Noise/Experimental: Wie in diesem Nischen-Genre Musiker finden?

und der intellektuelle Zugang erweitert für mich den emotionalen.
Für mich eben nicht, für mich schliesst sich das aus. Ich spüre die Emotionen, ich brauche niemanden, der mir irgendeine Anweisung oder Erklärung gibt. Ich habe das alles schon in mir drin. Es kommt darauf an, was Du für ein Typ bist, dasselbe gibt es ja bei Schriftstellern: ein Germanistikstudium macht Dich am Ende nicht unbedingt zu einem besseren Schriftsteller. Ich hab selbst Physik studiert und halte es für ziemlichen Schrott, wie das dort gemacht wird. Das ist halt regelbasiertes Lernen ohne echtes, tieferes Verständnis. Ich arbeite komplett anders. Ich kann regelbasiert arbeiten aber mich langweilt das.
 
Institutionen arbeiten regelbasiert:
Ich sprach auch davon dort Menschen zum gemeinsamen Krach machen zu finden.
Denke halt die Warscheinlichkeit dort Kontakt in eine vom TE gesuchte Szene zu finden ist vielleicht etwas höher als in der Musikschul Trommelgruppe oder einem Sambakurs.
Und um dort Menschen und andere Künstler zu treffen brauchte ich gar nicht studiert zu haben.
 
Wie könnte ich also auch dort Gleichgesinnte finden?
Meine Einschätzung ist, dass du bessere Beispiele wählen könntest, wenn du versuchst, andere für das Thema zu interessieren. Ich beziehe mich auf die Videos im ersten Beitrag.
Einstürzende Neubauten gefällt mir jetzt nicht, aber kennt man zumindest und es ist Musik. Die restlichen Videos (im ersten Beitrag) sind (meiner Meinung nach) einfach nichts.

Zwei Kinder, die auf Kinderniveu auf ihren Instrumenten spielen. Da will ich gar nichts gegen sagen, das ist schön für die Kinder, eine tolle Sache, und die Kinder und deren Eltern können stolz sein. Aber es ist nichts, was für einen Erwachsenen ein Ziel darstellen würde.
Man fände sicher auch schwer erwachsene Mitglieder für einen Buchclub mit Grundschullesebüchern.

Die anderen Videos sind einfach nichts. Nicht interessant, nicht schön, nicht künstlerisch, nicht beeindruckend, nicht spannend, nicht entspannend...

So, bis hierher war ich ganz böse, war aber nicht böse gemeint.

Ich halte es für erfolgsversprechender, wenn irgendwas gezeigt würde, was irgendwie Inhalt hat. Hätte der Erfinder des Klaviers nur willkürlich auf den Tasten rumgehämmert, hätte es wahrscheinlich niemanden interessiert. Aber da es Leute gab, die auf dem Klavier schöne Lieber gespielt haben, gibt es heute viele Millionen Klaviere (und deren Nachfolger und Abwandlungen) weltweit. Das Beispiel ist vereinfacht und historisch sicher nicht ganz korrekt, aber der Kern ist klar.
Ich finde, ein gutes Beispiel ist Dubstep. Das sind eigentlich auch nur Geräusche, aber die wurden so zusammengestellt, dass man es als Musik bezeichnen kann. Ich bin kein Dubstepfan, aber ich finde trotzdem, dass es was hat. Auch wenn die Welle wieder abgeklungen ist, gibt es doch viele, die das genauso sehen.

Geschrei und Geräusche an sich sind nichts, vielleicht kannst du sie aber so zusammenstellen, dass andere sagen 'das klingt gut/schön/interessant, da mache ich mit'.

[Ich glaube, ich ändere meinen Nutzernamen. Ab sofort bin ich der Dub-Stepfan :cool:]
 
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es geht nicht darum ob mit mir oder für mich, es geht darum herauszufinden, ob sie überhaupt bereit sind, einen gewissen Aufwand zu betreiben.
Nun, welcher Aufwand denn? Das Auspacken von ein paar Instrumenten im trauten Heim? Mehr an Material braucht es ja nicht. Wie gesagt, ist es ja so: Wenn mein Gegenüber den Aufwand scheut, regelmäßig oder des Öfteren zu mir zu kommen, ist das für mich auch überhaupt kein Problem, dorthin zu kommen, wo der Andere wohnt - auch wenn ich für ein Treffen mehrere Stunden Fahrzeit in Kauf nehmen muss.

