Neuanfang? Aufgeben? Hilfe für Band

von Mitch123, 31.03.08.

  1. Mitch123

    Mitch123 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.03.08   #1
    Hi.
    Ich hoffe das ihr helfen könnt oder eure Meinung dazu abgebt..

    Ich bin 21 und Sänger/Gitarrist in einer Metal/PunkBand.
    Mit dabei sind noch Drummer(18), Bassist(21) und Gitarrist(22).
    Wir proben mittlerweile seit 3 Jahren und dachten es wäre mal Zeit in's Studio zu gehen.
    4 Songs waren geplant aber wir haben nur einen hinbekommen.
    Die anderen hatten entweder überhaupt keinen richtigen Takt oder der Drummer bekam nichts hin.
    Den Gesang für den einzigen Song der hingehauen hat, muss ich dann morgen einsingen.
    Ich bin total enttäuscht da ich nicht gedacht hätte, dass wir so sch**ße sind.
    Bin schon am überlegen ob ich das ganze "MusikDing" hinschmeisse.
    Es liegt auch nicht am Können, jeder von uns hatt richtig was drauf.
    Es liegt also wirklich nur am Zusammenspiel.
    Möchte allerdings nach 3 Jahren nicht anfangen irgendwelche Cover zu spielen um das zu ändern..
    Schafft ein Metronom Abhilfe?
    ..was habt ihr für Tipps?
     
  2. Xytras

    Xytras Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 31.03.08   #2
    Typischer Fall von "schlecht vorbereitet".
    Dieser Thread haette Dir sicher weitergeholfen:
    https://www.musiker-board.de/vb/son...reitung-erg-nzung.html?highlight=vorbereitung

    Aber haette, koennte, waere hilft jetzt ja auch nicht weiter. Was ich nicht machen wuerde ist, wegen einem (kleinen) Rueckschlag die ganze Sache hinzuschmeissen. Das ist sicher nicht das erste Mal, dass etwas schief geht und es wird garantiert auch nicht das letzte mal sein, dass das passiert. Ich finde, ihr solltet Euch zusammensetzen und aus dieser Erfahrung lernen. Sprecht drueber, was dem einzelnen schwergefallen ist und warum und wie man gemeinsam daran arbeiten kann.
    Dann setzt euch hin und probt weiter, verbessert die Schwachstellen. Wenn ihr so weit seid, dann besorgt ihr euch ne ordentliche Soundkarte und macht mal im Probenraum ein paar moeglichst gute Aufnahmen als Demo und fuer euch zum ueben. Wenn ihr dann so weit seid, dass das alles problemlos geklappt hat, dann seid ihr sicher auch fit fuer's studio und koennt aus dem naechsten Besuch das Maximum herausholen!
    Nicht verzweifeln, lieber aus den Fehlern lernen!
     
  3. Mitch123

    Mitch123 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.03.08   #3
    Danke für die schnelle Antwort.
    Ja, was anderes wird uns wohl nicht übrig bleiben..
     
  4. Coachinger

    Coachinger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.08   #4
    Also das klingt aber schon etwas seltsam und nur mit „schlecht vorbereitet“ ist ein solches Fiasko eigentlich auch kaum erklärbar. Du schreibst alle ausser dem einzigen funktionierenden Song hatten keinen richtigen Takt, wie geht denn sowas? Das hättet ihr doch beim Schreiben/Proben merken müssen, dass der Song dann hoppelt und nicht richtig funktioniert. Aus deinem Post geht leider nicht hervor, wie lange ihr die 4 fürs Studio geplanten Stücke schon spielt. Sollte es länger als ein halbes Jahr sein, stimmt offensichtlich etwas mit euren Probegewohnheiten nicht, denn nach ner Weile müsste ja jeder im Stande sein die Stücke zu spielen (oder wenn nicht, dann wird´s wohl auch nix mehr). Wenn euer Zusammenspiel nach 3 Jahren immer noch net klappt, dann liegt irgendetwas im argen. Wäre interessant zu wissen, wie ihr normalerweise probt und Songs entwickelt. Habt ihr zu Beginn auch gecovert oder gleich mit eigenen Stücken begonnen? Covern kann zu Beginn eine gute Hilfe sein um als Band besser zusammenzufinden, da man ja schon feste Songstrukturen hat und sich so aufs Zusammenspiel konzentrieren kann. Wie macht ihr es denn bei Gigs wenn euer Zusammenspiel so holprig ist?
     
  5. Elixir

    Elixir Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.08   #5
    Moinsen.

    Natürlich bissl erschreckend, wenn man denkt man hat alles drauf und im Studio passiert so ein scheiß.
    Wir hatten damals auch so einen Fall, aber zum Glück haben wir erst probiert eigene Aufnahmen zu machen, bevor wir Geld für ein Studio ausgeben.

    Danach hat unserer Drummer intensiver zu hause mit Metronom gearbeitet, wodurch er dann konstant das richtig Tempo halten konnte und bereits bei den Proben das richtige Tempo sich einprägte.

