"matched pair / abgestimmtes Paar" Overheadmics - wirklich wichtig oder Geldmacherei?

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Joaccounter
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Oben beschriebenes würde ich gerne wissen weil ich mir zwei Overheads besorgen möchte, aber warscheinlich nicht beide auf einmal bezahlen kann. Ich selber denke das es keinen Unterschied macht ob einzeln gekauft oder im "matched Pair" , wollte aber noch die Expertenmeinung einholen...
 
Basselch
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Hallo,

wenn Du nicht wirklich auf's letzte Bißchen Gleichlauf zwischen beiden Mikrofonen angewiesen bist, kannst Du heutzutage meistens auch ruhig "nacheinander" kaufen. Eigene Erfahrung: Mein gematchtes Pärchen Oktava liegt aufgrund doch einiger Toleranzen eigentlich in einem Bereich, wo ich nicht mehr von "gematcht" sprechen würde (ist allerdings auch schon etliche Jahre alt, da könnte sich die Endkontrolle doch deutlich verbessert haben). Dennoch kann ich gut damit arbeiten...

Viele Grüße
Klaus
 
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Hochwertige Mikrofone haben meist so enge Toleranzen, dass ein Matchen nicht nötig ist. Da sind die unabhängig voneinander gekauften Mikrofone oft näher beieinander als so genannte matched Pairs von Billigherstellern.

Fazit:
Je billiger das Mikrofon, desto mehr bringt es ein matched Pair zu kaufen.
 
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JoJoAction
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Hallo,

ich habe mir ebenfalls die gleiche Frage gestellt und habe mal bei AKG nachgefragt, bei mir geht es um ein Stereoset der c214.

In der Antwort-Mail bekam ich folgende Info:

"Wenn Sie also später nach dem ersten ein zweites Modell gleichen Typs erwerben gibt es 3 Möglichkeiten:
1. beide sind so nah beieinander wie es bei einem selektierten Stereopärchen der Fall ist
2. beide weichen wenig voneinander ab und würden immer noch akzeptabel als Stereo-Set funktionieren
3. beide weichen in entgegengesetzte Richtung voneinander ab was im Endergebnis schon zu Beeinträchtigungen für den Stereobetrieb führt.
Es ist also eher Zufall welche Variante bei nachträglichem Zukauf eintritt."

Damit kommt zwar auch nicht wirklich weiter, ich wollte es aber wenigstens hier rein schreiben, falls noch jemand an der Problematik interessiert ist.
 
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Hm, das klingt so, als ob AKG damit zugibt, dass es doch erhebliche Qualitätsschwankungen beim c214 gibt...
 
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Hm, das klingt so, als ob AKG damit zugibt, dass es doch erhebliche Qualitätsschwankungen beim c214 gibt...
Ich denke, AKG beschreibt lediglich die industrielle alltägliche Realität.
Fertigungstoleranzen gibt's bei jedem Produkt .. :-(
 
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Naja, Neumann, Schoeps, DPA usw. bieten keine matched pairs an, weil die Toleranzen halt recht klein sind.
 
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Naja, Neumann, Schoeps, DPA usw. bieten keine matched pairs an, weil die Toleranzen halt recht klein sind.
Schoeps tuts, Zitat von der Schoeps Seite:

"Auch wenn die Fertigungstoleranzen gering sind, können Mikrofonkapseln gleichen Typs - gegen Aufpreis - gepaart geliefert werden."
 
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Das kommt darauf an ...

Die größten Abweichungen finden sich üblicherweise im Diffusschall-Frequenzgang (also dem Schall, der mehr oder weniger seitlich oder von hinten kommt). Solche hochwertigen Mikros wie das C214 sollten auch ungematched für den von vorn auftreffenden Schall (axial zur Membran) vergleichsweise eng beieinander liegende Frequenzgänge haben. Als Gromßmembran ist sein Diffusschall-Frequenzgang aber ohnedies typischerweise recht "zerklüftet" (da sind Kleinmemnbran-Mikros konstruktionsbedingt ausgeglichener).
Wenn man das Mikro als Stereo-Hauptmikrofon-Paar etwas entfernter von der Schallquelle aufstellt, wenn man also z.B. ein Orchester aufnimmt, dann ist der Diffusschallanteil (Raum) natürlich größer, als wenn das Miko dicht an der Schallquelle steht (z.B. als "Stütze").
In ersterem Fall dürften sich die Unterschiede im Frequenzgang eher bemerkbar machen, im zweiten Fall spielen sie eher keine Rolle. Schon gar nicht, wenn es sich nicht um eine Stereo-Anordnung, sondern um einzeln platzierte Mikrofone handelt.

Dann kommt es auf die Mikrofonanordnung selber an. Je dichter die Mikrofone in der Stereo-Anordnung beisammen stehen, desto mehr machen sich (möglicherweise) wieder die Unterschiede bemerkbar, z.B. bei X-Y-Koinzidenzmikrofonie. Je mehr es in Richtung A-B-Mikrofonie geht, die Mikros also immer weiter entfernt stehen, desto unbedeutender sollten die Unterschiede werden, da die Mikros sowieso einen immer individueller werdenden, d.h. immer weniger korrelierenden Klang "hören".

