Nach Gefühl oder Noten spielen

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Raphael282
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Hey ich habe mir vorgenommen Black Parade zu lernen, weiß aber nicht wie. Soll ich nach gehör oder Noten spielen. Ich Spiele erst seit ein paar Monaten Schlagzeug(davor Snare Drjm in einer Marching Band) und weiß nicht wie ich an Lieder herangehen soll.
Danke im Vorraus

Raphael
 
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Noten und Gehör schließen sich nicht aus: ;)

Meine Herangehensweise / mein Vorschlag:

Wie es klingen soll, sagt Dir Dein Gehör. Das gibt schon mal den Anhaltspunkt für Tempo und Betonung. Hör Dir das Stück ein paarmal an, bis Du die Songstruktur und die einzelnen Teile verinnerlicht hast ("was kommt wann?").

Spiel mal nach Gehör mit, damit erreicht man oft schon ein Ergebnis, das dem Original nahe kommt. Klappt das nicht, such Dir in den Noten das "Grund-Pattern" und übe erst mal das.

Wenn Du die kompletten Drum-Noten von Black Parade nicht nur hast, sondern sie auch lesen und spielerisch umsetzen kannst, dann probier mal mit den Noten, die Feinheiten rauszuarbeiten. Das müsste in Kombination mit dem Gehör zum besten Ergebnis führen (vorausgesetzt, die Noten orientieren sich am Original...)

Je nach persönlichem Können kann sich der Lernprozess etwas hinziehen (bei mir dauert's meistens etwas länger...:rolleyes:)

Viel Spaß!
 
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Erinnert mich gerade hier an Loriot:

 
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Hi,

mein Tipp ist, dass du dir (da offenbar nicht vorhanden) einen Lehrer zurate ziehst - du scheinst ambitioniert zu sein und solltest am Anfang das Potential nutzen, um einen ordentlichen Weg einzuschlagen. Der Lehrer wird dich dann ein wenig an die Hand nehmen und die Mischung aus Noten/Gehör für dich richtig dosieren.

LG
 
Knallharte Formel:

Lehrer (wenns wieder geht) + Metronom.
Das ist leider Pflicht, das "gefühlte" kommt danach in der Kür. :opa:

Sorry für den Opa-Modus, ich bin 50 und darf das. :hat:

Habe mir selber am Anfang auch was beigebracht, kam aber irgendwann nicht weiter, weil sich zuviele Fehler eingeschlichen haben.

Der Lehrer im Einzelunterricht hat es korrigiert.

Ich spiele mit meiner Band (Soul, Funk Cover) komplett ohne Click und die Leute tanzen.

Wenn es nicht grooven würde, so würde kein Fuss zucken.

Egal welche Musikrichtung, hat der Drummer den Groove und führt die Band, kommt es beim Publikum an.

Bis dahin aber erstmal den Pflichtteil abarbeiten. :prost:
 
Hi,

das stimmt absolut nicht. ich hatte es mit 3 Lehrern probiert und es hat mir nichts geholfen. und das waren Lehrer von der Bundeswehr, also keine 0815 Trommler von der Straße. Damit geht es dann erstmal los, gute Lehrer zu finden.

Eine Probestunde oder- monat sagt da nicht viel aus. macht das ganze nicht schlimmer als es ist. Viele Drummer siund groß geworden ohne Lehrer und hatten kein www oder youtube. es geht auch ohne sehr gut .

es hängt sowieso nur an selbst, wenn ich nicht übe bringt auch der beste Lehrer nichts. Macht es nicht schlimmer als es ist.

Lg

DT
 
Ich muss @drumtheater736 da beipflichten.

Es kommt auch drauf an, wie man selbst gestrickt ist. Ich hatte auch anfangs einen Lehrer. Das ganze hat einen Monat funktioniert. zu dem Zeitpunkt war ich 11 oder 12 Jahre alt. Vorher hab ich nur so etwas rumgedaddelt. Dann habe ich angefangen in einer Bigband zu spielen. Da habe ich mit der Zeit auch gelernt, die Lieder im Kopf wie in einem MP3 Player abzuspielen und entsprechend zu üben. Zu der Zeit (Mitte der 2000er) war Youtube noch so n Thema.

