Musikkeller - erste Überlegungen

von SNUMeN-Gary, 09.01.18.

  1. SNUMeN-Gary

    SNUMeN-Gary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.18   #1
    Hallo Zusammen,

    Meine Frau und ich werden dieses Jahr ein Haus bauen und ich werde (darf?) mir im Keller ein kleines Homestudio / Musikzimmer einrichten.
    Ich werde hier Fragen zu ersten Überlegungen bezüglich Akustik und Raumaufteilung stellen und wenn es so weit ist, auch eine kleine Dokumentation des "Studiobaus" nachreichen.

    Für das Homestudio haben wir jetzt einen relativ großen (~30 m2) Raum auserkoren, der aber leider etwas L-Förmig ist. Ich habe gelesen das soll akustik-technisch nicht so vorteilhaft sein?

    Vorweg: In diesem Raum sollen Aufnahmen von Akustik Gitarren bis zu ganzen Bands entstehen, es soll gemixt werden und man soll eventuell auch dort proben können.

    Hier einmal der Grundriss, die Deckenhöhe müsste 2,44m sein (Was für einen Kellerraum ganz okay ist mMn). Rechts sieht man, dass das ganze ein Doppelhaus wird, vielleicht ist es daher auch sinnvoller, das Schlagzeug nach links zu stellen?



    musik_keller.PNG
    Meine Frage ist jetzt, ob es sinnvoller wäre, den Raum an dem "Wandzipfel" zu unterteilen, also die Wand komplett durchzuziehen. Somit erhielte man eine Regie und einen getrennten Aufnahmeraum (vgl. Entwurf C). Zum aktuellen Planungsstand wäre das noch möglich Wände zu ändern.
    Hier würde ich allerdings den Nachteil sehen, dass zum einen der schöne große Raum mit "Lounge Charakter" verloren geht und vor allem, dass Aufnahmen alleine umständlich zu bewältigen sind ohne DAW Fernsteuerung.

    Ich habe 4 Entwürfe für eine Aufstellung / Raumaufteilung gemacht. Hier würde ich gerne wissen, welchen ihr, mit mehr Raumakustik und Homestudio Erfahrung, als am sinnvollsten erachtet. Ich weiß, dass man endgültige Aussagen zur Raumakustik nur durch eine Messung treffen kann, aber wie der Thread Titel sagt, würde ich trotzdem vorher gerne einige Überlegungen anstellen. Dies wäre auch sinnvoll zu bestimmen, wo Steckdosen hin kommen usw.

    (zu den Entwürfen: Die Rechtecke mit einem X sollen Akustikmodule etc. darstellen, der blaue Kreis ist ein möglicher Aufstellplatz fürs Drumset)

    Entwurf A/B:

    musik_keller_entwurf1.PNG

    musik_keller_entwurf3.PNG

    Vorteile:
    - großer Raum mit lounge Charakter
    - Aufnahmen alleine einfach zu bewerkstelligen
    Nachteile:
    - Raumakustik wahrscheinlich schwer zu handeln

    Entwurf C:

    musik_keller_entwurf2.PNG

    Vorteile:
    - klassischer Studio Aufbau
    - Aufnahme und Regie akustisch getrennt
    Nachteile:
    - Aufnahmen alleine Umständlich
    - Aufnahmeraum kleiner (und fast Quadratisch), somit wenig Platz für Proben und Aufnahmen kompletter Bands

    Entwurf D:

    musik_keller_entwurf4.PNG

    Vorteile:
    - optimale Raumnutzung

    Nachteile:
    - Raumakustik?

    Welcher Entwurf ist nun am sinnvollsten? Ich persönlich würde zu B oder D tendieren, da ich sicherlich oft alleine Gitarren aufnehmen werde und daher eine Raumtrennung von Aufnahme und Regie umständlich ist.

    Vielen Dank schon im Voraus für Ideen und Anregungen

    Gary
     
  2. Pfeife

    Pfeife Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.18   #2
    Guck nochmal auf deinen Kreditrahmen, und überzeuge den Architekten, daß er ohne, daß der Statiker wg. der Bodenplatte durchdreht, dir den Raum nochmal 'nen Meter tiefer zu machen. Falls dus noch irgendwie steuern kannst, versuche mehr Höhe zu bekommen,
    Ansonsten täte ich zu D tendieren. Allerdings mit der platzlichen Einschränkung, daß die Wand am Tisch vollflächig mit Breitbandabsorbern abgedeckt wird. Könnte die Beziehung zur anderen Doppelhaushälfe entkrampfen. Frage an den Architekten, ob die Bodenplatte sauber getrennt wird, und beim Bau darauf achten, daß zwischen den Wänden nix außerunkomprimierter Steinwolle ist.
     
  3. Froschkapitaen

    Froschkapitaen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.18   #3
    Und nicht vergessen, den Nachbarn zu überzeugen auch tiefer zu müssen, wegen Doppelhaus.
    Die Fenster weg, vielleicht eines an der linken Seite. Den Raum rechteckig machen.
    Falls dieser Wandschnippel sein muss: evtl. Unterzug?
    Einen Raummodenrechner bemühen und die besten Seitenverhältnisse ermitteln.
    Ganz wichtig Schalldämmung zum Nachbarhaus!

    Jetzt kannst du noch was ändern.
     
  4. SNUMeN-Gary

    SNUMeN-Gary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.18   #4
    Danke schon mal für eure Antworten.

