Multieffektgerät, das "Referenzen" erlaubt ?

butz79
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Hallo allerseits,

bin ganz neu hier und habe gleich mal eine Frage, die mich schon länger beschäftigt.

Gibt es ein Gitarren-Multieffekt, das es erlaubt, einzelne Patches/Speicherplätze mit "Referenzen" auf einen bestimmten Sound zu belegen ?

Beispiel:

Ich habe 10 Bänke für ebensoviele verschiedene Songs programmiert. Auf Speicherplatz 4 dieser Bänke liegt so gut wie immer der selbe Sound (z.B. ein fetter Lead-Sound für Soli o.ä.).

Wenn ich jetzt feststelle, dass dieser eine Sound ein gutes Stück lauter muss, müsste ich ihn bei Geräten wie z.B. dem VOX Tonelab SE/LE auf allen 10 Speicherplätzen editieren.
Toll wäre es, wenn man ihn auf einem Speicherplatz speichert und von anderen auf diesen verweist (die besagte Referenz). In diesem Fall müsste man bei besagtem Beispiel nur einmal editieren.

Gibt es sowas ? Vielleicht bei den High-End-Geräten wie den tc electronics (G-System, Nova etc.) ?

Danke für sachdienliche Hinweise und Grüße,
Butz
 
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Also ich habe noch nichts von Multiboards mit "Referenz"-Programmierung gehört, bzw. eines in Verwendung gehabt?!? Bei allen "gängigen" Boards die ich kenne und gespielt habe, muss man sich wirklich die Mühe machen jedes Preset einzeln zu programmieren, bzw, dann eben auch zu verändern ...

Hier mal eine Liste von Boards wo es nicht geht, bzw. ich nicht wüsste wie man so einen "Referenz"-Angleich mehrerer Presets durchs verstellen eines einzelnen angleicht:
- Vox ToneLab SE/LE
- Korg AX1500G und AX3000G
- Boss GT-8 / GT-10
- Line6 Pod HD300/400/500
- Line6 Pod 2
- Line6 Pod Live
- Line6 Pod XD
- Digitech RP-Serie
- Zoom G-Serie
- Boss ME-Serie
- Line6 M9 und M13

Also eigtl. so ziemlich alle. Die einzigen Boards die ich diesbezüglich noch nicht getestet habe sind: Boss GT-100 (ist ja gerade neu und mir noch nicht unter den Fuss gekommen bislang) und das TC-Electronic G-System. Mit Recklösungen habe ich bisher noch nicht gearbeitet. Aber auch da glaube ich kaum, dass es anders sein wird. Irgendwo ist dieses Feature, was du haben willst sicherlich nice to have, aber m.M.n. kein sinnvolles Must-have.
Stell dir mal vor du verstellst einen Sound in der Lautstärke und plötzlich verstellt sich alles mögliche von selbst, weil man entweder unbewusst Referenzen gelegt hat oder wie auch immer ....
Und sind wir doch mal ehrlich ... Ist es wirklich so viel Arbeit bei 10 Sounds eine Lautstärkeanpassung zu machen und diese einzuspeichern? Ich denke mal die 10 Klicks, bzw. 5 min. sollte man sich doch Zeit nehmen können ;)
 
Also die Idee mit der Referenz finde ich nichtt verkehrt, vorallem wenn man die Wahl hat ob man es nutzen möchte oder nicht. ;) Wäre aber auf dauer Unübersichtlich wenn man Kreuz und Quer verweise macht, und wenn es nur um die Lautstärke geht dann macht es nciht viel Sinn für ein solches Feature.

Aber wie rock4life81 schon geschrieben hat können das viele nicht. Bei dem Korg AX3000G kann man die Lautstärke und Rauschunterdrückung für jeden einzelnen Speicherplatz verändern. Dazu hat es hinten noch ein Rädchen für den Gesamt-output. Dieses solte man aber ganz auflassen da es sonst leider höhen klaut. Daher die Bestätigung : das Korg AX3000G kann es nicht.

Das M9 auf jeden Fall auch nicht. Die Effekte haben alle unterschiedliche Variablen bzw. Reglerfunktionen. Möglich wäre es aber "on-the-fly" mit einem Expression-Pedal. Man kann dort mit einem Fußwipp mehrere Parameter gleichzeitig ändern (bsp. Lautstärke hoch, Delay Mix etwas runter und Delay repeats höher).
Die alten Pods können es auf jeden Fall auch nciht. wie es mit dem HD aussieht keine ahnung.

