Modifying the vintage modified Jazzmaster

  • Ersteller Ben zen Berg
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Neck_03.jpg


Oops, es hat zwei Monate gebraucht, bis ich den Hals wieder anschrauben kann. Der Headstock ist Sonic Blue, Seiten und Rücken habe ich mit Leinölfirnis geölt. Jetzt hat der Hals hat einen schönen, seidenmatten Glanz.
Das Öl hat die Maserung gut angefeuert - leider ist dadurch der unsaubere Wuchs auf der Kopfplatte unterhalb der ersten Bohrung viel deutlicher hervorgetreten. Es wird wohl so wirken, als wäre der Mechanik das Öl ausgelaufen.
Das kann ich jetzt nur fatalistisch kommentiern: Ist halt Natur, nä.
 
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Der arme Hals, äh Kopfplatte heult, sozusagen.
Vorfreude auf die schöne Musik, die sie erwartet.:D
lg
 
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Der Hals ist dran, der erste Bauabschnitt ist abgeschlossen :) Saitenlage: Hohes E: 2,4 mm, tiefes E: 2.9 mm.
(Doch, ich habe den Halsfuß angepasst - sonst wären es jetzt 3,4 bis 4 mm)

neckIsReady_2_small.jpg


neckIsReady_3.jpg


neckIsReady_1.jpg
 
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:love: *nuff_said*
 
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Wunderschön! Macht neidisch.
 
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So schön ich die Optik mit dem neuen Hals finde, so doof fand ich das, was ich dann hörte.

Der Hals hat eine Krümmung von max. 0,3 mm auf der Strecke vom ersten bis zum zwölften Bund, das ist gut so. Um jedoch eine halbwegs erträgliche Saitenlage zu bekommen, habe ich die Bridge auf dem Pickguard aufliegend montiert. Das klang aber gar nicht nach Jazzmaster. Die Gitarre hat durch die Modifikationen viel, wirklich viel mehr Sustain. Aber irgend wie klang das alles leicht angezerrt und nicht so differenziert wie ich es vom Jazzmaster kannte.
Mir war sofort klar, dass es an der aufliegenden Brücke lag. Also, doch ein Shim. @smartin: Ich habe dann eine 2 cm breiten und 0,7 mm dicken Fichtenfurnierstreifen benutzt. Dadurch konnte ich die Bridge 3 – 4 mm höher schrauben und das hat die Gitarre wieder zum Jazzmaster gemacht.
Die Saitenlage ist jetzt mit 1,8 bis 2,2 mm sehr komfortabel. Der geölte Hals lässt sich gut bespielen, er hat eine seidenmatte Optik, ist glatt aber nicht rutschig. Da bei mir so gut wie nie Handschweiß auftritt, kann ich vielleicht im Hochsommer mal was zum schlüpfrigen Spiel schreiben.
Der Nullbund wird wohl seinen Teil zum neu erworbenen Sustain beitragen – das dann aber nur, wenn die Saiten leer angespielt werden. Da dies bei meiner Spielweise aber nur selten vorkommt, werde ich dessen Beitrag zur klanglichen Veränderungen dann auch als sehr gering beurteilen.
Die größte Änderung bezüglich des Klangverhalten ist durch die fixierte Bridge entstanden. Das hat den Sound des Jazzmaster stark aufgewertet. Der Ton bleibt so viel länger stehen, das ich auch keine Angst vor dem Shim hatte. Trocken gespielt wirken die Saiten auf das Tremolo jetzt wie ein Exciter, der die Trem-Abdeckung in einen kleinen Speaker verwandelt. Die Saiten zwischen Trem und Bridge schwingen natürlich fröhlich mit, vielleicht sogar stärker als vorher – aber mit viel weniger Eigenfrequenz.
Vor dem Umbau haben die Saiten dort immer eine weitere Frequenz entsprechend der schwingenden Länge produziert. Jetzt tragen sie die gespielte Frequenz weiter zum Trem. Wenn ich unplugged einen Akkord spiele, hört es sich ein so an, als hätte ich ein wenig Studio Hall auf’s Signal gelegt. Wenn ich dann meine Hand auf das Trem lege, klingt es, als würde der Studio Hall reduziert. Mute ich die Saiten zwischen Trem und Bridge, wirkt es so, als würde der Hall abgeschaltet. Die Tonfarbe ändert sich dabei aber nicht.
Bei dem stark aufgewerteten Sound fällt natürlich der nächste Schwachpunkt deutlich krasser auf: Dem Bridge-PU kann ich nichts entlocken, was mich begeistern würde. Aber die Pickups stehen ja auch auf der ToDo-Liste.

