neu bundieren und mehr - ein paar Fragen dazu

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mx5pilot
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hallo gemeinde.

ich will meine gitarre neu bundieren lassen und noch etwas mehr.

ich habe hier bereits gelesen, dass neu bundieren in zusammenhang mit neu justieren und neu lackieren durchaus notwendig ist oder sein kann. deshalb müssen wir dazu auch ein paar worte verlieren.

also wenn neu lackieren ansteht, was ist denn dann die beste wahl? an meiner cort m 600 ist der hals eher matt angestrichen denn hochglanz poliert/lackiert. ist dann eine artgerechte lackierung sinnvoll oder kann man mit einer hochglanz lackierung die bespielbarkeit verbessern? wäre dann ja ein seitenaspekt.

welche bünde nimmt man? material und höhe. derzeit sind meine ich jumbo bünde drauf. welche konsequenzen hat es, wenn man die bünde "tiefer" legt?

zusätzlich dazu will ich den sattel leicht höher legen, um eine parallele saitenlage zum hals zu bekommen. ich bilde mir ein, dass bringt etwas in sachen bundreinheit und bespielbarkeit. denke ich da völlig falsch oder macht es sinn?

wenn man die beiden dinge betrachtet: bünde tiefer legen oder sattel höher legen - der effekt auf parallelität wäre vergleichbar. was macht man optimaler weise?

danke für ein paar erhellende hintergründe
lg vom mxpilot
 
Eigenschaft
 
Meine Herrn, da ist dir deine Gitarre aber einiges Wert. :eek: Dir ist schon klar, dass du unter Umständen ein paar hundert Euro dafür zahlen mußt? Schon allein das Abrichten der Bundstäbchen kostet bei den meisten Gitarrenbauern zwischen 80 und 100 Euro. Wenn das eigentliche Bundieren, was ja deutlich mehr Arbeit macht, als das Abrichten, 200 Euro kostet und ein neuer Sattel noch einmal 50 Euro, dann liegt die ganze "Sanierung" bei guten 350 Euro (natürlich nur von mir geschätzt).

Zwar kenne ich deine Gitarre nicht (Neupreis, Lackierung, Griffbrett usw.), aber im Normalfall, wenn der Gitarrenbauer ordentlich arbeitet, muss der Hals nicht neu lackiert werden. Die alten Bundstäbchen werden aus dem Griffbrett gezogen und die neuen Bundstäbchen entsprechend eingesetzt. Nur wenn du ein lackiertes Ahorngriffbrett hast, dann wird wahrscheinlich eine neue Lackierung der Griffbrettoberfläche notwendig sein und damit weitere Kosten verursachen.

Wählst du höhere Bundstäbchen, so hast du den Vorteil, dass du die neuen Bundstäbchen mehrfach abrichten lassen kannst und zukünftig nicht gleich wieder eine Neubundierung zahlen mußt. Allerdings muss der Sattel immer an der Neubundierung ausgerichtet werden (wegen der Intonation nicht zu hoch und wegen der Saitenlage bzw. dem Saitenschnarren nicht zu niedrig). Das bedeutet, dass du ohnehin einen neuen Sattel einplanen mußt oder mit etwas Glück der alte Sattel nachgebessert werden kann. Natürlich ändert sich auch das Spielgefühl. Wer vorher sehr niedrige Bundstäbchen hatte und sich einen ordentlichen Druck aneignete (mit dem Finger aufs Griffbrett), der wird bei hohen Bundstäbchen deutliche Intonationsprobleme bekommen.

Gruß

Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Herrn, da ist dir deine Gitarre aber einiges Wert. :eek: Dir ist schon klar, dass du unter Umständen ein paar hundert Euro dafür zahlen mußt?

Ich glaub er hat eher vor, das selber zu machen. Davon würde ich dringendst abraten....
 
Warum? Einfach nen kaputten Hals kaufen und ein Bisschen üben. So schwer kann das doch nicht sein.
Werde mich demnächst selbst daran versuchen, warte nur noch auf das Werkzeug.
 
Ich glaub er hat eher vor, das selber zu machen. Davon würde ich dringendst abraten....

Das sehe ich genauso!

Mir persönlich wäre das zu riskant.
Der Gitarrendoktor meines Vertrauens nimmt für eine Neubundierung inkl. Material 120 €.

@mx5pilot: Bei Bedarf gebe ich Dir gerne die Daten...
 
zusätzlich dazu will ich den sattel leicht höher legen, um eine parallele saitenlage zum hals zu bekommen. ich bilde mir ein, dass bringt etwas in sachen bundreinheit und bespielbarkeit. denke ich da völlig falsch oder macht es sinn?