Für mich gilt aber eher das der Sound und Features des Gerätes meinen Vorstellungen bestmöglich übereinstimmt. Multis sind anfangs immer etwas Komplizert, aber sobald man weiß wie es geht (was nicht allzu lange dauern wird) dann hat man immer blitzschnell was geändert.
 
Hi,

solche Referenzen gibts leider bei keinem mir genannten Fußboden-Multi. Du kannst natürlich bei den meisten einen Sound verändern und den dann auf mehrere Speicherplätze kopieren, das wäre zumindest beim Verstellen mehrerer Parameter schon eine gewisse Arbeitserleichterung.

Ganz einfach gehts dafür mit einer Auftrennung Effektgerät / MIDI-Fußboard. Hier kannst du über das sog. MIDI-Mapping (die meisten Foot Controller können das) einstellen, dass von beliebigen Nummern auf dem Controller beliebige andere Nummern im Effekt angewählt werden, also auf Wunsch auch immer das gleiche Patch am Effektgerät eingeschaltet wird. Es wird also von Bank 3, Patch 4 des Controllers zB MIDI-Program Change Befehl #37 gesendet, und der gleiche Befehl von Bank 4, Patch 4. Dann muss man in der Tat den Sound, auf den man jeweils verweist, nur einmal editieren. Die meisten 19" Effekte können über MIDI auch recht umfangreich gesteuert werden, manche haben auch ein Input-Mapping. Dabei kann man intern einstellen, welchem empfangenen MIDI-Befehl welches Patch zugeordnet werden soll. In dem Fall genügt sogar ein Fußboard ohne eigene Mapping-Funktion.

Genau genommen geht das natürlich nicht nur mit Rackgeräten, sondern auch mit Fuß-Multis - wenn sie denn einen MIDI-Anschluss haben. Leider bringen einige Hersteller aus mir unerfindlichen Gründen keine MIDI-Anschlüsse an ihren Boden-Multis an, wie zB Digitech bei der RP-Serie. Bei Line6 hat wenigstens das Top-Modell HD500 einen MIDI-Anschluss, aber ich weiß nicht, ob der auch CC-Befehle empfängt und verarbeitet, also Realtime-Steuerung der Parameter ermöglicht. Selbst beim Rackmodell HD Pro bin ich mir da nicht sicher.

Überhaupt sollte man also vor einem Kauf immer die Bedienungsanleitung runterladen und durchlesen, ob (und wie) das Gerät die Funktionen anbietet, auf die man Wert legt.

Gruß, bagotrix
 
....Genau genommen geht das natürlich nicht nur mit Rackgeräten, sondern auch mit Fuß-Multis - wenn sie denn einen MIDI-Anschluss haben. Leider bringen einige Hersteller aus mir unerfindlichen Gründen keine MIDI-Anschlüsse an ihren Boden-Multis an, wie zB Digitech bei der RP-Serie. Bei Line6 hat wenigstens das Top-Modell HD500 einen MIDI-Anschluss, aber ich weiß nicht, ob der auch CC-Befehle empfängt und verarbeitet, also Realtime-Steuerung der Parameter ermöglicht. Selbst beim Rackmodell HD Pro bin ich mir da nicht sicher. ...


Gruß, bagotrix

Das Problem ist eher das die meisten Multi-Pedals dafür ausgelegt sind MIDI Signale zu senden, anstelle von empfangen/verarbeiten. Daher geht es dies leider nicht.
Desweiteren ist das mit den MIDI-Change Befehlen auch nur eingeschränkt möglich. Denn er Verweist ja auf bestimmte Voreinstellungen bzw patches und nicht unbedingt auf Parameter. (Außer wenn ich deine Aussage falsch verstanden habe.)
 
