Neu in einer eingespielten Band; wie fügt man sich am besten ein?

glombi

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Außerdem hatten sie die Erwartung, dass ich alle Parts 1:1 spiele, sowie exakt die Sounds drauf habe.
Da würde mir spontan jemand passendes einfallen... ;)
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Interessant wäre die Fragestellung allgemein aber doch mal aus der anderen Perspektive "Wir kriegen einen Neuen in die Band. Wie binden wir ihn am besten ein?". Denn genau genommen hat hat erst einmal die Band ein Problem, weil ihnen sonst jemand fehlt. Wobei mir durchaus klar ist, dass Angebot und Nachfrage hier eher zu Gunsten der Band und zu Lasten des Neueinsteigers liegen. Trotzdem...
 
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Archivicious

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Da würde mir spontan jemand passendes einfallen... ;)
Martman in einer Wolle-Petry-Band???!!!!! o_O Aber immerhin scheint es die 100% Tribute-Bands, von denen er immer spricht, doch zu geben... (wenn auch in Genres, in denen ich sie nicht vermutet hätte...) :sneaky:

Interessant wäre die Fragestellung allgemein aber doch mal aus der anderen Perspektive "Wir kriegen einen Neuen in die Band. Wie binden wir ihn am besten ein?". Denn genau genommen hat hat erst einmal die Band ein Problem, weil ihnen sonst jemand fehlt. Wobei mir durchaus klar ist, dass Angebot und Nachfrage hier eher zu Gunsten der Band und zu Lasten des Neueinsteigers liegen. Trotzdem...
In meiner Ex-Band hatten wir ein größeres Qualitätsproblem. Daher war - als unser Gitarrist wegen Umzugs absprang - das Angebot an Ersatz zunächst zwar groß, aber die Nachfrage unter den Interessenten nach erfolgter gemeinsamer Probe sehr gering. Somit waren wir dann irgendwann diejenigen, die den vorspielenden Gitarristen die Zugeständnisse gemacht haben. Es wäre ja eher üblich, dass sich der Neuankömmling nach Stücken erkundigt, die er sich für das Vorspiel draufmachen soll... wir sind dann teilweise so weit gegangen, dass die Interessenten sich Stücken wünschen durften, die wir dann für die nächste Probe einstudiert haben :ROFLMAO:...
 
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monsy

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Ich bin bisher nie in eigene länger bestehende Band eingestiegen, hab aber für 3-4 verschiedene Sachen als Sessionmusiker für ein paar Konzerte ausgeholfen.
Es gab von allen Songs aber immer Aufnahmen. Und die hab ich als Grundlage genommen das Set zu lernen, hab dann darauf bestanden zumindest 1 mal zu proben und dann ab dafür. Ich könnte mich nicht erinnern, dass mir da mal irgendwer großartig "diktiert" hätte was ich tun soll oder es Konflikte gab.

Besser kenn ich die Situation in der eigenen Band Leute auszutauschen. In meiner Band (dr, b, g, g, v) wurden mal Drummer und Bassist ausgetauscht. Der andere Gitarrist oder ich (auch git) haben sich dann mit den jeweils neuen Mitgliedern zu zweit getroffen und ihnen die Songs gezeigt. Danach ging es dann ins normale Proben mit ganzer Band (oder wer grad davon Zeit hatte) über und da war es für mich auch nie ein Thema einem neuen Mitglied reinzureden, außer vll hier und da mal einen Vorschlag zu machen. Mit jedem neuen Mitglied war aber die Interpretation des jeweiligen Instruments "frei". Meine Bandkollegen waren da entsprechend auch so.

Wenn mir der Stil der Person nicht gefällt, ist sie sowieso die falsche für die Position und bei allem anderen finde ich, dass jeder die Sachen so spielen sollte, wie sich die Person wohl damit fühlt. So knallt es am Ende am meisten und die Feinheiten des Zusammenspiels ergeben sich sowieso automatisch mit ein paar Proben.

