Hier einige Anmerkungen von mir.
vorab: der erste Eindruck nach dem Auspacken ist durchweg positiv, denn der Ventilator ist sehr solide verarbeitet. Die Drehregler sind in einem stabilen Metall-/Alugehäuse eingelassen, die Verarbeitung ist entsprechend hochwertig. Plastik oder Kunststoffoberflächen findet man hier nicht...da lacht das Herz.
Nachdem ich den Ventilator nun erstmalig ausprobiert habe, kann ich mich meinen Vorrednern nur anschliessen, das gute Teil ist eine lohnenswerte Anschaffung und klingt hervorragend. Ich behaupte mal, dass sie die interne sim meines Nord Electro 3 in den Schatten stellt. Und da diese ja bekanntlich auch schon zu den besten auf dem Markt gehört, lässt das entsprechende Rückschlüsse auf die Qualität des Ventilators zu. Das Anlaufen und Abbremsen klingt richtig cool, Overdrive ebenso.
Ich kann leider keinen Vergleich mit einem Original 122/145/147er Leslie anbieten, weil mir da die direkten Erfahrungswerte fehlen; die Gegenüberstellung mit einem RT20 oder HK Bodentreter überlasse ich besser anderen. Mein früher mal eingesetzter Korg G4 hat mich eh nie begeistern können und hält dem Vergleich nicht stand. Auch bleibt anzumerken, dass mich persönlich die an sich gelungene Kombination aus Transistor-Leslie (Elka 610) in Verbindung mit dem Reußenzehn preamp organ & groove nie restlos überzeugt hat. Auch da hat der Ventilator imho die Nase vorn.
Im Probenraum hat sich der Ventilator gut durchgesetzt. Um im Bandgefüge möglichst ausdrucksstark zwischen clean und größerer Verzerrung zu variieren, muss ich noch mal etwas Zeit investieren und die bestmögliche Aussteuerung des Pegels iVm der Drive-Funktion herstellen. Es wird sich dann zeigen, wie realistisch der Fall einer Endstufen-Sättigung nachgebildet werden kann. Die Zerre an sich klang aber ordentlich, da wiederhole ich mich gerne.
Muß mich jetzt noch um die Steuerung mittels externen Fußschalter kümmern. Nach dem Urlaub geht's dann richtig los...vermisse den Ventilator jetzt schon.
Gruß an alle!
