Modifikation Fishman Rare Earth Mic Blend

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Hallo,
ich besitze eine schöne Steel-String Akustikgitarre des Schweizer Gitarrenbauers Lukas Brunner, die mir sehr gut gefällt. Sie ist mit einem „Fishman Rare Earth Blend“-Tonabnehmersystem ausgestattet, das einen sehr schönen verstärkten Klang liefert.

Das Einzige, womit ich nicht ganz zufrieden bin, ist die erforderliche Batterie – eine kleine 3-V-Lithium-Batterie, für deren Austausch der Tonabnehmer aus der Gitarre ausgebaut werden muss. Ich frage mich, ob es einen Trick oder eine Modifikation gibt, mit der man eine gewöhnliche 9-V-Batterie verwenden könnte (die dann deutlich länger halten dürfte).

Irgendwelche Vorschläge? Vielen Dank!
 

Ja, es gibt Möglichkeiten. Doch:
⚠️ Eine wichtige Warnung zur Spannung (Volt) vorweg:

Die interne Elektronik (Preamp) des Rare Earth Blend ist für eine Spannung von 3,0 bis 3,6 Volt ausgelegt. Das direkte Anschließen einer 9V-Batterie grillt die Elektronik sofort, da die Spannung viel zu hoch ist.

Möglichkeiten zur Umsetzung
Die sichere Methode: Step-Down-Regler (Spannungswandler)
Ein Kabel von einem internen 9V-Batteriefach (z.B. in einer Fishman Battery Bag im Korpus) zum Tonabnehmer legen. Zwingend erforderlich: kleinen Spannungswandler (Step-Down-Konverter/Festspannungsregler) dazwischenlöten, der die 9V der Batterie stabil auf 3,3V herunterregelt. Vorteil: Enorme Batterielaufzeit und einfacherer Wechsel im Korpus.
Viel Spaß
Lou
 
Um dann an die 9 Volt Batterie zu kommen, muss man den Rare Earth ja auch immer erstmal wieder raus fummeln?
Ob das so ein großer Gewinn ist?

Der Rare Earth hält bei mir gefühlt sogar länger durch, als der z.B. mein Anthem (Mic/Piezo) mit dem 9 Volt Block.

Ich bin ernsthaft am überlegen, ob ich mir als Ersatz für diese 9 Volt Blöcke irgendwann wirklich mal ein Akku und eine ganz dezente Ladebuchse in der Zarge einbaue.

Wobei du da halt live auch schauen musst, dass vorher genug Saft drin ist. Die Batterie kann man halt mehr oder weniger schnell wechseln.
Ist aber auch mindestens immer mit dem Lockern der Saiten und zarten Händchen verbunden. ;-)
 

  • Ersteller
  • #4
@Lou Ashford: Vielen Dank, an so etwas hatte ich gedacht, wobei ich daran dachte, ein von außen zugängliches Batteriefach in die Zarge in der Nähe der Gurtpinbüchse einsetzen zu lassen (wie es z.B. bei meiner Stevens gelöst ist).

Die Fragen die noch offen sind?

1. Wie finde ich diesen 'step-down'-Regler?
2. Wie schließe ich die Spannungsversorgung an das Pickup? (ich hatte daran gedacht, einfach in die Batterieaufahme etwas einzusetzen, das die gleiche Form wie die Batterie hat und mit zwei Kontakten an den Enden versehen ist. Gibt es da bessere Ideen?

@SlowGin: Danke (Fummeln siehe oben). Ich stelle mir vor, dass es etwas mit den verschiedenen Arten von Vorverstärker zwischen den Marken gibt, dass die Lebensdauer von Batterien unterschiedlich ist? Zumindest wäre das Wechseln einfacher und man könnte einen aufladbaren 9Volt Block Akku verwenden...

Beste Grüße
Robert
 
Mit einem Batteriefach in der Zarge ist das in der Tat alles deutlich einfacher. ;-)
Finde ich z.B. bei meiner kleine Taylor extrem schön und da ja sogar nahezu unsichtbar gelöst.

Punkt 2 verstehe ich gerade nicht so ganz?
Wenn du denn Pickup ganz klassisch über die Batterie oder einen Akku im Batteriefach versorgst, dann die Welt doch in Ordnung?
Eine/n Batterie/Akku in der Gitarre, eine Batterie als Ersatz in der Tasche? Geladen wird halt außerhalb der Gitarre.

