Meine 2 Probleme nach 2 Jahren des Spielens

von midnight, 12.09.07.

  1. midnight

    midnight Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.07   #1
    Hi!

    Nach nun 2 Jahren E-Gitarre inkl Unterricht hab ich noch 2 Probleme, die sehr vordergründig sind. (Von anderen Dingen abgesehen, die natürlich auch nicht toll sind, aber nach diesem Zeitraum auch nicht unbedingt zu erwarten, wie z.b. tolles Vibratospiel o.ä.)

    Das eine ist das Dämpfen, was gerade im verzerrten Spiel sehr unangenehm auffällt. Laut Lehrer sollte man, spielt man eine Melodie auf den 3 hohen Saiten, die Bass-Saiten mit dem Handballen dämpfen. Das geht auch einigermaßen, schränkt mich aber aunheimlich beim picken ein und ich schlag mehr danaeben bzw erwische die Saite so, dass es einfach grausig klingt.
    Wie man aber mit der linken Hand noch dämpfen soll, erschließt sich mir fast gar nicht, z.b. wenn man ein (hohes )E offen spielt, danach ein D spielen will, müsste man ja quasi in einem Zug den Finger noch kurz auf die hohe E-Saite legen und das D dann auch greifen. Krieg ich net hin. Oder man legt den finger komplett über E und H Saite, was aber auch nicht klappt.

    Ich übe das schon wie blöd, aber es wird nicht besser. Auch nach 2 Jahren nicht -/

    Anderes Problem ist, dass ich bei Stücken einfach nicht den richtigen Einsatz finde bzw Pausen beachten kann oder den Takt mitzählen. Spielt mein Lehrer ne schöne Begleitung und zählt vor, klappt es ganz gut, aber soll man irgendwleche noten spielen, die auch mal über den Takt hinaus gehalten werden oder wild sich abwechseln zwischen halben und Achtelnoten, komm ich regelmäßig raus.
    Irgendwie frustrierend :-/

    midnight
     
  2. checkson

    checkson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.07   #2
    also dein zweites aufgeführtes problem kenn ich nur zu gut. ich tu mich auch extrem schwer mit der rhythmik beim gitarrespielen, insbes. wenn ich zu irgendwelchem drumloops jammen will. das funktioniert nur, wenn ich ein lied nachspiele, dass sich schon total in meinen kopf eingebrannt hat; aber bei neuen stücken/jammen ist es wirklich immer wieder eine bittere erfahrung.
    das einzige, was mir einigermaßen zur verbesserun hilft, ist regelmäßiges spielen mit einem metronom...und da wieder mit den totalen basics anfangen, sich nicht gleich zu viel zuzumuten.
    das rhythmische spielen ist etwas was ich vor allem in meiner autodidaktischen lernphase total vernachlässigt habe und jetzt halt das lehrgeld dafür zahlen muss...
     
  3. giomaria

    giomaria Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.07   #3
    Bei deinem Zweiten Problem hilft es wen du einfach mal das Lied laufen lässt, das du gerade lernst ,und dann dazu spielst dann klappt das auch irgendwann ohne es laufen zu lassen.
     
  4. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 12.09.07   #4
    Zu Problem nummer zwei:

    Mit Metronom üben und zwar die einfachsten Sachen, wirklich am Anfang nur dumpf mitKLATSCHEN, erst die viertel, dann achtel , Triolen usw in verschiedenen Tempi, wenn du das wirklich drauf hast kannste dann das gleiche mitter Gitarre machen.


    Zu Problem nr.1:

    Um bei akkorden die tiefen saiten zu dämpfen hast du deinen daumen.


    Warum bringt dir dein Lehrer solche grundlegenden Sachen nicht bei?
     
