Mikrofonkauf und Fehlentscheidungen, was ist wirklich wichtig?

von Jaxn Hype, 14.10.19.

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  1. Jaxn Hype

    Jaxn Hype Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.19   #1
    Da bin ich wieder.
    Das Tlm49 ist verkauft.! Wie zu erwarten war.
    Aber das ist nicht schlimm denn ich wollte geplant von vorne anfangen. Gezielt. Mit Tests richtigen Entscheidungen.
    Ich habe mit Hilfe eines Freundes der Fit im Thema raumakustik ist, meinen Raum soweit optimiert wie es "zur Zeit" möglich ist.
    Ich möchte dazu noch etwas erwähnen für jeden der grade in den Bereich Audio Welt die ersten Schritte läuft.
    OPTIMIERT EUREN RAUM
    SPART NICHT AN BOXEN
    Das hat mir sowas von die Augen geöffnet.
    Wo soll ich anfangen?
    Ich fange damit an das ich Meine JBL lsr 305 auf meinem Tisch stehen hatte, der Raum war bis auf 2 X 2m Hohe basotect Säulen nicht optimiert.
    Der Raum hat eine Dachschräge und Fliesen auf 15 qm.
    Mit Möbel und allem also nicht viel Platz.
    Die Boxen auf einen Abstand von ca. 140cm.
    Wenn ich meine Vocals aufgenommen habe, waren sie immer viel zu voll, Wummerten untenrum.
    Wie kam das zustande?
    Zum einen habe ich das Mikrofon nie richtig mikrofoniert. Immer direkt rein, Kopf grade gehalten. Zwar verschiedene Positionen im Raum ausprobiert aber kam nie zu einem Ergebnis. Entfernungen zum Mikrofon haben nur dem Raum merklich verstärkt.
    Egal ob ich ein TLm103 ein M990 gefell oder ein tlm49 hatte. Ich war nie zufrieden.
    Was habe ich also getan?
    Als allererst habe ich mein Geld gepackt und damit Basotect Absorber gekauft direkt beim Hertseller. Habe sie an der Wand gezielt verteilt und mit meinem Kollegen den Raum Ausgemessen. Fertig sind wir noch lange nicht. B
    Während dessen habe ich mir neue Monitor Boxen gekauft. Und zwar die Neumann kh120a.
    Wahnsinn. Mir ging die Sonne auf, vorallem nachdem wir diese Ausgemessen hatten und im. Richtigen Winkel angedreht hatten.
    Die Boxen stehen jetzt mit 80cm Abstand zueinander. Damit ich auch immer im stereo dreieck bin. (GANZ WICHTIG)
    DIES hat mir einfach gezeigt wie viele Fehlentscheidungen man getroffen hat nur weil man nie das gehört hat was wirklich passiert.
    Nach oben hin ist sicher noch einiges offen und ich habe noch einiges vor mir. Aber worauf ich hinaus will ist. Mikrofone die ich verkauft habe weil ich dachte dass sie nicht passten, passten eigentlich. Was ncigt passte war die Aufstellung der Boxen und die Boxen selbst.
    Dadurch war ich nämlich nie zufrieden mit den Aufnahmen. Deswegen hab ich im EQ immer riesen Einstellungen gemacht.
    Jetzt kann ich auch die ganzen Tipps und Tricks und Kritiken seitens des Forums nachvollziehen
    Ich möchte mich an dieser Stelle auch entschuldigen, sorry an die denen ich den letzten nerv geraubt haben sollte. :)
    Soo.. Weiter im Text.
    Ich habe von den vielen vielen Mikrofonen die ich besaß alle audio angehört. Viele die meine historie kennen wissen was ich meine.
    Ich habe das Tlm49 verkauft, weil ich mit weniger genauso gut aufgestellt bin. Das Geld ist in die Raumakustik gegangen und hat mir dementsprechend einen Mehrwert gebracht den kein Mikrofon mir hätte geben können. Zur erwähnen ist auch die Neigung des Mikrofons. Da ich eine sehr Voluminös Tiefe Stimme habe, und eigentlich dazu Neige leicht nach unten den Kopf zu halten. Ist mir mal bewusst geworden, das ich damit den Kehlkopf eindrücke.
    Das macht einen riesen Unterschied. Meine Aussprache leidete darunter, nuschelig und undeutlich. In so einem Fall sollte man das Mikrofon weiter hoch hängen damit man sein Hals etwas streckt. Dadurch spreche ich viel deutlicher und genauer die Wörter aus. Was grade für Rap ja auch sehr wichtig ist. Aber das gilt sicher auch für Sänger.
    Es ist noch eine Gewöhnungssache aber ich achte auch darauf den Mund etwas weiter zu öffnen, dadurch werde ich klarer und ich neige nicht dazu S laute zu hart auszusprechen.