Ich käme mir letztendlich auch völlig bescheuet dabei vor, wenn ich einem Drummer tagelang erkläre hier eine Ghostnote mehr und da eine weniger zu spielen, damit es 100% so wie vorher ist.
In der Zeit die man damit verschwendet, kann man auch einfach neue Songs schreiben, wo sich das neue Bandmitglied dann "from scratch" mit einbringen kann.
 
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Salty

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Ich habe schon erlebt wie Musiker die sich überhaupt nicht kannten, zusammenkamen und aus dem Nichts Musik gezaubert haben. Ich denke wirklich, dass es mit musikalisches Können und offenes Miteinander zu tun hat und weniger mit dem Faktor Zeit.
Dafür Gebäck
 
HD600

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Nur eine Meinung, keine Leistung von mit. Trotzdem Danke! :)
 
Vancosso

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In eine bestehende Band als "Ersatzmann" reinzugehen, bedeutet ja auch in bestehende Songs und Programm reinzugehen.
Da fungiert man auch zunächst einmal als "Klon", bzw. finde ich auch in meinem Erlebnis als ehemaliger Bandkeyboarder und Bandeinsteiger etwaiges legitim.

Über die Songs spreche ich dann im Kontext meiner zu spielenden Parts und Bemühen, diese auch zu spielen wie vorgesehen, denn in 1.Linie geht es ja auch um die Songs- und nicht um das Ego.
Eine bestehende Band ist auch immer ein mitunter empfindliches Rudel mit bestehend sensiblen Alphatieren, daher versuche ich auch nicht zu überrumpeln und Dinge gleich völlig umzukrempeln, selbst wenn ich Schwachstellen in Songs sehe (höre) die anders gespielt vlt. geeigneter wären.
Ich kann diesbezüglich Vorschläge machen wenn man diese auch wirklich hören möchte- aber ich respektiere zuallererst den Umstand, dass das nun mal nicht meine Songs sind und selbst wenn meine Idee geeigneter scheint- die aber trotzdem niemand so spielen will weil ein Song ist wie er nun einmal ist, dann ist das für mich auch völlig okay.
Da bin ich weder beleidigt und gänzlich Teamplayer.

In meiner Eigenschaft als Composer allerdings- und wenn man als Band(!) gemeinsam an neuem Material arbeitet, gibt es allerdings dann auch Dinge, die ich auf den Tod nicht abhaben kann... und zwar:
Es geht nicht um experimentelle Neufindungen... aber wenn man aus Unwille heraus- nicht weil man es nicht besser oder auch anders könnte, sondern partout einfach nicht will (sofern es nicht wirklich anders gehen kann)- und auch nicht an sich arbeiten und entwickeln möchte, alles abschmettert was auch nur einen ganz kleinen Hauch von "machen wir aber immer so/so machen wir das aber nie" abweicht und ewig den gleichen Song schreibt- oder mal nicht aus dem Scheinwerferlicht im Sinne des Songs, der Band und eines Kollegen zur Seite treten kann, weil der Kollege halt mal für einen Song diesen geeigneter vorträgt, dann bin ich mit meinen Kisten auch nicht gern und nur zeitlich befristet dabei.

In erster Linie ist mir die Musik als Band und die Band in der Musik wichtig und mir es da nicht um Egos geht und diesen Standpunkt, abgesehen von bestehendem Material auch möglichst hin und wieder gemeinsam neues zu erarbeiten, ein wichtiger Aspekt meiner Mitbeteiligung.
Es kann und soll Zuhause jeder sein eigenes Süppchen kochen dürfen und damit in den Ü-Raum kommen und vorstellen, aber als Band gemeinsam Ideen reinbringend, umsetzen. Einfach mal die Köpfe zusammenstecken. Zu zweit oder zu sechst.
Diesen Standpunkt mache ich allerdings sehr klar, wenn man als Band auch wirklich gewillt ist an neuem Material zu arbeiten.
Ja, sicherlich muss der Funfaktor gegeben sein, aber nur so einfach aus Zeitvertreib und der Suche nach Geselligkeit spiele und spielte ich nicht mehr in einer Band.
Produktivität ist mir genauso wichtig wie Funfaktor.
 