  5. Guendola

    Guendola Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.07   #5
    Du must lernen, mitzuzählen! Und zwar jeden Beat, wenn erforderlich auch die Off-Beats. Und dann noch die Takte. Möglicherweise kommst du auch durcheinander, weil du einmal die Beats zählen mußt, dann noch die Takte und dann auch noch bereit sein mußt, deinen Part zu spielen. Laß das Spielen einfach mal weg und gib nur den Einsatz, bis das sitzt.

    Gezählt werden im Prinzip die Notenwerte hinter dem / der Taktbezeichnung und es gibt soviele davon wie vor dem / steht. Also im 4/4 Takt "1 2 3 4" und man zählt 4tel. Es gibt auch Ausnahmen, aber dafür hast du ja glücklicherweise deinen Lehrer :)

    Wenn du Off-Beats zählen willst, fügst du zwischen die Zahlen einfach ein "und" ein, auch nach der 4: "1 und 2 und 3 und 4 und"

    Es geht noch leichter, wenn du das erstmal drauf hast: Die Zählzeiten haben unterschiedliche "Gewichte". Im 4/4 Takt ist 1 schwer, 2 leicht, drei mittel, vier leicht. Im 3/4 Takt ist nur 1 schwer, 2 und 3 sind leicht. Wenn du diese Gewichte beim Zählen mit einbaust, kannst du bald die Zahlen weglassen und hast trotzdem eine klare Taktlänge, weil ja nur die 1 schwer ist. Ab jetzt wird es leichter, die Takte zu zählen und die Einsätze richtig zu erwischen. Und für die Einsätze mußt du natürlich genau wissen, auf welcher Zählzeit der erste Ton ist und wie er sich anfühlen muß (leicht, schwer, mittel, wann kommt der nächste Ton etc.).

    Besprich die Zählerei mit deinem Lehrer, vor allem, wenn es dir nicht klar ist oder du unsicher wirst. Es ist eigentlich nicht schwer, aber es muß erstmal "klick" machen. Wenn man das Prinzip nicht begriffen hat, kann es nicht funktionieren. Die beste Übung ist bei Musik mitzuzählen und auch zu dirigieren - also die Einsätze anzeigen.

    Achso: Rhythmik kann sehr kompliziert und schwer sein. Man darf sich nicht überfordern, lieber einfach anfangen und im Laufe der Jahre (!!!) dazulernen. Wenn du etwas nach ein oder zwei Wochen nicht hinbekommst, hast du einfach zu hoch gegriffen, besser, es klappt schon am ersten Tag.
     
  6. midnight

    midnight Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.07   #6
    Danke für all die tips.. echt toll :) besonders das von Guen war hilfreich

    @AgentOrange
    Um bei akkorden die tiefen saiten zu dämpfen hast du deinen daumen.

    was meinst Du das mit genau? Dämpfen mit Daumen der Greifhand, oder Schlaghand?
    Und wie ist es bei Solospiel? Oder Melodien (eben keine Akkorde)

    midnight
     
  7. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 13.09.07   #7
    Bei Akkorden den Daumen der Greifhand für die tiefen Saiten z.B. bei D-dur oder a-moll.


    Für Solospiel dämpft man normalerweise mit ner mischung aus beiden händen, ist schwer zu beschreiben und noch schwerer zu lernen.
     
  8. midnight

    midnight Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.07   #8
    achso.. Naja bei Akkorden hatte ich weniger Probleme
    Ehr beim Solospiel, eben dass die tiefen Saiten auch mal gern von selber mitschwingen, bei bestimmten Frequenzen, je nach gespieltem Ton ;)
     
  9. BlackMetal!!!!!!

    BlackMetal!!!!!! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.09.07   #9
    kenn das auch mit denn dämpfen spiele jetzt seit 3 1/2 jahren(davon sind 2 jahre mindestens verloren gegangen:( )

    bei akkorden klaptt das zwar einigermaßen aber beim soli spiel oder melodie nicht , das kann schnell frusten aber mehr als weiterüben kann mann nicht machen.

    also verzweifeln nicht, du bist nicht der einzige der damit Probleme hat.:D
     
  10. foxy-s

    foxy-s Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.09.07   #10
    Solo spielen ...Seiten E ,B G

    dann mit dem Handballen die tiefen Seiten A,D E dämpfen .....

    wer erzählt solch einen Quatsch ....

    also wenn du ein Solo spielst mit dem Plectrum oder Zupfen egal dann wird ja immer nur eíne Seite angezupft ....die anderen Seiten bleiben sowieso stumm .Also die Gitt in die Hand und auswendig ein Solo spielen und nur auf die Melodie und die Seite die angespielt wird konzetrieren.