2006 habe ich erstmals angefangen in einer Rockband zu spielen. Da habe ich erst Musik kennengelernt, wie ich sie heute spiele (War was Musik angeht eher unbedarft - ich dachte noch 2005 Alice Cooper wäre ne Frau). Um Songs nachspielen zu können habe ich mir irgendwann auch mal In-Ear Kopfhörer Leisten können und dann gings erst richtig los.

Meine Herangehensweise ist seit vielen Jahren recht einfach. Ich höre den Song, den ich lernen will, bewusst mit. Nach ein bis zwei Durchgängen fange ich an, um mir die Abläufe einzuprägen, mit den Händen und Füßen die Parts trocken mitzuspielen. Soweit so gut. Damit habe ich die Abläufe an den entsprechenden Gliedmaßen in etwa drauf. Dann gehts ans Set. Mit der Zeit dann die Feinheiten. Es ist nicht die schnellste Methode, um etwas drauf zu bekommen, aber sie funktioniert für mich. Noten kann ich zwar bedingt lesen (dank nem Buch) die helfen mir aber tatsächlich nicht.

Bewusstes Mithören wäre also etwas, das du ausprobieren kannst.

Wo es etwas komplizierter wird, sind technisch aufwändigere Produktionen. Da muss man sich das auch Stückweise aneignen. Aber Black Parade ist recht angenehm. Man darf wohlgemerkt die Spielweise von Bob Bryar nicht unterschätzen. Der ist in dem was er tut gut.

Zur Hilfestellung gibts auf Youtube auch eine Drumless variante von Black Parade (Ich hoffe, dass du jetzt Welcome to the Black Parade von My Chemical Romance meinst).
Wenn du es einigermaßen drauf hast, kannst es da störungsfrei mitdudeln.

Ansonsten was Kollege Drumtheater sagt: Üben.
 
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@drumtheater736 Man sollte - finde ich - von Einzelfallbeispielen nicht auf die Allgemeinheit schließen. Ohne Lehrer kann es vielleicht klappen - klar. Es gibt wirklich Beweise dafür, dass es funktionieren kann.

Aber mit Lehrer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es klappt, deutlich höher. Selbst Dave Weckl sagte, dass ein Lehrer sein Spiel revolutioniert hat. Und da war er bereits einer der Größten der damaligen Trommlerszene und mit Chick Corea unterwegs. Dass dir drei Lehrer nichts gebracht haben, finde ich zwar ungewöhnlich - aber jeder ist ja anders.

Vieles ist relativ und kann ausdiskutiert werden bis zum geht nicht mehr. Aber man sollte einem Anfänger mal eine Richtung weisen und sagen: hol dir ein Lehrer und schau, wie es wird. Dann wird alles gut.
 
Hi,

deine Kritik an meinem Beitrag kann ich nicht nachvollziehen. mir ging es nur darum klar zustellen, daß es auch ohne Lehrer geht , weil hier klingt das immer nur so als ginge ohne Lehrer garnichts.

Ich finde es schon etwas ironisch, daß du ausgerechnet den guten alten Dave W. ins Spiel gebracht hast, weil er genau dafür steht, was ich gesagt habe. Obwohl er eine falsche Technik hatte, kam er doch recht weit. ist ja egal ob er sich das selbst beigebracht hat oder einen Lehrer hatte. es zeigt aber auch, daß nicht alle Lehrer perfekt sind, denn Dave hatte ja lern dvd s rausgebracht mit der falschen Technik.

ich denke man sollte den Leuten es nicht absprechen es selbst zu versuchen, wie vorher gesagt nicht jeder hat die Möglichkeit vllt wegen zeit oder mobilität oder auch aus finanziellen Gründen zu einem Lehrer zu gehen .

man kann auch selbst sehr viel durch Fleiß,Disziplin und Ausdauer erreichen. Wenn man dazu nicht bereit ist dann hilft auch kein Lehrer.

Ich hoffe du verstehst meine beitrag jetzt besser. Ich bin nicht gegen Lehrer.

Lg

DT
 
Hi, ich denke, ich habe deinen Beitrag auch schon vorher richtig verstanden.