In vielen Fällen dürfte die Diskussion darüber aber wohl eher theoretisch, messtechnisch und kategorisch sein, da man den Effekt praktisch oft nicht hört. Zumindest bei Mikrofonen dieser hochwertigen Kategorie nicht . Als Stereo-Hauptmikrofon für Orchester etc. in halligen Räumen würde ich das C214 eher nicht einsetzen. Andererseits habe ich erst vor kurzem 2 C414 in A-B-Anordnung für eine Kirchenorgel-Aufnahme benutzt - mit bestem klanglichen Ergebnis.

Gruß, Jürgen
 
Basselch
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Hallo, Jürgen,

Als Stereo-Hauptmikrofon für Orchester etc. in halligen Räumen würde ich das C214 eher nicht einsetzen. Andererseits habe ich erst vor kurzem 2 C414 in A-B-Anordnung für eine Kirchenorgel-Aufnahme benutzt - mit bestem klanglichen Ergebnis.

...na, zwischen dem C214 und C414 liegen aber auch Welten... ;) Ansonsten bin ich, was die Praxisauswirkungen betrifft, im wesentlichen Deiner Ansicht (siehe auch der Post #2). Meine leicht auseianderliegenden Oktavas haben mir damals bei diversen live-Mitschnitten keinen besonderen Kummer gemacht, in diesem Anwendungsfall liegen die Probleme ja eh meist noch woanders.

Viele Grüße
Klaus
 
topo
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Ich habe die Fertigung von Mikros bei Sennheiser/Neumann in Wedemark und auch bei dpa in Kopenhagen gesehen. Die entsprechenden Testverfahren während der Produktion lassen nur eine sehr geringe Streuung zu. Da wird jede Kapsel und jedes Mikro einzeln getestet. Was eine zu große Streuung hat fliegt raus.

Siehe z.B. hier bei dpa.


Topo :cool:
 
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Hallo, Jürgen,

...na, zwischen dem C214 und C414 liegen aber auch Welten... ;) Ansonsten bin ich, was die Praxisauswirkungen betrifft, im wesentlichen Deiner Ansicht (siehe auch der Post #2). Meine leicht auseianderliegenden Oktavas haben mir damals bei diversen live-Mitschnitten keinen besonderen Kummer gemacht, in diesem Anwendungsfall liegen die Probleme ja eh meist noch woanders.

Viele Grüße
Klaus


Ein Paar C214 habe ich auch und ich würde jetzt nicht sagen, daß der Abstand zum C414 Welten beträgt. Das C214 ist schon auch sehr gut.
Oktavas habe ich auch und besonders bei denen finde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich hervorragend!
Als Stereo-Hauptmikrofone nutze ich normalerweise 2 KM184 (die ich im übrigen auch nicht gematched, sondern einzeln gekauft hatte). Aber wenn ich nur zwei C214, 2 Oktavas oder 2 der von mir ebenfalls sehr geschätzten AKG C391b hätte, würde ich mit denen sowieso alles machen. Die liegen alle auf einem Niveau bei dem man sehr gute Ergebnisse erzielen kann, gematched oder nicht.

Und wie Du auch schreibst, liegen die Probleme in der Praxis ohnehin nicht in wenigen dB Abweichungen im Frequenzgang der Mikros, sondern ganz woanders (Raumakustik, Aufstellmöglichkeiten der Mikros, Ausführende, ...).

Gruß, Jürgen
 
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Was meinen die eigentlich beim C214 mit der "patentierten AKG Back Plate Technologie"? Klingt irgenwie wie "Back Electret".
 
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Wenn du die Mikrofone "nur" als OHs benutzen wirst: NEIN.

Wenn du esoterische Akustikaufnahmen machen möchtest und dir dazu das passende Kopfkino wichtig erscheint: nimm ein "matched pair".

Ich habe ein matched pair Oktava MK012 (hab dafür mal ne digitale SLR Ausrüstung verkauft, weil ich dachte ich müsste sowas haben) und noch ein MK012 extra. 2xOH, 1xHiHat.
Ich höre da keinen Unterschied. Wie auch, wenn unterschiedliche Trommeln und Cymbals damit links/rechts abgenommen werden?

Grüsse Jörg
 
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Ja, Neumann verkauft ihre Mikros auch paarweise. Also zwei Stück in einer Schachtel. Und?

Ein "matched pair" hiesse, dass man unter vielen Mikrofonen immer zwei aussucht, deren Kennenlinien besonders nah beieinander sind. Das ist was anderes.
 
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G
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Kann es sein, daß hier jemand "mached pair" mit Stereopaar gleichgesetzt hat? Mir fehlt nämlich bei den Angeboten oben das Zertifikat :nix:

Neumann kennt auf seiner HP offenbar den Begriff "matched pair" nicht, jedenfalls hab ich ihn nicht finden können. Statt dessen aber ist zu lesen:

Mittlerweile auch in attraktiven Stereo-Sets erhältlich.

Was nichts anderes bedeutet, als daß sich zwei dieser präzisen Mikrofone in einem Köfferchen aufhalten :) Das Stereoset ist günstiger als zwei Einzelmikros, ich kenne es nur so, daß das Mached Pair teurer als 2 einzelne ist, da ja der erhöhte Meßaufwand, die Selektierung und das Zertifikat hinzukommen...
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Oh, zu lange nach Begründungen und Beweisen gesucht... :D
 
primelinus
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ähm... das sollte als bestätigung gedacht sein. steht ja auch dran, stereoset.
 
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Na, dann ist es aber wirklich nicht das gleiche wie ein c414.
 

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