Nachlassende Saitenspannung

von Scandalo, 23.11.08.

  1. Scandalo

    Scandalo Guest

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    Erstellt: 23.11.08   #1
    Hallo zusammen,

    ich habe da mal ne grundsätzliche Frage zu Nylonsaiten. Ich bin relativer Anfänger und habe mir kürzlich eine recht billige Konzertgitte beschafft. Ich habe aber die aufgezogenen Saiten gleich durch relativ gute D´Addario Saiten ausgetauscht. Klar, dass die Stimmung am Anfang stark nachlässt, Nylonmaterial (auch die Basss.) dehnt sich ja materialbedingt erst mal recht stark.
    Frage 1: was kann man präventiv tun um das anfänglich starke Nachlassen etwas abzumildern?:confused:
    Jetzt nach ca. 2 Wochen hält die Stimmung recht gut, ich habe aber gemerkt, dass sie immer nach am Tag ca. einen Halbton verlieren.
    Frage 2: Ist das normal, oder wann stabilisiert sich das? Es kann ja wohl nicht sein, dass die Nylons ständig bis in alle Ewigkeit nachgezogen werden müssen, sie werden ja dünn und dünner, und dann knallen sie halt durch?:confused:
    Ist das der normale Lebenszyklus von Nylonsaiten? Ich wiederhole, die Saiten sind nicht die Schlechtesten, es sind D´Addario EJ45 und haben mich immerhin 10 Euros gekostet.

    PS: ich gehe schon davon aus, dass sich Hals nicht verzieht. Die Gitte war SEEEEEHR billig, also garantieren kann ich das allerdings nicht. Wie kann ich einen verzogenen Hals erkennen bzw. überprüfen?:mad:

    Ich habe auch ne Westerngitte mit Bronzesaiten, und die halten die Spannung mindestens für 1 Woche astrein. Wenn das mit den Nylons einfach so ist, und hingenommen werden muss, dann finde ich es als absoluten Blödsinn Konzertgitarren überhaupt mit Nylons zu bespannen.:twisted: Unsere hervorragende deutsche chemische Industrie :D sollte da doch in der Lage sein einen anderen, stabileren Kunststoff als Nylon herauszubasteln .......
    Dass Nylon als Kunststoff sehr dehnbar ist erkennt man ja schon daran, dass da Strümpfe und Textilien draus gemacht werden. Warum denn ausgerechnet DIESES Material???

    Ciao von Scandalo
     
  2. Akquarius

    Akquarius Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 23.11.08   #2
    peil mal vom schalloch her den rand des griffbretts bis zur kopfplatte an. ist der hals gerade?
     
  3. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 23.11.08   #3
    nylonsaiten verstimmen sich recht viel. kommt aber auch vllt drauf an wie die aufgewickelt sind und wie qualitativ die mechaniken sind.
    ansonsten: vor jedem spielen stimmen. grundsätzlich.
    viel drauf spielen hilft auch, dass sich die saiten schneller eingewöhnen.

    ansonsten ist nylon halt ein material, was gut schwingt und nen guten sound produziert. es gibt aber auch andere materialien, wie z.B. carbon-saiten.
     
  4. Scandalo

    Scandalo Threadersteller Guest

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    Erstellt: 23.11.08   #4
    Pfeilgrade. Obwohl das Teil sehr billig war, denke ich nicht, dass der Hals nachgibt wie ein Flitzebogen. Nein, nein, das liegt wohl an den Nylons, so wie Disgracer beschreibt. Ist also wahrscheinlich normal, kanns bloß nicht ganz begreifen dass es da kein besseres Material geben soll.:mad:
     
  5. Scandalo

    Scandalo Threadersteller Guest

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    Erstellt: 23.11.08   #5
    Oh, an Carbon habe ich auch schon ganz spontan gedacht, den Gedanken aber wieder schnell verworfen. Ich bin Bogensportler und schieße mit Carbonpfeilen, daher weiß ich, dass Carbonsplitter von gebrochenen Pfeilen recht ungesund für die Augen, Haut, usw. werden können. Wenn da diese rasierklingenscharfen spitzen Splitter durch die Haut in den Körper gelangen, dann fangen die zu wandern an ...:screwy:
    Gibt´s da ähnliche Warnhinweise bei Gitarrensaiten? Die werden ja wohl auch mal reissen, brechen usw. Ich denke nicht, dass die lebenslange Garantie besitzen???
    Welches sind den andere Materialien, und wo bekommt man diese?

    Ciao von Scandalo
     
  6. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 23.11.08   #6
    saiten sollten im normalfall einfach nicht reißen.
    mir sind in den letzten.. 8? Jahren vllt 3 saiten gerissen.
    immer die hohe e-saite an meiner e-gitarre. (zweimal beim aufziehen.. da habsch zuweit gekurbelt, bis es "pling" machte. und einmal wollte ich meinem kumpel demonstrieren wie leicht meine e-gitarre ist: o-ton: "hier guck, ich kann die sogar an der hohen e-saite hochheben" *zooing* "oh.. ähm.. doch nicht"..)

    aber eigentlich darf/muss/sollte eine saite nicht reißen.
    man sollte saiten auch ab und an wechseln.

    warnhinweise gibt es keine. da sollte auch nix splittern. wenn da schnürt sich das ein und reißt an einer stelle durch, wie ein seil. da splittert ja auch nix.

    carbon ist so das einzige material was mir spontan einfällt (mal neben darmsaiten, die aber wohl keiner mehr verwendet..). gibt dann verschiedene bezeichnungen. z.B. die Corum Alliance Saiten sind Carbon. oder Hannabach Goldin.
    (die beiden sind meine bevorzugten saitensätze).
    aber die saiten müssen auch zur gitarre passen.
    bekommen tut man die in jedem geschäft, oder onlineshop. saitenmarkt.de kann ich empfehlen
     
  7. saitentsauber

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    Erstellt: 23.11.08   #7
    Wenn das Instrument sehr billig war, können die Mechaniken nicht viel gekostet haben (für einen Satz Marken-Mechaniken zahlt der Endverbraucher schnell 40 EUR). Nicht alles, was billich ist, ist gut. Von daher könnte es sich lohnen, Disgracers Hinweis nachzugehen.
     
  8. Fidel

    Fidel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.08   #8
    Ich nutze auch D'Addario, wenn auch die 46er (etwas straffer) und konnte da kein übermäßiges Verstimmen im Verlgeich mit beispielsweise Augustine oder Savarez festsellen. Es ist vollkommen normal, wenn sie die Saiten die ersten 2-3 Tage sogar beim Spielen verstimmen und danach immer noch ein bisschen über nacht. Damit ist aber auch irgendwann Schluss. Find ich aber auch nicht wirklich schlimm, dann stimmt man eben etwas öfter oder steigt auf Klavier um, die verstimmen sich nicht so schnell ;).

    Was möglich wäre: wenn das Deine erste Konzertgitarre ist, wie hast du Saiten denn dann am Steg festgemacht? Ich kenne jemanden, der schon bedeutend länger als ich Gitarre spielte und trotzdem keine wirkliche Ahnung hatte, wie er seine Saiten vernünftig festknotet.

    Wenn Du Dir nicht sicher bist, solltest du vielleicht mal ein Foto machen, damit wir das ausschließen oder Tipps geben können.

    mfG Fidel
     
  9. bluesbetty

    bluesbetty Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.08   #9
    Mein erster Gedanke bei einer billigen Gitarre sind schlechte Mechaniken. Das wurde ja schon mehrmals angesprochen.
     
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