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buschreiter

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Wir haben zu allen Songs, die wir live spielen jeweils einen Leadsheet und ein Mitschnitt aus dem Proberaum. Das ist mit nem Handy ja schnell gemacht, vermittelt aber, wie der Song von uns gedacht ist und bietet (auch für einen selbst) die Möglichkeit zu Hause mitzuspielen. Da wir häufiger mal für Gigs den Bass ersetzen müssen, fahren wir seit Beginn mit dieser Methode sehr gut. Und gerade in der derzeitigen Situation kann man auch sehr gut selber dazu üben und bleibt im Flow. Es ist allerdings immer spannend, wie unterschiedlich Songs je nach Bassist wirken können. Unser eigentliches Bandmitglied spielt einen ziemlich rockigen Bass, allerdings sehr filigran mit vielen geilen Licks. Ein anderer ist eigentlich in einer Bigband und spielt unaufgeregt und super verlässlich. Wirkt alles ruhiger. Ein anderer ist Jazzer...hört sich alles irgendwie spannend und komplizierter an :whistle: Das Feeling auf der Bühne ist dann auch sehr unterschiedlich, aber zum Glück immer gut, weil die Jungs anhand des Materials vorher fleißig üben...
 
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dr_rollo

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Dadurch, dass ich Bandhelper nutze, ist es ziemlich einfach, Jemandem das komplette Material unkompliziert zur Verfügung zu stellen. Alle unsere Songs sind dort in einer Datenbank. Bei jedem Song sind ein oder mehrere Audiofiles sowie Dokumente wie Text, Sheet und/oder Noten hinterlegt. Ich brauche nur jemandem einen Account einrichten, dann installiert er sich die kostenlose App auf seinem iOS oder Android Tablet oder Smartphone, die Synchronisation startet automatisch und sofort hat er alles, was er braucht zur Verfügung.
Wir covern zwar ausschließlich, aber auch mit eigenen Songs würde das genauso funktionieren, vorausgesetzt, man hat Mitschnitte von den Songs. Ich habe für jeden Song das Original, an dem wir uns orientieren, sowie einen Mitschnitt von uns, wie wir es spielen, denn teilweise arrangieren wir die Songs schon ein wenig um. Ich könnte sogar bei Bedarf isolierte Spuren hinterlegen. Also Ausreden, dass sich jemand mangels Material nicht vorbereiten könnte, würde es bei uns nicht geben ;)
 
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Sharkai

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Wenn ein neuer Musiker in die Band kommt, dabei ist es erst mal egal ob er jemand ersetzt oder zusätzlich dazu kommt, muss er in erster Linie zu der Band passen; in menschlicher Hinsicht. Wenn das schon passt, dann kann der Rest auch angegangen werden. Wenn das zwischenmenschliche schon Probleme bereitet, dann stehen schon schlechte Sterne über allem. Wenn wir nicht alle den gleichen schwarzen Humor haben (jeder nur ein Kreuz - Leben des Brain), wird es immer wieder Missverständnisse geben. So was funktioniert einfach nicht auf Dauer; zumindest im Hobby- und Amateurbereich.

Im professionellen Bereich erwarte ich auch eine professionelle Haltung. Das deckt sich dann auch mit dem vergleich mit einer Firma. Aber ich glaube das die absolute Mehrheit nicht ganz so professionell ist. Natürlich wollen wohl 99 von 100 Weltberühmt werden, aber das dies nur selten klappt lernt man schnell. Statistisch gibt es jährlich mehr Lottogewinner (Jackpot) als neue Musiker/Bands die einen Top 10 Hit landen im Jahr.


