja z.T. über den Klee gelobt.

    Ciao!

    -Hind
     
  5. MAI

    MAI HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 19.11.05   #5
    Also, ein magnetischer Tonabnehmer färbt Dir den Ton der Akustikgitarre schon etwas, je nachdem wieviel du ausgeben willst. Es gibt schon gute Schalloch- Tonabnehmer, z.B. von Seymor Duncan usw., jedoch kosten die auch entsprechend. Vorteil ist natürlich, daß du die Gitarre ähnlich einer E- Git auch anzerren kannst ( gemäßigt nur, sonst gibts Feedback ) siehe Nirvana Unplugged: The Man Who Sold The World.
    Am Authentischten bekommst Du die Akustik mit Mikrophonabnahme. Ich benutz dafür z.B. das Rode NT1a für ca. 200 €, es geht aber mit gleicher Qualität auch schon wesentlich billiger. Mikro wär für mich die erste Wahl.
    Also die Marin 000- 16 wär glaub ich ne großartige Wahl, da zur größeren Schwester 000- 28 wirklich nicht die Welt fehlt. Du könntest optional auch einen Piezo- Tonabnehmer ( gibts auch von Martin) einbauen lassen. Der Vorteil ist, daß Du Deine Gitarre nicht verschandeln mußt, weil er einfach unter der Brücke angebracht wird und als Klinkenbuchse der hintere Gurthalter durch eine Gurthalter- Klinkenbuchsekombination ausgetauscht wird. Sieht dann aus wie ne reine Akustik ohne Plastik und Elektronik, Du kannst sie jedoch auch ins Mischpult einstöpseln und verstärkt spielen.
     
  6. Hind

    Hind Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.05   #6
    Vielen Dank für die Infos. Dann spare ich mal! *g*
     
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