    Das nur mal ganz nebenbei


    So zurück zu den Mikrofonen

    Im Nachhinein bin ich extrem beeindruckt vom Sennheiser mk4. Komisch weil ich es beim Kauf schlimm fand. Aber es passt wirklich gut.
    Das TLm103 gefiel mir aber neben dem m930 am besten.
    Was mir nicht so gefiel war dass das tlm103 bei 3khz meiner Stimme nicht sonderlich gut tat. Die mitten generell etwas Knarzig.
    Das tlm49 passt manchmal.. Aber nur manchmal :)
    Da ich echt viel Geld für die Akustik ausgegeben habe und noch werde. Überlege ich mir tatsächlich das Sennheiser mk4 zu holen.
    Klar wenn es passt. Was hält mich davon ab?
    Mich hält ein Angebot auf ebay ab, für ein TLm102 im Top Zustand für 500 Euro mit Spinne.
    Der nächste Mikrofon kauf soll der letzte werden. Da ich jetzt auch weiß worauf es ankommt und worauf ich hören muss.
    Ich hab so gut wie alle Threads hier zu beiden Mikrofonen durch.
    Wenn das TLm102 dem 103 in nichts nachsteht außer das es die knarezigen mitten nicht so hat und später mit dem Höhen boost anfängt könnte es perfekt sein und für das Angebot auch günstig. Oder aber ich fahre die sichere schiene mit dem Mk4 was wie gesagt halt wirklich gut passt. Vorallem nach dem ich hier einen thread gelesen hab wo das TLm102 für ein akg c214 gehalten wurde und km blindtest das Sennheiser in jedem Bezug besser abgeschnitten hat.
    Ich hoffe ich kann mit dem Text jemanden dazu anregen am richtigen Ende das Geld auszugeben bzw zu sparen.

    Und nebenbei, TLm102 wirklich eine ganze Klasse besser was den Klang angeht?
     
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  2. friese66

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    Erstellt: 14.10.19   #2
    Herzlichen Glückwunsch zur derzeitigen Entwicklung. Mit dem TLM 102 bekommst du ein gutes, sehr vielfältig einzusetzendes Mikrofon, was mir deutlich besser gefällt als das 103. Sieht nur nicht so imposant aus. Bezüglich Wiederverkaufswert hat das Neumann einen Vorteil gegenüber dem Sennheiser mk4. Ob es dir klanglich besser gefällt, musst du selbst entscheiden Mit beiden kann man gut arbeiten. Das von dir erwähnte AKG 214 benutze ich nur selten: Wenn, dann als Drum-OH oder manchmal für Gitarren. Bald werde ich mir ein zweites TLM 102 zulegen.
     
  3. Astronautenkost

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    Erstellt: 14.10.19   #3
    Das kleine TLM 102 ist ein echtes Neumann, aber klingt sehr neutral. Ich habe es mal gehabt. Ich finde es jetzt dem MK4 nicht so groß überlegen.

    Letztendlich hast Du Dich anscheinend bezüglich der Aufnahme- und Abhöresituation so weit verbessert, dass auch ein M 930 Sinn hätte. Da hört man*frau eigntlich den Unterschied zum TLM 102 oder MK4 sofort, wenn man*frau denn den Unterschied hören kanne.
     
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  4. Jaxn Hype

    Jaxn Hype Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.19   #4
    Ja vermutlich wäre ein M930 jetzt ein Mikrofon was mich staunen lässt. ABER

    Zum einen bin ich langsam in einem Alter wo die Familienplanung nicht mehr weit entfernt ist. Zum anderen muss ich natürlich auch realistisch bleiben und sagen es ist zwar meine Leidenschaft aber es ist auch nur mein Hobby und ich muss mir da definitiv eine Grenze setzen.