Vielleicht, bist ja du, was deine Vorstellungen von "deiner Musik" angeht etwas zu verkopft.
Da habe ich eine ganz andere Vermutung. TE sucht sich ein Gebiet, das grundsätzlich regelfrei ist. Das zeigt mir, dass er etwas aus seiner Intuition heraus gestalten will (auch der experimentelle Ansatz spricht dafür) und eben nicht verkopft ist. Er analysiert aber sein Problem mit seinem Verstand, was dazu führen kann, dass er von aussen als verkopft wahrgenommen wird. Ich mache das gleich, weil ich mir viele Gedanekn mache, die Sache an sich läuft bei mir aber völlig intuitiv aus dem Gefühl heraus.
Das Meerschweinchen vermutet richtig..... Und in der Tat versuche ich das Problem mit meinem Verstand zu lösen, denn im Prinzip reicht es mir ja, wenn ich Datum, Uhrzeit und Adresse von so einer Sache hätte. Wie ich da hin komme, kriege ich schon organisiert.

Die Abneigung gegen intellektuelle Institutionen von TE habe ich auch, auch wenn ich nicht weiss, ob es gleiche Ursachen hat. Institutionen arbeiten regelbasiert: "Problem A löst Du mit Regel b & c, da hast Du ein Buch und Übungen, wenn Du das durchgearbeitet hast, machen wir weiter." Und genau solche Leute trifft man in diesen Kreisen, die interessieren sich am Ende nicht für den Ansatz von TE, weil ihre Art zu Arbeiten darauf ausgelegt ist, Informationen (Anweisungen) von aussen zu befolgen und genau das suchen sie auch, weil es ihnen Sicherheit gibt.
Genau das ist ja der Grund, weshalb es mit solchen Institutionen organisatorisch perfekt funktioniert: Die W-Fragen stehen von vornherein fest: Wann findet es statt? Wo findet es statt? Was kostet es? Aber diese Leute wollen halt auch nur sich darauf beschränken, Anweisungen von außen zu befolgen und haben nahezu kein Interesse, eigene Ideen und Vorschläge einzubringen.

Wo Du Leute findest, die für Dich passen kann ich nicht sagen, in regelbasierten Institutionen wirst Du sie kaum/selten finden. Das sind wahrscheinlich eher individualisten. Ich komme aus dem Blackmusic Bereich, kann aber mit Jazzschulen nichts anfangen. Mit Afromamerikanern, die in einer Kultur aufgewachsen sind, in der diese Musik intuitiv vermittelt wird (und nicht in erster Linie regelbasiert) funktioniert es aber.
Ungeklärt ist aber dann weiterhin die Frage: Wo/wie finde ich die? Ich könnte einfach nach New York fliegen, in Englisch bin ich auch recht fit.... aber dann??? Ansonsten.... bei der einen Jazz-Jamsession in Wuppertal, wo ich regelmäßig bin, ist recht häufig auch ein schwarzer Rapper da. Von dem weiß ich aber nicht mal, wie der heißt..... Ich wüsste aber auch nicht, wie ich so jemanden anquatschen soll....
 
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Ich wüsste aber auch nicht, wie ich so jemanden anquatschen soll....
hey bro, ich will nen krassen sound machen, dein set war echt lit, haste vibes bei mir mitzumachen?

und dann sagt er dir so entweder was das für ein krasser heisser scheiss das ist, oder was du für eine crazy b°tch bist.. vermutlich irgendwie so

:alien::LOL:


aber scherz beiseite.. wenn du nicht fragst, ist die antwort im vorhinein schon: nein
also hast du nichts zu verlieren
 
