Neuer Speaker für Brunetti Singleman 16

von Omulu, 01.08.19.

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  1. Omulu

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    Erstellt: 01.08.19   #1
    Hallo Gemeinde,

    sorry schonmal, falls dieses Thema woanders schon behandelt wurde, bitte dann um entsprechende Weiterleitung.

    Ich habe einen schönen Brunetti Singleman 16 mit Speaker Celestion Vintage 30. Ich spiele ausschließlich mit Semi`s über den Amp (ES 335, ES 135, Blues-Jazz, clean bis leichter Crunch) und bin allergisch gegen Kratz, Klingel und Kreisch. Jetzt klingt der Amp mit diesen Speakern ein bischen harsch, höhenlastig und glasig, für Stratspieler sicher sehr lecker, aber nicht für mich. Ich bekomme einen berauchbaren Sound hin, muß aber Treble fast auf O stellen und den Bright-Schalter sowie den High-Eingang völlig vergessen. Ich denke, mit einem anderen Speaker bekomme ich wieder die volle Flexibilität des Amps zurück.

    In meinem anderen Amp (Blues junior) werkelt ein Jensen C12N, der mir gut gefällt. Den habe ich mal eingebaut - es klingt deutlich besser, wärmer, holziger, voller. Dann fiel mir auf, daß der V30 ein 16 Ohmer ist, der Jensen ein 8 Ohmer.

    1. Frage: Schadet der Betrieb eines 8 Ohm-Speakers am Brunetti mit 16 Ohm Widerstand?
    2. Falls ja, und ich dann einen neuen Speaker kaufen muß, wäre welcher mit meinem Profil empfehlenswert (im Netz werden oft Cannabis Rex bzw. WGS Veteran 30 genannt)?
    Hat jemand Erfahrung gerade mit dem Thema "Wärm den Brunetti an"?

    Vielen Dank schon mal voraus

    Omulu
     
  2. Myxin

    Myxin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.19   #2
    Du kannst den 8 Ohm Speaker schon am 16 Ohm Ausgang des Amps betreiben, allerdings wird dann der Verschleiß bei den Endstufenröhren höher ausfallen.

    Wenn du bei WGS schaust, dann würde ich einen ET-65 ausprobieren.

    Bei Celestion könnte ein Creamback 65 die Lösung sein.
     
  3. nitrogen

    nitrogen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.19   #3
    Ich würde für cleanes und angecrunchtes ohne Kratzen noch den WGS G12C/S empfehlen.
     
  4. Kluson

    Kluson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.19   #4
    Ja, das ist ein toller Speaker. Der TE schreibt ja, dass er keine stark höhenlastigen Sounds mag. Da könnte der ET-65 passen, er klingt toll, etwas dunkler. Ich nutze ihn auch für einen Blues Junior Tweed und finde den Sound voller und runder als mit dem Stockspeaker von Jensen. Der ET65 hat aber auch ein paar Wochen gebraucht um so zu klingen wie jetzt, aber ich spiele auch immer nur in Zimmerlautstärke.

    Den ET65 finde ich sowohl clean gut, als auch für Crunch ( da ist er super ). Selbst beim Spielen mit Highgain kommt er sehr gut, und das, obwohl der Blues Junior nicht gerade für HighGain ausgelegt ist.

    Ein weiterer Speaker, der etwas dunkler klingt ist der Eminence Private Jack. Den habe ich allerdings nur in Verbindung mit einem Marshall 2466 gehört.
     
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  5. SlowGin

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    Erstellt: 02.08.19   #5
    Wenn es Dir mit dem Celestion und dem Brunetti so gar nicht gefällt, dann habe ich ein bisschen Zweifel ob ein Wechsel des Speakers das Problem löst.
    Ist Dein Brunetti (oder der Speaker) noch neu?

    Ich habe den gleichen Amp und bekomme da eigentlich auch einen typischen, cleanen Jazz-Sound mit hin. Die Höhen regel ich aber meist an den Gitarren etwas runter.
    Bright of, Smooth on, Channel: Low. Funktioniert sehr schön mit meiner dicken Berta (Hollowbody), meinem ES-335 Clone mit 2xP90, aber auch mit meiner Tele.
     
  6. bemoll

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    Erstellt: 02.08.19   #6
    Da stimme ich SlowGin zu. Ich hab seit fast 1 Jahr den Singleman 30 mit einem Warehouse Vintage Speaker und bin klanglich voll zufrieden. Je nach Gitarre und Geschmack läßt er sich prima einstellen für Sparkle oder Jazzy fat.... ich habe da kein Bedürfnis nach Speakerwechsel, man kann ja sonst zur Abwechslung auch externe Boxen/Speaker nutzen.
     
  7. Omulu

    Omulu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.19   #7
    Hallo,
    vielen Dank für Eure hilfreichen Beiträge. Ich habe mir jetzt den WGS ET-65 bestellt.

    SlowGin: Ja, ich kriege ja auch jetzt schon einen guten Sound hin (mit fast genau Deinen Einstellungen, zusätzlich treble runter), aber durch das Wegdrehen der Höhen geht immer auch etwas Lebendigkeit verloren, gerade auch an der Gitarre. Was ich mir vorstelle, ich weiß es klingt paradox: lebendige Wärme :dizzy:.
    Der Brunetti ist gebraucht und eingespielt, vermutlich wolltest Du darauf hinaus.
    Nochmals danke, hoffentlich nützt der Speakerwechsel was.
     