    Für mich steht die Akustik erstmal im Fokus. Nichts desto trotz brauche ich ja aber natürlich ein Mikrofon.
    Ich hab ja schon eine ziemlich Warme Stimme würde ich mal sagen und finde auch neutrale Kühl klingende Mikrofone ganz gut . Deswegen habe ich den Kreis der Mikrofone eingeengt auf TLm102 und Mk4, das mk4 ist ja für 389 neu zu erwerben.
    Ich wäre jetzt nicht bereit 700 für das TLm102 auszugeben, da aber das Angebot grade für 525 mit Spinne vorhanden ist, bleibt natürlich die Frage ist das TLm102 jetzt ein Schnäppchen für 525.
    Es könnte mir halt genau zusagen weil wie du schon sagst es ist neutral und gegenüber dem TLm103 vielleicht genau das richtige.

    Das Sennheiser mk4 liefert ein schon recht fertiges Signal was ich aber jetzt nicht als schlimm empfinde.
    Ich suche halt irgendwo schon nach Gründen gegen das TLm102 wegen dem Mehrpreis, suche aber auch genug Gründe, wenn ich dann schon etwas mehr ausgebe(was ja immernoch weniger ist als Neukauf)

    Ich weiß natürlich jetzt auch die Auflösung der Gefell Mikrofone zu schätzen. Aber in die Preisregion möchte ich nicht mehr. :mampf:

    Mit dem 103 hab ich sehr viel aufgenommen das kenne ich inzwischen ganz gut,
    Klingt das 102 Heller?
    Meiner Stimme kommt nämlich zu Gute wenn es bei 7 kHz bis 12khz hoch geht aber nicht drüber und nicht drunter
    Auch ein Grund der wieder für das TLm102 spricht eigentlich.

    Oder andersrum gefragt,

    Ist das TLm102 für seinen Preis überteuert oder das Sennheiser mk4 für seinen Preis unfassbar gut?
     
  5. Technika

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    Erstellt: 14.10.19   #5
    Also meine Meinung: wenn du die Nachbearbeitung mit dem eq nicht scheust, wirst du mit dem 102 vermutlich bessere Ergebnisse erzielen. Falls du nicht/nicht viel bearbeiten möchtest bleibt nur der 1:1 Vergleich. Ich denke nicht das man anhand einer frequenzkurve beurteilen kann ob ein Mikro besser zu einer Stimme passt. Vielleicht kann man da in eine Richtung gehen, und sagen: das KÖNNTE besser passen, viel mehr aber auch nicht. Ich denke auch: das mk4 ist für den Preis gut und beim 102 bezahlt man auch ein bisschen den Namen. Nähern sich also ein bisschen an. Trotzdem halte ich persönlich das 102 für besser. Ob das bisschen besser den Preisunterschied rechtfertigt sei jedem selbst überlassen (und das ist alles nur meine persönliche und vollkommen subjektive Meinung!)
     
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  6. friese66

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    Erstellt: 14.10.19   #6
    Ob Mikro A überteuert ist und Mikro B unfassbar günstig, hängt von deinen Erwartungen und Zielen ab.
    Bisher scheint es so, dass deine Mikros kaum Chancen haben auf Dauer bei dir zu bleiben. Dann spielt der Wiederverkaufswert eine nicht unwesentliche Rolle. Da ist das Neumann überlegen, gute Pflege vorausgesetzt. Aber arbeiten kannst du mit jedem der Mikros, genauso mit einem Audio Technica oder eins der vielen anderen Marken. Ich habe vor vielen Jahren mal eine Produktion für/mit einem(n) Kabarettisten ausschließlich mit einem AKG C1000S gemacht. Mir stand damals nichts anderes zur Verfügung. Klang trotzdem sehr ansprechend.
     
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  7. Technika

    Technika Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.19   #7
    Ein furchtbares Mikrofon :D. Ich könnte wetten, dass du da jede Menge gekurbelt hast... aber ich glaube dir, dass du ein durchaus brauchbares Ergebnis zustande bekommen hast.
     
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  8. friese66

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    Erstellt: 14.10.19   #8
    Einer der Geheimnisse war dabei: Suche/schaffe dir den passenden Raum für das, was du gerade aufnehmen willst. Wenn man mikrofonmäßig gesehen keine Alternativen hat, muss man räumlich umso kreativer werden. Die Bandmaschine damals war eine Teac 3340... :great:
     
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  9. Signalschwarz

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    Erstellt: 14.10.19   #9
    Ganz pragmatisch: Es geht um Hobby, Geld wird auch für andere Dinge benötigt, es passt, also nimm das MK4. Eine solide Basis.
     