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Ungeklärt ist aber dann weiterhin die Frage: Wo/wie finde ich die? Ich könnte einfach nach New York fliegen, in Englisch bin ich auch recht fit.... aber dann??? Ansonsten.... bei der einen Jazz-Jamsession in Wuppertal, wo ich regelmäßig bin, ist recht häufig auch ein schwarzer Rapper da. Von dem weiß ich aber nicht mal, wie der heißt..... Ich wüsste aber auch nicht, wie ich so jemanden anquatschen soll....
Die Problemstellung ist ja bei Dir anders als bei mir, ich mache Blackmusic, vom Groove her, deshalb macht es für mich Sinn, es bei Leuten zu probieren, die aus dieser Kultur kommen. Deine Musik ist aber nicht so klar definiert wie meine. Die Frage ist, ob Du das (wie Zeugschläger andeutet) in eine ästhetisch weiter verbreitete ansprechendere Form verpacken könntest, dann würdest Du ev. auch eher Leute finden. Das Experimentieren wie wie auch Komponieren ist leider oft eine einsame Angelegenheit, weil wir Menschen doch sehr unterschiedliche Vorstellungen haben. M.W. hat auch JoJo Maier mal erzählt, er hätte in NY kaum jemanden gefunden, der seine Musik mit ihm spielen wollte.

Mir ist auch nicht ganz klar, wie Deine Rolle als Drummer bei diesem Setup wäre: spielst Du einen Beat oder irgendwas drauflos oder spielst Du lieber ein anderes Instrument? Oder steckst Du eher einfach darin fest, dass Du keine Lust hast, dauernd andere zu begleiten?
 
Ich habe das alles schon in mir drin.
Nur zum Verständnis: Das "alles" - das ist jetzt deine Blackmusic, oder? What about Gamelan, Guilleaume de Machaut, Debussy, Hardangerfidel, tibetanische Obertongesänge, Brötzmann, Bley, Fripp oder Ligeti oder auch nur Anton Webern? Da hat mir das Studium unglaublich viele neue Wege aufgemacht. Gerade ...
halte es für ziemlichen Schrott, wie das dort gemacht wird. Das ist halt regelbasiertes Lernen ohne echtes, tieferes Verständnis.
... weil es das NICHT war. Sondern empirisch basiert. (Was viele der klassisch ausgebildeten Studis in die Verzweifelung getrieben hat; die haben sich das vorgestellt, was du kritisierst, ich aber so nicht gefunden habe. Das meg ein Unterschied zwischen "Musik" und "Musikwissenschaft" sein.)
Es kommt darauf an, was Du für ein Typ bist,
Jupp! Ich denke, durch theoretisches Wissen persönlich eher besser als schlechter zu werden. Auch übrigens spontaner (ohne Sprachkenntnisse war ich im Ausland alles, besonders gehemmt, aber nicht spontan - unabhängig davon, ob ich das nun alles "richtig" gemacht habe).
 
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@Hoch

"Noise/Experimental: Wie in diesem Nischen-Genre Musiker finden?"​

- nutze das Internet suche Musiker, Label, Festivals, Workshops, Studios
- kontaktiere diese
- gehe an die Orte an denen dies stattfindet virtuell wie real
- spiel dort oder helfe mit
- mach auf dich aufmerksam, Inserate, Aushänge, Flyer oder schlicht ein Merzbow Shirt;-)
- komm ins Gespräch
- organisiere Sessions oder ähnliches
- höre nicht damit auf

...

Als erstes fällt mir, wie schon genannt, das Weltkunstzimmer in DD ein



Gibt oft schnittmengen mit den Genre Bereichen, industrial, Doom, Drone etc..

2024 gab es ne Werkschau zu S.Y.P.H. in Solingen vielleicht findest du in dem Umfeld was


Sehe gerade, in Wuppertal gibt es sogar nen Verein der Indie Musik, die Alternative Musik-Szene allgemein fördert, da solltest du Leute finden die Bock haben.... www.talsounds.org
Im Loch finden auch Sessions, Poetry Slams und Lesungen statt - oder der mitmischen/kunst-club. Weiter könnten Angebote wie community-soundscape oder tumult was für dich sein.
Vielleicht ergeben sich kooperationen...