Das macht keinen Sinn, es beeinträchtigt im Normalfall die Intonation und Bespielbarkeit - es sei denn Deine Gitarre war vorher in unteren Lagen unbespielbar ...

ansonsten solltest Du Dein Anliegen einem Gitarrenbauer schildern, vermutlich reicht eine Abrichtung der Bünde, im schlimmsten Fall ein Austauschen von 2-3 Bünden. Eine komplette Neubundierung dürfte sich bei einer Gitarre die um 400 € kostet wirklich nicht unbedingt lohnen.
 
hallo =)

hab da sowas ähnliches bei meinem bass ... die saiten haben mit der zeit die bundstäbchen etwas eingekerbt ... aber der klingt echt sau geil. wenn ich neue bundstäbchen reinmachn lass klingt der doch hoffentlich noch so ähnlich?
 
Wie gesagt, eine komplette Neubundierung ist sehr teuer und nur selten nötig. Meistens reicht es, die Bünde abrichten zu lassen und evtl. 2-3 Bünde zu erneuern, falls die schon zu abgespielt sind. Ob und was nötig ist, lässt sich allerdings per Ferndiagnose nicht feststellen.

Mit anderem Bundmaterial wird man schon geringfügig andere Sounds bekommen, zB wenn Stahl verbaut wird.
 
falls die schon zu abgespielt sind.

naja, ich hab schon bei so gut wie jedem bund flache stellen wo die saiten drüberlaufen ... so extremst zerfressen sehn sie zwar nich aus, ist mir aber trotzdem beim letzten saitenwechsel aufgefallen ... ich spiel jeden tag so ca 2 stunden und da wunderts mich eig nicht dass bei nem bass unter 500 euro nach 2 jahren die bünde langsam nachgeben =)

Mit anderem Bundmaterial wird man schon geringfügig andere Sounds bekommen, zB wenn Stahl verbaut wird.

ich könnt dir auswendig nicht mal sagen was da verbaut ist... müsst ich mal nen magneten dranhalten =D
 
nein. sowas packe ich dann doch nicht selber an.

Ich glaub er hat eher vor, das selber zu machen. Davon würde ich dringendst abraten....

elektrik habe ich bereits getauscht. die might mite pickups ersetzt durch prs pickups mit 5 dem 5 wege drehschalter.

noch einmal zu den konsequenzen der halslackierung. würde ein hochglanzlackierung im gegensatz zur jetzt etwas stumpfen auf der bundseite auf die bespielbarkeit einfluss nehmen? wenn ja, wie?

wenn sattel tiefer legen nicht sinnvoll ist, wie bekomme ich dann eine schnarrfreie parallele saitenlage hin?
 
naja, ich habe offensichtlich ziemlich viel kraft in den fingern. möglicherweise zuviel für die bünde und probiere derzeit eigentlich "krampfhaft" aus, weniger druck auf die finger zu bringen.

Wer vorher sehr niedrige Bundstäbchen hatte und sich einen ordentlichen Druck aneignete (mit dem Finger aufs Griffbrett), der wird bei hohen Bundstäbchen deutliche Intonationsprobleme bekommen.
 
Die Bundstäbchen werden bei Einkerbungen doch nicht gleich ausgetauscht, sondern abgerichtet und der Sattel entsprechend angepaßt. Das wäre wirklich ein teurer Spaß. Gerade bei "Slapping und Popping" fressen sich die Saiten nach einiger Zeit in die Bundstäbchen. Zwei Jahre sehe ich, je nach Spielweise, schon für relativ normal an, um die Bundstäbchen neu abrichten zu lassen. Erst wenn die Bundstäbchen zu flach oder die Einkerbungen zu tief sind, ist eine Neubundierung oder der wirtschaftliche Totalschaden angesagt.

Sollten die 120,- Euro von Seelenkerker seriös sein, ist das ein unschlagbarer Preis. Der Gitarrenbauer meines Vertrauens nimmt für das Abrichten der Bundstäbchen schon ca. 100,- Euro (incl. Anpassung des Sattels).

Gruß

Andreas
 
an der bridge habe ich ja jede menge spiel um die saiten hoch und runter zu drehen. der genaue plan ist an sich den steg leicht höher legen 1-2 mm reichen sicher, die bridge weiter runter (da ist noch speil für 1-2 mm) und die bünde dünner machen lassen/neu bundieren, um damit parallel zu kommen ohne das es irgendwo aufliegt.

Das macht keinen Sinn, es beeinträchtigt im Normalfall die Intonation und Bespielbarkeit - es sei denn Deine Gitarre war vorher in unteren Lagen unbespielbar ...
 