  8. Hans_3

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    Erstellt: 03.08.19   #8
    Der Threadsteller hat jedoch den Celestion Vintage 30. Der klingt halt recht glasig, sodass der Wunsch nach Speakertausch nicht abwegig ist. Ich selbst habe den WGS Veteran im Singleman, der drückt auch noch ordentlich funky-trocken in den Mitten, aber drumrum runder, halt nicht so extrem zugespitzt wie der Cel. Vintage. Für überwiegend weichere jazzy Sounds würde ich jedoch nochmals etwas anderes nehmen.

    Zusätzlich zum Speakertausch kann man auch die Vorstufenröhren mal probeweise gegen 2 selektierte JJ's tauschen, die etwas weicher ansprechen als die werksseitigen.
     
  9. Omulu

    Omulu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.19   #9
    Nun bin ich doch um einiges schlauer :)

    Den WGS ET-65 hatte ich nur recht kurz in Besitz - er hatte in meinem Anwendungsbereich keine Chance gegen den Jensen C12N 16 Ohm. Letzterer ging eindeutig als Sieger im Vergleich Celestion V30/WGS E-64/Jensen 8 Ohm hervor. Ich konnte eindeutig, und nicht nur nuancenweise, feststellen, daß keiner der Mitbewerber das ganze, einmalig differenzierte Klangspektrum und Aufblühen des Tons des Brunetti so wunderbar abbilden kann. Es werden keine Frequenzen einseitig hervorgehoben und dadurch das Klangbild verfärbt.

    Sicher, der WGS war der Lauteste, was im Bandkontext wohl vorteilhaft ist, aber eben immer noch im Hochmitten- und Höhenbereich recht harsch, wenn auch nicht so schlimm wie der V30. Ich verstehe gar nicht, warum Brunetti den V30 als Stock-Ausstattung anbietet - was da alles verloren geht!

    Und es macht tatsächlich einen deutlich hörbaren Unterschied, am Brunetti (Impedanz: 16 Ohm) einen 8 oder 16 Ohm Jensen zu fahren. Der "richtige" Jensen holt nochmal deutlich mehr Headroom und Sweetness aus dem Amp.

    Der Jensen wurde für 77,-- EUR ohne Transportkosten innerhalb von 24 Stunden von Thomann angeliefert - starke Vorstellung.

    Danke für Euren Input.

    Mie chäppie!:juhuu:
     
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  10. bemoll

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    Erstellt: 10.08.19   #10
    Mist aber auch, jetzt komm ich doch ins Grübeln..... und der Aus-und Einbau: auch möglich für schlichte Gitarristen?
    Ahoi
     
  11. Myxin

    Myxin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.19   #11
    Der braucht halt auch ein kleines bisschen Einspielzeit. An sich ist es ein warm und dennoch transparent klingender Speaker, der übrigens auch gerne geppaart im Mix verwendet wird, um kreischige Speaker ein bisschen zu zähmen.

    Schade, dass der Speaker nichts für dich war - ich finds aber gut, dass du es einfach mal ausprobiert und vor allem hier Rückmeldung gegeben hast! :great:

    Sofern die Speakeranschlüsse nur geklemmt und nicht gelötet sind, ist das kinderleicht. Das bekommt jeder hin, der mal mit Lego gespielt hat. :)
     
  12. drul

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    Erstellt: 10.08.19   #12
    Auch wenn anscheinend schon Zufriedenheit eingekehrt ist - ich bin mit einem Celestion Creamback 65 an meinem JTM45 sehr zufrieden. Tolles, warmes Clean und schöner Crunch ohne "Kratz und Schrill".
     
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  13. Stratspieler

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    Erstellt: 19.08.19   #13
    Wieder einer mehr, der meine Erfahrung bestätigt. :great:
     
  14. Kluson

    Kluson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.19   #14
    ich denke, das hängt stark vom Einsatzgebiet ab - wie der TE ja schrieb. Im Blues Jr ist ja auch der C12N. Da gefällt mir der WGS wesentlich besser - kann man halt nicht pauschal sagen ...
     
  15. SlowGin

    SlowGin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.19   #15
    Der Vergleich mit dem Jensen macht ja schon ein bisschen neugierig. ;-)
     
  16. Rotor

    Rotor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.19   #16
    Schwierig. Ich hatte in meinem Statesman 3 verschieden Speaker drin. Zum Schluss kam wieder der Werkspeaker rein. Mit nem anderen Speaker macht man eben keinen anderen Amp. Es kann ein wenig helfen, muss aber nicht. Ein Amp ist auch ein Konzept, was meistens komplett aufeinander abgestimmt ist.
     
  17. Stratspieler

    Stratspieler Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.08.19   #17
    OT: Bei meinem BJ ist ein Eminence Cannabis Rex drin. Schlägt m.E.n. den C12N um Welten...
     
  18. Kluson

    Kluson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.19   #18
    Aber eines, dass in den Ohren des Entwicklers am besten passt ;-)
     
  19. Rotor

    Rotor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.19   #19
    Ja richtig. Wäre ja sonst auch albern, wenn ich nen Princeton bauen möchte, der aber nach Marschall klingt :-) Soll ja dann auch so klingen wie ein Princeton. Ich meinte nur, das man oft durch neue Röhren, neuen Speaker etc nicht automatisch einen neuen Ampsound bzw den Ampsound bekommt, den man sich vorstellt. Habe ich ja selbst erlebt. Mit "weicheren" Röhren (was ist das überhaupt :-) ) und dem Jensen 12er, der jetzt in meinem Pricneton werkelt, klang mein Statesman immer noch irgenwie alels andere als weich oder Princeton-ähnlich, eher fast wie vorher....
     
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