Wird ein Musiker ersetzt, wie es im Eröffnungstext steht, dann ist es natürlich auch immer ein Problem, wie es mit der technischen Seite aussieht. Bei einer Metalband sollte man schon Solis mit erhöhter Geschwindigkeit spielen können. Wenn man das nicht kann, kann man das zwar lernen, aber ich zweifle mal dran, das die Band so geduldig sein wird. Ebenso kann das Problem auch in die andere Richtung schwingen. Ein Metalgitarrist wird in einer Bluesband sicher eine gewisse Stiländerung herbeiführen. Dabei lehnt sich der Neue dann aber schon aus dem Fenster.

Was den Sound angeht so ist das auch manchmal ein Problem, doch dies kann man noch am leichtesten Anpassen; man muss halt wollen.

Wenn sich bei uns in der Band ein neuer Musiker melden würde, dann gäbe es sicher einige Dinge die in den bestehenden Liedern nicht verhandelbar wären. Dinge wir Rhythmen, Tempo und Breaks zum Beispiel.
Andere Dinge würden wir flexibler handhaben. Dinge wie Sound, Spieltechnik und eigene Ideen (sofern das Lied nicht schon in einer bestimmten Version veröffentlicht ist).
Ein neuer Musiker ist eine Bereicherung wenn er menschlich zur Band passt. So sehe ich das zumindest.

Trotzdem bleiben wir zu dritt, weil wir beruflich unsere proben sehr flexibel, ja sogar spontan, ansetzen. Ein viertes Mitglied ist für so eine flexible Konstellation nur schwer zu finden.
 
happyist

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Ich verstehe diese ganze Diskussion. Kommt mir bekannt vor. Wurde in meinem 40 Jahren in den verschiedensten Bands häufig mit deratigen Siutationen konfrontiert, sei es als Gründer oder Mitglied einer etablierten Band, zu denen sich neue Mitmusiker gesellten oder auch für mich als "Neuzugang" einer bestehenden Band. Lässt ich pauschal nicht mit einem Satz abfrühstücken - nur soviel sei gesagt - es wird dann i.d.R. funktionieren, wenn die "Chemie" stimmt. Was ich sagen will, dass es damit für beide Seiten einfacher ist, aufeinander zuzugehen und so nach und nach Spiellraum für beide Seiten zu finden.
Alle Bands, in der ich in den letzten 5 Jahren gespielt habe, also als Neumitglied dazugestossen bin (Top40, RockCover) hatten so ihre Tücken. Aber im wesentlichen ging es primär darum, mir das Programm zu erarbeiten, damit die Band "schnell" spielfähig wurde, da Gigs anstanden. Wobei ich immer von Angang an klarstellte,, dass ich ich NIE so klingen und spielen - in Nuancen eben anders - würde, wie der Vorgänger . Im Anschluss daran war immer klar, dass mich dann bei neuen Songs mit einbringen könne bzw mir wurde sogar das Recht zugestanden, Songs vorzusschlagen, die dann auch gespielt wurden bzw hatte ich das "Recht" bei ca. 10% der Songs ein Veto einzulegen, wenn Sie so gar nicht zu mir passten. Hat in 4 der 5 Bands genauso funktioniert. Nur bei einer Band - allesamt jünger als ich und doch auch sehr ineffizient in der Proben - musste ich die Notbremse ziehen.
Aus 40 Jahren Erfahrung kann ich sagen - Chemie oder soziale Kompetenz, ähnliches musikalisches Level, gemeinsames Bandinteresse (Hobby, Profi oder Semi Profi), und die Fähigkeit, das eigene Ego nicht so wichtig zu nehmen (ist für Gitarristen nicht immer ganz einfach) - dann sollte eine Band auch funktionieren.
 
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