Mischpult mit Effekten oder externe Effektgeräte?

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Ro1land
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Hallo Musikergemeinde,

nachdem mir im Akustikgitarrenamp-Forum gut weitergeholfen wurde, bin ich auf meinem Weg zur perfekten Anlage ;) hier angekommen.

Ich habe vor, mir eine erste PA zusammenzustellen. Bevor ich wie üblich loskaufe, ca. monatlich feststelle, dass die Sachen nicht ausreichen und ich das gleiche Gerät - nur mit etwas mehr Leistung wieder anschaffe, will ich vernünftiger vorgehen (zumindest versuche ich es :great:).

Geplant ist eine kleine PA, so zum Einsatz zu Hause bis hin zum öfters zitierten Niveau "Geburtstagsfeier/kleine Kneipe" zum Anschluss von Keyboard/Gitarre/etwas Gesang, vielleicht irgendwann Mal ein wenig Schlagzeug oder auch PC/CD-Player.... Es geht mir hier nicht darum, wieviele Kanäle usw. Dies ist wieder ein extra Thema, das man ausgiebig diskutieren kann (und wird, wie das Forum gerade beim Schlagzeug zeigt).

Mir geht es hier vielmehr um die grundsätzliche Frage, welche Vor-/Nachteile ein Mischpult mit bereits eingebauten Effektgeräten hat, bzw. ob es Sinn macht, diese Geräte extra anzuschaffen.

Sicherlich ist eine Zwei-Geräte-Lösung anpassbarer, damit zukunftsfähiger und man kann mit Sicherheit mehr damit erreichen. Aber wie viel mehr? Sind Mischpulte mit Effekten für den oben beschriebenen Einsatzzweck für den Otto-Normal-Musiker ausreichend? Den Vorteil, den ich bei der Kombi-Lösung sehe ist in erster Linie das liebe Geld (alle wollen nur mein Bestes - mein Geld :D).

Bei meiner Suche bin ich z.B. über das Yamaha MG 124 C bzw. MG 124 CX (oder auch Soundcraft EPM <-> EPX) gestossen. Das X macht im Preis etwa 100 Euro aus. Ist z.B hier ein Kombigerät sinnvoll und ausreichend?
Besten Dank für alle Antworten,
Roland
 
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Hallo,

für den Live Einsatz bei kleinen Gigs sind die internen Effekte der Yamaha und Soundcraft Pulte durchaus brauchbar. Ich habe auch den vorgänger des MG 166CX im Einsatz und bin zufrieden.

Gruß

Fish
 
sehe ich genauso
Wenn ich deinen Eingangsthread lese, dann wirst du mit einem kleinen Yamaha MG oder einem Soundcraft EFX mehr als zufrieden sein.
Wir selbst haben 3 Stück von den Yamaha MGs mit integrierten Effekten und nutzen die ständig. Wenn fremde Techs z.B. mit dem MG24/14FX mischen müssen, dann gibts zwar meist zunächst hochgezogene Augenbrauen aber letztendlich kann man damit arbeiten. Wirklichen Grund zum Klagen gabs eigentlich noch nie. Die Effekte sind für Livezwecke mehr als ausreichend. Nur die integrierten Effekte z.B. in den Behringer-Pulten sind klanglich eine Katastrophe. Kann ich mit Sicherheit so sagen, weil wir die auch schon in diversen Ausführungen hatten.

Unser Tech in der Bluesband bevorzugt natürlich :rolleyes: sein riesen Soundcraft-Pult ohne integrierte Effekte und schleppt dafür ein 50kg schweres Siderack mit sich rum. Dort sind Lexicon PCM70, Yamaha SPX90, SPX990 und wasweißichnichtnochalles drin. Klingt natürlich sensationell professionell. Ist aber auch ein entsprechender Verkabelungs- und Schlepp-Aufwand.

Wenn ich als Tech irgendwo angefordert werde arbeite ich nur noch mit dem Yamaha MG24/14FX oder dem kleineren MG166CX mit integrierten Effekten. Es hat noch nie jemand gemeckert - ganz im Gegenteil.
Und ich selber finds auch in Ordnung (sonst würde ich es ja nicht machen.....)

Selbstverständlich gibt es bei den kleineren Pulten Einschränkungen, da "nur" ein Effekt nutzbar ist.
Also z.B. Hall mit zusätzlichem Echo oder Chorus und das auch noch individuell separat zu regeln geht nur z.B. bei den größeren Yamaha-Pulten MG24/14 oder MG32/14.
 
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Wenn es das Geld irgendwie hergibt, solltest Du statt dem MG 124cx das 166cx nehmen - nicht wegen der zusätzlichen Kanäle, sondern wegen der besseren Klangregelung (parametrische Mitten). Damit kann man wesentlich gezielter Soundprobleme lösen.

Viele Grüße
Jo
 
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Danke für die Antworten. Ein paar Tage habe ich ja noch bis Weihnachten, um zu überlegen, welches ich schlussendlich nehme :rolleyes:.

Aber dass eingebaute Effekte ausreichend sind, davon bin ich jetzt überzeugt. Ein weiterer nicht unbeachtlicher Grund ist die angesprochene Kabelei und das Gewicht. Dies sind so Faktoren, die gerne Mal im ersten Moment der Kaufeuphorie hinten runter fallen. Aber wenn man das Teil dann ne Weile hat, dann flucht man bei jedem Male lauter.

Für mich auch ein kleiner Aspekt einer Kaufentscheidung: Was will ich mit 300 verschiedenen Effekten? Dies ist ungefähr wie mit dem Satellitenfernsehen. Am Anfang freut man sich, wenn man 1000 Sender empfangen kann, am Schluss stellt man fest, dass man über 99% der Zeit nur 10 davon guckt. Ich habe auch gar keine Lust, für jeden Song zig Einstellungen auszuprobieren. Da investiere ich die Zeit lieber in den eigentlichen Kern der Sache und verbessere meine Technik am Instrument.

Viele Grüße,
Roland
 
Ich nutze diesen Thread einfach mal, um die Frage nach dem Nutzen von eingebauten Kompressoren insb. im Yamaha 166 cx zu stellen.
Viele Grüße
landmesser
 
Nutzen wofür? Meiner Erfahrung nach taugen die Dinger für das dezente Einbremsen aller melodischen Signale, z.B. für Vocals oder die meisten akustische Instrumente. Man kann damit natürlich nicht richtig klangformend arbeiten, um z.B. einen Funkbass knackiger zu gestalten oder bei einer Akustikgitarre den Anschlag feiner rauszuarbeiten, brauchst Du was anderes (falls der Kompi genau den gewünschten Effekt erzeugt, ist das halt Glück). Aber für die Brot-und-Butter-Kompression von Vocals, den meisten akustischen Instrumenten oder einem Rockbass sind die eingebauten Kompressoren ausreichend gut. Sehr gut auch für ungeübte Redner bei Konferenzjobs.

Viele Grüße
Jo
 
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Danke für die hilfreiche Antwort.

viele Grüße
landmesser
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Danke für die Antworten.

Kurzes Feedback: Gestern konnte ich dann nicht mehr widerstehen. Nach dem Hin und Her sollte es ein Soundcraft EFX werden. Da das 12er so ab etwa 360 zu haben war (das 8er für 300) sollte es eigentlich dies werden.

In einem unüblichem Anfall von Vernunft konnte ich mich dann aber für ein Angebot eines gebrauchten 8er für 200 Euro entscheiden.

Gruß,
Roland
 

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