Das sehe ich genauso!

Mir persönlich wäre das zu riskant.
Der Gitarrendoktor meines Vertrauens nimmt für eine Neubundierung inkl. Material 120 €.

@mx5pilot: Bei Bedarf gebe ich Dir gerne die Daten...

mein ort ist düsseldorf. wenn also dort jemand einen "Gitarrendoktor meines Vertrauens" hat... --> pn oder mail
 
mx5pilot: Sorry, aber ich verstehe deine Frage nicht. Die Bundstäbchen sitzen im Griffbrett und die Lackierung des Halses darf keinen Schaden nehmen (egal ob matt oder hochglanz). Wenn dort etwas passiert, dann ist das ein Fehler, für den der Gitarrenbauer aufkommen muss. Oder ist dein Griffbett etwa an den Seiten lackiert?

Der Sattel wird immer an den Bundstäbchen ausgerichtet. Bei vielen Gitarren ist es so, dass der Sattel einfach zu wenig eingekerbt wird, damit die Saiten auf keinen Fall schnarren. Daraus ergeben sich aber im ersten Bund Intonationsprobleme. Von daher mußt du bei deiner Gitarre selbst entscheiden, was die richtige Höhe für deinen Sattel ist. Möchtest du mit Saitenscheppern bei starken Anschlägen leben oder nimmst du lieber ein paar Intonationsprobleme im ersten Bund in Kauf?

Gruß

Andreas

edit: Jetzt versehe ich, was du mit parallel meinst. Das kann man eher über die Halsspannung regeln, d.h. den Saitenabstand zu den Bundstäbchen etwas mehr Spiel geben (im gegriffenen Zustand). Sonst ist deine Ansicht relativ unlogisch. Du wirst nie an allen Bundstäbchen in ungegriffenem Zustand die gleiche Saitenhöhe haben. Zum Korpus hin erhöht sich diese immer ein wenig. Deshalb trifft man ja auch die Aussage: "Die Saitenlage beträgt bei meiner Gitarre 1,5 mm, am 12. Bundstäbchen."
 
Zuletzt bearbeitet:
Gerade bei "Slapping und Popping" fressen sich die Saiten nach einiger Zeit in die Bundstäbchen.

ich fühl mich grad so ertappt XD
 
natürlich sollte die arbeit am hals keinen lackschaden verursachen. ist ach nicht wirklich meine kleine idioten frage. mir geht es darum, ob man durch die lackierung am hals auf der bund seite die bespielbarkeit beeinflussen kann. wahrscheinlich ist der gedanke reine idiotie meinerseits.

Die Saitenlage beträgt bei meiner Gitarre 1,5 mm, am 12. Bundstäbchen.

bezogen auf das bundstäbchen oder bezogen auf den abstand zum hals am 12 bundstäbchen?
 
Das sehe ich genauso!

Mir persönlich wäre das zu riskant.
Der Gitarrendoktor meines Vertrauens nimmt für eine Neubundierung inkl. Material 120 €.

@mx5pilot: Bei Bedarf gebe ich Dir gerne die Daten...

Erscheint mir fast schon zu günstig...
Ein großer Unterschied ist es auch, ob man V2A-Bünde oder die normalen äh... Nickel-Silber(?)-Bünde nimmt, für V2A kommt noch mal ca. 50% obendrauf, wegen schwerer Verarbeitbarkeit und Werkzeugabnutzung...

Ich habe einen Bekannten, der Gitarren baut / aufmotzt / repariert, viele Sachen macht er umsonst, aber auch er meinte, eine saubere Neubundierung mit normal-Material-Bünden kostet auf jeden Fall um 200€!

Das kann sich übrigends durchaus lohnen, wenn die Bünde [wie bei mir :D ] nach 2-3 Jahren so runter sind, dass Abrichten nicht mehr sinnvoll ist, und die Gitarre zu wertvoll ist, sie einfach "liegenzulassen"...

Die Abnutzung entsteht natürlich besonders durch intensive Bendings und Vibratos...

Ich für meinen Teil wede mir demnächst ein Paket V2A-Bünde gönnen, dann habe ich für (nach aktuellen Schätzungen...) wenigstens 10 Jahre Ruhe :)
 
Ich für meinen Teil wede mir demnächst ein Paket V2A-Bünde gönnen, dann habe ich für (nach aktuellen Schätzungen...) wenigstens 10 Jahre Ruhe

weißt du was dass fürn material ist oder muss ich dass mal nachgooglen =)?
 
Einer der ersten Edelstahlsorten, wird heutzutage nicht mehr hergestellt. Was er meint ist das stinknormale 18/10 Edelstahl.
 

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