    Bei Aufnahmen ist es allerdings aber auch aufgefallen, dass sich einfach Fehler einschleichen, man leicht unkonzentriert ist oder der Tag auch schon für einen schlecht war.
    Ebenfalls sollte man sich nicht so einen Druck machen und sagen, dass man 4 Lieder an einem Tag machen möchte.
    Pro Spur sollte man so ungefähr 30 Minuten MINDESTENS einberechnen, wenn man eine gute Qualität haben möchte.

    Für das nächste mal einfach gechillter rangehen ;)
    Mit guter Stimmung nimmt es sich auch besser auf.

    Greetings
     
  6. Michaluis

    Michaluis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.08   #6
    Hi

    Ich finde da hat Xytras ganz recht mit der Soundkarte, versucht mal im Proberaum Demos aufzunehmen und sehen wo etwas nicht klappt, kann ja nicht nur am Drummer liegen. Dann konntet ihr euch auch an dass spielen mit Click gewohnen. Die Idee mit Covers ist auch sehr gut, spielt doch mal ganz einfach Rockstucke, wo es auf Rhytmus ankommt. Dass hilft euch bestimmt weiter :great:
     
  7. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.04.08   #7
    Yoah - also erst mal kommen mir jede Menge Erinnerungen hoch.

    Ich finde, das sollte man einerseits nicht überbewerten, da man wirklich stark unterschätzen kann, was in so einer Studiosituation gefordert ist. Das unterscheidet sich nämlich deutlich von Proben.
    Auf der anderen Seite wäre es bescheuert, wenn man sich einfach so damit zufrieden gäbe und daraus nichts lernen wollte. So eine Krise hat nämlich meistens ihre Berechtigung und auch was Gutes.
    Und deshalb würde ich jetzt drei Sachen ansprechen:

    1. Ziele
    Vielleicht wird jedem von Euch jetzt klarer, dass es einen Unterschied zwischen Hobby und Semi- und Profi-Musik gibt.
    Damit Euch das nämlich nicht noch mal passiert, müßte sich ne Menge ändern. Dazu ist aber jeder nur bereit, wenn sich für ihn das Engagement lohnt.
    Also wirklich diese Gelegenheit nutzen und darüber sprechen: Wo will jeder einzelne hin mit der Musik, mit sich, mit der Band? Wieviel Zeit und Geld will er dafür einsetzen? Wo soll die Band in einem halben Jahr und in einem Jahr stehen?

    2. Songs und Proben
    So ganz kann ich nicht nachvollziehen, dass man drei Jahre lang songs probt und die gut findet und im Studio drauf kommt, dass die eigentlich Mist sind.
    Was ich kenne ist, dass wir erst durch die Aufnahmen einzelner Spuren wirklich auf die einzelnen Instrumente geachtet hatten und dass dabei sowohl Unsauberkeiten als auch Mängel der songs erst rauskamen, die sonst untergingen bzw. nur geschulten Hörern aufgefallen wären.

    Das heißt für Euch: wollt Ihr so genau hinhören? Oder doch lieber Fun-Band?
    Das nicht zu wollen eröffnet die Chance an sich und den songs und den Proben zu arbeiten. Das ist wirkliche Arbeit. Lohnt sich aber, wenn man bestimmte Ziele hat - siehe Punkt 1.

    3. Entscheidungen treffen
    Nach einer Enttäuschung auseinandergehen ist oft der erste Impuls. Kann auch okay sein.
    Kann aber auch so sein wie man es von manchen Beziehungen her kennt: aus Gaby wird Uschi - aber nach einer gewissen Weile ist es mit Uschi so wie mit Gaby.

    Also eher: miteinander sprechen in aller Offenheit, sich selbst klar werden über Ziele, Engagement und vielleicht auch Talent und Können und sich dann entscheiden.
    Denn leider gibt es auch immer wieder Bands, die nach so einer Erfahrung und etwas Zeit wieder in den alten Trott zurückfallen. Und das ist die schlechteste Option.

    Meine 3,5 Cent.

    x-Riff
     
  8. reppeK

    reppeK Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.08   #8
    habt ihr mit klick aufgenommen? bzw spielt der drummer auch sonst mit klick? wenn ihr bei den aufnahmen das erste mal mit klick gespielt habt, ist das kein wunder dass nichts klappt.
    mein tip: spielt lieber alle spuren zusammen ein und verzichtet auf ein metronom, wenns ungewohnt ist. ob das lied mit 15bpm mehr aufhört als es anfängt merkt sowieso keiner. im gegensatz zum unsicheren spielen, wenn ihr euch aufs metronom konzentriert.
     
  9. dogfish

    dogfish Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.08   #9
    Probleme zu umgehen, anstatt sie zu lösen, ist aber auch keine Art...
     
  10. reppeK

    reppeK Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.08   #10
    klar ist das keine gute idee, aber darum kann man sich ja auch vor/nach der aufnahme kümmern...
     