    Zur Begleitung mit Akkorden kommt der Takt bzw. Rythmus vom Schlagzeug und Bass.

    Hier wird nix herumgezählt , nach 2 Jahren musst du in der Lage sein zu einem Lied die Begleitung dazuspielen können so aus dem hohlen Bauch heraus , du musst in den Rythmus hineinwachsen und nicht denken .Nimm ein einfaches Lied Akkorde sind bekannt und spiel im Rythmus mit .
    Funk ist so mit das schwierigste zum Begleiten , hör das mal an.

    Sehr gut eignet sich z.B ein Looper , auf dem Schlagzeug und kurze Phrasen draufsind hervorragend zum dazuspielen .z.B.
    http://www.musik-service.de/boss-rc-2-loop-station-looper-prx395757032de.aspx
    für Solo und Rythmus.

    mfg sigi
     
  11. BlueChaoz

    BlueChaoz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.09.07   #11
    Dass aber bei verzerrten Parts andere Saiten "klingen" obwohl sie gar nicht berührt werden, weißt du schon oder? Du hast dann immer nen "Hintergrundgeräusch" dass dir je nach Verzerrungsgrad das Solo/die Melodie versaut... Daher ist dämpfen in dem Bereich sehr wichtig, ich persönlich arbeite da gerade dran und tu mich sau schwer..


    Grüße Chaoz
     
  12. Hormic

    Hormic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.09.07   #12
    zum üben wie man am besten den handballen auflegt, empfehlen sich so hard rock rythmusparts, in diesem stil (wo man die 00 dämpft und die akkorde klingen lässt :-):
    ---------------
    --------------
    -------5------ 7
    -------5-------7-
    --00------00------
    ------------------
    am besten mit wechsel von der bassnote zwischen tiefer E-A und D-Saite.
    oder tiefe melodienlinien komplett gedämpft spielen, wie es zB Dream Theater (J. Peetrucci) oft macht.

    beim solieren ist es dann so, dass man die tiefen saiten immer mit der selben technik wie grade beschrieben mit dem handballen der schlaghand mitdämpft und die hohen saiten mit der greif hand "automatisch" mitgedämpft werden.
    zumindest bei schnelleren sachen. bei langsamen stücken, oder wenn man zB eine melodie auf einer saite mit slides spielt, ist es eine gute idee locker den zeigefinder der greifhand quer über die hohen saiten zu legen und mit dem mittel- oder ringfinger die einzelnen töne zu greifen und mit vibrato zu würzen.
     
  13. Maggisus

    Maggisus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.09.07   #13
    Hab ich mir auch gedacht. Dafür ist doch ein Lehrer da. Der müsste es eigentlich gleich von Anfang an richtig zeigen. :rolleyes:
    Frag doch einfach den mal der kann dir bestimmt das auch genau zeigen.

    Mfg
     
  14. Guendola

    Guendola Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.09.07   #14
    Beim Abdämpfen gilt das gleiche wie für alles andere: Langsam üben! Wenn du den Vorgang nicht begreifst, kannst du ihn auch nicht lernen. Geschwindigkeit kommt übrigens ganz von alleine, wenn du dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit für Konzentriertes Üben nimmst. Es dauert ein bischen, bis man es selbst glaubt, aber was sind schon zwei Wochen gegenüber zwei Jahren, um es mal auszuprobieren ;)
     
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