Ja klar, aber Du kannst beim Gitarre Spielen nicht immer gleichmäßig voran kommen.
Manchmal braucht dein Kopf oder dein Körper Zeit, das Gelernte einzuarbeiten.
Überleg mal, Du lernst im Prinzip komplett neue Bewegungen, und die müssen auch mal ruhen können damit sie wirklich natürlich werden.
Ist beim Sport genauso, viele gehen täglich pumpen, dabei sind die Pausen super wichtig für den Körper.
Statt dessen konzentriere Dich auf andere Sachen, die über die reine Fingertechnik hinaus gehen.
Zum Beispiel das Spiel der Rhythmik.
Ohne Dir jetzt was unterstellen zu wollen, die Samples klangen schon sehr ordentlich, aber in der Regel kann man nicht alles auf einmal lernen.
Noten braucht kein Schwein.
Aber mich hat mein damaliger Gitarrenlehrer mal total primitive Sachen spielen lassen, die rhythmisch interessant aber nicht fordernd waren.
Führte aber dazu, dass meine beiden Hände mal in Ruhe üben konnten, zusammen tight zu spielen. Dadurch wurds später mit dem schnelleren Kram auch einfacher, weil die Hände besser auf einander abgestimmt waren.
Ich musste nicht mehr drüber nachdenken, wann ich anschlage oder nicht, weil die Hände schon komplett im Alleingang funktionierten.
Insofern, auch wenn Du was ganz primitives spielst, es kann super helfen.
Manchmal ist weniger halt mehr.
Um mal so tiefgestimmten Kram zu nehmen der groovt, also ne Band die simple aber coole Riffs hat, die man auch mal entspannt spielen kann - wo trotzdem linke und rechte Hand in Ruhe üben können, weil sie nicht nebenbei noch was anderes lernen müssen.
Wirst sicherlich andere Bands und Songs haben, wo das geht, ich kenn mich in den Regionen nicht aus, die zu deinen Samples passen.
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Kleine Anekdote am Rande:
Aus meiner Zeit im Jugendhaus kannte ich einen Gitarristen, der extrem eifrig gelernt hatte, ähnlich wie Du mit dem Ziel schneller und präziser zu werden.
Songs seiner großen technischen Vorbilder konnte er auch erstaunlich bald nachspielen, und technisch auch sehr gut.
Neue Songs lernte er so schnell, der konnte
E-Gitarre fast vom Blatt spielen - mit komplexen Solos mit technischen Spielereien drin.
Was er in der Zeit nicht gelernt hatte, war mit den Füßen zu arbeiten.
Er war so konzentriert auf seine Finger, dass er keine Kapazitäten im Hirn mehr frei hatte, was anderes nebenbei zu machen.
Klingt erstmal überflüssig, führte aber dazu dass er ne Zeit lang Probleme bei Kanalumschaltung und der Nutzung von Effektgeräten hatte.
Nur als Idee, warum die indirekten Fähigkeiten manchmal genauso wichtig sein können, wie die primären.