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  10. Jaxn Hype

    Jaxn Hype Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.19   #10
    Danke :) weniger denken ist mehr
     
  11. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 14.10.19   #11
    So einfach ist das nicht. Ich hatte das TLM 102 mal für zu Hause. Es ist neutral und sauber. Es ist aber nicht soviel besser als das MK4, als dass sich der Aufpreis lohnt. Wenn Du jetzt einen halbwegs guten Raum und eine gute Abhöre hast, kannst Du auch die Unterschiede zwischen den Mikros besser heraushören. Ich würde jetzt mal was für die Gehörbildung tun. Mir war damals der Unterschied zwischen TLM 102 zu Hause und U 87/U47 im Studio zu groß. Deshalb habe ich aufgerüstet.
     
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  12. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.19   #12
    Herzlichen Glückwunsch :great:
    Vielleicht ist Deine Odyssee nun zu einem (vorläufigen) Ende gekommen.

    Und vielleicht mag Deine Entwicklung auch als Beispiel dazu dienen, dass der Prozess der Integration von Erfahrungen eine ganz individuelle Geschichte sein kann. Egal, was so in Foren geschrieben wird (weil jedeR nur vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen reflektieren kann).
    Du hast Deinen Post mit "Mikrofonkauf und Fehlentscheidungen ..." überschrieben. Das passt dazu, dass Dein Vorgehen oft recht planlos auf mich wirkte. "Versuch und Irrtum" sind immer zeitraubend, können teuer werden und sind nicht das selbe wie "learning by doing". Insofern hoffe ich für Dich, dass Du Dich nun mehr mit dem "Was mache ich" als dem "Mit was mache ich" beschäftigen kannst.
     
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  13. sir stony

    sir stony Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 15.10.19   #13
    Das finde ich einen Super Beitrag, Jax! Auch davon zu berichten, dass es nicht nur auf das technische Material ankommt, sondern auch wie wichtig es ist VOR dem Mikro zu arbeiten, Verbesserung in Haltung und Sprachbild! Das sind Dinge die ich Kunden auch so oft sage(n muss), dass ich mir manchmal wie ein Papagei vorkomme.
    :keks:
     
  14. mavy

    mavy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.19   #14
    Ich kann auch nur sagen: Lob für die Einsicht und den Beitrag! Man kann gar nicht oft genug sagen, dass zunächst noch wichtiger als das Mikro die Person davor und der Raum drumherum sind.

    Ich hatte vor vielen Jahren in meiner alten Wohnung ein musikalisches Hobbyprojekt mit einem Kumpel von mir. Und wir nahmen in meinem Wohnzimmer auf, weil da auch das ganze Musikzeug rumstand. Insgesamt war der Raum aber viel zu groß bzw. mit viel zu wenig Sachen darin und fast nackten Wänden. Da konnte man machen, was man wollte, es klang immer Scheiße mit einem Haufen unerwünschter Erstreflexionen und bissi schlechtem Hall. Da hätte auch ein 12.000 Dollar Mikrofon nicht geholfen. Es endete damals dann mit einer Konstruktion aus Mikrofonständern und der Kuscheldecke vom Sofa. Damit und mit einem Shure SM 58 machten wir dann plötzlich brauchbare Aufnahmen. :)
     
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  15. whitealbum

    whitealbum HCA Mikrofone/Recording/Mixing HCA

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    Erstellt: 15.10.19   #15
    Fein ist doch, die Erkenntnis hast Du jetzt gewonnen, auch wenn die Suche danach recht unstrukturiert war :-)

    Bei meinen Beratungen (siehe Signatur) im virtuellen wie im realen Leben, gehe ich als Erstes immer zum Anfang der Signalkette, auch wenn viele "Kunden" das schnell abhaken wollen:
    Raum (und Abhörsituation) --> Performance --> Mikrofon --> Preamp --> Interface/Wandler

    Gerade bei Raum und Abhörsituation (Boxen und wie sind diese aufgestellt) kann man schon viel verkehrt machen, aber auch recht schnell viel richtig machen, und dazu braucht es nicht unbedingt einen sehr großen geldlichen Aufwand, aber unbedingt Expertenwissen!
    Verschweigen darf man nicht, dass die Monitore einen gewisse Grundqualität in Sachen Klang haben müssen.
    Sonst kann man nicht beurteilen, was man aufgenommen hat.