Dass Weckl vorher schon erfolgreich war, widerspricht übrigens meinem Beitrag auch nicht.

Ich habe schon einige Autodidakten im Unterricht gehabt, die sich über die Jahre unstrittig mangelhafte Technik antrainiert haben. Mit einem Lehrer wäre die Wahrscheinlichkeit, dass solche Fehler sich so gravierend (!) über die Jahre einbrennen, einfach geringer.

Ob man jetzt wöchentlich zum Unterricht geht oder sich nur einmal im Monat einen kurzen Check abholt - das vier Augen Prinzip ist besser, als sich in Unsicherheit zu wiegen (wie im Falle des Threaderstellers). Hätte er einen konkreten Plan für sich, dann wäre dieses Thema eher nicht entstanden.

Zitat: "Hey ich habe mir vorgenommen Black Parade zu lernen, weiß aber nicht wie."
 
Ich finde ihr habt beide Recht denn:

Ein Lehrer kann wichtige Impulse setzen, Fehler sehen und benennen, wichtige Übungen nennen, Rahmen für das, was man können muss, setzen und den Fokus richten.

Aber selbst der beste Lehrer ist nix, wenn da keine Eigeninitiative ist, jemand selbst nicht merkt was gut oder schlecht für ihn ist oder der Antrieb nicht stetig und intensiv ist.

Ich für mich wollte unbedingt in einer Band trommeln und habe einfach angefangen zu spielen. Ich wusste nix, es gab kein Internet, das einzige was ich wusste war: Ich weiss was gut klingt, bzw. wie ein guter Schlagzeuger klingt und ich will das auch können.

Ich habe mir dann ein Buch über Schlagzeug gekauft, das war so ein Anfängerbuch und mir hat das irgendwie nichts gebracht. Dann habe ich von Rudiments gehört, habe mir ein Buch gekauft, fand das aber irgendwie weder sinnvoll noch hat es mich weitergebracht. (Heute sehe ich das anders)

Dann bin ich zu einem Lehrer gegangen. Das war damals ein Schlagzeuger einer deutschlandweit bekannten Band, der richtig gut war. Der hat mich gefragt was ich will. Das konnte ich ihn gar nicht richtig benennen. Er lies mich was vorspielen, das muss ihm grottenschlecht vorgekommen sein, er sagte aber nichts, sondern gab mir einen Fill, den ich üben soll.

Dieser war viel zu komplex und hat mir gar nichts gebracht. Ich bin da ca. 10 Mal hin gegangen und dann habe ich es gelassen.

Irgendwann habe ich dann so langsam kapiert worum es geht und habe mich wieder mit Rudiments hingesetzt und geübt bis ich Blasen hatte. Ich habe dann gezielt angefangen, meine Defizite aufzuarbeiten, und habe noch mal von vorne angefangen.

Ich hätte mir gewünscht, dass ein Lehrer mir erstmal was von Stick Control erzählt, von Rolls Double Schlägen, Flames, Paradiddles. Von Unabhängigkeit Übungen für die Gliedmaßen, vom Zählen.

Und ich hätte mir gewünscht, dass mir ein Lehrer erzählt, das es auf verschiedene Dinge ankommt. Das Muskeln und Sehnen sich an die Belastung anpassen, dass das Hirn Abläufe verinnerlicht, das man versteht was man tut, das Dinge ins Unterbewusstsein ausgelagert werden.

Und all das passiert, wenn man sich beispielsweise mit einem Buch wie Stick control for the modern Drummer oder ähnlichen hinsetzt, die Übungen versucht zu verstehen und dann bis zum Erbrechen übt.

Wenn man das mit ganz vielen Übungen macht und immer wieder neue Dinge versucht umzusetzen, die alten aber immer wieder übt, dann wird es langsam.

Und wenn man dann noch offen selbst für sich selbst ist, ob dass das richtige Instrument ist, und sich Mal Gedanken über Musik macht, und noch ein Quentchen Talent dabei ist, wird es was mit dem Schlagzeug.

Mit oder ohne Lehrer, wobei ein guter Lehrer viel eigene Fehler vermeiden kann und zu effizienten und damit zeitsparenden üben anregen kann.
 

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