Neuklampfe neu bundieren lassen

von littlebalu, 04.04.16.

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  1. littlebalu

    littlebalu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #1
    Hallo Leute,

    kurze Beschreibung zu meinem aktuellen "Problem":
    Vor kurzem hatte ich das "Glück" an eine PRS SE Custom 24 Floyd Rose zu kommen. War das letzte Exemplar in der Farbe Amethyst, dass ich in ganz Deutschland in all den Online Musikhäusern finden konnte. Fand die Gitarre von Anfang an vom Look her richtig geil und wollte auch unbedingt eine mit Floyd Rose um bissche Abwechlsung auf die Bühne zu bringen.
    Das Problem war eher, dass ich die Gitarre vorher nicht anspielen konnte, sprich ich habe sie mir einfach mal bestellt (30 Tage Money Back) und jetzt daheim getestet und soundmäßig ist sie wirklich hammer! Jetzt kommt das ABER:
    Meine Standard Bühnengitarre ist ne Gibson Studio 50s Tribute von 2012 mit weitaus höheren Bünde (Medium Jumbos?) als die neue PRS, sprich meine Finger sind eigentlich die hohen Bünde gewohnt und die PRS hat (leider) vintage-ähnliche Bünde also breit und extrem niedrig für meine Verhältnisse, sodass ich bei Bendings schon ziemlich an die Grenzen komme und das Spielgefühl schon etwas leidet.
    Jetzt ist meine Überlegung
    a) die PRS entweder zurückzuschicken (was ich eigentlich nicht möchte, da es ja ne saugeile Klampfe ist, wenn die Bünde nicht so niedrig wären)
    oder
    b) die PRS neu mit Medium Jumbos (wenn das die selben wie auf der Studio sind) bundieren zu lassen

    Meint Ihr das ist bei einer Gitarre im Preisbereich von 800-1000 Euro übertrieben bzw. unwirtschaftlich?
    Hat jemand von euch vllt. schon ähnliche Erfahrungen gemacht und müssen sich meine Finger vllt. nur etwas umgewöhnen?

    Vielen Dank schon einmal im Voraus

    Gruß Marco
     
  2. Saitenschlumpf

    Saitenschlumpf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #2
    Einfach eingewöhnen! Das steigert Deine Flexibilität, Du kommst dann mit viel mehr Gitarren klar, und billiger ist es auch noch. :)

    Ich kam am Anfang auch nicht sofort mit runtergespielten Vintage-Bünden klar, war da sehr auf meine Les Paul Studio eingeschossen. Das hat sich aber gelegt und ich bin froh, dass ich nicht gleich aufgegeben habe. :)

    Zudem ist das Neubundieren nie ganz ungefährlich - beim Entfernen der Bünde können sich kleine Splitter lösen. Nicht schlimm, wenn man die Gitarre als Gebrauchsgegenstand betrachtet... aber sollte man im Hinterkopf behalten.
     
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  3. micharockz

    micharockz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #3
    Der Schlumpf war schneller - ich sehe das genau so. Wenn du die Gitarre an sich hammergeil findest, gibt es keinen Grund, sie zurückzuschicken.
    Eine anderes Spielgefühl steigert nicht nur die Flexibilität, sondern kann sogar zu Riffs und anderen Ideen führen, die aus der gewohnten Gitarre mutmaßlich nicht herausgekommen wären...

    Falls du dich in ein paar Monaten noch nicht mit den Bünden angefreundet hast und trotzdem eine enge Bindung zum Instrument aufgebaut hast, kannst du ja nochmal über eine Neubundierung nachdenken - ich glaube aber eigentlich nicht, dass es dann noch Thema ist. Für wirtschaftlich halte ich das nicht - da muss man selbst entscheiden, ob man es trotzdem einfach will. Manchmal wird Vernunft auch überbewertet ;)
     
  4. murle1

    murle1 RBC-Guitars HCA

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    Erstellt: 04.04.16   #4
    Ich kann die Posts der "Vorredner" nur bestätigen. Einmal ist wirklich eine Neubundierung nicht "ungefährlich" und teuer, wenn dann noch ein Griffbrettbinding vorhanden ist? (ich kenne die nicht..) Außerdem müsste bei höheren Bünden ein neuer Sattel auch noch montiert werden..
     
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  5. littlebalu

    littlebalu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #5
    Erstmal Danke für die Antworten :)

    Die PRS hat kein Binding und der Sattel ist ja dank Floyd Rose quasi "vorgegeben". Meinem Empfinden nach ist er sogar einen Tick zu hoch weshalb höhere Bünde denke ich kein Problem darstellen würden in Bezug auf den Sattel. Hätte auch einen Gitarrenbauer an der Hand der mir den Hals für 165,- Euro neu bundieren würde.

    Denke aber die längere Mensur, der dünne Hals und dann noch die niedrigen Bünde in Kombination machen meinen Fingern wohl etwas zu schaffen und ich muss mich wirklich erst dran gewöhnen, dass ich jetzt mehr Kontakt zum Griffbrett hab als vorher :D Hab auch eigentlich nur Probleme mit Ganztonbendings in hohen Lagen, da rutscht mir die Saite jetzt ziemlich oft durch was bei meiner Gibson halt gar nicht der Fall ist...
    Bin halt "nur" Les Paul Spieler gewesen bis jetzt :p

    Aber ich werde euren Rat annehmen und erstmal ne Zeit lang die PRS ordentlich einspielen und dann weiterschauen ob ich sie neubundieren lasse.

    Weiß vllt. trotzdem jemand welcher Bunddrahttyp genau auf der Les Paul Studio 50s Tribute von 2012 verwendet wurde? Wäre trotzdem nice to know.

    Vielen Dank nochmal!

    Gruß Marco
     
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  6. stoffl.s

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    Erstellt: 04.04.16   #6
    Gute Entscheidung, sie so zu lassen wie sie ist! Letztlich sind Mensur, Halsdicke und Bünde reine Gewöhnungssache und wenn du jetzt andere Bünde draufhaust ist daher noch lange nicht gesagt, dass du dann das gewohnte Spielgefühl erreichst. Ich hatte vor kurzem auch das erste Mal seit längerer Zeit wieder eine LP in der Hand (bin Strat- und Tele gewohnt) und war verzweifelt ob der kürzeren Mensur. Aber nach paar Minuten hab ich das fast nicht mehr gemerkt.
    Mein Tipp: spiel viel auf der Gitarre, gewöhn dich an das unterschiedliche Handling, dann wirst du bald merken, was für einen Schatz du da hast :great:
    Neu bundieren - nur wenn es unbedingt sein muss!
     
  7. littlebalu

    littlebalu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #7
    Alles klar, jetzt wo bei uns die Saison wieder losgeht wird sie denk ich eh jedes Wochenende ihre Spielzeit haben :D

    Danke vielmals :)
     
  8. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #8
    Richtige Entscheidung.
    Es ist wahrscheinlich ebenso die etwas längere Mensur, die das Spielgefühl beeinflusst.
    Kannst ja mal mit dünneren Drähten arbeiten, dann flutschts auch wieder beim Bending,
    wobei FR bestückte Gitarren ohnehin nicht ganz unproblematisch beim heftigen Bending sind.
    (Dafür gibts ja dann zum Ausgleich sozusagen das FR)

    Wenn es in 2 Jahren immer noch juckt, würde ich z.B. eher Scallopen als Bünde tauschen.
    Bis die Klampfe ein vintage Sammlerstück wird, werden noch einige Dekaden vergehen,
    ich würde es als Arbeitsgerät ansehen und dahingehend optimieren, wenn nötig.
     
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