Möglichkeiten der bandtauglichen Verkabelung?

von googlemeister, 03.09.10.

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  1. googlemeister

    googlemeister Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.10   #1
    Hey Leute,

    ich möchte in 6-12 Monaten in einer Band spielen und nutze die Zeit um mir vorab ein paar Gedanken zu machen.
    Was für Möglichkeiten der Verkabelung gibt es?

    Einige Möglichkeiten sind ja Standard:
    - jeder nimmt für sein Instrument die passenden Verstärker mit die auf der Bühne sinnvoll aufgebaut werden und beschallt das Publikum direkt.

    - man geht mit dem Instrument in seinen Verstärker, schleift den Verstärker in ein Mischpult ein und beschallt das Publikum über die vorhandene Anlage des Veranstalters.

    - ich könnte auch nen Notebook mit Guitar Rig o.ä. nutzen und damit direkt in ein Mischpult gehen. Alternativ von der Software einfach in ein Lautsprechersystem.

    Gibt es noch andere Möglichkeiten? Welche Möglichkeiten wären sinnvoll? Ich selber finde die Softwarevariante ganz nice, weil man da wenig schleppen muss aber Nachteil ist, das es halt nicht so einen warmen Sound hat wie Röhren. Die Anlage des Veranstalters nutzen ist sicherlich auch super, Problem ist nur das man erstmal nen Bekanntheitsgrad braucht um überhaupt dort zu spielen wo ein Veranstalter überhaupt Geld für sowas hat :D

    So nen Topteil mit Boxen kostet ja schon für nen Hobbymusiker ne Menge Geld. Software und Boxen ist vielleicht nur nen viertel vom dem Preis.

    Was meint ihr? Ich bitte um Aufklärung ;-)

    Lieben Gruß
    googlemeister
     
  2. Basstom

    Basstom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.10   #2
    Ich finde (Achtung, persönliche Meinung!), dass man auf Dauer nicht um eine "adäquate Verstärkung" herum kommt.
    Es muss ja nicht gleich das 100 Watt Röhrentop mit passender Box sein, es gibt auch durchaus brauchbare Combos, die kleinere Lokationen beschallen können. Und falls doch eine PA da ist, so kann man den "klassischen Weg" gehen und die Box mikrofonisch abnehmen. -Geht natürlich auch per digitalem Modeller direkt ins Pult, aber das ist nicht mein Ding.

    Hmmm, Software und Boxen? Wo willste die Boxen dann anschliessen?
     
  3. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 03.09.10   #3
    Das ist eine taugliche Methode zum Proben und für Kleinstgigs, allerdings ist Beschallung des Publikums mit Instrumentenverstärkern doch nicht unbedingt die technisch beste.

    Das funktioniert gut bei Instrumentenverstärkern, bei denen der Lautsprecher nicht stark zur Klangformung beitragen muss (A-Gitarre, Bass, Keyboard), schlecht jedoch bei E-Gitarren, hier ist der Einfluss des Lautsprecher zwingend erforderlich. Ob das nun durch eine Mikrofonierung der Box oder durch die Simulation selbiger geschieht ist wiederum eine Frage des Sounds und Geschmacks.

    Das geht natürlich. Allerdings machst du dich damit stark abhängig von der (gestellten) Anlage. Leider bekommt man gerade als Anfängerband seltens eine gute Anlage, über die eine Simulationssoftware dann auch gut klingt. Außerdem würde ich doch eher einen Modeller in Bodentreterformat einen reinen Softwarelösung über Laptop vorziehen, sollte deutlich robuster sein. Noch dazu will so etwas erst mal passend programmiert werden, damit es klingt.

    Im Prinzip stimme ich Basstom zu, ich würde mir einen ordentlichen Verstärker zulegen, das muss keineswegs ein (Half-)Stack sein. Ich favorisiere die Variante Topteil plus kleiner Box, weil man damit einfach am flexibelsten ist. Bei Auftritten kommt davor dann ein Mikrofon oder wenn man es mag eine DI-Box mit Speakersimulation zwischen Top und Box.

    Eine Box, mit der du die Software auf proberaumtaugliche Pegel verstärken kannst und die dazu noch ordentlich klingt, wird nicht unter 500€ zu bekommen sein, je nach Anspruch wirst du da noch deutlich mehr los.
     
  4. googlemeister

    googlemeister Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.10   #4
    Vielen Dank für eure Antworten! ;-)

    Ich frage mich nun, wieso man dann 100W Teile braucht. Wenn ich über den Weg eines Topteils + Boxen + Mikrofon gehe, würden ja auch einfach nur 5 oder 10 W reichen um das Mikrofon zu beschallen oder nicht?

    Und wenn ich z.b. also ein Topteil + Box nehme und fahre zunem Auftritt, brauch ich ja auf jedenfall vor Ort ne Anlage um das Publikum vernünftig zu beschallen. Wenn die keine haben und direkt über Instrumentenbeschallung technisch "doof" ist, was macht man dann? Dann kann man sich als kleine Band auch noch ne komplett Anlage holen. Seh ich das richtig?
    Hab mir halt schon mal nen paar Sachen angeguckt und so ein ENGL Screamer 50 oder sowas gefällt mir schon ganz gut. Bin aber von Band und somit Auftritten noch weit entfernt ;)
     
  5. Basstom

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    Erstellt: 03.09.10   #5
    Prinzipiell schon. Da aber nicht überall (gerade in kleineren Lokationen) eine PA-Anlage zur Verfügung gestellt wird, ist ein (Half-) Stack oder ein etwas kräftigerer Combo durchaus berechtigt, finde ich. Ausserdem möchte man sich selber ja auch vernünftig hören ... ;)

    Na, dann warte ab, bis Du in einer Band bist. Du wirst sowieso eine adäquate Verstärkung für den Proberaum benötigen ... :rolleyes:
     
  6. the flix

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    Erstellt: 03.09.10   #6
    Und über was wird dann dort der Gesang verstärkt?