Also wenn es nur um Lautstärke geht hast du beim X3 Live doppelt die Möglichkeit dies zu tun.
Einmal kannst du ein komplettes Patch lauter oder leiser machen (abspeicherbar) durch einen der kleinen schwarzen Regler unterm Display.
Andererseits kansnt du den Mastervolumeregler nutzen, der allerdings global arbeitet, also nicht nur für ein Patch.
So wei du dir das denkst, dem Gerät also zu sagen "mach das so wie bei Speicherplatz 45 D", das haut soweit ich weiß hier auch nicht hin.
 
wenn sichs wirklich um das selbe preset handelt, kannst du beim boss gt-pro/8/10 z.b. das preset auf bank 1 lauter machen und dann einfach auf den anderen bänken abspeichern. das sollte allerdings bei so ziemlich jedem multi so einfach gehen. alle gleichzeitig lauter machen geht meines wissens nach bei keinem, weil du ja quasi mehrere patches gleichzeitig editieren würdest.
 
Hallo,

beim GT8 von Boss hast du, wie bei den meisten Miultis, verschiedene Möglichkeiten die Lautstärke einzelner Patches bzw. die Gesamtlautsärke zu ändern.

Ich verstehe allerdings nicht welchen großen Vorteil die von dir erwünschte Preverenz Einstellung bringen soll.
Falls du wirklich in jeder Bank auf Speicherplatz 4 den gleichen Sund hast dann verstelle doch die Lauststärke dieses Sounds bei Bank 1 Speichplatz 4. Anschließend kopierst du diesen Patch in die anderen Bänke. Das dürfte z.B. beim GT8 nocht nicht einmal eine Minute dauern.
Falls du doch in jeder Bank auf dem Speicherplatz 4 etwas unterschiedliche Sounds hast, mußt du halt jeden Patch aufrufen und z.B. den patchlevel anpassen. Duert evtl. 1:30Minuten für 10Patches.
 
Alle gleichzeitig lauter geht beim X3 live über den Main Outputregler, der allerdings wie erwähnt nicht speicherbar ist.
 
Ich verstehe allerdings nicht welchen großen Vorteil die von dir erwünschte Preverenz Einstellung bringen soll.
Falls du wirklich in jeder Bank auf Speicherplatz 4 den gleichen Sund hast dann verstelle doch die Lauststärke dieses Sounds bei Bank 1 Speichplatz 4. Anschließend kopierst du diesen Patch in die anderen Bänke.

Klar, so behelfe ich mir auch ... aber elegant ist das definitiv nicht ;). Es wäre wirklich wesentlich cooler, wenn man einen Pool an programmierten Sounds hat und von den einzelnen Speicherplätzen nur noch auf diese "verlinkt". Angenommen, Du verwendest 30 Bänke (wer das macht, ist wirklich ein Sound-Fetischist :)), weißt aber nicht mehr genau, auf welchem Du besagten Lead-Sound einsetzt - dann geht das Gesuche los, eventuell Du den Sound auf manchen Bänken auch noch umbenannt etc.

Danke für Eure Antworten !
 
Das Problem ist eher das die meisten Multi-Pedals dafür ausgelegt sind MIDI Signale zu senden, anstelle von empfangen/verarbeiten. Daher geht es dies leider nicht.

Es gab/gibt aber schon auch etliche Pedal-Multis mit einer vernünftigen MIDI-Implementation, zB die großen BOSS-Multis (GT-6/8/10) und wohl auch frühere Digitechs (GNX). Ich sags ja: Es nervt, dass das nicht selbstverständlich ist. Aber auch die vom TE angegebenen Vox Tonelab SE und LE empfangen MIDI-Signale einschließlich cc-Befehle. Die könnte man also durchaus wie ein Rackgerät per externem MIDI-Fußboard ansteuern, zB mit dem preisgünstigen Behringer FCB1010.

Desweiteren ist das mit den MIDI-Change Befehlen auch nur eingeschränkt möglich. Denn er Verweist ja auf bestimmte Voreinstellungen bzw patches und nicht unbedingt auf Parameter. (Außer wenn ich deine Aussage falsch verstanden habe.)

Die Parametersteuerung hatte ich in der Tat nicht auf das ursprüngliche Problem beziehen wollen. Was der TE will, geht auch mMn am besten mit MIDI-Program Change-Befehlen (pc-messages) und der Zuweisung verschiedender gesendeter pc-Befehle auf ein einheitliches "Zielpatch".

Das mit den cc (control change-) Befehlen hab ich nur ins Spiel gebracht, weil es ihm ja wenig nutzen würde, wenn sein Multi zwar von einem externen Fußboard umgeschaltet werden könnte, es aber keine cc-Messages verarbeiten könnte, um WahWah oder Volume in realtime zu verändern.

Gruß, bagotrix
 

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