Muss ein Solo schreiben nur welche Tonart? Basierend auf Amoll

von WeeDmakes[FU]n, 23.09.07.

  1. WeeDmakes[FU]n

    WeeDmakes[FU]n Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    28.01.07
    Zuletzt hier:
    23.09.07
    Beiträge:
    55
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 23.09.07   #1
    Also ich muss für unser Schulmusical ein Solo schreiben.
    Die Chordprogression is amoll G Dur

    4 takte a moll nochmal 2 takte dann 2 takte G Dur das ganze 4 mal

    so es sollte mittelalterlich klingen und da ist das problem. Wie lasse ich es mittelalterlich klingen? Hab dorisch phrygisch usw schon ausprobiert aber nichts will passen

    Das ganze soll ein bisschen angezerrt auf e gitarre gespielt werden. Und das F oder Fis sollte ich beim spielen rauslassen aber weiss nicht wieso


    wäre nett wenn ihr mir schnell helfen könntet

    danka
     
  2. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

    Im Board seit:
    26.06.05
    Zuletzt hier:
    6.12.16
    Beiträge:
    1.466
    Zustimmungen:
    53
    Kekse:
    4.028
    Erstellt: 23.09.07   #2
    Die beiden Akkorde Am und G kommen in äolisch und dorisch vor.
    Am = a + c + e und G = g + b + d

    äolisch = a - b - c - d - e - f - g
    dorisch = a - b - c - d - e - f#- g

    Dorisch scheidet für dich aus. Erstens kann es nicht dorisch klingen, wenn du das f# wegläßt. Zweitens deutet auch der kadenzierende G Akkord nicht auf dorisch hin. Ohne dorische Sexte kein dorisch.

    Dein Solo wird äolisch klingen. Warum du das f weglassen sollst, kann ich dir auch nicht sagen. Vielleicht weil der Ton über Am dissonant klingen kann, wenn er an betonter Stelle kommt oder zu lange ausgehalten wird.

    Gruß
     
  3. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

    Im Board seit:
    09.11.03
    Beiträge:
    16.146
    Zustimmungen:
    1.121
    Kekse:
    49.622
    Erstellt: 23.09.07   #3
    MaBa hat Dir ja schon die passenden Töne genannt (a-moll Leiter). Damit das etwas nach nach Mittelalter klingt, ist natürlich die Melodie entscheidend. Auf der folgenden Page kannst Du Dir MP3s von Mittelalter-Melodien anhören.

    http://www.mittelalter-musik.de/musik.htm

    Dabei wird Dir auffallen, dass es keine großen Intervallsprünge gibt und auch keine Tonfolgen, die sich über längere Zeit nur auf- oder abbewegen. DAs Ganze bewegt sich also ständig etwas auf und ab, oft nur innerhalb von 1 Oktave. Und es wird eher gemächlich "schreitend" und bescheiden gespielt, also keine schnellen Läufe, Spieltricks, Toneffekte etc. Eben wie der Spielmann auf seiner einfachen Flöte hinter dicken, kargen Burgmauern oder auf dem Marktplatz.

    Wie gesagt, hör die einige Sachen ein paar mal an und versuch, die Melodien mitzusummen, damit sich dieser Stil etwas in den Kopf einprägt. Anschließend sollte es Dir recht leicht fallen, ein wenig nach Mittelalter zu klingen.

    Vermutlich soll/muss hier zu allererst die Wirkung eines G7 Dominantakkords vermieden werden. Ich hab' mal ein bissel rumimprovisiert und in der Tat geht irgendwie das "Mittelalterfeeling" flöten, wenn man testweise mal das F auf die 1 des G-Akkords setzt. Dazu gibt es sicherlich einen theoretischen Hintergrund / Regeln dieser frühen Spielformen, kenne diese aber leider nicht wirklich.
     
Die Seite wird geladen...