Midifiles erstellen - wo kann ich das lernen?

von lillymarleen, 17.02.11.

Sponsored by
Gravity Stands
  1. lillymarleen

    lillymarleen Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.10.07
    Zuletzt hier:
    11.04.19
    Beiträge:
    39
    Ort:
    Ueckermünde - kurz vor Stettin rechts im Wald
    Zustimmungen:
    7
    Kekse:
    259
    Erstellt: 17.02.11   #1
    Hallo,

    schon lange beschäftigt mich die Frage - muß ein jeder im Selbststudium erlernen Midifiles zu erstellen oder hat jemand einen Tipp für mich, wo ich das Handwerkszeug dazu erlernen kann?

    Falls es doch nur das Selbststudium gibt - wie habt Ihr es angefangen?
    Gibt es Software, die auch ein Anfänger auf diesem Gebiet ohne Studium erlernen kann?

    Ich spiele Klavier, habe Tonsatz und Gehörbildung an der Musikhochschule nur selten geschwänzt - hilft mir das irgendwie weiter?

    Bin für jeden Tip dankbar, denn ich möchte das Erstellen von Midifiles UNBEDINGT lernen.

    Vielen Dank für Eure Hilfe.

    Lilly Marleen
     
  2. nighthelper

    nighthelper Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.06.10
    Zuletzt hier:
    27.11.11
    Beiträge:
    122
    Ort:
    Schleswig
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    1.486
    Erstellt: 22.02.11   #2
    Das eigentliche Erstellen von Midifiles ist ungefähr so simpel wie das Schreiben eines Textes oder das Bearbeiten von Bildern : man muß einfach nur mit der Software (dem Editor) umgehen können. Dafür gibt es Handbücher/Bedienungsanleitungen (im Lieferumfang oder Online) und die Methode Try&Error.

    Welche Software Dir am besten gefällt, mußt Du selber herausfinden.
    Eine Übersicht ...

    Demo-Versionen (damals gab's keine uneingeschränkte Freeware) Sequencer-Software gesucht, geladen, installiert, ausprobiert (mit Midifiles, die man auch im Netz findet). Anhand der heruntergeladenen Midifiles mal geguckt, was da so drinsteht und wie man das bearbeiten kann ... also Zahlenwerte ändern, mit der Maus rummalen, Noten auf Notenlinien setzen, Funktionen anwenden, auf "Record" klicken und selber einspielen etc.

    Als Cover-Musiker war es mein Ziel, Originale "nachzubauen". Also Song als Vorlage genommen und Instrument für Instrument rausgehört, im Sequencer entsprechende Noten (Midi-Daten) gesetzt/eingespielt und durch ständiges Vergleichen mit der Vorlage solange gebastelt, bis ich zufrieden war ...

    Den Midi-Editor und seine grundsätzlichen Funktionen kennenzulernen dauert vielleicht einen Tag ... und das reicht schon für das "Erstellen".
    Die Funktionen in ihren Feinheiten anzuwenden, die "Tricks" für gute Ergebnisse wie beispielsweise 'Lebendigkeit' herauszufinden, spieltechnische Unterschiede der verschiedensten Instrumente umzusetzen etc. kann ein Leben lang dauern ;)
     
  3. Ringmodulator

    Ringmodulator Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    03.11.11
    Zuletzt hier:
    4.11.11
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 03.11.11   #3
    Midifiles erstellen ist eine mühsame Angelegenheit. Wenn du Keyboard spielen kannst, dann ist es besser, du schließt dieses Keyboard an ein Musikproduktionprogramm an und spielst Track für Track einfach ein. Solche Musikproduktionsprogramme gibt es schon ab 20 Euro (zB.: Solo Orchester).
     
