Minibrute oder MicroKorg?

von crackly, 09.11.16.

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Casio
  1. crackly

    crackly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.16   #1
    Guten Tag,

    ich bin auf zwei für mich ansprechende Synthesizer gestoßen. Einmal Arturia MicroBrute und Korg MicroKorg. Habe schon ein bisschen gelesen und der Unterschied ist ja das, dass MicroBrute Analog ist und hingegen das Korg nur Analog Modelling. Jetzt wollte ich eure Meinung wissen? Würde liebend gerne eigene Sounds kreieren, sehr gerne in Sachen Ambient,Atmosphere etc. Bin von dem MicroKorg sehr angetan aber vielleicht habt ihr ja bessere Argumente. Finde das Korg interessanter da es 37 Tasten hat.


    LG
     
  2. Tolayon

    Tolayon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.16   #2
    Für Ambient und atmosphärische Sachen braucht man ohnehin mehrstimmig spielbare Pads, da wäre der MicroKorg tatsächlich der einzige Kandidat. Wobei dessen vier Stimmen das absolute Minimum sind; wechselt man den Akkord, brechen die Noten abrupt ab - es sei denn, man hat einen Hall-Effekt aktiviert, der die vorherigen Töne noch etwas länger ausklingen lässt.

    Wenn es nicht nur ein Entweder-Oder sein soll, kann man sich den MicroBrute auch noch zusätzlich für Leadsounds zulegen. Wobei das Klangverhalten des MicroBrute für Ambient-Sachen eigentlich schon wieder zu harsch ist, aber Kontraste können auch ihren Reiz haben (was jetzt nicht heißt, der MicroKorg klänge im Gegensatz dazu warm und breit).
     
  3. sonicwarrior

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    Erstellt: 09.11.16   #3
    Naja, wenn man bei den Brutes mit den Leveln aufpasst, ist auch der Klangcharakter nicht so brutal. Geht halt schnell in Verzerrung über, ähnlich wie bei Doepfer Modulen.

    Für Ambient würde ich aber ohnehin völlig andere Synths nehmen. Ein gerne übersehener Kanditat wäre z.B. ein gebrauchter Technics WSA-1.
    Alternativen auf dem Gebrauchtmarkt wären z.B. die Keyboards der E-mu Proteus 2000 Linie, wie z.B. das MK-6 oder XK-6, die allerdings recht selten sind, Ensoniq ESQ-1/SQ-80/MR-61/TS-10 oder Yamaha AN-1X/CS-6X/SY-22/SY-35/SY-77/SY-85/SY-99, wenn man mit der Yamaha Bedienung klar kommt. ESQ-1 und SQ-80 (quasi ein ESQ-1 mit mehr Features) haben analoge Filter. AN-1X ist ein VA. Die Proteus Keyboards und CS-6X/MR-61/TS-10/SY-85 sind Rompler, aber mit etlichen Nachbearbeitungsoptionen. SY-77 und SY-99 sind mit Rompler Fähigkeiten aufgebohrte FM-Synths und SY-22/SY-35 bieten die so genannte Vektorsynthese, bei der sich mittels Joysticks Wellenformen überblenden lassen, was gerade für Pads interessant ist.
     
  4. egoldstein

    egoldstein HCA Synthesizer HCA

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    Erstellt: 09.11.16   #4
    Für Ambient ist der Minibrute mMn nicht sonderlich gut geeignet. Zum einen ist er nur monophon, kann also nur eine Note gleichzeitig spielen. Dadurch kann man mit dem Gerät alleine keine wirklichen Harmonien und damit auch Akkorde erzeugen und die Übergänge zwischen zwei Noten sind unter Umständen auch sehr abrupt. Für Ambient essentielle Effekte wie Delay und Reverb hat er auch nicht an Bord, das müsste man also auf Effektgeräte auslagern.