Das Fishman in meiner Larrivee bekomme ich zum Batteriewechsel übrigens schneller und einfacher raus, als die 9-Volt-Batterie vom Anthem in der Gibson. ;-)
 
Einen fertigen, speziell für den Fishman Rare Earth Blend entwickelten 9V-auf-3V-Adapter gibt es nicht auf dem Mark. Wenn du aus Komfortgründen auf einen externen 9V-Block umrüsten möchtest, musst du diesen Mod per Selbsteinbau (DIY) realisieren. Für Audio-Anwendungen im Inneren einer Gitarre benötigst du einen Spannungswandler, der extrem klein ist und keine Störgeräusche (Brummen/Fiepen) erzeugt. Digitale DC-DC-Schaltregler (Buck Converter) sind hierfür wegen hochfrequenter Störgeräusche oft ungeeignet. Die beste Wahl ist ein linearer Festspannungsregler.
Hier bekommst du die passenden Bauteile:
  • Miniatur Step-Down-Schaltregler (einstellbar): Falls du ein fertiges, winziges Modul suchst, eignen sich "Mini-360 DC-DC"- oder "MP1584EN"-Module. Diese lassen sich per winziger Schraube exakt auf 3,0 Volt einstellen (z.B. Amazon). Zusätzlich sollte ein kleiner Kondensator (z. B. 100 µF) parallel an den 3V-Ausgang gelötet werden, um Restwelligkeit zu glätten. Sonst riskierst du ein hochfrequentes Pfeifen im Gitarrensignal.
  • Linearer Festspannungsregler (Komponente): Ein Festspannungsregler (z. B. der LM317 als einstellbarer Typ oder ein nativer 3V-LDO-Regler wie der MCP1700-3002E) ist ideal, da er absolut geräuschlos arbeitet (z.B. Conrad)
Verkabelung ist eine ziemliche Pfriemelei 😊. Vielleicht doch besser von einem Fachmann machen lassen?
Du musst ein Kabel von einem im Korpus/Elektronikfach platzierten 9V-Batteriefach zum Fishman-Tonabnehmer im Schallloch führen. Die 3V-Ausgangsleitungen des Wandlers werden dann vorsichtig an die originalen Batterie-Plus/Minus-Kontakte des Pickups gelötet.
Schaltbuchse nutzen: Achte darauf, dass die Stromzufuhr der 9V-Batterie über den Massekontakt der Stereo-Klinkenbuchse (Endpin-Jack) geschleift wird. Nur so schaltet sich das System automatisch ab, wenn du das Gitarrenkabel herausziehst.
Vielleicht findest du im Netz einen Schaltplan dazu. .........
 
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  • Ersteller
  • #7
@Lou Ashford: Danke... klingt in der Tat machbar aber aufwendig. Vielleicht finde ich in Freiburg jemanden, der so etwas machen kann.

@SlowGin: Es ist Dir vielleicht nicht klar, dass der Pickup ursprünglich nicht mit einer intern verbauten 9V Batterie, sondern mit einer 3V-Lithium-Zelle gespeist wird, die in einer entsprechenden Aufnahme im Pickupgehäuse sitzt. Lou Ashford oben kennt das Problem offenbar.
 
Ich glaube schon das ich den Unterschied kenne, da ich ja u.a. selbst auch das Rare Earth Blend benutze. ;-)

Klar braucht es da mehr als das Fach für die 9 Volt Batterie für den Rare Earth, wenn du das so lösen möchtest, wie von dir angedacht. Das man nicht ungebremst 9 Volt drauf gibt, ist schon klar.

Die Lösung wurde ja auch sehr gut beschrieben.
Wenn man kein Problem mit dem Fach in der Zarge hat und das jemand technisch umsetzen kann, warum auch nicht.


Lediglich das hier war mir nicht ganz klar:
...ich hatte daran gedacht, einfach in die Batterieaufahme etwas einzusetzen, das die gleiche Form wie die Batterie hat und mit zwei Kontakten an den Enden versehen ist. Gibt es da bessere Ideen?
Soll in dem Fach denn final nicht eine 9 Volt Batterie sitzen, deren Spannung danach wie beschrieben, für den Rare Earth heruntergeregelt wird?

Nur mal aus Neugier, wie lange kommst du denn mit der Batterie im Rare Earth rum, wenn du am Stück spielst?
Ich habe schon ziemlich viele, viele Stunden mit einer Batterie gespielt.
Die Laufzeit ist mit ca. 100 Stunden angegeben.
 
  • Ersteller
  • #9
Offenbar ein gegenseitiges Missverständnis: ich meine, wenn ich ein von außen erreichbares Batteriefach einsetze (mit der ganzen Elektronik der Spannungsreduktion etc.), dann muss ich die Spannung der 9V Batterie irgendwie dem Pickup selbst zuleiten. Das Pickup wird in einer eigenen, direkt im Gehäuse des Pickups sitzenden Batteriaufnahme mit einer 3V Zelle versorgt. Ich könnte mir vorstellen, zum Beispiel ein Stück Rundholz oder Plastik von der Form der Batteriezelle and beiden Enden mit Kupfer zu bekleben und daran das Kabel der Batterieversorgung zu löten. Ich hoffe, jetzt ist es klar, wie es gemeint ist.