Viel Erfolg

falls es dich interessiert:
View: https://soundcloud.com/ventil-records/6-chaisste-featcoco-bechamel?utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing
 
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Nur zum Verständnis: Das "alles" - das ist jetzt deine Blackmusic, oder?
Ja genau, mich interessieren nicht 100 Sachen, ich will das machen, wofür ich einen natürlichen Zugang habe, das andere gibt mir nichts. Wozu soll ich das machen, damit mir jemand Geld bezahlt? Ich habe selbst Profimusiker in der Familie, was sie gelernt haben bringt ihnen nichts, für das was ich mache.
 
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Wozu soll ich das machen, damit mir jemand Geld bezahlt?
Geld kriege ich auch nicht.
Ja genau, mich interessieren nicht 100 Sachen,
Mich schon, ...
ich will das machen, wofür ich einen natürlichen Zugang habe, das andere gibt mir nichts.
... da bin ich dann einfach neugierig. Aber so hat jeder von uns seinen Ansatz.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Schön!

Wenn wir gerade bei location dropping sind: (Grundsätzlich) Monatlich finden in HH-Lohbrügge die Global Sessions statt, https://lola-hh.de/programm/#hello-world-49 / https://www.facebook.com/helloworldglobalsession/
Habe ich aber auch noch nicht geschafft, Fr abend ist bei mir immer doof.
 
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Wenn wir gerade bei location dropping sind: (Grundsätzlich) Monatlich finden in HH-Lohbrügge die Global Sessions statt, https://lola-hh.de/programm/#hello-world-49 / https://www.facebook.com/helloworldglobalsession/
Habe ich aber auch noch nicht geschafft, Fr abend ist bei mir immer doof.
Das war glaub ich eines der Dinge die @Hoch suchte, und Hamburg scheint laut seiner Aussage auch machbar.

Nur im Bereich der Noise/Experimental-Musik laufe ich überall, wo ich hinkomme, vor die Wand, und ich beschäftige mich unfreiwillig alleine damit. Wie könnte ich also auch dort Gleichgesinnte finden?
 
Mir ist auch nicht ganz klar, wie Deine Rolle als Drummer bei diesem Setup wäre: spielst Du einen Beat oder irgendwas drauflos oder spielst Du lieber ein anderes Instrument? Oder steckst Du eher einfach darin fest, dass Du keine Lust hast, dauernd andere zu begleiten?
Nun, Drums & Percussion sind natürlich in erster Linie Begleitinstrumente - und das mache ich auch hauptsächlich. Und auf diesen Sessions geht das ja durchaus sehr gut. Wo ich allerdings feststecke, ist die Tatsache, dass sich aus diesen Sessions bislang eben keine darüber hinaus gehenden Freundschaften/Bekanntschaften entwickeln. Die Leute kommen zu dieser Session, dann läuft da zwei Stunden quasi eine Beschränkung auf den "kleinsten gemeinsamen Nenner", und dann trennen sich die Leute wieder, ohne dass sonst irgendwas Verbindendes entsteht.

- nutze das Internet suche Musiker, Label, Festivals, Workshops, Studios
- kontaktiere diese
- gehe an die Orte an denen dies stattfindet virtuell wie real
- spiel dort oder helfe mit
- mach auf dich aufmerksam, Inserate, Aushänge, Flyer oder schlicht ein Merzbow Shirt;-)
- komm ins Gespräch
- organisiere Sessions oder ähnliches
- höre nicht damit auf
ja, das mache ich ja schon im Prinzip seit Jahrzehnten, aber es läuft halt immer so ab wie oben beschrieben. Mit dem Aufsuchen einer oder mehreren weiteren derartigen Locations erhöht sich dann nur die Zahl der aufgesuchten Institutionen, aber die Kontakte bleiben halt oberflächlich. Den Leuten reicht die Beschränkung auf das, was es da gibt, aus.

Selber etwas zu organisieren ging bislang durch die Bank in die Hose, und es waren viele Versuche. Hier lag mein Fokus dann tatsächlich auf Neulingen, deren Geschmack eben noch nicht so verfestigt war. Jedoch sprang bei niemandem der Funke über, und die Leute wendeten sich diesen Sachen durchweg nach kürzester Zeit wieder ab.