  4. Templeton Peck

    Templeton Peck Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.03.08
    Zuletzt hier:
    27.08.19
    Beiträge:
    285
    Zustimmungen:
    11
    Kekse:
    325
  5. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

    Im Board seit:
    03.03.05
    Zuletzt hier:
    10.04.14
    Beiträge:
    4.890
    Ort:
    Recklinghausen
    Zustimmungen:
    757
    Kekse:
    29.296
    Erstellt: 05.11.11   #5
    Naja, so dringend kann's nicht sein, denn der letzte Login ins Board war am 17.2.11, als dieser Thread erstellt wurde. Wäre die Threaderstellerin wirklich so am Thema interessiert, würde sie sich auch mal zu den Antworten äußern.

    Aber falls das Thema auch für andere Leute von Interesse ist, hier ein paar Gedanken dazu.

    MIDI ist ein Kommunikationsprotokoll, und MIDI-Files sind Aufzeichnungen der Steuerbefehle, die in diesem Protokoll definiert sind. Wenn man also das Erstellen von MIDI-Files sicher und variabel beherrschen will, muß man sich mit dem MIDI-Standard auseinandersetzen. Dazu sollte man alle relevanten Dokumente von www.midi.org lesen und verstehen. Das von Templeton Peck empfohlene Buch "Arbeiten mit MIDI-Files" habe ich auch hier und verwende es oft zum Nachschlagen - sehr zu empfehlen. Mir persönlich hilft auch sehr "Musik-Programmierung" von Justus Noll, da geht es aber um MIDI-Softwareentwicklung. Aber der MIDI-Standard ist auch da die Basis.

    Wenn man die Befehle des Standards beherrscht, kann man sich um die Unterstandards wie GM, GS und XG kümmern. Das sind ja die eigentlich spannenden Befehle, wenn es um die Erstellung von MIDI-Files geht, die auf verschiedenen Geräten gut klingen sollen. Insbesondere die neuen Tyros-typischen Erweiterungen wie XF sind sehr interessant. Falls man nur das grundlegende Sequencing erlernen will, kann man natürlich die speziellen Unterstandards weglassen. Man sollte sich auf jeden Fall ein paar fertige MIDI-Files unterschiedlicher Hersteller kaufen, und diese detailliert analysieren. Zum Erfahrungsaustausch eignet sich das Musiker-Board hier m.E. sehr gut.

    Letztlich darf man nie vergessen, auf was für Instrumenten die Files abgespielt werden sollten. Ich hatte mechanische Musikinstrumente, Hardware-Synthesizer und VSTis bisher als Ansteuerungsziele, und jedes Zielinstrument erfordert beim Erstellen der MIDI-Files schon eine gewisse andere Herangehensweise.

    Harald
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  6. lillymarleen

    lillymarleen Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.10.07
    Zuletzt hier:
    11.04.19
    Beiträge:
    39
    Ort:
    Ueckermünde - kurz vor Stettin rechts im Wald
    Zustimmungen:
    7
    Kekse:
    259
    Erstellt: 06.12.11   #6
    Hallo Harald,

    danke, daß Du mir nach 9 Monaten eine Antwort schreibst und Dich dann beschwerst, daß ich nicht umgehend antworte.........;-)

    Und da man eine Emailbenachrichtigung für neue Antworten einrichten kann ( was ich seinerzeit getan habe) - muß man auch nicht zwingend eingeloggt sein, um eine Antwort zu lesen.

    Da ich in einem anderen Forum schneller Hilfe gefunden habe, die leichter verständlich war, habe ich bereits vieles ausprobiert. Besonders hilfreich war der Tipp, gleich im Februar hier auf der Seite, bestehende Midifiles von verschiedenen Firmen erstmal "auseinanderzunehmen" und zu analysieren - falls noch jemand versessen darauf sein sollte, es zu erlernen, kann ich das nur empfehlen.

    Ich bin zwar bisher noch keine gute Midifileerstellerin geworden, aber immerhin habe ich jetzt eine Ahnung, wenn ich einen Midifile bearbeite und muß nicht mehr nach Gefühl und Wellenschlag rumprobieren. Auch das ist schon mal ein Fortschritt ;-)

    Liebe Grüße

    LillyMarleen
     
Die Seite wird geladen...