    Grundsätzlich sollte man Leistung nicht mit Lautstärke gleichsetzten. Endstufen muss man nicht ausreizen und unterschiedliche Leistungsklassen verhalten sich im Klang, gerade im Hinblick auf die Kompression durchaus unterschiedlich. Außerdem kann die Instrumentenverstärkung gut zur Bühnenbeschallung eingesetzt werden, gerade weil oft das Monitoring nicht sehr hochwertig ist.
     
  7. Basstom

    Basstom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.10   #7
    Ich habe ewig nicht mehr in ´ner Band gespielt (letztmalig Ende der 80er), für kleinere Gigs hatten wir ´ne kleine Gesangsanlage und der "Rest" kam halt direkt aus den jeweiligen Instrumentenverstärkern bzw. unverstärkt (Drums). :)
     
  8. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 03.09.10   #8
    Eben, mit der Gesangsanlage lässt sich auch wunderbar die abgenommene E-Gitarre dem Publikum hörbar machen. Es geht dabei viel weniger um die Lautstärke, als um einen gleichmäßigen Klang durch das wesentlich bessere Abstrahlverhalten.
     
  9. Basstom

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    Erstellt: 03.09.10   #9
    Da haste Recht.
    Wir haben fast nur im recht kleinen Rahmen gespielt, mehr so privat/partymäßig, da war dann weniger mehr. ;) -Nee, es reichte bei den kleinen Räumlichkeiten einfach auch so.
     
  10. hups

    hups Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.10   #10
    Das geht. Für den Gesang benötigt man aber eine Anlage zur Beschallung, sonst wird das nix. Die passenden Verstärker sollten aber "mit Disziplin betrieben" werden.
    Neien. Sehr oft entsteht der entgültige Sound erst durch die eingesetzten Speaker (E-Piano, E-Gitarre usw.). Da nützt einem kein "in den Verstärker schleifen". Professionell kann man eine Menge so machen, aber als Amateur wird das nichts.
    Scheitert oft an der Komplexität. Außerdem will das Publikum Musiker sehen und nicht nen Notbuch.
    Am besten hat der Musiker eine Gerätschaft, die leise auch einen guten Sound liefert. Das nimmt man dann je nach Instrument per Kabel oder per Mikrofon ab und in das Mischpult rein. Dann hat man die Möglichkeit, den Sound den Gegebenheiten nach einzustellen (Mischen). Wenn es ein bißchen authentischer sein soll, eben von der Bühne oben "etwas" nachhelfen mit dem Equipment (Amps, Schlagzeug usw.).
    So wird das nichts. Ein ordentlicher Bassist hat ein vernünftiges Equipment und das kostet erst einmal Geld - auch zum üben. Es muss ja nicht die 450 Watt Bassanlage sein, erst einmal reichen 25 Watt für Bass und das kann man gut abnehmen per Micro. Sollte der Schlagzeuger aber nicht leise spielen können, braucht man schon mal eine 100 Watt Bassanlage - spätestens jetzt erinnere ich nochmal an das Thema Band-Disziplin.

    Früher war alles einfacher: meist hatte man eine "bescheidene" Gesangsanlage und der Rest wurde über die eigenen Amps gefahren - mit mehr oder weniger Erfolg je nach Erfahrung UND Können. Wenn man das auf heute überträgt, hat man eigentlich die Lösung für die neue, junge Band:
    - spielerisches Können
    - ausreichendes eigenes Equipment (Amp, Instrument)
    - Disziplin im Zusammenspiel

    später
    - vernünftige Gesangsanlage/PA + Monitoranlage wenn möglich (muss kein Profiteil sein)
    - einen guten "Mixer"


    Gesangsanlage/PA, Monitoranlage und Mixer werden häufig bei Veranstaltungen gestellt. Man sollte sich zuerst also auf eigenes Equipment, spielerisches Können und Band-Disziplin konzentrieren. Der Rest kommt dann schon ..
     
  11. hups

    hups Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.10   #11
    Im Prinzip ja, wenn die richtigen Boxen nebst richtigen Speaker genutzt werden. Der Trend geht dahin. Allerdings z. B. bei der E-Gitarre bekommt man "den" Clean-Sound nicht unbedingt mit einem 5 Watt Amp hin. Hier sind nach meiner Meinung 15 Watt und mehr Pflicht und da gibt es auf dem Markt auch im professionellen Bereich viel Auswahl; ich nenne hier mal den Fender Princeton Amp.

    Eine Gesangsanlage benötigt man schon. Ansonsten: diszipliniert spielen.
    Ja, aber es sollte sich lohnen. Gekauft ist eine Anlage meist nur noch die Hälfte wert.
    Das ist mal eine Investition. Zwischen 15 Watt und 50 Watt sind optimal für E-Gitarre. Für den Anfang zwar etwas heftig, aber der Amp sollte eben alles an "Standardsounds", also Clean, Crunch, Zerre, abdecken können. Der von dir benannte Amp wird das wohl können.
     
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