Wenn wir gerade bei location dropping sind: (Grundsätzlich) Monatlich finden in HH-Lohbrügge die Global Sessions statt
Das war glaub ich eines der Dinge die @Hoch suchte, und Hamburg scheint laut seiner Aussage auch machbar.
Da würden aber vermutlich genau dieselben Probleme zu erwarten sein wie bei den Sessions hier in der Region auch.

Als um die Jahrtausendwende das Internet zum Massenmedium avancierte, wurde vielerorts fast schon euphorisch prognostiziert, dass mehr Zugang = mehr Vielfalt = offenere Geschmäcker bedeuten würde. Genau sowas suche ich eigentlich. Stattdessen beobachte ich, dass gerade die Tatsache, dass über solches "Location-Dropping" wie hier im Thread (genauso wie bei Spotify, YouTube etc.) quasi alles jederzeit verfügbar ist, bei anderen Leuten zu einer stärkeren Kuratierung führt: Die Leute hören gezielter das, was sie schon mögen, oder was Algorithmen vorschlagen – und bleiben dadurch in einer Art „Komfortzone“.
 
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Als um die Jahrtausendwende das Internet zum Massenmedium avancierte, wurde vielerorts fast schon euphorisch prognostiziert, dass mehr Zugang = mehr Vielfalt = offenere Geschmäcker bedeuten würde. Genau sowas suche ich eigentlich. Stattdessen beobachte ich, dass gerade die Tatsache, dass über solches "Location-Dropping" wie hier im Thread (genauso wie bei Spotify, YouTube etc.) quasi alles jederzeit verfügbar ist, bei anderen Leuten zu einer stärkeren Kuratierung führt: Die Leute hören gezielter das, was sie schon mögen, oder was Algorithmen vorschlagen – und bleiben dadurch in einer Art „Komfortzone“.
Nun meine Erfahrungen sind da gegenläufig


Hast du nen Proberaum?
 
Hast du nen Proberaum?
Ja in Solingen. Wobei ich über die Jahre und Jahrzehnte immer wieder die Erfahrung gemacht habe, dass die Räumlichkeiten nie ein größeres Problem waren. Das Problem war immer das fehlende Interesse anderer Leute.
 
Dann kannst du ja wenigstens Leute einladen. Oder erstmal alleine oder mit Leuten online was produzieren.

Hatte deine Anfrage, (Noise/Experimental: Wie in diesem Nischen-Genre Musiker finden?) so verstanden dass du Orte und Menschen suchst welche Lust auf das experimentieren in diesem weiten Feld " haben. Aber dem ist wohl nicht so.

Viel Erfolg noch
 
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Die Leute kommen zu dieser Session, dann läuft da zwei Stunden quasi eine Beschränkung auf den "kleinsten gemeinsamen Nenner", und dann trennen sich die Leute wieder, ohne dass sonst irgendwas Verbindendes entsteht.
Empfindest Du das als oberflächlich und emotional nicht so richtig ansprechend? D.h. Du suchst eine gewisse Verbundenheit und Tiefe mit anderen, etwas das Dich inspiriert?

Nun, Drums & Percussion sind natürlich in erster Linie Begleitinstrumente - und das mache ich auch hauptsächlich.
Das ist mir schon klar, meine Frage war eher, ob Du in erster Linie Lust hättest, selbst auch öfters den Ton anzugeben und Dich nicht unterzuordnen. Dich einfach komplett gehen zu lassen. Z.B. bei Deinem Beispiel hier
View: https://www.youtube.com/watch?v=aGZ1T8b2jas würdest Du als Drummer ja einfach einen Beat spielen, der Unterscheid zu anderen Stils ist nicht so gross, was Deine Aufabe betrifft. Das ist schon ein ziemlicher stilistischer Unterschied z.B. zu den beiden Flötenmädchen. Ich frage das, weil es ev. gar nicht nur um den expliziten Musikstil geht sondern etwas was Du suchst, was man auch in anderen Stils umsetzen könnte, für die es ev. mehr Mitmusiker gäbe. Es ginge dann mehr um das "wie" als um das "was".
 