    Das mit dem tiefer wird leider nichts werden, da die andere Haushälfte vermietet/verkauft wird und daher möglichst "günstig" gebaut werden muss :D
    Die Trennung der beiden Häuser sollte aber auf jeden Fall gegeben sein und auch sonst denke ich auch, dass das Haus gut "dicht" ist, da es ein KFW Haus wird.
    Ob man an den Wänden noch etwas ändern kann muss ich nochmal abklären. Die Wand auf der linken Seite weiter hoch zu schieben wird aber wahrscheinlich schwierig, da dann der Technik/Heizungs-Raum wohl zu klein wird.
    Und die andere Wand weiter runter schieben wäre natürlich Platzverschwendung aber mal kucken..

    Ansonsten würde ich dann wirklich eher den Entwurf D umsetzen und versuchen die Raummoden in den Griff zu bekommen..
    Laut Thomann soll es ja auch besser sein, den Unsymmetrischen Teil hinter der Abhörposition zu haben (Quelle: https://www.thomann.de/de/onlineexp...abhoerraeumen_mit_unguenstiger_geometrie.html)

    Noch eine Überlegung: Bringt es für besseren Klang etwas hinter der Abhörposition auf Höhe des "Wandzipfels" Mobile Diffusoren aufzustellen? Oder Gar einen (schweren) Vorhang?
     
  5. Pfeife

    Pfeife Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.18   #5
    Naja, die Bodenplatte nur innerhalb des einen Raumes abzusenken wäre jetzt bautechnisch nicht so kompliziert. Wer da dagegen argumentiert hat rein wirtschaftliche Hintergründe. Meine Erfahrung ist, der Bauherr bekommt am Ende immer das, was er will. Wenn ich mich nun quer stelle, dann verdient eben ein Anderer das Geld, also was solls...
    Für die Raumakustik könnte es überlegenswert sein, dem Wandstummel ein Gegenüber zu geben. Vielleicht nicht gerade so lang. Aber schon ein 0,750m statt der 1,265m würde akustisch eine gewisse Symmetrie bringen, und den Aufnahmebereich akustisch etwas in Richtung Nachbarwand abschirmen.
    Mit der Trennung meinte ich nur solche Sachen, wie beim Mauern den ganzen Mops zwischen die Wände fallen lassen. Dann ist da die Schallbrücke schon gegeben. Und ja, ich bin vom Bau, und weiß wie so etwas aussieht....:rolleyes:
     
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  6. SNUMeN-Gary

    SNUMeN-Gary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.18   #6
    Zum besseren Verständnis meinerseits: Dass niedrige Deckenhöhen wegen Reflexionen unvorteilhaft sind klingt logisch, aber ab wann (ungefähr) ist dann eine Decke nicht zu niedrig? :D
    Und über der Abhörposition (am Ort der Erstreflexion) sollte man ja sowieso dämpfen, ist dann die Deckenhöhe noch so wichtig? Zumindest beim mischen, bei Drum Aufnahmen ist das natürlich wieder eine andere Geschichte...

    Also wäre meine aktuelle Überlegung (danke an die Inputs) erstmal ungefähr so:

    musik_keller_entwurf6.PNG

    Der arme Mops, der zwischen den Wänden begraben wird :D Ich hoffe doch, dass wir von "Pfusch am Bau" verschont bleiben aber werde das auch nochmal bei unserem Bauleiter ansprechen.
     
  7. Froschkapitaen

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    Erstellt: 11.01.18   #7
    .
    Roh- oder Fertigfußboden?
     
  8. Pfeife

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    Erstellt: 11.01.18   #8
    Eine Deckenhöhe von ca. 3,00m böte dir erstmal genug Spielraum für clouds, und im Härtefall den nötigen Platz für ein Raum-in-Raum-Konzept, falls Nachbarschaftskrieg droht.
    Das hoffen sie alle....
    ...und wer glaubt, daß ein Bauleiter einen Bau leitet, der glaubt auch, daß ein Zitronenfalter Zitronen faltet.:whistle:

    Was mir noch eingefallen ist: Wenn die anderen Kollegen nicht zwingend gegen den Wandstummel argumentieren, wäre es evtl. möglich, daß der Stummel massiv wird, und der gegenüberliegende um den Betrag kürzer. Denn wenn es hier hier statisch um die freie Spannweite eines (evtl. deckengleichen Stahl-)Unterzugs geht, dann wäre die Position ja egal, und der Raum akustisch symmetrischer.
     
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  9. SNUMeN-Gary

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    Erstellt: 11.01.18   #9
    Also ich denke bis zum Estrich sind es 2,44, also paar Millimeter kommen noch drauf.
     
  10. Froschkapitaen

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    Erstellt: 12.01.18   #10
    Decke 30cm 'runterhägen und mit TP1 füllen hat bei mir viel gebracht.
     

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  11. SNUMeN-Gary

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    Erstellt: 12.01.18   #11
    Das sieht mir stark nach einer (fast) kompletten Raum-in-Raum Konstruktion aus. Das wäre natürlich schon auch ne super Sache, wird aber hoffentlich nicht nötig sein :'D
     
  12. Froschkapitaen

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  14. SNUMeN-Gary

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    Erstellt: 31.01.18   #14
    Ich hoffe eine Raum-Im-Raum Konstruktion wird nicht nötig sein. Nach einigen Besprechungen mit allen Beteiligten habe ich mich jetzt erstmal für folgende Lösung festgelegt:

    musik_keller_final.PNG
    Aus den einfachen Gründen, da im linken Teil des Raumes die Symmetrie leichter herzustellen ist (rechts gibt es ja einen Kamin, wo nun auch ein Ofen hin soll) und weil man die ganz rechte Wand nicht Schlitzen, anbohren usw. darf (da Doppelhaus)
    Da wäre es also Schlecht mit Netzwerk, Steckdosen, (optionale TV Halterung), usw.

    Jetzt kann ich es kaum mehr erwarten, dass es endlich los geht ;)
    Dann beginnt natürlich erst die richtige Arbeit mit anschließen, Raum ausmessen, akustische Maßnahmen ergreifen..
     
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