    Der microkorg ist da mit seinen vier Stimmen so wie Effekt-Sektion schon etwas besser aufgestellt. Das ist für lang ausklingende Flächen immer noch zu wenig, aber mit einem eingebauten Delay/Reverb lässt sich das ein bisschen kaschieren.

    Ich würde an der Stelle aber auch mal die Novation Mininova anschauen. Die hat quasi das selbe Format wie der microkorg und kostet nicht sehr viel mehr. Dafür hat sie aber Polyphonie für 18 Stimmen, was selbst für längere Akkorde und Flächen ausreicht. Dazu kommt eine umfangreichere Effektsektion mit bis zu 5 Effekten gleichzeitig, von denen man sich (u.a.) 4x Chorus/Phaser, 2x Delay und 2x Reverb aussuchen kann. Für unaufdringliche Flächen und Atmosphärisches ist die Mininova in dem Preisbereich für mein Empfinden mit das Beste, was man neu kaufen kann.
     
  5. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.16   #5
    Wie hoch ist dein Budget?
    Ich würde auf den Deepmind-12 warten.


    HTH
    :hat:
     
  6. crackly

    crackly Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.16   #6
  7. hairmetal81

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    Erstellt: 09.11.16   #7
    In Analog kannst du das knicken...
    Gebrauchter VA... Yamaha AN1X, Roland JP8000, Novation Nova... so in diese Richtung...



    HTH
    :hat:
     
  8. crackly

    crackly Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.16   #8
    Meinst du jetzt das man die Sounds mit Analogen nicht hinbekommt?


    LG
     
  9. sonicwarrior

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    Erstellt: 09.11.16   #9
    Im Soundbeispiel sind aber keine Atmos und auch keine Ambient Pads drin.

    Edit: Hier mal ein Beispiel für ein Pad (im Intro):

     
  10. crackly

    crackly Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.16   #10
    Ich weiß das war jetzt ja nur ein Beispiel. Werde mich ja nicht nur mit einem Sound beschäftigen.
     
  11. Duplobaustein

    Duplobaustein Keyboards Moderator

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    Erstellt: 09.11.16   #11
    Er meint, dass ein analoger nicht im Budget ist. Ich würde mir auch mal die Mininova anschauen. Ist quasi der MikroKorg von Novation. Klanglich sehr flexibel, dazu 4x8 Presets in den Favorite Buttons und die Animate Button sind genial auf der Bühne. Ich bereue es eigentlich, die Mininova verkauft zu haben.
     
  12. sonicwarrior

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    Erstellt: 09.11.16   #12
    Es sollte noch erwähnt werden, dass MiniNova und MicroKorg verkleinerte Tasten haben. Je nach Fingergröße kann es da zu Problemen kommen. Ich mag die Dinger z.B. überhaupt nicht.
     
  13. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.16   #13

    Ich schliesse mich an.




    Nein.
    Ich meinte damit, dass 300€ für einen Analogen (Polyphonen) nicht reichen.


    :hat:
     
  14. Duplobaustein

    Duplobaustein Keyboards Moderator

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    Erstellt: 09.11.16   #14
    Ich schließe mich absolut nicht an. Die Minitastaturen lassen extrem weite Griffe zu und lassen sich auch extrem schnell spielen. Ich mag sie als Ergänzung sehr gerne. :)
     
  15. LaHzzn

    LaHzzn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.16   #15
    Als Alternative bietet sich durchaus auch noch der Microkorg XL+ (Nachfolger des Original-Microkorg) an. Der hat eine etwas andere Klangerzeugung als der Microkorg und ist ansonsten eine aufgebohrte Erweiterung desselben mit achtfacher Polyphonie, mehr Effekten an Bord und einem erstklassigen Software-Editor zur Klangschrauberei. Dazu hat er eine im Vergleich zum Microkorg weitaus angenehmer zu spielende Minitastatur. Nachteil: Kostet etwas über 400,-€, liegt also über Deinem Budget. Ansonsten meiner Meinung nach ein oberprima Einstieg für eigene Soundkreationen.
     
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