  11. arcade_bo

    arcade_bo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.08   #11
    Hey,

    auch ich kenne dieses "Problem". Es ist einfach so, dass sich Songs die im Proberaum total abgehen, im Studio nur halb so geil sind.

    Uns ging es so ähnlich. Wir hatten 4 Songs die an einem Wochenende im Studio auf eine Demo-EP sollten. Wir hatten diese Songs geprobt und ausgefeilt. Hatten uns wirklich darauf vorbereitet. Und im Studio mussten wir dann feststellen, dass einer der vier Songs total "statisch" klingt. Einfach noch nicht fertig. Aber wir waren uns im Proberaum eigentlich einig darüber, dass an diesem Song nichts mehr gemacht werden muss.

    Was ich damit sagen will ist, das muss nicht unbedingt an eurem "Taktgefühl" oder gar am Schlagzeuger (die und die Bassisten sind ja eh immer alles Schuld:D) liegen. Studioaufnahmen sind einfach gnadenlos ehrlich. Und Studioaufnahmen werden niemals so rüberkommen können wie Live-Aufnahmen.

    Also auch mein Tipp. Wenn euch die Songs gefallen, dann verwerft diese Ideen nicht. Spielt diese Songs doch einfach LIVE. Da scheinen Sie ja zu rocken. Und das ist die Hauptsache. Vielleicht findet ihr ja auch ein Tonstudio, was euch einmal Live abnehmen kann. Bei einem Gig.
    Solche Aufnahmen kommen auch bei Veranstaltern meistens noch besser an, weil sie einfach "echter" sind.

    Also lasst den Kopf nicht hängen, wir waren nach dem Studioweekend auch erstmal derbst geknickt. Weil wir nicht damit gerechnet hätten, dass unsere Stücke im Studio soooo anders klingen.

    Greetings Bo:great:
     
  12. Xytras

    Xytras Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 04.04.08   #12
    Auch darauf zielte mein Vorschlag der "selbst gemachten" Demoaufnahmen ab - ob der Song auch aufgenommen funktionieren kann, merkt man dabei oft recht schnell.

    sollen sie ja meistens auch nicht, weshalb man ja z.B. auch Gitarren doppelt etc.

    naja - trotzdem muesst ihr (wenn ihr mehr interessen als das lokale Jugendhaus habt) daran arbeiten, wie ihr es schaffen koennt, Eure Musik vernuenftig aufzunehmen und so zu arrangieren, dass sie eben auch im Studio funktioniert. Bei einer meiner Bands machen wir das z.B. so, dass wir Songs teilweise fuer die Platte umarrangieren, live aber andere Versionen spielen, weil sie live einfach besser kommen, auf platte aber nicht so genial kamen...

    Das ist allerdings das haupt-fazit: nicht frusten lassen, sondern lieber draus lernen :)
     
  13. StayTuned

    StayTuned Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.08   #13
    Dass man 3 Jahre lang Songs spielt und erst im Studio merkt dass der Song shit ist bzw. das zusammenspiel einfach nicht klappt ist kann ich nicht nachvollziehen.

    Hab von vielen Bands mitbekommen dass Alkohol in der Probe nicht gerade hilfreich ist und manche Proben eher einem Stammtisch ähneln.

    Hier musst du imho ansetzen. Riff und Andere habens angesprochen.

    WAS IST MEIN ZIEL? Das ist die einzige Frage.
    Evtl bist du der Einzige in der Band der wirklich ein Album oder ne EP machen wollte und in deinem Enthusiasmus gingen Meinungen anderer unter.

    Reden und Ziele klar definieren wird imho das meiste bringen.
     
  14. Jan-7MS

    Jan-7MS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.04.08   #14
    Hmm, ich fand bis jetzt alle Vorschläge echt brauchbar, würde allerdings auch am ehesten zum aufnehmen bei proben raten, muss ja noch nicht mal ne gute qualität haben, aber halt das mans nach dem spielen noch mal revue passieren lassen kann.

    Und sonst, naja, bezweifle zwar das es an eurem rhythmusgefühl gelegen habt, so lange wie ihr schon zusammen probt, abr ich schreibs trotzdem mal; mir hats ungemein geholfen mein rhythmusgefühl zu verbessern, dass mir unser Schlagzeuger mal n paar einfache Beats beigebracht hat, so grundschläge halt.... Naja, wird wohl eher nciht dran gelegen haben.

    Eine frage mal, könntest du vllt mal den gelungenen Song hochladen, oder wenn du das MAterial hast vllt auch die nicht gelungenen?? könnte bei der Beratung hilfreich sein
     
  15. andi85

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    Erstellt: 11.04.08   #15
    War das da erste Mal, dass ihr getrennte Spuren aufgenommen habt? Vielleicht lags daran. Wenn ihr mal live was aus dem Probenraum mitschneidet und da Timing und Groove stimmen, ist es vielleicht wirklich das.
    Möglichkeiten: Entweder auf diese Situation vorbereiten, oder versuchen die Band quasi live aufnehmen zu lassen.
     
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