Ich habe die Gitarre vor Kurzem gebraucht mit dem eingebauten Pickup übernommen, daher kann ich noch nicht selbst einschätzen, wie lange die Batterie hält, aber ich war schon fähig, den PU auszubauen, ohne die Saiten lockern zu müssen, auch wenn's zugegebenermaßen fummelig ist.
BatteryFishman.webp
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #10
Hi, melde mich nochmal zur Ergänzung -
Die Batterielaufzeit des Modells beträgt laut Fishman im optimalen Fall ca. 100 bis 110 Stunden Dauerbetrieb, wie oben richtig erwähnt wurde. Im Gegensatz zu reinen Magnet-Pickups besitzt die „Blend“-Version ein aktives Kondensatormikrofon, das deutlich mehr Strom zieht als die Standard-Versionen (welche bis zu 240 Stunden halten). Das System schaltet sich automatisch ein, sobald ein Klinkenkabel in die Endpin-Buchse gesteckt wird. Wer nach dem Spielen vergisst, das Kabel zu ziehen, entleert die Knopfbatterien innerhalb weniger Tage vollständig.
Ich gebe zu bedenken: Ein linearer Festspannungsregler 3,3V/3V) vernichtet die überschüssige Energie (von 9V runter auf 3V) komplett als Abwärme. Der Wirkungsgrad ist extrem schlecht. Zudem verbraucht der Regler selbst einen kleinen Ruhestrom, was die 9V-Batterie auch bei Nichtbenutzung langsam leersaugt, wenn kein echter Trennschalter verbaut wird. Ob dies wirklich ein Gewinn wäre kann ich leider nicht abschätzen. Soweit die Technik.
LG, Lou
 
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  • #11
Lou war schneller.

Technisch macht es nicht so viel Sinn mit einem linearen Spannungsregler von 9V auf 3V runterzuregeln. Diese Regler erzeugen einfach Wärme, d.h. hier gehen 2/3 der Energie verloren. Mit 2Stk AAA 1.5V Batterien im Batteriefach bist Du im Prinzip besser aufgehoben.
 
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  • #12
und dann auch noch das: Jedes zusätzliche Bauteil, Kabel und Gehäuse im Korpus erhöht das Risiko von Einstreuungen, kalten Lötstellen oder unerwünschtem Mitschwingen (Rasseln) der Elektronik bei bestimmten Frequenzen...Könnte, muss nicht....
Ich würde abschätzen wie oft ich die Gitarre nutze und dann abwägen.
Lou
 
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  • Ersteller
  • #13
Danke! Alles gute Ratschläge! ... vielleicht ist es tatsächlich eine Kopfgeburt... ich werde mal das Batterieleben beobachten und Ersatzbatterien parat halten; dann weitersehen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Lou war schneller.

Technisch macht es nicht so viel Sinn mit einem linearen Spannungsregler von 9V auf 3V runterzuregeln. Diese Regler erzeugen einfach Wärme, d.h. hier gehen 2/3 der Energie verloren. Mit 2Stk AAA 1.5V Batterien im Batteriefach bist Du im Prinzip besser aufgehoben.
Danke, gäbe es im Prinzip so ein Einbaufach für 2xAAAfür den Zargeneinbau?
 
  • Ersteller
  • #15
Vielen Dank!
 
  • #16
2x AAA würden reichen, aber habe gesehen, es gibt nicht so viele Batteriefächer dafür, Danke also an chris_kah für die AA-Fächer. Gemäss Internet hat Deine Knopf-Bat. 170mAh, eine AAA hat schon ca. 5mal mehr (kommt etwas aufs Modell an), eine AA hat min. 10mal mehr mAh als Deine Knopf, hält also 10mal länger. Irgendwann macht's dann aber keinen Sinn mehr, weil sich die Bat ev. auch selbst entlädt/altert über die Jahre. Ein weiterer Grund min. 1000h/Jahr zu üben.
 
  • Ersteller
  • #17
Die Idee mit den 2xAAA ist doch genial. Da die Gitarre einen Sound Port an der oberen Zarge hat, werde ich es ausprobieren, direkt am Port eine kleine Tasche mit Klettverschluss zu befestigen und 2xAAA mit dieser Halterung da unterzubringen: https://www.ebay.de/itm/200988520956?var=501857169735

Da müsste ich eigentlich die Batterien von Außen wechseln können, ohne den PU auszubauen. Für den Anschluss mache ich mir einen kleinen 2xLR44-dummy als Holz mit zwei Kupferkontakten, den ich in das PU einsetzen werde... Vielleicht haut das hin. Der Vorteil wäre, dass ich nicht einmal ein Loch in die Zarge sägen müsste, um ein Batteriefach einzusetzen.
 
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  • Ersteller
  • #18
Endlich bin ich dazu gekokmmen, diese Idee umzusetzen, und sie funktioniert.

Die Knopfzellen, die nach wenigen Stunden Spiel leer waren, haben mich stark motiviert... :)

Das Batteriefach ist durch den Zargenport erreichbar am Klettband angebracht, so dass es kein Problem ist, die Batterien zu wechseln, ohne gleich das Pickup auszubauen. ... bin sehr erfreut.

Der Dummy ist von einer Bambusstange abgesägt; die üblichen Rundhölzer aus dem Baumarkt haben genau 10mm Durchmesser, und das ist knapp zu wenig.


Battery_Dummy_Fishman_1.webp
Battery_Dummy_Fishman_3.webp
Battery_Dummy_Fishman_2.webp
 
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