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mehr Zugang = mehr Vielfalt = offenere Geschmäcker bedeuten würde. Genau sowas suche ich eigentlich.
Das ist sicher auch mehr geworden. Aber eher absolut, nicht unbedingt in Relation. Die "Konzentration des Musikgeschmacks" bei Spotify etc. bedeutet ja nicht, dass es "das Andere" nicht [mehr] gibt, im Gegenteil. (Das man als Musiker nicht unbedingt davon leben kann, steht auf einem anderen Blatt.)
Stattdessen beobachte ich, dass gerade die Tatsache, dass über solches "Location-Dropping" wie hier im Thread (genauso wie bei Spotify, YouTube etc.) quasi alles jederzeit verfügbar ist, bei anderen Leuten zu einer stärkeren Kuratierung führt: Die Leute hören gezielter das, was sie schon mögen, oder was Algorithmen vorschlagen – und bleiben dadurch in einer Art „Komfortzone“.
Ja, aber "es gibt sie noch, die guten Dinge" - äh, die spannenden Leute.

Ob die Global Sessions, die ich oben erwähnte, in die von mir gewünschte Richtung gehen, weiß ich noch nicht. Evtl. ist es auch zuviel Jammen im bekannten, komfortablen Rahmen, nur dass dann eben nicht das American Songbook oder der Blues in A im Vordergrund steht.
feststecke, ist die Tatsache, dass sich aus diesen Sessions bislang eben keine darüber hinaus gehenden Freundschaften/Bekanntschaften entwickeln. Die Leute kommen zu dieser Session, dann läuft da zwei Stunden quasi eine Beschränkung auf den "kleinsten gemeinsamen Nenner", und dann trennen sich die Leute wieder, ohne dass sonst irgendwas Verbindendes entsteht.
Das Experimental-Ensemble, von dem ich oben schrieb, habe ich über Bandnet gefunden. Das hat über ein Jahr gehalten, wir haben uns regelmäßig getroffen, und es ist dann durch den Wegzug der beiden Hauptakteurinnen und ein paar andere Unpässlichkeiten auseinandergegangen. Untereinander hatten wir schon eine mehr als nur ganz lose Beziehung. Gerade DURCH die Musik.
 
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Dann kannst du ja wenigstens Leute einladen.
Ja wen denn - wenn jeder, dem ich von meinen Aktivitäten erzähle, sagt: "Finde ich langweilig / blöd, interessiert mich nicht"?

Oder erstmal alleine oder mit Leuten online was produzieren.
Alleine mache ich es ja - unfreiwillig. Online ist jetzt für mich überhaupt nicht spannend; ich möchte es mit echten Menschen aus Fleisch und Blut machen.

Hatte deine Anfrage, (Noise/Experimental: Wie in diesem Nischen-Genre Musiker finden?) so verstanden dass du Orte und Menschen suchst welche Lust auf das experimentieren in diesem weiten Feld " haben. Aber dem ist wohl nicht so.
Ja doch, genau darum geht's. Aber egal wo ich hinkomme, ist einfach das Interesse nicht da - was sicherlich zu einem großen Teil auch daran liegt, dass ich immer nur auf Leute treffe, die "mitten im Leben" stehen und selbiges bereits mit Beruf, Familie und bereits vorhandenen Freizeitaktivitäten bereits derart ausgefüllt haben, dass für Neues einfach keine Zeit mehr da ist - es sei denn, es handelt sich um Sachen, die in deren "Komfortzone" liegen - dann (und nur dann!) sind sie bereit, sich die Zeit zu nehmen.

Ich treffe aber auch nirgends auf Leute, die noch nicht so gesättigt sind und noch auf der Suche nach neuen Freizeitaktivitäten sind. Heute wachsen ja bereits kleine Kinder selbst in nicht ganz so privilegierten Schichten mit einem derartigen Überangebot an Aktivitäten und Spielzeug auf, dass sie sich kaum noch für Dinge begeistern lassen, wo die Erfolgserlebnisse viel Geduld erfordern. Die schütteln 2-3 Mal eine Rassel, aber verlieren dann sofort das Interesse daran. Aber um etwa mit Maracas z.B. Jazz oder Salsa zu begleiten, ist eben doch mehr Engagement erforderlich. Aber dazu wäre eben ein Verlassen ihrer "Komfortzone" erforderlich.
 

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