Ach ja, tremolieren geht jetzt auch verstimmungsfrei.
 
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@.s: Bei einer Runde über den Flohmarkt habe ich es gesehen: Du versuchst es mit Telepathie bei deiner VM JM. Seid ihr keine Freunde geworden?
 
Ne, spielt sich zwar wie meine alte MIJ, klingt aber nicht so und ist auch schwerer. Deswegen muss sie gehen. Ironischer Weise steh ich seit geraumer Zeit so dermaßen auf meinen langjährigen Hass "Tele" (trotz des super hässlichen Headstocks), dass die JM ehen soll.

Willste etwa eine zweite Patientin? :D
 
Patienten stehen hier noch einige 'rum. Von der P-90-Paula muss ich unbedingt die goldene Hardware entfernen, auf der SG Special möchte ich eine andere Brückenkonstruktion und die PU's müssen auch ausgetauscht werden. Auf der Alden Galactica sitzen drei Mini-HB mit je einem on/off-Switch - mit diesen Sounds kann ich z.Zt gar nichts anfangen :nix: Bridge HB & P-90 und ein Perl White Pickguard würden mir da drauf viel besser gefallen. Meine DIY-Tele - überarbeiten oder noch mal neu machen???
 
Sehr schönes Teil :great:
Ich hab auch eine VM in CAR, die ich ebenfalls recht stark gemoddet habe. Der Lack kam komplett runter vom Hals und wurde anschließend leicht geölt.
Den Bridge-PU musst du unbedingt rausschmeißen, mit Jazzmastersound hat der mal gar nichts zu tun. Das Teil hat unsägliche 13kohm oder so!! :eek: (und klang trotzdem seltsam dünn und leise)

Bei mir ist jetzt ein Set SD SJM-1 drin, das kann ich sehr empfehlen!
Außerdem hab ich eine TOM draufgeknallt (mit tiefer gefeilten Saitenreiter wegen 9,5" Halsradius). So ganz zufrieden bin ich mit dem Hals trotzdem nicht. Wenn ich mal wieder Geld übrig hab, werde ich mir ein vernünftiges Teil (Rockinger z.B) kaufen, mit 12" Radius, und dann wie du die Schaller STM verbauen, die ich hier noch rumliegen habe.

Ist meine erste Jazzmaster, und ich war erstmal vom katastrophalen Bridge-design schockiert :D Die originalen Vintageteile gehen ja mal gar nicht, auch die Mustangbridge mit der ich es zuerst versucht habe, ist nicht viel besser.
Aber auf jeden Fall ist die Lust an Jazzies bei mir erwacht!
 
Danke für das Lob, auch an .s & Evili.
Das Teil hat unsägliche 13kohm oder so!!
Das habe ich auch mal in einem amerikanischen Forum gelesen. Aber irgendwie passt das nicht. Dann müsste das Teil deutlich weniger Höhen liefern und viel matschiger klingen. Bei mir ist es aber genau das Gegenteil. Wenn ich den Bridge-PU etwas näher an die Saiten schraube wird der Sound unangenehm schrill und schneident. Und ein guter P-90 ist deutlich lauter.
 
Ich habs nachgemessen, das Teil hat wirklich so um die 13kohm.
 
:eek: Vielleicht kann das Teil deswegen auch nur Nirvana :D

Hast Du den Neck-PU auch mal durchgemessen?
 
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Ja der hat ca. 7Kohm, also so wies sein sollte ;)
Der klang auch eigentlich ziemlich ordentlich, ich hab ihn nur ersetzt weil er etwas zu laut für den SJM-1 an der Bridge war (Höhe anpassen hat auch nicht viel geholfen)
 
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Ich habs nachgemessen, das Teil hat wirklich so um die 13kohm.

Und deswegen ist der Bridge-PU bestens geeignet für Leadsounds. Bevor der Tonabnehmer das Brett verlassen muss, habe ich noch mal eine Aufnahme in seinem angestammten Jagdrevier gemacht:

 
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pu_001_c-jpg.419940


Es wird am offenem Herzen operiert:

Single Coil Sound
Hum cancelling

ABER: :redface: Sehr, sehr wenig Output. Mehr dazu im Individuelle, selbstgewickelte Pickup Thread (klick).
 

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