    Wenn der Raum passt, und die passende Positionierung vor dem Mikro gefunden wurde, und vor allem die Performance wirklich gut ist, so kann man mit wenig Geld beim Mikrokauf gute Ergebnisse erzielen.

    Im Umfeld um 300-550€ gibt es gute Mikrofone, die auch in diesem Bereich unterschiedliche Klangsignaturen bedienen.
    Eher neutrale, saubere, leicht kühl und nüchtern klingende MIkros sind Sennheiser MK4 und TLM 102.
    Beides gute Mikrofone.
    Eine andere Klangsignatur bieten in dieser Preisklasse das Aston Origin und Spirit, die etwas mittiger klingen, aber dafür nicht ganz so gut auflösen.
    Auf der anderen Seite Auflösung ist auch nicht alles, es gibt Stimme oder Stimmlagen, da ist man froh wenn die Auflösung nicht so besonders ist ;-)

    Auch mit einem AT2035 oder AT2020 bekommt man tolle Ergebnisse.

    Im Hobbybereich reichen die obengenannten Mikros bei weitem aus.
     
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  16. tonfuerton

    tonfuerton Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.11.19   #16
    Wenns um was günstigeres mit sauberem Klang geht würde ich auch bei Lewitt mal schauen:

    Lewitt LCT 440 Pure

    Das ist auf jeden Fall auf Augenhöhe mit den beiden anvisierten Mics
     
  17. InTune

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    Erstellt: 18.12.19   #17
    Hier ist ja viel Fachwissen unterwegs und meine Frage soll keinesfalls provokant sein, denn als Gelegenheitshomerecordler interessiert es mich wirklich.

    Aber was bringt es tatsächlich an Mehrwert, gerade (nur?) den Vokal Sound mit Hilfe der Raumakustik so zu optimieren?
    Eine möglichst transparente und neutrale Abhörsituation, die es optimal ermöglicht beim Mix z.B. die räumliche Staffelung usw. gut hinzubekommen, sehe ich sofort ein, aber Sound über den Raum zu erzeugen, macht IMO nur Sinn für die eigentliche Aufnahme.
    Die Abhörsituation aber so zu optimieren, dass das Aufgenommene anschließend so klingt, wie gewünscht , wirft doch das Problem auf, dass eigentlich die Wiedergabe des fertigen Musikproduktes von Telephon bis Highend HIFI sein kann. Aus dem Grund nehmen Sound Ingenieure dann doch auch mal „ganz schlechte“ Monitore um zu hören, wie in der Situation das ganze klingt.
    Oder habe ich die Intention dieser Suche falsch verstanden?
     
  18. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.19   #18
    Der Unterschied kann ziehmlich krass ausfallen, weil kurze Reflexzeiten im Raum eine Stimme enorm 'färben' können.

    Mein persönliches Plugin Highlight des letzten Jahres war eine quasi experimentelle Release des SST282 Delays (Ursa Major Spacestation), das genau solche Delays erzeugt. Der eigentliche Reverb Algorithmus des Teils war/ist noch nicht implementiert, aber die Delays kommen so sauber und dicht, dass man es durchaus reverb-artig einsetzen kann.
    Das Ergebnis hat mich jedenfalls so verblüfft, dass ich es schon öfter erwähnen musste :D
    (kann später mal ein Beispiel hochladen)
     
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  19. Drummerjoerg

    Drummerjoerg Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.19   #19
    So ist das ja auch nicht gemeint.
    Die Abhörsituation sollte so eingestellt werden, dass es so klingt wie es wirklich ist. Eine Art Referenzabhöre.

    Und dann kann es sein, dass der Aufnahmeraum verbessert werden muß. Wenn es mit dieser Referenz nicht den Vorstellungen entsprechend klingt.
     
  20. InTune

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    Erstellt: 18.12.19   #20
    ... das man den Aufnahmeraum optimieren möchte, um eine perfekte Aufnahm hinzu bekommen ist mir völlig klar!

    Aber mir geht es um den Gedanken den Vocal Sound mit Hilfe Abhörsituation zu verbessern (den ich oben herauslese..).
     
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